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Stille Nacht Kapelle Oldtimerbus

In dieser Zeitungsrubrik geht es um lokales Geschehen im nördlichen Salzburger Flachgau, hautnah und bodenverwurzelt. Hier kennt man sich persönlich. Wir berichten über kulturelle Ereignisse im weitesten Sinn des Wortes im Dorf.

Die Berichte kommen in erster Linie aus folgenden Gemeinden: Anthering, Nussdorf, Dorfbeuern, Göming, Oberndorf, Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen.

Ein Klick auf die Namen der Gemeinden oder die Postleitzahlen genügt, damit die Artikel aus den Dörfern aufgelistet werden!


Käserei Asten in Lamprehtshausen

Seit einem guten Monat gibt es eine Fachbookgruppe unter diesem Namen, die Bilder vorwiegend aus den Gemeinden Anthering, Nußdorf, Dorfbeueren, Göming,Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen sammelt.

Maierjörg in Michaelbeuern (Bild: Ingried Paradeiser Kriegseisen)

In der kurzen Zeit des Bestehens hat die Gruppe bereits über 100 Mitglieder. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Bezug zur Gegend. In der weiteren Folge sind Gruppentreffen geplant.

Talstation der Materialseilbahn von der Achartinger Käserei über Mitterstätt nach Buchstätt am Haunsberg. Käser von links nach rechts: Franz Matzenberger, Hans Kühleitner, Hermann Stadler, Franz Strohbichler (Bild: Raggei Bräu)

Grundidee der Gruppe ist es, die Bilder zu sammeln und einer größeren Öffentlichkeit zukommen zu lassen, bevor niemand mehr weiß, wer oder was am Foto abgebildet ist.

Nachtcafe absurd in Oberndorf, zuvor Gasthaus Forelle, heute Ärztehaus (Bild KTraintinger)

Die Facebookgruppe “Alte Ansichten aus dem nördlichen Flachgau” ist öffentlich zugängig, zum Posten und Kommentieren muss man allerdings der geschlossenen Gruppe beitreten.

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Wahlen 2019 in Lamprechtshausen

Lamprechtshausen hat gewählt. Hier finden Sie die Wahlergebnisse dieser Salzburger Gemeinde.

Die Flachgauer Gemeinde Lamprechtshausen hat am 10. März 2019 ihre Gemeindepolitiker gewählt. Für Österreich einzigartig war die Tatsache, dass für alle 3 kandidierenden Parteien Frauen die Listenführerinnen und somit Bürgermeisterkandidatinnen waren.

Es waren dies Bgm. Andrea Pabinger für die ÖVP, Marina Kaltenegger für die FDL und Sonja Widmann für die SPÖ.

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Wie zu erwarten war, fiel die Entscheidung zwischen Volkspartei und den Freien Demokraten. Die Bürgermeisterin Andrea Pabinger konnte ihr Amt auf Anhieb erfolgreich verteidigen.

Im Folgenden finden Sie einen Großteil der Wahlwerbung, der in Lamprechtshausen kandidierenden politischen Parteien, gelistet nach dem Wahlergebnis.

Wahlergebnis
Gemeindeinfo >

Wahlwerbung
VP – Einladung zum Informationsabend >
VP – Wahlflyer >
VP – Infofolder mit Wahlprogramm >
FDL – Plakate >

FDL – Aussendung >
FDL – Infofolder mit Wahlprogramm >
SP – Sonja Widmann >

SP – Hallo Salzburg – Lamprechtshausen >

Gratulation an die Wahlsiegerin Bürgermeisterin Andrea Pabinger
Gratulation an die alte neue Bürgermeisterin Andrea Pabinger

 


Winterlandschaft bei Holzhausen

Das Dorf ist tief verschneit und es ist bitterkalt. Genau so, wie der Jänner im Dorf sein soll. Es ist einfach schön.

Karl Traintinger hat das Foto auf der Fahrt von Maxdorf/ Lamprechtshausen nach Holzhausen/ St. Georgen im Salzburger Flachgau aufgenommen.

Es waren spannende Lichtverhältnisse, der Boden schwarzweiß und der Himmel ganz leicht hellblau-rötlich durchscheinend.


seppaigner

A Lesebüachl für gmüatliche Leut´von Sepp Aigner

Der 1990 verstorbene Direktor der Volksschule in Arnsdorf/ Lamprechtshausen gründete 1961 das Stille-Nacht-Museum. Von ihm wurden zwei Bücher im Eigenverlag publiziert.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Sepp Aigner schrieb seine Gedichte und Prosatexte teilweise in der Flachgauer Mundart. Die Themen sind vielfältig, handeln meist vom Leben auf dem Land. In beiden Büchern gibt es Texte zur “Stillen Nacht”.

Ein Textbeispiel aus dem ersten Band:

Bin a Sålzburger Bua

Mit Sunnschein und Wind
då hå i nöt gnua,
bin a Sålzburga Kind
bin an Sålzburga Bua.

Wånn d´Sunn a so scheint,
åft gfreut´s mi auf da Welt,
bin da Liab a nöt feid,
nu enda an Geld.

Denn, Geld hå i koa´s,
dös håm åndadi Herrn,
åba a Diandle a kloans
und dös håt mi gern.

A so a liabaa Schåtz
is mehr wert wia Geld,
hå für an åndan koan Plåtz
bin da Reichst´auf da Welt!

Einem großen Zufall ist es zu verdanken, dass wieder einige Bücher aus seinem Nachlass zur Verfügung stehen. Interessierte können, so lange der Vorrat reicht, beide Bändchen im Gemeindeamt in Lamprechtshausen kaufen!

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Johann Grießner

Mein Weg nach Lamprechtshausen

Johann GrießnerAls Bauernsohn und “Spätberufener” – aus dem Pinzgau kommend – schloss ich sehr erfolgreich die Höhere Bundeslehranstalt für Alpenländische Landwirtschaft in Raumberg Gumpenstein Steiermark im Jahr 1972 ab. Das geplante Tierarztstudium ist leider aus privaten Gründen ins Wasser gefallen, so entschloss ich mich an einem späten Abend – auf einem Traktor Ford 7000 sitzend, bei der Heimfahrt von der Feldarbeit zur “Wellington Farm” in der Nähe von Cambridge England – meine Dienste beim Raiffeisenverband Salzburg zu beginnen. Mir wurde die Leitung des neu zu bauenden Bezirkslagerhauses im Pinzgau in Aussicht gestellt.

Auf Initiative von Ökonomierat Hans Eder kam es anders. 1974 beauftragte man mich mit dem Neubau des Lagerhauses Lamprechtshausen – dem ich als Lagerhausleiter 25 Jahre, bis 1999 vorstand.

Das politische Engagement

Schon 1979 haben mich der damalige Bürgermeister Franz Größlhuber, der spätere Bürgermeister Georg Junger und der Gemeindevertreter Hans Fersterer, der Hanslbauer in Außerfürth, gebeten, dass ich mich einer Vorwahl für die Gemeindevertretungswahl stelle – ich landete “relativ weit vorne”, sodass ich mich aufgrund dieses Vertrauensbeweises nicht mehr getraute “Nein” zu sagen – somit war ich als Gemeindevertreter dabei.
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Meine Zeit als Bürgermeister der Gemeinde

Von 1986 bis 1999 war ich aufgrund entsprechender Wahlergebnisse der ÖVP Vizebürgermeister und von 1999 bis 24. 09. 2017 der Bürgermeister der Gemeinde Lamprechtshausen. Meine Frau Roswitha, die Kinder Barbara und Hans Georg hatten großes Verständnis, dass ich einen Großteil meiner knappen Freizeit der Gemeindepolitik widmete – ich bedanke mich ausdrücklich bei meiner Familie. Die Familie war mein “wahres Daheim” und Rückzugsgebiet in meiner neuen Heimat, wenn so manches “daher kam!” Auch in der Gemeindepolitik ist für mich ein neues Heimatgefühl gewachsen! Siehe da – ich bin ein Flachgauer, ein Lamprechtshausener und woran ich niemals gedacht hätte – Bürgermeister geworden!

1999 formulierte ich mir ein Ziel: Lamprechtshausen soll noch schöner und lebenswerter werden! Arbeiten und nicht streiten.

Vielleicht ist mir das gelungen? Ein hervorragendes Miteinander hat mich mit meinem Team begleitet – danke dafür! Wir sind so gut zusammengewachsen – mir fehlt diese Gemeinschaft sehr!

Ein herzliches “Danke” auch an die Gemeindevertretungen, dem Pfarramt, allen Vereinigungen, Vereinen, den Verantwortlichen unserer Bildungsstätten, den Sicherheits- und Hilfsorganisationen und dem Gesundheitswesen für die gute kameradschaftliche Zusdammenschau! So konnte unsere Dorfgemeinschaft weitergeführt und ausgebaut werden – sie kann sich sehen lassen.

So manches haben wir gemeinsam umgesetzt – im Anhang können Sie sich ein Bild machen!

Ich bin froh, eine tüchtige Nachfolgerin in der Frau Bürgermeisterin Andrea Pabinger gefunden zu haben – sie ist schon “voll im Geschäft!”
Alles Gute weiterhin – ich blicke mit Dankbarkeit und Demut zufrieden zurück!

Ing. Hans Grießner, Bürgermeister a.D.
Lamprechtshausen, im Frühjahr 2018

 

Anhang – Zeittafel

Persönliches

Ing. Johann Grießner – Geb. 16. 03. 1947 Zell/ See

Eltern: Barbara und Johann Grießner / Landw. Gutspachtung der Eltern am Walchergut Gries/ Pzg. – dort aufgewachsen – Pinzgauer Rinderzuchtbetrieb – wurde hier bäuerlich geprägt mit Freude an der Landwirtschaft, Natur, Umwelt und an historischen Bauten

1963 – 1965 Landw. Berufsschule St. Georgen Pzg.

1965 – 1967 Landw. Fachschule Bruck / Glstr.

1968 – 1972 Höhere Bundeslehranstalt f. Alpenländische Land. – u. Forstwirtschaft Raumberg Gumpenstein Stmk.

1972 – 2004 Tätigkeit Raiffeisenverband Salzburg Ware

1974 – 1999 Lagerhausleiter Lamprechtshausen

1999 – 2004 Verkaufsberater Baustoffverkauf Großfirmen

Ab 2004 – 2018 “Full time” Bürgermeister

Seit 1979 in der Gemeindepolitik

1986 – 1999 Vizebürgermeister

1999 – 24. 9. 2017 Bürgermeister

Seit 2000 Obmann Torferneuerungsverein Weidmoos

Seit 2005 Beeidetes Berg- u. Naturschutzorgan SBNW

2005 – 2015 Beeidetes Jagdschutzorgan

Seit 1981 Mitglied Lamprechtshausener Jägerchor

Seit 2015 Kräuterpädagoge

Seit 2003 Natur- und Landschaftsführer

Kommunales

1999 – 2001 Fertigstellung Mehrzweckgebäude FF Zentrale RK Zentrale

2000 Gründung Torferneuerungsverein Weidmoos

2001 Umbau Musikhauptschule

2001 Ankauf “Gisser Haus” (f. spätere Dorfplatzgestaltung)

2002 Initiator zum Ankauf Weidmoos für die Gemeinden Lamprechtshausen / St. Georgen

2003 – 2007 Beitrag zur Umsetzung “Life Projekt Europa Vogelschutzgebiet Weidmoos”

2003 Ankauf Gewerbegebiet Ehring 17 ha durch die Gemeinde

2005 Adaptierung Volksschule

2007 Fertigstellung Dorfplatzgestaltung

2007 Neubau Betreutes Wohnen mit 17 Wohneinheiten

2009 Adaptierung Kindergarten

2012 Umsetzung “Barrierefreies Weidmoos” Leader Plus Projekt

2012 Zubau und Adaptierung Neue Mittelschule

2014 Erweiterung Volksschule

2015 Adaptierung Barrierefreies Amtgebäude

105/ 2016 Sanierung Kanal Reitlwald

Hobbies

Botanik, Lesen, Singen, früher: Klettern – heute Bergwandern, Jagd, Holzarbeit im eigenen Wald


Landertinger Bäcker in Lamprechtshausen

Beim Landertinger gab es sowohl eine Bäckerei, als auch einen Gemischtwarenhandel. Der Bäcker war Alfred Landertinger, seine Frau Anna betrieb das Geschäft.

Das stattliche Haus hatte 2 Balkone. Rechts neben dem Parkplatz in Richtung Elektro Mayrhofer (heute Petrak) gabe es noch eine Grünfläche.

Landertinger Bäcker in Lamprechtshausen

Wann hat die Bäckerei zugesperrt? Wann hat der Gemischtwarenhandel zugesperrt?

Landertinger Bäcker in Lamprechtshausen

Da modernisierte Haus mit dem auf die ganze Hausbreite ausgedehnten Balkon.  Das Foto wurde 2011 aufgenommen, damals war der Drogeriemarkt Schlecker Mieter.  Seit seinem Konkurs gibt es keine Nachmieter mehr. Der Parkplatz wurde vergrößert, die Grünfläche ist weg. 

Landertinger Bäcker in Lamprechtshausen

Foto vom 30. 12. 2018

Über Informationen zum Landertingerhaus würden wir uns freuen. Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular > oder die Kommentarfunktion (Info dazu >).

 


Käsereikurs in Rödt

Käsereikurs Rödt in der Gemeinde Lamprechtshausen vom 1. – 25. Dez. 1925 heißt es auf der Tafel vor den Kursteilnehmern.

Weiterbildung war offensichtlich schon immer ein Thema. Der Kurs fand beim Bruckmoserbauern in Röd statt. Gab es dort eine Käserei? Wer weiß etwas dazu?

Radfahrklub Schwerting

Mitte Iringbauer Martin (Sandlmann in Schwerting), der Dritte links ist der Iringbauer
Wer kennt noch jemanden auf dem Foto? Ist das der Radfahrverein von Schwerting?

Der Gimpl Martin mit 2 prächtigen Pinzgauern beim Schobergut in Maxdorf.

Über weiterführende Informationen zu den Fotos würden wir uns freuen.
Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular >
oder die Kommentarfunktion (Info dazu >).


Käserei Lamprechtshausen

Die Käsereigenossenschaft Lamprechtshausen entstand 1980 durch die Zusammenlegung der Käserei Lamprechtshausen, Arnsdorf, Asten und Riedlkam. 1989 wurde das Hackschnitzelfernheizwerk Lamprechtshausen in Betrieb genommen und versorgt seither die Käserei, öffentlichen Gebäude sowie Privathäuser mit Fernwärme.

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Der Käsereistandort wurde damals deswegen gewählt, weil zwischen Ortsende und Käserei die Ortsumfahrung Lamprechtshausen angedacht war. Vor dem EU beitritt Osterreichs am 1. 1. 1995 schlossen sich mehrere kleine Käsereien zur Salzburger Landkäserei zusammen (Seekirchen, Schleedorf, Fischach, Haunsperg, Lamprechtshausen, Kothgumprechting, Irrsdorf) und seit November 2006 ist Lamprechtshausen der Hauptproduktionsort. 2010 stieg dann der Milchhof (Alpenmilch Salzburg GesmbH, Gründungsjahr 1993, Eigentümer 51% Milchhof Salzburg & Tauernmilch Bischofshofen und 49% Meggle Wasserburg D) mit 51% beim Käsehof ein. (ORF-Bericht)

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Für die nächsten Jahre sei der Ausbau der Käserei Lamprechtshausen zur zentralen Käserei geplant, hört man. Eine genaue Information für die Bevölkerung gibt es nicht. Nicht gelöst ist das Problem der Zufahrt. Die Käufer der Parzellen vom benachbarten Gewerbegebiet mussten vor 16 Jahren beim Kaufvertrag noch unterschreiben, dass sie kein vermehrtes Verkehrsaufkommen verursachen, die Gemeinde baute vor einem Jahr den Wertstoffhof ebendorthin, das zusätzliche Verkehrsaufkommen stieg beträchtlich. Die Hauptzubringerstraße ist die mit 30 km/h beschränke Haunsbergstraße. Die Ehrlichkeit der Entscheidungsträger der Bevölkerung gegenüber ist zumindest das darüber Nachdenken wert.

Käserei Lamprechtshausen

Eine Bürgerinitiative der Anrainer an der Hausbergstraße fordert seit etwa einen halben Jahr Informationen, an die Öffentlichkeit dringt sehr wenig. Ein weiteres Problem stellen die Sammeltürme vor der Käserei dar, die ab und zu eine extreme Geruchsbelästigung verursachen.

Käserei Lamprechtshausen

Man darf gespannt sein, wohin sich diese Käsereierweiterung entwickeln wird. Wie wird das Zufahrtsproblem gelöst, wie wird das Geruchsproblem gelöst? Wann ist der geplante Baubeginn? Wird überhaupt bei der alten Käserei gebaut?

Erstveröffentlichung 26. Juni 2011 – Dorfschreiber

Infos:
Einweihung der Käserei Lamprechtshausen in der Käsereistraße 1 >
Die Käserei in Asten >
Die Käserei in Riedlkam >


Magdalena Eder Stille-Nacht-Zyklus

Die Lamprechtshausener Künstlerin hat am 24. November im Oberndorf ihren Stille Nacht Zyklus der Öffentlichkeit präsentiert. Jedes der Bilder widmet sich einer Strophe des weltberühmten Weihnachtsliedes, das 2018 zweihundert Jahre alt wird. 

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Vernissage wurde vom Salzburger Stille Nacht Duo Peter und Roland mit der Originalfassung des Liedes musikalisch umrahmt. Die Bilder sind im Stille Nacht Shop von Christoph Thür (ehemals Tischlerei Hillebrand – Feenhaus) zu sehen. Es gibt von den einzelnen Arbeiten auch Kunstdrucke. Die Ausstellung ist bis 6. Jänner zugängig.

Infos zu Magdalena Eder finden sie auf ihrer Homepage >


Vernissage Petra Fimberger Gemeinde Lamprechtshausen

Die ortsansässige Künstlerin stellt zur Zeit in den Räumen des Gemeindeamtes in Lamprechtshausen aus und wurde von Bürgermeisterin Andrea Pabinger im Rahmen der gut besuchten Vernissage am 22. November vorgestellt. 

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Petra Fimberger hat sich mit der Gemeinde Lamprechtshausen auseinandergesetzt und präsentiert das Dorf im nördlichen Salzburger Flachgau in zahlreichen vielfarbigen Drucken und in großformatigen Acrylarbeiten.  ___STEADY_PAYWALL___

Den Bezug zum Ort mit seinen vielfältigen, bunten Gesichtern kann man nach genauem Betrachten der Bilder immer herstellen, man muss sich nur darauf einlassen und genau hinschauen.

Die Gemälde und Drucke können während der Amtsstunden besichtigt werden.

Weitere Infos zu Petra Fimberger >


VS Arnsdorf und die Wallfahrskirche Maria im Mösl 2013 Foto: KTraintinger

Die „Arnsdorfer Stille Nacht – Geschichte“ begann mit den Aigner´s.

Eine der verdienstvollsten STILLE NACHT – Persönlichkeiten, Fr. Dir. Ottilie Aigner ist tot. Die Engel haben sie – so nahe an ihrer geliebten Weihnachtszeit – abgeholt. Ganz sicher auch in den „Himmel der stillen heiligen Nacht“.

Gotthard EderVon Gotthard Eder

Denn das, was ihr Mann OSR Sepp Aigner und sie seit Beginn der 50er Jahre für diesen so wichtigen Aufbau des „Stille Nacht –Museums“ in Arnsdorf getan haben, das wird sich schwer in kurzer Zeit zusammenfassen lassen. Das wissen auch nur mehr wenige.

Es entstand eine der wichtigsten „Stille Nacht – Gedenkstätten“ rund um die Entstehungsgeschichte des Liedes, die immer mehr – mit Oberndorf letztendlich zusammen – in den Mittelpunkt des Weltweihnachts-Geschehen gerückt ist. Das haben wir ganz sicher den Aigners zu verdanken. Sie haben aus der VS Arnsdorf die „Franz-Xaver-Gruber-Schule“ gemacht und sorgten dafür, dass der Stellenwert von Arnsdorf im gesamten „Stille Nacht-Geschehen“ immer wichtiger wurde. Vorher, als sie beide die Schulstelle der Schule übernommen haben, war kaum Nennenswertes in dieser Richtung vorhanden. Nach dem Krieg gabs Wichtigeres zu tun.

Nur das Jenseits wird wirklich beurteilen können, was die Familie Aigner und man muss in Bezug auf Arnsdorf immer beide nennen, da alles bis in die Neuzeit aufgebaut hat. Alles taten sie dem Lied “Stille Nacht, heilige Nacht und seines Komponisten würdigend“ aus großem Idealismus. Die Bedeutung des Erinnerungsortes Arnsdorf wurde immer größer, wenngleich das Nebeneinander mit Oberndorf nicht immer friktionsfrei war.

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Es wäre jetzt wohl ein wichtiges Anliegen, darauf zu achten, dass besonders der, nach Sepp Aigner noch vorhandene Nachlass, eine würdige Betreuung erfährt. Man kann mit Sicherheit sagen, es wurde von beiden Persönlichkeiten eine unschätzbare Arbeit geleistet, da soll und darf nichts verloren gehen.

Das Lichtbringen

Beseelt vom großen Weihnachts-Geist in Arnsdorf begannen die Aigners  wieder etwas ganz Neues. Im Advent brachten sie mit den Schulkindern außerhalb des Unterrichts in alle Häuser unseres Schulsprengels das weihnachtliche Friedenslicht. In Arnsdorf gab es sozusagen schon lange vor dem heutigem Friedenslicht-Brauch einen kleinen Vorläufer….

Regelmässig strömten daher im Advent plötzlich 2 – 3 Schüler-Gruppen in netten, grünen Umhängen und Spitzhüten in ihrer schulfreien Zeit aus, um eine kleine brennende Kerze in die Häuser von Arnsdorf zu bringen und den Frieden der heiligen Nacht anzukündigen. Zum anderen sollte die Spendenfreudigkeit der besuchten Menschen dazu dienen, um Geld zu sammeln für ärmere Familien direkt vor Ort. Ein echter Beitrag zu einer Zeit, als noch viel Mangel herrschte. Ärmeren Familien konnte so ein besseres Weihnachten geschenkt werden. Heute ist dies schon ein echter Brauch geworden. Man darf ja nicht vergessen, damals war Nachkriegszeit.

Selbst ich, der ich 1953 meine Volkschulzeit in Arnsdorf bei Fr. Oberlehrer Aigner begann, war eines ihrer Lichtbringer-Kinder. Mit Flötenmusik und Gesang wanderten wir den in der Regel schon verschneiten gesamten Schulsprengel mit Arnsdorf und Göming ab. Der Brauch begann in etwa bereits um 1950 und sollte den obigen Sinn erfüllen. Am Jahresanfang gab es dann für uns Kinder eine Extra-Belohnung, z.B. einen Besuch im Landestheater. Dieser Lichtbringerbrauch ist uns nun bis heute erhalten geblieben. Eigentlich sollte man sich vielleicht sogar Gedanken machen, diesen bisher unbekannten, inzwischen über 65 Jahre lebendig gelebten Brauch, zum „immateriellen Kultur-Erbe Österreichs“ vorzuschlagen und zu bewerben.

Zudem bedeutet er bereits zu all dem anderen, immer bekannter werdenden „Stille Nacht-Geschehen in Arnsdorf“, eine besondere Bereicherung des vorweihnachtlichen Geschehens. Damals war das natürlich auch noch eine zusätzliche mächtige Beanspruchung für die Aigners, aber sie hatten Kraft und Ausdauer. Später kamen dann junge Lehrkräfte hinzu, die ihnen hilfreich weiter beistanden. Auch ehrenamtlich, selbstverständlich.

Wenn es nun Gewissheit ist, dass sich Ottilie Aigner für den ewigen Weg in ein höheres Licht verabschiedet hat, dann ist es für mich der richtige Moment meine Erinnerungen an so viel gemeinsame Zeit hier niederzuschreiben. Es ist mir jetzt einfach ein Herzensanliegen, daran auch viele meiner engeren Freunde im „Stille Nacht-Geschehen“ teilhaben zu lassen. Wer weiß denn schon, was jahrelang hinter den Kulissen gemeinsam für den Erfolg alles getan wurde.

Der großartige Ruf von Arnsdorf basiert ganz sicher auf den jahrelangen Mühen, die sie aufgewendet haben, dass Arnsdorf das werden konnte, was es heute ist: Eine Weltkulturstätte als Wiege der Melodie für dieses schönste Weihnachts-und Friedenslied der Welt. Stille Nacht. Und all das verdanken wir der, bis ins Innerste engagierten, ruhelosen Vor- und Aufbau-Arbeit von Sepp und Ottilie Aigner. Als jahrlanger Begleiter dieser beiden, besonders bei all den vielen neuen Initiativen, wo wir gemeinsam tausenden Menschen große Freude und weihnachtliche Einkehr vermittelt haben, will ich das einfach weitererzählen.

Mich verbinden einfach so viele Erinnerungen mit Ottilie Aigner, dass ich kaum aufhören kann, davon zu erzählen.

Es begann beim Arnsdorfer Kirchenchor 1953. Damals war sie meine erste Lehrerin. Im 2. Schuljahr konfrontierte sie mich mit dem Wunsch, ich möge doch unbedingt Gitarre lernen, damit sie endlich einen echten Arnsdorfer „Stille Nacht Sänger“ bekäme … und damals begann meine „Stille Nacht-Karriere”. Ich war gerade einmal 7 Jahre alt.

Zuerst erlernte ich das Gitarrenspiel bei meinem späteren Klassenvorstand an der HS Oberndorf Sepp Höfelmaier. Er war ein profunder Kenner der musikalischen Interpretation von Stille Nacht. Der war wirklich gut. Meinen Respekt noch heute!

Keinem anderen Menschen war es damals ein Anliegen, „Stille Nacht“ richtig zu interpretieren. Höfelmaier konnte das. Mitte der 50er Jahre wirkte er bei Filmaufnahmen mit einem Schulchor und auch als Solist mit. Hans Pabinger, ein Arnsdorfer Volkschulabsolvent, auch ein Schüler von Ottilie Aigner, war sein Tenorpartner.

Und er blieb es über Jahre. Pabinger war dann auch gleich einmal mein langjähriger Tenorpartner. Auch für Sonderauftritte wie Filmaufnahmen, etc. wurden wir engagiert. Erinnere mich, Ottilie Aigner war dann auch gleich mit „ihren“ Lichtbringerkindern Filmstar. Murquizca-Film produzierte den 1. Weihnachtsfilm über Arnsdorf und Stille Nacht Mitte der 60er Jahre.

Bis zu meinem erstern Soloauftritt dauerte es noch Jahre. 1961 dürfte das gewesen sein. Mit 14 Jahren. Bei einer der ersten Gedenkfeiern beim Schulhaus zum Heiligen Abend. Mein Gitarrenbeitrag war letztendlich bis vor einigen Jahren ein ungeschriebenes Gesetz. Ottilie war dann, nach dem frühen Tod ihres Gatten, die Säule sämtlichen „Stille-Nacht-Geschehens“.  In erster Linie immer am 24. Dezember in Arnsdorf, zusätzlich auch noch bei der gesanglichen Gestaltung der kirchlichen Andacht.

Natürlich war ich da immer gern an ihrer Seite und unterstützte sie. Wir waren ein Team! Und das war gut so. Bis in den letzten Jahren ihre Kraft immer mehr nachließ und neue Organisatoren das Heft an sich nahmen.

Ottilie war es schließlich, die – nachdem auch das Museum neu adaptiert wurde – jeden Teil des persönlichen Nachlasses von Sepp Aigner – zu sich nahm, soweit es ging. Sepp war ja auch ein weit über die Grenzen hinaus bekannter und beliebter Mundartdichter.

Bauernweihnacht

Eine Episode noch: 1973 begann ich die beiden Aigners so ganz langsam auf neue Aufgaben vorzubereiten. Die Idee einer Bauernweihnacht (Harald Mann mit Kulisse Salzburg) stand plötzlich vor der Tür. Erstmals versuchte ich diese Idee in die Praxis umzusetzen. Und das ging natürlich nicht immer ganz friktionsfrei, aber es ging, die Aigners machten mit. Ihr Part war dann Lesungen, Schulführungen, Vorträge im Museum, Kirchenbesichtigungen, und so weiter. Ein 5 Stunden Programm.

1977 gab es dann erstmals den „Gruber – Mohr – Gang“ von Arnsdorf nach Oberndorf. Auch eine Idee meines Freundes Harald Mann und dem namhaften Verein „Kulisse Salzburg“.  Damaliger Präsident war Univ. Prof. DDr. P. Thomas Michels, Universitätsmitbegründer von Salzburg, ein St. Peterer. Mit so einem Rückgrat traute ich mir schon zu, das auch organisatorisch in die Reihe zu bringen. Und es gelang großartig. Die Aigners immer treu mit dabei.

Zusammen mit der Salzburger Lokalbahn schafften wir dieses Programm speziell als Heilig-Abend-Programm. Zeitlich war es so eingeteilt, dass wir abends nach der Gedenkfeier mit Fakeln zur Stille Nacht Kapelle kamen. Sepp Aigner und ich gingen immer voran. Randbemerkung: Die Oberndorfer, damals unter Bgm. Dr. Raimund Traintinger, meinten, wir müssten unbedingt vor der großen Feier vor der Kapelle ankommen. Das ging einfach nicht. Es war nach der Gedenkfeier in Arnsdorf einfach nicht die Zeit, das zu schaffen. Ausserdem wollten wir Ruhe haben, dann am Schluss vor der Kapelle. Es gelang bedingt. Konsequenz der Oberndorfer, sie drehten uns alles ab: Die vorher installierte Feierbeleuchtung, die Lautsprecher, den Schifferschützen verbot man, dass sie uns noch staffierten. Naja, wir sangen zum Abschluss die bescheidene Fassung des Liedes, ich mit Gitarre und verabschiedeten die meisten Gäste, die äußerst begeistert waren.

Sepp und ich wurden von Feuerwehraktivisten aus Lamprechtshausen nachhause gebracht, während Ottilie schon mit dem Festessen zuhause wartete. Um 18.30 war der öffentliche Heilige Abend vorbei. Für die Gäste ging es anschließend mit dem Zug nach Salzburg. Ja, so war das in den Anfangsjahren. Der Gang war sinnbildlich die Brücke zu Oberndorf, ein Nachvollziehen des Weges, den Mohr und Gruber zueinander gehen mussten, bevor das Lied entstand. Mit etwas gutem Willen wurde es dann mit den Jahren viel besser.

Noch ein Akteur im Stille-Nacht-Geschehen: Prof. Zinnburg war damals ORF-Volkskultur-Redakteur. Er war immer auch im Stille Nacht Geschehen eingebunden. Eines Tages ermunterte er uns, doch darüber nachzudenken in Arnsdorf eine neue Prangerschützen-Gruppe zusammenzustellen. Gesagt getan, Sepp Aigner und ich waren Paten und jeder spendete den ersten Stutzen, die von unserem einheimischen Stutzen-Experten, dem Seppenbauer in Reith, hergestellt wurden.

Und so ging es jährlich frisch fröhlich dahin. Von 1974 bis 1992 (Sepp Aigner verunglückte tödlich) bekamen die Aigners zu Weihnachten immer mehr Arbeit. Die „Bauernweihnacht“ war ein 5-Stunden-Programm. Bei jedem Wetter wanderten wir durch die Landschaft. Auf verschiedenen Höfen gab´s dann Lesungen, Stubenmusik und Gesangsbeiträge. Ottilie Aigner war natürlich auch immer mit dabei mit ihrer Stubenmusik. Die Gästeanzahl betrug in der Regel 40-60 Personen. Das war eine große Herausforderung. Es gab in der Regel bis zu 15 Personen als Mitwirkende. Termine? Jährlich manchmal bis zu 8 mal an 4 Adventwochenenden. Der Aufwand für die Bauern und Organisatoren war beträchtlich. Kaum ein Einheimischer kann sich heute vorstellen, was wir damals rund um die Stille-Nacht-Gedenkstätte Arnsdorf für die zahlreichen Gäste geschaffen haben.

Ja, jetzt, wo Ottilie nicht mehr ist…. Jetzt kommen all diese Erinnerungen wieder hoch. Ich musste sie niederschreiben, weil ich glaube, dass es richtig ist, wenn man sich – als so langer Wegbegleiter an ihrer Seite – an eine wunderschöne Zeit und an einzelne spannende Ereignisse erinnert.

Da Sepp wird si freun, wenn er sie jetzt bei sich hat…. Ja, wenn wir wüssten, was jetzt passiert…. R.i.P. beide.

Gotthard E d e r, Arnsdorf-Oberndorfer Stille Nacht-Solist seit 1961, hat 2 wunderschöne Stille-Nacht CD´s verlegt.
www.stillenacht-cd.at

Siehe auch:
Das Stille-Nacht Museum erstrahlt im neuen Kleid >
Das Stille Nacht Museum Arnsdorf, aus der Sicht der Ausstellungsgestalterin. >
UWL Gotthard F. Eder in Lamprechtshausen – der Gemeindepolitiker >
Traueranzeige OSR Ottilie Aigner >