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Almbauer mit Obstbäumen

Hier sollen in unregelmäßigen Abständen Orte vorgestellt werden, die trotz der geringen Größe der Gemeinde (7 km2) nur wenigen Bürmoosern bekannt sind. Es wurden dabei auch Plätze aufgenommen, die knapp außerhalb der Gemeindegrenze liegen, aber für Bürmooser interessant sein könnten. Auch an die alten Flur- und auch Spitznamen wird dabei erinnert.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Wenn man von der Ortsmitte in Richtung Eching marschiert und beim Turnerwirt abbiegt, dann kommt man auf einer asphaltierten Straße durch den Wald. Bei Häusern vorbei sieht man dann auf der Hügelkuppe den Almbauer, der auf der höchsten Stelle dieses Moränenhügels steht, den vor zwölftausend Jahren der Salzachgletscher bei seinem Rückzug hinterließ.

Einst gehörte dieses Anwesen dem Fabriksherren Ignaz Glaser, dessen Zugochsen und Arbeitspferde hier gehalten wurden, während die Pferde für die Kutschen bei der Glashütte untergebracht waren.

Die Bezeichnung Alm ist in der flachsten
Gemeinde des Landes Salzburg etwas übertrieben, aber immerhin ist sie mit fast
446 Meter über NN nur 5 Meter niedriger als der höchste Punkt auf dem
Laubschachen und immerhin 23 Meter höher als der tiefste Punkt.

Vom der Alm hat man einen großartigen Ausblick in Richtung Ortsmitte. Im Hintergrund schaut der Kirchturm der Gemeinde Lamprechtshausen hervor und den Abschluß bildet die Hügelkette des Haunsberges.

Die Senke unterhalb der Alm nannte man früher „Hasenmutter“. Hier wurde nach einem alten Plan die größte Torfmächtigkeit des Bürmooser Moores mit 25 Fuß = fast 9 Meter gemessen. Es war eines der ersten Gebiete, in denen man mit dem Torfabbau begann. Dort fand ich 1992 auch eine alleinstehende mächtige Birke – die größte, die mir je untergekommen ist: Stammumfang in 1 Meter Höhe genau zwei Meter.

Blick von der Alm zum Ortszentrum. Links hinten die Kirche von Lamprechtshausen

In der Nähe des Almbauern findet man im
Wald auch eine verwachsene Schottergrube. In meiner Jugend war sie teilweise
mit reinem Wasser gefüllt. Hier erfrischten sich viele Leute aus der Umgebung
nach der Arbeit und an den Wochenenden, viele wie ich lernten hier auch das
Schwimmen. Sie ist längst ausgetrocknet und verwachsen.

Alter Plan von Bürmoos
Alter Plan von Bürmoos

Wenn man den Weg beim Almbauern vorbei
weitergeht, dann kommt man auf Forstwegen nach Ölling oder nach Untereching.
Wer wandern will, kann über den rechten Weg nach  Ölling kommen, dort abbiegen und über die
Kellerwaldstraße wieder ins Ortszentrum zurückkehren oder etwas weiter
marschieren und von Ölling nach Moospirach, kommt man dann über die
Rodingerstraße wieder zurück in das Zentrum.


Der Schneiderbauerhof in Lamprechthausen liegt im Ortsteil Zettlau unweit der Oichten im Oichtental.

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Blick auf den Hof von der Oichtenseite aus.

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Die Schneiderbauerleute um etwa 1815

Sitzend die Bauersleute Johann und Theresia Eder, dahinter stehend der Bub mit Hut, Felix Eder, der spätere Schneiderbauer und Vater des heutigen Austragbauern (Gottfried Eder).

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SAGIS‘ Zettlau-Luftaufnahmen

Man sieht die alten Gehöfte (Zirl und Schneiderbauer) und auch den alten Verlauf der Gemeindestraße, sowie die Wiesen und Felder VOR der Grundzusammenlegung/Flurbereinigung, welche um 1980 durchgeführt wurde.

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Luftbild vom Schneiderbauern um 2000

Der Hof mit den Wirtschaftsgebäuden wurde 1985 neu errichtet, das renovierte Wohnhaus ist noch das ursprüngliche, aus dem Jahr 1912.

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Getreideernte beim ‚Maier in Hof‘, am Hochfeld.

Auf dem Bild die beiden Maier-Töchter: Maria Kücher, verheiratete Bauerstatter (Bauerstatter, Kemating) und Kathi Kücher, verheiratete Eder (Schneiderbauer, Zettlau). Außerdem auf dem Bild Seppi Schwarzbraun. Im Hintergrund zu sehen Zettlau und Reitsberg.

Die Fotos wurde uns vom Schneiderbauern zur Verfügung gestellt. Das Copyright ist bei den Besitzern der Bilder.


Das Kreuzweggütl befindet sich in Riedlkam und wurde zuletzt von Johann Heller bewirtschaftet.

Es befindet sich heute an der Nußdorferstraße, rechts vor dem Kreisverkehr, wenn man aus Richtung Lamprechtshausen kommt.

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Das Hellerhaus. Von links: Franz Niederstrasser (1924), Johann Niederstrasser (1919), Maria Heller geb. Niederstrasser (1920), Maria Heller (1940), Elise Thalmeier geb. Gangl (1940), Maria Niederstrasser Lexbäuerin (1893), Kind Johanna Niederstrasser (*1946 +1993), Johann Niederstrasser Lexbauer (1893), Josef Gangl Seppensölde.


Die Thalerschustersölde befindet sich in St. Alban, Lamprechtshausen, östlich der Kirche und nördlich vom Menkgut der Fam. Gradl (2011)

Am Foto: Theresia Fürst, der Mann Knecht beim Maier in Hof war mit ihrer Tochter Maria, später verheiratete Fuchs. Theresia Fürst war bekannt für ihre Anwenungen (Behandlungen) von Warzen bei Menschen.


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Das Lexgut mit Austraghaus.  Hintere Reihe Erwachsene von links: Johann Niederstrasser (*1893), Maria Niederstrasser (*1893), Maria Lechner (Magd; +1974). Kinder von links:  Friedrich Niederstrasser (*1923), Franz Niederstrasser (*1924), Maria Niederstrasser (*1920), Johann Niederstrasser (*1919)

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Das Bauernhaus um 1978

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Der 1938 abgebrannte Bauernhof

Das Lexgut wurde 1612 erstmals als Bauernhof urkundlich erwähnt. Im Jahre 1926 wurde der Hof von Johann und Maria Niederstrasser von der Familie Spatzenegger gekauft.

1938 brannte der Hof ab und wurde bis 1940 wieder am gleichen Standort neu aufgebaut. 1974 wurden Hof und Stall ausgesiedelt und neu errichtet. 1983 hat der Betrieb mit der Schweinemast und dem Getreidebau aufgehört und sich auf die Milchviehhaltung spezialisiert.

Der aktuelle Lexbauer ist Reinhard Niederstrasser, er hat den Hof von Mathilde Niederstrasser, der Witwe von Johann Niederstrasser, übernommen.

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Die Geschichte des Lindlbauerngutes

Bevor Felix Fischinger und seine Frau Theresia (geb. Huber) im Jahre 1860 den Hof kauften, gab es mehrmals einen Besitzerwechsel. Dieser Ehe entstammten 6 Kinder, von denen 3 an Diphterie starben. 1891 übernahmen sein Sohn Johann Fischinger und seine Frau Anna (geb. Hözl aus St. Johann in Tirol) den Hof. 1894 verkaufte Johann Fischinger das gänzlich aus Holz erbaute Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie etliche Grundstücke und errichtete in unmittelbarer Nähe des alten Hofes einen neuen Bauernhof.

Von Karl Traintinger

Der Ehe von Johann und Anna Fischinger entstammten 9 Kinder (darunter ein Drilling), von denen 3 überlebten (2 von den Drillingen starben kurz nach der Geburt, eine Tochter starb mit 18 Jahren, 3 Kinder starben an Diphterie).

1940 übergab Johann Fischinger den Hof an die älteste Tochter Maria. Da sie kinderlos blieb, gab sie den Hof 1961 an ihre jüngste Schwester Genofefa und ihren Mann Friedrich Schlager (Ertlsohn aus Lamprechtshausen) weiter. Der Hof wurde so gut es in der beengten Lage möglich war, vergrößert und der Stall renoviert. Der Ehe entstammt eine Tochter, die Maria, die heutige Altbäuerin vom Lindlgut.

1972 übergaben Friedrich und Genofefa Schlager den Hof an ihre Tochter Maria und Ihren Mann Johann Junger (Gimplsohn in Maxdorf). Da der Bauernhof aus allen Nähten platze, beschlossen die jungen Bauersleute die Aussiedlung auf den heutigen Standort, die Grundzusammenlegung begünstigte das Vorhaben. 1974 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, im Mai 1975 war der Stall schon bezugsfertig. Im August schlug ein Blitz in den Neubau ein, richtete aber nur einen geringen Schaden an. Im November 19756 konnte das Wohnhaus bezogen werden. Am 23. August 1977 fand die feierliche Hauseinweihung statt.

Alte Ansicht von Willenberg: Links Simonbauer (Fam. Junger). rechts hinten Lindlbauer, davor  der Schmied Sepp, (Maderegger Josef), rechts daneben Jakob Stadler, Reichlbauer und rechts vorne der Maierbauer. Die alte Schmiede ist nicht mehr in Betrieb, auch die Bauernhöfe haben mit der Rinderwirtschaft aufgehört.

Der Lindlbauer ist rot markiert.

Abbruch des Bauernhauses im Dorf. Es ist schon alles weg bis auf das Wohnhaus.

1912. Von links: Franziska (gestorben mit 18 Jahren), Anna (Lindlbäuerin), Maria (hinten), Genofefa (vorne klein), Johann Fischinger (Lindlbauer), Ottilie

Von links: Ottilie, Genofefa, Johann Fischinger

Beim Heufahren. Vorne rechts Ottilie Fischinger, hinten Genofefa Fischinger

Hausbau 1975

Der neue Stall 1975

Hauseinweihung 1977. Von links: Gemeindesekretär, Bgm Franz Grösslhuber, ÖR LR Rupert Wolfgruber, Maria Junger, Johann Junger, Genofefa Schlager (Großmutter), Friedrich Schlager (Großvater), ÖkR Johann Eder, …

Die Fotos wurden freundlicherweise von der Familie Gwechenberger (die Lindlbauern 2013) zur Verfügung gestellt. Sollten Sie uns mit Namen vom Gruppenfoto weiterhelfen  können, freuen wir und über eine Email oder einen Kommentar dazu. Danke.

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Der Vierthalerhof der Familie Scharl befindet sich im Ortsteil Schwerting in Lamprechtshausen.

Das Ehepaar Felix und Franziska Scharl hatte zahlreiche Kinder: Franz (Scharlschneider), Peter (Vierthalerbauer), Hans (Röderbauer), Felix, Maria (Hintergmainerin in Nußdorf), Paul, und Ferdinand.

Felix Scharl, Vierthalerbauer zu Schwerting
Felix Scharl, Vierthalerbauer zu Schwerting

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Franziska Scharl, Vierthalerin
Franziska Scharl, Vierthalerin

Paulmirtltöchter. Von links: Theresia (Scharingerin Schwerting), (?), Maria (Vierthalerin), Genovefa (Adlmannin)
Paulmirtltöchter. Von links: Theresia (Scharingerin Schwerting), (?), Maria (Vierthalerin), Genovefa (Adlmannin)

Maria Scharl. 1943
Maria Scharl. 1943

Peter, Peter, Maria. 1957
Peter, Peter, Maria. 1957

Maria und Sohn Peter. 1958
Maria und Sohn Peter. 1958

Das Copyright der Bilder liegt bei der Familie Scharl, Vierthaler zu Schwerting. Die Bilder wurden dankenswerte Weise von der Familie Scharl zur Verfügung gestellt.


Peterbauer Braunsberg

Das Wohnhaus der Familie Franz und Rudolfine Spitzauer, Peterbauer in Braunsberg wurde1987 vom Künstler Walter Kreindl gemalt.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Bemerkenswert war gut erhaltene Glockenturm mit den Glasglocken. Das Wohnhaus stand früher im Norden. Der Misthaufen war der Innenhofmittelpunkt.

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Das Wohnhaus wurde einige Jahre später abgetragen und durch einen neues Bauernhaus ersetzt.  Das neue Bauernhaus steht jetzt an der Südseite des Stalles, das alte, abgetragene Haus stand an der Hinterseite.

Peterbauer Braunsberg
Peterbauer Braunsberg 1987