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Christoph Janacs: Der Duft der Dichtung.

Wie kommt ein Neunjähriger dazu, Karl Mays Winnetou I nicht nur zu lesen, sondern auch noch in zahllosen Pressspanheften nachzuerzählen?

Was wird aus einem Sechzehnjährigen, den Ray Bradburys Fahrenheit 451 packt und nicht mehr loslässt?

Warum wandert einer immer wieder auf den Spuren Adalbert Stifters durch den Böhmerwald und verliebt sich in ein so ganz anderes Land, nämlich Mexiko?

In über 50 Essays, Gedichten und Prosagedichten seines neuen Buchs Der Duft der Dichtung geht Christoph Janacs, in Niederalm lebender Autor von Romanen, Erzählungen und Gedichten, seiner eigenen Lese- und Schreibgeschichte nach, beschäftigt sich mit Dichterpersönlichkeiten wie Ilse Aichinger, René Char, Marguerite Duras, Günther Eich, Franz Kafka oder Octavio Paz und stellt die heute mehr denn je wichtige Frage nach Bedeutung und Wert von Poesie.

Der Duft der Dichtung. Schriften zu Literatur und Biographie, ein Buch für alle passionierten LeserInnen, kurzweilig und anregend, unakademisch und voll Poesie, erscheint Anfang Februar im Arovell Verlag.


Christian Weingartner: Stadtballaden

Buchtitel: Stadtballaden
Autor: Christian Weingartner
Verlag: Arovell
Erschienen: Mai 2011
Prosaminiaturen, Taschenbuch, 124 Seiten
ISBN: 9783902547378

Klappentext:

Die Stadt ist ein besonderer Ort von sich täglich zutragenden Ereignissen, persönlichen Geschichten und Schicksalen von Menschen, von Leben und Tod, aber auch ungewöhnlichen Veränderungenprozessen da draußen und in einem selbst. Die hier vorliegenden Prosaminiaturen erzählen davon. Aufgezeichnet mit der Sprache eines immer wieder Staunenden. Der Motor dieser Sprache ist die Verknappung, deren Effizienz erst durch Weglassen entsteht.

Rezension von Karl Traintinger

Christian Weingartner beschreibt in seiner für ihn typischen Sprache Situationen aus dem Leben in der Stadt Salzburg, lässt den Leser teilhaben an seinen Gedanken und Träumen. Der Weltenbummler hat in der Festspielstadt Salzburg Fuß gefasst, ist angekommen, ruhiger geworden; das merkt man auch in den Prosaminiaturen. Seinen kritischen Blick auf die Menschen und Umwelt hat er sich bewahrt, ebenso seine Liebe zur Kultur.

Die einzelnen Texte lesen sich gut und flüssig, das schmale Büchlein endet mit der Kurzgeschichte: Und plötzlich aufgeschnitten, in der er auf berührende Weise den Leser sehr weit an sich heranlässt; für mich die beste Geschichte des Buches.

Das Buch kann all jenen empfohlen werden, die gerne hin und wieder einige Seiten lesen und die und auch bereit sind, noch einige Zeit über den Text nachzudenken und ihn wirken zu lassen.

Die Bilder stammen von der Lesung am 19. Juni 2011 von Christian Weingartner im Stille Nacht Museum Oberndorf vor ausverkauftem Haus. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Robert Ebner am Akkordeon. Sowohl der Literat als auch der Musiker konnten das Publikum begeistern.