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Stille Nacht Kapelle Oldtimerbus

In dieser Zeitungsrubrik geht es um lokales Geschehen im nördlichen Salzburger Flachgau, hautnah und bodenverwurzelt. Hier kennt man sich persönlich. Wir berichten über kulturelle Ereignisse im weitesten Sinn des Wortes im Dorf.

Die Berichte kommen in erster Linie aus folgenden Gemeinden: Anthering, Nussdorf, Dorfbeuern, Göming, Oberndorf, Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen.

Ein Klick auf die Namen der Gemeinden oder die Postleitzahlen genügt, damit die Artikel aus den Dörfern aufgelistet werden!


Käserei Asten in Lamprehtshausen

Seit einem guten Monat gibt es eine Fachbookgruppe unter diesem Namen, die Bilder vorwiegend aus den Gemeinden Anthering, Nußdorf, Dorfbeueren, Göming,Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen sammelt.

Maierjörg in Michaelbeuern (Bild: Ingried Paradeiser Kriegseisen)

In der kurzen Zeit des Bestehens hat die Gruppe bereits über 100 Mitglieder. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Bezug zur Gegend. In der weiteren Folge sind Gruppentreffen geplant.

Talstation der Materialseilbahn von der Achartinger Käserei über Mitterstätt nach Buchstätt am Haunsberg. Käser von links nach rechts: Franz Matzenberger, Hans Kühleitner, Hermann Stadler, Franz Strohbichler (Bild: Raggei Bräu)

Grundidee der Gruppe ist es, die Bilder zu sammeln und einer größeren Öffentlichkeit zukommen zu lassen, bevor niemand mehr weiß, wer oder was am Foto abgebildet ist.

Nachtcafe absurd in Oberndorf, zuvor Gasthaus Forelle, heute Ärztehaus (Bild KTraintinger)

Die Facebookgruppe “Alte Ansichten aus dem nördlichen Flachgau” ist öffentlich zugängig, zum Posten und Kommentieren muss man allerdings der geschlossenen Gruppe beitreten.

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Die Gemeinde Göming im nördlichen Flachgau ist knappe 9 km² groß und hat etwa 800 Einwohner. Es ist ein Dorf ohne wirklichen Ortskern am Stadtrand von Oberndorf.

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Die Landschaft ist von einer sehr intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen geprägt, die meisten Betriebe haben sich auf die Milchwirtschaft spezialisiert, einige wenige betreiben Rinder- und Schweinemast. Seit einigen Jahren gibt auch einen eierproduzierender Betrieb. Handwerksbetriebe gibt es eher sehr wenige.


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03. 03. 2014
Der Ortsteil Mittergöming liegt unweit eines Umspannwerkes der Salzburg AG. Die Strommasten dominieren die Landschaft.

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13. 01. 2013
Still und leise bröselt der alte Solitterhof vor sich hin. Einzig die Fernsehantenne zeigt, dass vor Jahren einmal etwas erneuert wurde.

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29. 10. 2011
Der Gastwirtschaftsbetrieb wurde am 26. Oktober 2011 eröffnet. Zum frisch angeschlagenen Bier spielte die Stadtmusikkapelle Oberndorf für die zahlreich erschienenen Gäste.


Göming

Heute, am 26. Oktober 2011 ist es soweit: das alte neue Wirtshaus in Göming bei Salzburg wird eröffnet und der österreichische Staatsfeiertag ist gerade zu das perfekte Datum dafür.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der 300 jährige Hellbauernhof wurde abgetragen und neben dem Gemeindeamt neu aufgebaut, mit viel Gespür erweitert und modernisiert. Allerorts sperren die bodenständigen Wirtshäuser zu, in Göming gibt es einen Neuanfang; nach 30 Jahren erhält die Gemeinde wieder einen Dorfwirtn! Wir freuen und darauf!

Die Dorfzeitung wünscht Helmut Hons und seinem Team viel Erfolg!

Artikel zum Wirtshaus>



Große Reise nach 300 Jahren: Jetzt „übersiedelt“ der Hellbauernhof

Göming: Der Spatenstich zur Abtragung und zum Wiederaufbau ist am 26. Februar 2011

Die Gemeinde Göming im Salzburger Flachgau hat seit über 30 Jahren kein Wirtshaus. Dafür aber den wunderschönen, uralten Hellbauernhof. Dieser wird nun abgetragen und zum Glanzpunkt eines neuen, lebendigen Dorfzentrums. Dort, am Bauplatz direkt neben dem Gemeindezentrum Göming, erfolgt der Spatenstich am Samstag, den 26. Februar 2011 um 12 Uhr 30.

Dieser rund 300 Jahre alte Bauernhof ist einer der letzten Zeugnisse alter original erhaltener Flachgauer Baukultur. Mit 1. März ist nun Baubeginn. Dann wird der Hof abgetragen und rund einen Kilometer weiter, angrenzend an das Gemeindezentrum Göming, wieder aufgebaut. „Landhaus Hellbauer“ – so der Name für das Bauwerk – wird ein behagliches Ambiente schaffen, für Menschen wird es ein Ort der Geselligkeit, Kultur und Kommunikation. Aufgebaut zwischen den Siedlungsgebieten Göming Südost und den Salitergründen, entsteht dort ein neues Ortszentrum mit Festplatz. Einen besonderen Reiz macht die Symbiose von uraltem Holzbau mit dem modernen, angrenzenden Gemeindezentrum aus.
Die Räume im Ober- und im Dachgeschoß des Hellbauernhauses sind für Museumszwecke, Ausstellungen, Lesungen, Vereinstätigkeiten Kindervolkstanz vorgesehen. In einem Anbau entsteht ein Gastronomiebetrieb. Damit geht auch ein Wunsch vieler Göminger nach einem eigenen Wirtshaus in Erfüllung. In den 1970er Jahren schloss nämlich der letzte Göminger Gastwirt.

Im Verzeichnis der Kulturdenkmäler Österreichs ist der Hellbauernhof als baukulturell wertvolles Objekt ausgewiesen. Niedrige Räume und Türen sowie kleine Fenster verhinderten im Inneren einen unnötigen Wärmeverlust, große Glasfenster waren überdies teuer. Der schmucke Hof ist ein sogenanntes Mittelflurhaus: Der Flur liegt in der Mitte, eine gerade Stiege führt zu den Schlafräumen. Im Parterre liegen rechts und links die Räume, so die Stube, ein Vorratsraum, die Küche, ein kleines Ausgedingezimmer. Wolle wurde gesponnen, das Essen kam aus der eigenen Landwirtschaft. Der rasante technische Fortschritt und der tiefgreifende soziale Wandel nach dem Zweiten Weltkrieg änderte das Leben auch im Bauernhaus. Auf dem Weg in die Freizeit- und Erlebnisgesellschaft spezialisierten sich die Landwirt auf wenige Produkte, das andere begannen sie zuzukaufen.

C+W Schweinöster


“Leben” von Uli Mairinger.

Gestern stand er noch da, gestern war doch alles noch anders. Sein starker Stamm, seine schöne grünbelaubte Krone, gestern war er noch da. Ich kann es nicht glauben. Gestern noch sind wir durch den Wald gegangen, sind wir noch darunter gesessen. Ich habe in Deine treuen braunen Augen geblickt und habe gesagt: “Der ist so stark, wie wir. So stark, daß ihn kein Sturm knicken kann, so stark soll auch unsere Bindung sein!”

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Und jetzt …. jetzt ist er zerborsten. Wie Dolche ragt das gebrochene Holz in die Höhe, wie Dolche fährt es in mein Herz. Mein Freund, mein Begleiter, dein Augenlicht ist gebrochen, gestern warst Du noch hier.

Tränen tropfen auf den Stamm, rinnen langsam die Rinde herab durch die Rillen, in denen gestern noch Lebenssaft floß. Irgendwo verschwinden sie dann und tränken die Fasern des geborstenen Holzes. Mein Blick folgt dem Bild der Zerstörung.

Natur – was hast Du nur für Kräfte.

Gestern noch standst Du vor mir. Heute liegst Du da – geknickt. Dann sehe ich es, ein junger Baum verdeckt schon halb den liegenden Stamm. Er wächst ganz einfach durch, er ist schön und jung und kräftig. Ich spüre die Wärme und den Trost, der von ihm ausgeht und jetzt weiß ich was es ist.

Es ist das Morgen, es ist das was Kraft und Hoffnung gibt. Es ist Zukunft.

Die Fotos zeigen den Augenblick kurz nach dem Windwurf in Göming. Viele Bäume sind ganz einfach abgebrochen, als ob sie nur Zahnstocher gewesen wären. Und wir Menschen glauben noch immer, das Maß aller Dinge zu sein. Was sind wir doch für Kleingeister. (KTraintinger)