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Spielmittel für Kleinkinder und Kindergartenkinder zum Nachgestalten

Der Praxisunterricht in der COVID Krise.

Der Praxisunterricht der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden des Kollegs der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik in Salzburg findet auf Grund des COVID-19 nicht wie geplant in den Kindergärten statt, sondern zuhause.

Die Studierenden des Kollegs, die sich im vierten Ausbildungssemester befinden, wollen unter der Regieführung ihrer Praxislehrerinnen Hilda Hammertinger, MA und Mag. Gundula Ehringer einen kleinen Beitrag für Eltern und ihre Kinder leisten. Auf Grund des Coronavirus können viele Kinder nicht den Kindergarten bzw. die Kleinkindgruppe besuchen. Daher ist es den Studierenden ein Anliegen, das Lernen außerhalb, also auch zuhause in den Familien zu unterstützen. So wurden von den Studierenden bei einem Arbeitsauftrag „Lernarrangements“ für 3-6jährige Kinder angefertigt.

Einige Beispiele werden hier in diesem Bericht exemplarisch zum Nachgestalten vorgestellt.

Aber was ist die vorrangige Zielsetzung dieser Aktion?

Mit ganz einfachen Materialien, die im Haushalt vorhanden sind, teils recycelten Dingen oder Naturmaterialen können Eltern ganz einfache Lernarrangements unter Einbindung ihrer Kinder anfertigen. Diese gemeinsam von Eltern und Kind (je nach Alter) hergestellten Bildungsmittel eignen sich hervorragend für das selbstgesteuerte Spiel der Kinder, ob daheim oder in elementarpädagogischen Institutionen.

Was ist ein Lernarrangement und welche Möglichkeiten bietet es?

Ein Lernarrangement ist Ausdruck eines didaktischen Verständnisses, welches die Kinder in den Mittelpunkt des Lernprozesses stellt. Es soll die Kinder zur aktiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten Material einladen, wobei das selbstgesteuerte und Lernen der Kinder stets im Mittelpunkt steht. Es können so viele Lerneffekte entstehen, beispielsweise die Aneignung von Sach- und Handlungswissen oder das Kennenlernen von neuen Arbeitstechniken.

Die Verbindung der Kinderbetreuung mit dem Homeoffice der Eltern ist oft schwer umsetzbar. Umso wichtiger ist es, dass Kinder neue Anregungen bekommen, sich dann aber eigenständig dem Spiel widmen können.

Die Studentinnen hatten bei diesem Arbeitsauftrag aus Kindergartenpraxis auch die Aufgabe, Variationsmöglichkeiten des Lernarrangements zu entwickeln sowie die Beachtung der verschiedenen Entwicklungslevels der Kinder zu berücksichtigen. Es sollte ein Lernarrangement konzipiert werden, welches vor allem die intensive, lustbetonte Beschäftigung des Kindes mit einem bestimmten Material oder Spiel in den Vordergrund rückt.

Zur Förderung der Feinmotorik und Auge-Hand-Koordination legen die Kinder verschiede-ne Linien oder Formen mit verschiedenen Materialien nach. (Elina Toal)
Zur Förderung der Feinmotorik und Auge-Hand-Koordination legen die Kinder verschiede-ne Linien oder Formen mit verschiedenen Materialien nach. (Elina Toal)

Die Kinder fädeln eine lange Schnur durch Papierröhren. Dabei können sie die Reihenfolge entweder ganz frei für sich wählen und vielleicht sogar Muster entstehen lassen oder sich an den Ziffern orientieren. (Julia Aunitz)
Die Kinder fädeln eine lange Schnur durch Papierröhren. Dabei können sie die Reihenfolge entweder ganz frei für sich wählen und vielleicht sogar Muster entstehen lassen oder sich an den Ziffern orientieren. (Julia Aunitz)

Bei diesem Lernarrangement befüllen die Kinder „Eistüten“ mit einer bestimmten Anzahl an Eiskugeln. Die Verschlüsse von PET-Flaschen können dabei beispielsweise als Auffang-behälter genutzt werden. (Julia Aunitz)
Bei diesem Lernarrangement befüllen die Kinder „Eistüten“ mit einer bestimmten Anzahl an Eiskugeln. Die Verschlüsse von PET-Flaschen können dabei beispielsweise als Auffang-behälter genutzt werden. (Julia Aunitz)

Der Schwerpunkt dieses Lernarrangements sind Farben. Kinder sollen etwa verschiedene Farbnuancen unterscheiden und zuordnen (rechts). Das Hantieren mit Wäscheklammern und Zangen (links) fördert unter anderem die Handmotorik. (Julia Dirnberger)
Der Schwerpunkt dieses Lernarrangements sind Farben. Kinder sollen etwa verschiedene Farbnuancen unterscheiden und zuordnen (rechts). Das Hantieren mit Wäscheklammern und Zangen (links) fördert unter anderem die Handmotorik. (Julia Dirnberger)

Wenn sich Ihr Kind bereits für Zahlen und Ziffern interessiert, können Sie mit wenig Mate-rial darauf eingehen. Leeren Sie zum Beispiel Gries, Sand oder Reis in eine Box oder auf ein Tablett und schreiben Sie Ziffern auf Kärtchen. Ihr Kind kann die Ziffern dann mit den Fingern nachzeichnen oder mit verschiedenen Materialien wie Perlen oder Samen nachle-gen. Statt Ziffern eignen sich auch Formen sehr gut! (Nicole Chudoba)
Wenn sich Ihr Kind bereits für Zahlen und Ziffern interessiert, können Sie mit wenig Material darauf eingehen. Leeren Sie zum Beispiel Gries, Sand oder Reis in eine Box oder auf ein Tablett und schreiben Sie Ziffern auf Kärtchen. Ihr Kind kann die Ziffern dann mit den Fingern nachzeichnen oder mit verschiedenen Materialien wie Perlen oder Samen nachlegen. Statt Ziffern eignen sich auch Formen sehr gut! (Nicole Chudoba)

Auch bei diesem Lernarrangement geht es um die optische Wahrnehmung. Kinder sollen dabei verschiedene Formen erkennen und sie durch den richtigen Schlitz in eine Box wer-fen. (Julia Dutzler)
Auch bei diesem Lernarrangement geht es um die optische Wahrnehmung. Kinder sollen dabei verschiedene Formen erkennen und sie durch den richtigen Schlitz in eine Box werfen. (Julia Dutzler)

Um die Verbindung zwischen Ziffern und Zahlen zu vertiefen, können Kinder zum Beispiel Wäscheklammern oder Perlen zählen und ihre Anzahl den Ziffern zuordnen. Falls das Ma-terial so ausgewählt wird, dass nur eine gewisse Anzahl blauer, roter oder grüner Wä-scheklammern vorhanden ist, gibt es für die Kinder auch die Möglichkeit der Selbstkon-trolle. (Angelika Pacher)
Um die Verbindung zwischen Ziffern und Zahlen zu vertiefen, können Kinder zum Beispiel Wäscheklammern oder Perlen zählen und ihre Anzahl den Ziffern zuordnen. Falls das Material so ausgewählt wird, dass nur eine gewisse Anzahl blauer, roter oder grüner Wäscheklammern vorhanden ist, gibt es für die Kinder auch die Möglichkeit der Selbstkon-trolle. (Angelika Pacher)

Bei diesem Lernarrangement sortieren Kinder Bilder ihren Farben nach. Dazu können na-türlich auch Objekte aus dem Kinderzimmer, aus der Natur, Schnipsel aus Zeitschriften etc. verwendet werden. (Lisa Erbschwendtner)
Bei diesem Lernarrangement sortieren Kinder Bilder ihren Farben nach. Dazu können na-türlich auch Objekte aus dem Kinderzimmer, aus der Natur, Schnipsel aus Zeitschriften etc. verwendet werden. (Lisa Erbschwendtner)

Kinder können bei diesem Lernarrangement die Anzahl von Punkten im Zahlenraum von 1-10, die auf den selbst gezeichneten und laminierten Schmetterlingen abgebildet sind, mit einem Blick erfassen. Des Weiteren können Punkte verglichen zugeordnet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Wäscheklammern in der entsprechenden Anzahl der Punkte des jeweiligen Schmetterlings anzubringen. (Irina Andriska)
Kinder können bei diesem Lernarrangement die Anzahl von Punkten im Zahlenraum von 1-10, die auf den selbst gezeichneten und laminierten Schmetterlingen abgebildet sind, mit einem Blick erfassen. Des Weiteren können Punkte verglichen zugeordnet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Wäscheklammern in der entsprechenden Anzahl der Punkte des jeweiligen Schmetterlings anzubringen. (Irina Andriska)

Bei diesem Lernarrangement geht es um das Erkennen von Farben und Formen. Wie bei einem einfachen Puzzle können Teilfiguren zu einer Gesamtfigur zusammengefügt wer-den, indem die passenden Holzstäbchen nebeneinandergelegt werden. (Tanja Doleschal)
Bei diesem Lernarrangement geht es um das Erkennen von Farben und Formen. Wie bei einem einfachen Puzzle können Teilfiguren zu einer Gesamtfigur zusammengefügt werden, indem die passenden Holzstäbchen nebeneinander gelegt werden. (Tanja Doleschal)

Kinder können bei diesem „Spinnenspiel“ durch das Öffnen und Schließen der Wäsche-klammern motorische Fertigkeiten ausbauen. Die Beschäftigung mit dem Spiel bietet au-ßerdem die Möglichkeit, Zahlen zu erkennen und Wäscheklammern dementsprechend zuzuordnen. Möglicherweise entsteht bei Kindern ein Sachinteresse an Spinnen und sie bauen eventuell Ängste vor Spinnen ab. (Angelika Enzersfellner)
Kinder können bei diesem „Spinnenspiel“ durch das Öffnen und Schließen der Wäscheklammern motorische Fertigkeiten ausbauen. Die Beschäftigung mit dem Spiel bietet außerdem die Möglichkeit, Zahlen zu erkennen und Wäscheklammern dementsprechend zuzuordnen. Möglicherweise entsteht bei Kindern ein Sachinteresse an Spinnen und sie bauen eventuell Ängste vor Spinnen ab. (Angelika Enzersfellner)

Das Stäbchenspiel fördert die Hand-Augen-Koordination, die Konzentration und Wahr-nehmungsfähigkeit. Das Kind kann sich kreativ betätigen, indem es die angemalten Holz-stäbchen nach Belieben auf einer größeren Unterlage, wie z.B. auf Zeichenpapier oder einem Tablett auflegt. Eine Variation des Spieles wäre, dass das Kind wie am Bild erkenn-bar, Vorlagen zum Nachlegen erhält und somit seine Raum-Lage-Orientierung ausbaut. (Anna Werndl)
Das Stäbchenspiel fördert die Hand-Augen-Koordination, die Konzentration und Wahrnehmungsfähigkeit. Das Kind kann sich kreativ betätigen, indem es die angemalten Holzstäbchen nach Belieben auf einer größeren Unterlage, wie z.B. auf Zeichenpapier oder einem Tablett auflegt. Eine Variation des Spieles wäre, dass das Kind wie am Bild erkenn-bar, Vorlagen zum Nachlegen erhält und somit seine Raum-Lage-Orientierung ausbaut. (Anna Werndl)

Hat ein Kind Freude am Zählen, dann kann dieses Zahlenpuzzle mit ganz einfachen Mit-teln hergestellt werden. Karton, Klopapierrollen, Knöpfe sind die Grundmaterialien dieses Lernarrangements. (Anna Werndl)
Hat ein Kind Freude am Zählen, dann kann dieses Zahlenpuzzle mit ganz einfachen Mitteln hergestellt werden. Karton, Klopapierrollen, Knöpfe sind die Grundmaterialien dieses Lernarrangements. (Anna Werndl)

Für dieses mathematische Spiel werden folgende Materialien benötigt: ein Tablett, Holzringe, Pompons in verschiedenen Farben, ausgeschnittene Zahlen aus Moosgummi, Filz oder Karton und eine kleine Schüssel. Das Kind kann die Pompons farblich sortieren, die Zahlen der Reihe nach auflegen oder die Pompons einfach zählen. Dieses Bildungsmittel lässt viele Spielmöglichkeiten zu. (Anna Windhofer)
Für dieses mathematische Spiel werden folgende Materialien benötigt: ein Tablett, Holzringe, Pompons in verschiedenen Farben, ausgeschnittene Zahlen aus Moosgummi, Filz oder Karton und eine kleine Schüssel. Das Kind kann die Pompons farblich sortieren, die Zahlen der Reihe nach auflegen oder die Pompons einfach zählen. Dieses Bildungsmittel lässt viele Spielmöglichkeiten zu. (Anna Windhofer)

Das Ausgangsmaterial für dieses Lernarrangement sind rote, gelbe, blaue und grüne quadratische Legosteine. Das Kind kann Türme in beliebiger Reihenfolge bauen, dann Vorlagen ausmalen oder nach Vorlagen Türme nachbauen. (Anna Windhofer)
Das Ausgangsmaterial für dieses Lernarrangement sind rote, gelbe, blaue und grüne quadratische Legosteine. Das Kind kann Türme in beliebiger Reihenfolge bauen, dann Vorlagen ausmalen oder nach Vorlagen Türme nachbauen. (Anna Windhofer)

Für die Herstellung dieses Fadenspiels braucht man ein flaches Holzstück, auf welchem Metallringe in verschiedenen Größen eingeschraubt werden können. Zum Durchfädeln durch die Ringe eignen sich Schuhbänder, Kordeln, Wollfäden, Stoffbahnen etc. Zusätzlich könnte man Gummiringe zur Verfügung stellen, um die Metallringe zu verbinden. Dabei entstehen kreative Muster. (Victoria Lorenzoni)
Für die Herstellung dieses Fadenspiels braucht man ein flaches Holzstück, auf welchem Metallringe in verschiedenen Größen eingeschraubt werden können. Zum Durchfädeln durch die Ringe eignen sich Schuhbänder, Kordeln, Wollfäden, Stoffbahnen etc. Zusätzlich könnte man Gummiringe zur Verfügung stellen, um die Metallringe zu verbinden. Dabei entstehen kreative Muster. (Victoria Lorenzoni)

Die Hand- und Fußabdrücke werden laminiert und ausgeschnitten. Das hergestellte Material kann am Fußboden, auf der Terrasse oder Wiese aufgelegt werden und das Kind kann sich von Abdruck zu Abdruck z.B. auf einem Bein, hüpfend usw. bewegen. Die Körperwahrnehmung, das Gleichgewicht und die Bewegungsfreude stehen bei diesem Spiel im Mittelpunkt. (Victoria Lorenzoni)
Die Hand- und Fußabdrücke werden laminiert und ausgeschnitten. Das hergestellte Material kann am Fußboden, auf der Terrasse oder Wiese aufgelegt werden und das Kind kann sich von Abdruck zu Abdruck z.B. auf einem Bein, hüpfend usw. bewegen. Die Körperwahrnehmung, das Gleichgewicht und die Bewegungsfreude stehen bei diesem Spiel im Mittelpunkt. (Victoria Lorenzoni)


Dorfzeitung.com


ZeitGeist

Bilder, die Kinder in den letzten 2 Wochen im “Hausarrest ” gezeichnet haben, bieten Hinweise auf das unbewusste Erleben unserer Jüngsten.

Ein Projekt der Laufener Künstlerin Christine Smaczny

Kinderbilder können uns zeigen, wie es unseren Kleinen jetzt so geht, wie jede einzelne Altersgruppe die jetzige Situation wahrnimmt. 

Vielleicht findet sich auch der eine oder andere Lösungsansatz im offenen Auge der Betrachterin, des Betrachters.

Die Bilder kommen aus Deutschland (D), Österreich (Ö), Polen (PL) und Ecuador. Die polnischen Bilder wurden von der polnischen Schule in Salzburg vermittelt.

Joleen 3 Jahre Marzoll D

Nino 6 Jahre aus Marzoll D
Nino 6 Jahre Marzoll D

Zusanna 9 Jahre PL
Zusanna 9 Jahre PL

Xaver 6 Jahre Laufen D
Xaver 6 Jahre Laufen D

Sophie 3 Jahre Laufen D
Sophie 3 Jahre Laufen D

Moritz 4 Jahre Marzoll D
Moritz 4 Jahre Marzoll D

Mikolaj 5 Jahre polnische Schule Salzburg Ö
Mikolaj 5 Jahre polnische Schule Salzburg Ö

Michaela 4 Jahre Laufen D
Michaela 4 Jahre Laufen D

Mateusz 3 Jahre Warschau PL
Mateusz 3 Jahre Warschau PL

Lea 4 Jahre poln Schule Salzburg Ö
Lea 4 Jahre polnische Schule Salzburg Ö

Kornelia 6 Jahre Warszawa PL
Kornelia 6 Jahre Warszawa PL

Julia 4 Jahre Mattighofen Ö
Julia 4 Jahre Mattighofen Ö

Jakob 11 Jahre Laufen D
Jakob 11 Jahre Laufen D

Josefina 6 Jahre aus Laufen D
Josefina 6 Jahre aus Laufen D

Jakob 7 Jahre Mattighofen Ö
Jakob 7 Jahre Mattighofen Ö

Jaboda 3 Jahre Warschau PL
Jaboda 3 Jahre Warschau PL

Hannah 5 Jahre Stuttgart D
Hannah 5 Jahre Stuttgart D

Elias 7 Jahre Stuttgart D
Elias 7 Jahre Stuttgart D

Blazej 12 Jahre polnische Schule Salzburg Ö
Blazej 12 Jahre polnische Schule Salzburg Ö

Sascha 1 1/2 Jahre Wien Ö

Kindebilder
Ana 9 Jahre Ibarra Ecuador

David 7 Jahre Werfen Ö

Eliza 5 Jahre polnische Schule Salzburg

Eliza 5 Jahre polnische Schule Salzburg Ö

Filip 4,5 Jahre Salzburg Ö

Nerea 2 Jahre Ambato Ecuador

Olivia 3 Jahre Werfen Ö

Roman 3 Jahre Bochum D

Wiktor 5 Jahre polnische Schule Salzburg Ö


Weg mit der Angst

In jedem Leben gibt es größere und kleine Situationen, die unverhofft und plötzlich da sind – ohne Vorwarnung. Und das ist gut so, denn erst dabei kann jeder zeigen, welche Ressourcen und Kräfte in ihm stecken und welchen Einfallsreichtum er hat, was er selbst tun kann, um das Allerbeste zu erreichen.

Maria Schweiger

Vom Maria M. Schweiger

Wichtig ist auch, die in der persönlich bereits erlebten Vergangenheit, wie diese bewältigt wurde; diese Strategien damals helfen, besser mit neuen Situationen umzugehen, auch wenn diese vollkommen anders sind. Aus dem früheren Leben weiß man bereits, ob man die Fähigkeit hat, überhaupt aus einer „schrecklichen“ Sache nicht doch auch Wege findet, diese zu meistern.

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Hier nun ein Beispiel, wobei diese tatsächlich wahr sind, ich jedoch keine Namen nenne (zum Schutz der Personen) und es für Sie vereinfacht darstelle und deshalb jeweils ein bestimmtes Geschlecht verwende, was jedoch keinerlei Rückschlüsse auf das tatsächliche Geschlecht zulässt.

Dr. A war von Kindheit an von seinem Vater kontrolliert, bevormundet und manipuliert worden, was auch beim schon älteren erwachsenen Sohn dann trotzdem nicht unterlassen wurde, ja, sich sogar noch verstärkte. Dem Sohn war es nicht möglich, sein eigenes Leben zu leben, ohne dass der Vater seine pathologische Art verändert. Dr. A war ein hervorragender Arzt, doch schaffte er es nie real, selbständig zu leben und da er dies nicht länger ertrug, brachte er sich um. Eine Kurzschlusshandlung, da er ja nur gegenüber dem Vater Grenzen hätte setzen brauchte, dies ihm aber nicht möglich war.

Ähnlich verlief es bei Dr. B, wo die Kontrolle und Machtausübung sogar so weit ging, dass der Vater bis zum Arbeitsplatz kam – von allen toleriert! Auch er brachte sich um, weil auch er dem Druck nicht Stand hielt.

Ganz anders bei Frau C! Deren Mutter verhielt sich ebenfalls wie bei Dr. A und bei Dr. B zusammen! Doch Frau C hatte ein unumstößliches Selbstbewusstsein, wusste, wer sie war und was sie selbst konnte. Die Mutter wurde einfach ignoriert, der totale Kontakt abgebrochen. Die Mutter machte zwar weiter, doch Frau C nahm einfach keine Notiz davon!

Jetzt überlegen Sie einmal, wer Sie sind? Nehmen Sie die jetzige Situation einfach so hin und lassen Sie auch einfach alles mit sich machen, egal was – oder agieren Sie?

Bei den Herren war hauptsächlich die Angst so groß, was alles passieren könnte, wenn sie einfach Grenzen setzen würden und fanden keine wegen der Angst. Angst hindert.

Anders bei der Frau, die hatte keine Angst, ganz im Gegenteil! Weil sie keine Angst hatte, war sie überhaupt handlungsfähig und konnte reagieren! Sie nutze ihre Möglichkeiten!

Jetzt haben wir alle auch Möglichkeiten, aber nur, wenn wir keine Angst haben. Angst hindert. Wir können uns jetzt fragen, warum das alles so besteht. Haben wir nicht alles sofort haben wollen, z.B. Äpfel zur falschen Jahreszeit, nämlich permanent! Aber woher kommen die? Ist es uns nicht egal gewesen, welche Bedingungen dort herrschen und unterstützen damit auch noch Kinderarbeit, Armut etc.

Warum sind die Äpfel alle gewachst? Damit sie schöner ausschauen, also der Weg so lange und per Flugzeug und die Dauer bis sie überhaupt im Regal sind! Und unsere Bauern? Haben die etwa keine Äpfel? Müssen wir wirklich alles immer haben? Gehen wir nicht den falschen Weg? Jetzt haben wir schon keinen Winter mehr und zu heiße Sommer – und das wegen dem, was die Generationen vor ca 100 Jahren gemacht haben! Was richten wir erst für die Zukunft an!

Und wir selbst wollen ja auch erträglich leben können! Aber es gibt viele Möglichkeiten, die jeder Leser alleine für sich selbst tun kann – und die eigenen Kinder.

Leben Sie mit der Natur, also schauen Sie, dass Sie selbst saisonal kaufen und das in Maßen (was brauche ich wirklich?), vergessen Sie Sonderangebote, die zu viele Produkte scheinbar „günstiger“ anbieten, weil es Mehrfachpackungen sind – letztendlich wird es ja doch weggeschmissen und damit auch Ihr Geld!).

Kaufen Sie österreichische Produkte – seien Sie aber vorsichtig, denn erst der reale Hersteller gibt darüber Auskunft! Es gibt auch genügend Bauern, die ab Hof verkaufen, auch in der Stadt Salzburg. Auch die unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen bzgl,. der Hygiene und Herstellung (aber trotzdem ausschließlich pasteurisierte Milchprodukte kaufen, weil dabei die wichtigen Stoffe erhalten bleiben, die Keime aber abgetötet!). Jetzt momentan denken Sie an obige Beispiele. Erhalten Sie sich ein lebenswertes Leben – ich selbst lebe das gezielt.

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, aus der jetzigen Situation wieder etwas
zu erkennen, zu ändern und zu lernen. Wir alle müssen lernen, unser Leben nicht abhängig von anderen zu machen, obwohl das alles bereits vor der Türe da ist, nur wir es bisher nicht erkannt haben! Unser aller Verhalten in Bezug auf alles muss verändert werden. Auch, wenn es uns nicht bewusst ist: Wir alle sind abhängig, abhängig, weil es bequem war.

Jetzt erkennen wir aber den Unterschied – lassen wir uns die Augen öffnen, für die Fehler, die wir bisher gemacht haben und DARAUS LERNEN! Jeder einzelne Leser hat die Macht dazu, jeder! Umdenken und Handlungen
gehören dazu! Jeder einzelne Leser wird jetzt Möglichkeiten finden, um die jetzige Situation zu meistern, doch das ist erst der Anfang sein. Wenn wir alle weiterhin so weitermachen, dann können wir alle etwas erreichen. Denken Sie um!

Wenn wir alle unser Leben neu überdenken (obige Beispiele sind nur als Denkanstoß gedacht, weiter denken müssen Sie selbst!), und danach dann auch handeln, können wir zusammen mehr erreichen, als die Politiker je könnten! Sie glauben es nicht? Wie viele Politiker gibt es? Wie gut sind
die? Wie viele sind wir alle zusammen? Eben! Und wenn wirklich jeder etwas verändert, dann schaffen wir mehr! ALSO LOS !!!!!


Die Angst öffnet die Türe…

Sie haben das bestimmt schon einmal gelesen oder gehört: Es klopft an der Türe, die Hoffnung geht hin und niemand ist draußen. Es klopft wieder, doch diesmal geht die Furcht hin, das Grauen steht vor der Türe und die Furcht erschrickt so, dass die Hoffnung hingeht und niemanden sieht und zur Furcht sagt, es sei niemand da und die Türe schließt.

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger

Das zeigt einen grundlegenden Unterschied in der Haltung an sich auf. Die Hoffnung kann deswegen nichts sehen, weil sie neue Möglichkeiten, Lösungswege in sich trägt, das Zukünftige auch positiv sieht. Doch die Furcht hat bereits den Kein des permanten Zweifels in sich und sieht immer nur „das halbvolle Glas“, das Vertrauen fehlt und daher auch das Erschrecken; die Furcht kann nur mehr das sehen, was sie auch erwartet – das Schlimme.

Menschen, die hoffen, sind stark und ein Sturm kann ihnen nichts anhaben, weil sie darauf vertrauen, dass es auch wieder vorbeigeht und auch die Kraft haben, diese vorübergehende Zeit auch so wahrzunehmen. Es geht aber auch noch weiter, denn solche Menschen setzen Ressourcen frei, um die gegebene Situation auch selbst zu beeinflussen un zu verändern – sie handeln. Sie finden immer irgendetwas, um das Beste daraus zumachen. Es werden bereits Tätigkeiten eingesetzt, die sich in der persönlichen Vergangenheit bewährt haben und – so notwendig – auch auf die jeweilige Gegebenheit adaptiert, um den Sturn zu einer Boe werden zu lassen.
Jeder Mensch hat solche Strategien, die lebenslang erlernt und auch der jeweiligen Lebenssituation dazugelernt oder angepaßt werden können – so es gewollt wird. In schwierigen Zeiten kann das dann enorm hilfreich sein.

Zusätzlich holen sich diese Menschen auch Ratschäge ein, selektieren jedoch nach der persönlichen Brauchbarkeit bzw Umsetzbarkeit auf ihr eigenes Leben. Also nicht „was hilft“, sondern „was hilft MIR“? Denn es besteht das Erkennen, dass andere Menschen Hilfe bieten können, doch die persönlichen Umstände nicht kennen, somit auch nicht jeder auch noch so gut gemeinter Ratschlag auch tatsächlich nützlich ist.

Auffällig ist auch, dass die Vorgehendweisen aus der Vergangeheit ebenso berücksichtigt werden, jedoch aus der Fülle häufig die Frage entsteht „was muss ich tun, um X“ (X= z.B. „damit ich das abwenden kann“, „mit Y besser leben kann [Lebenssituation]“ etc). Sie werden schon bemerkt haben, welche Worte die hier ausschlaggebenden sind: Wahrnehmung, dass etwas auch wieder vorbeigeht (Zeitfaktor), durch Selbstinitative etwas verändern (Aktivität), persönliche Vergangenheit nutzen (Adaption auf gegebene Situation), selektiv Ratschläge einholen
und persönliche Selektion auf Brauchbarkeit (Eibindung Dritter, selektiv).

Was zeigt das? Es wird in jedem Leben Momente geben, die plötzlich Schwierigkeiten mit sich bringen – unvorhersehbar. Zuerst ist man überrollt, weil es nicht geplant war und so akut auftreten. Doch genau hier kommt die Vergangenheit und die Lebenserfahrung zu tragen. Überlegen Sie doch einmal: was genau haben Sie alles schon geschafft, das plötzlich, unvorhersehbar und unangenehm passierte und was Sie damals gemacht haben, wie Sie es trotzdem geschafft haben! Sie werden erstaunt sein, auch wenn Sie sich jetzt, wo Sie das lesen, an entweder
gar nichts oder nur geringfügig erinnern können. Probieren Sie es einfach aus! Sie werden sehen, wieviel Sie bisher geschafft haben – das Sie sich vermutlich vorher selbst nicht zugtraut hätten!

Doch darin liegt auch etwas Gutes. Tritt es plötzlich auf, gibt es keine Vorbereitung o.ä., Handlungen müssen getzt werden, ganuso wie Entscheidungen. Da Sie das schon in Ihrer persönlichen Vergangeheit gemeistert haben, warum nicht auch zukünftig,
da Sie ja bereits Erfahrung haben! Seien Sie stolz auf sich! Jetzt und in der Zukunft öffnet bei Ihnen die Hoffnung!


Sich auch einmal „Scheiße“ fühlen dürfen

Der Chef ist andauernd unzufrieden mit der Arbeit, die erbracht wird und nervt, der/die Partener/in beschwert sich, dass zu wenig Beachtung erfolgt, nicht könne Recht gemacht werden, im Bett geht gar nichts mehr, nachts kann vor Gedankenkreisen nicht geschlafen werden, die Freunde meinen „du könntest auch netter sein“ etc.

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger

Also an vielen Fronten gleichzeitig läuft vieles schief und man spürt selbst, dass irgendwie zwar sich alle zu Recht beschweren, doch eigentlich ist man gedanklich immer nach der Such nach Lösungen: „wie mache ich es dem Chef und meinem Partner Recht, wie meinen Freunden“?

Häufig liegt die Lösung aber bereits im Problem selbst. Überlegen Sie doch zuerst, wie viel Zeit Sie überhaupt pro Tag zur Verfügung haben; also beansprucht die Arbeit Sie zeitlich so lange, dass für zu viele Freunde gar nicht da ist, weil der Partner auch Zuwendung braucht und hat sich in der Beziehung etwas verändert, dass Ihnen vielleicht gar nicht aufgefallen ist?

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Suchen Sie sich vertrauensvolle, wertschätzende Freundschaften, also das richtige Maß – Qualität vor Quantität. Schreiben Sie sich einmal ehrlich auf, was Ihre Stärken sind, was Sie gut können und vergleichen Sie das mit dem, wie Sie was in der Arbeit real machen. Wie können Sie das konkret einbringen?

Bitten Sie auch Ihren Chef um Rat – trauen Sie sich, denn gerade die menschliche Qualität zeigt, dass Sie Interesse haben, auch seinen Standpunkt zu hören; gleichzeitig (er weiß ja bereits, dass
etwas nicht nach seinen Ansprüchen läuft!) bringt es Ihnen auch, dass er vorzeitig handelt und Sie z.B. versetzt oder gar kündigt (das wäre für eine neue Arbeit der schlechteste Ausgangspunkt, denn häufig wird bei vorherigen Firmen nachgefragt und Ihr Arbeitszeugnis wäre zwar rechts konform, aber so formuliert, dass sich jeder auskennt). Sagen Sie dem Chef auch, dass Sie viel Wert darauf legen, dass er Ihnen hilft, dass Sie mehr Gewinn für die Firma (wieder) sind (ja nach derzeitigem Stand). Durch das aktive Ansprechen Ihrerseits zeigen Sie, dass Sie die Situation genau einschätzen können – ein Plus für Sie. Gut würde auch wirken, wenn Sie sich einen Tag nach dem Gespräch nehmen und dem Chef auch sagen, dass Sie diesen Tag brauchen, um die Möglichkeiten, die er Ihnen (hoffentlich) aufgezeigt hat, nachzudenken – hebt Ihre Kompetenz, Ihr Interesse an den
Worten Ihres Vorgesetzten und der fühlt sich dadurch wertgeschätzt und wird Sie auch unterstützen.

Machen Sie das aber auch, wenn er sich nicht situationsadäquat verhält!
Nutzen Sie diesen einen freien Tag, um Lösungen zu finden: graben Sie einfach tiefer. „Was gefällt mir an dieser Arbeit? Warum habe ich sie damals überhaupt angenommen? Was habe ich bisher Gutes erlebt?“ Was also spornte Sie an damals, was kann es heute?

Klären Sie – so nötig – auch die Kompetenzen, also wer im Unternehmen was macht und was nicht. Erklären Sie Ihrem Partner, dass Sie derzeit eine Neuorientierung brauchen, weil Ihnen einige Sachen noch unklar sind, die Sie aber gerade klären möchten. Bitten Sie sie um Verständnis und Nachsicht. Wenn dann der Partner geht, was es der falsche Partner, denn so etwas muss eine ehrliche Partnerschaft aushalten können.

Nebenbei können ja auch ganz neue Errungenschaften hier dadurch entstehen. Sprechen Sie offen miteinander. Sowohl im Haushalt, der Beziehung und im Bett kann das eine Chance seien, eingefahrene Muster neu zu definieren – gemeinsam, zum Wohle füreinander.

Schauen Sie, dass Sie die angeführten Punkte gut überlegt und geplant durchführen, also auch da nicht überfordern. Dieses Geschilderte gilt für das ganze Leben – Ihr Leben -, also auch für Freizeitaktivitäten etc.

Wenn Sie nach und nach die 24 Stunden, die jeder Tag hat, für sich selbst zufriedenstellend und ausgleichend, also Beruf, Partnerschaft, Hobbies, Freunde, zusammengestellt haben, dann genießen Sie den Abend als Ausklang in Ruhe und Sie werden entspannter schlafen und leistungsfähiger sein.

Denken Sie sich aber nichts, wenn es nicht sofort klappt, denn das momentane Schema haben Sie sich ebenfalls über einen langen Zeitraum nach und nach „zusammengestellt“, also setzen Sie sich Prioritäten; teilen Sie jedoch allen, die es betrifft sofort mit, was Sie jetzt vorhaben. Damit haben Sie zum einen den ersten Schritt gesetzt, und sich rechtzeitig Unterstützer geholt und der Druck seitens der Anderen fällt dann weg, weil Sie Ihnen Zeit geben, bis Sie so weit sind – haben also mehr Verständnis.


Man darf sich auch selbst beschenken!

Ab und zu sollte man sich selber eine Freunde machen. Das ist ganz einfach so. Speziell zur Weihnachtszeit. Und besonders schön ist es, nebenbei Gutes tun.

Ein Möglichkeit wäre, der Dorfzeitung dabei zu helfen, unabhängig zu bleiben. Im Folgenden finden Sie 2 Möglichkeiten dazu.

Im Dorfladen > einkaufen.

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Keramikengel

„Dunkler“ November

Wenn
man aufsteht ist es noch dunkel, ebenso bei Arbeitsschluss und es beginnt der
Weg nach Hause. Es erscheint, dass einfach „alles immer“ dunkler wird. Wird es
das wirklich?

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger

Wir haben das Licht außen, das uns die Helligkeit gibt, beim Aufstehen und auch abends, um ihn genießen zu können, die Straßenbeleuchtungen, um uns richtig zu leiten etc. Für die Außenwelt sind genügend Hilfsmittel da, um uns den Weg korrekt zu finden und auch real nicht im Dunkel sein zu müssen.

Doch wie schaut es innen aus?
Durch die Jahreszeit bedingt, braucht es den Wind, um die Blätter von den Bäumen, Sträuchern zu holen, damit sie sich auf den Winter vorbereiten können. Die Kälte ist der Vorbote des Winters, der (so es kalt genug ist) die Schädlinge beseitigt. Die Natur folgt den natürlichen Regeln, alles hat seinen Sinn. Frühling als Zeit des Erwachens, Sommer, um zu produzieren, Herbst, um zu ernten und Winter, um sich zu erholen.

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Warum
schauen wir und nicht auch etwas von der Natur ab? Warum übernehmen wir nicht
auch das Muster? Und es geht sogar täglich! Aufwachen, produktiv sein, gegen
Abend die Arbeit abschließen und abends abschalten, um nachts gut zu schlafen.
Ein natürlicher Vorgang.

Gerade diese „dunkle“ Zeit zeigt uns einerseits, wie gut wir es haben, da wir das Licht überhaupt haben, dazu z.B. morgens das Radio dazu – als Ausgleich, um sich beim Aufwachen leichter zu tun.

Aber auch nachzudenken, was man real am gewohnten Tagesablauf ändern könnte, um ihn angenehmer
zu gestalten. Viele Menschen haben Schwierigkeiten bei der Zeitumstellung, aber
es zeigt auch, dass der Mensch sich an Dinge einfach gewöhnt; werden
Gewohnheiten plötzlich verändert, erfolgen plötzliche Umstellungen nicht
einfach. Es beweist aber auch, dass der natürlichen Biologie des Menschen in
Bezug auf Zeit, Nahrung (Hungergefühl) nachgegangen werden sollte, damit der
aus Urzeiten erhaltene Rhythmus erhalten bleibt, so gut es eben geht. Und man
spürt selbst, wie man es am liebsten hat, weil es der gesunde Körper einem
vorgibt.

Die Schwierigkeiten bei so viel Dunkelheit sind chronobiologisch bedingt, weil automatisch „dunkel“
zu einer Hormonausschüttung führt, die Müdigkeit und Schlaf bewirkt, also den
Schlaf einleitet.

Daher eben morgens und abends auch mit sich selbst nachsichtig sein, aber konsequent. Immer zur gleichen Zeit schlafen gehen und morgens aufstehen. Sehen Sie es als Herausforderung an, die Sie annehmen. Dann geht es leichter.

Nehmen
Sie sich für den Weg zu und von der Arbeit Ihre ganz spezielle Lieblingsmusik
mit. Gerade Musik spielt im Gehirn eine große Rolle! Nehmen Sie sich daher Zeit
bei der Auswahl, denn Sie reagieren morgens VOR der Arbeit anders, als NACH der
Arbeit. Machen Sie lieber vorsorglich je zwei unterschiedliche Varianten. Das
hilft auch in der Zukunft!

Gerade
Musik ist für die Psyche einer der Dreh und Angelpunkte. Je nach Stimmung haben
Sie die unterschiedlichsten Arten an Musik und können auch noch neue
Stilrichtungen ausprobieren.


Die Salzach bei Oberndorf/ Laufen.

Großes erreichen

Wenn Sie sich etwas Großes, Außergewöhnliches vorgenommen haben, werden Ihnen 90% der anderen Menschen unzählige Gründe nennen, warum das „unschaffbar“ wäre.

Maria Schweiger

Von Maria Schweiger

Warum? Weil diese Menschen meist nie Großes erreicht haben, es gar nicht versucht haben und nur im Strom „der Mittelmäßigkeit“ schwimmen und sich selbst gegenüber nicht ehrlich sind, es einfach verleugnen.

Doch auf mutige Zeitgenossen sind sie dann neidisch, weil sie eben außergewöhnliche Gaben haben, die sie selbst nicht haben, das aber auch wissen. Um den Selbstwert zu erhalten, dürfen Menschen, die Großes wagen, auf gar keinen Fall das Ziel erreichen. Warum? Schaffen diese Menschen
ihre hoch gesteckten Ziele, spüren diese 90% intuitiv ihre eigene Schwäche und
der Neid wird noch größer und sie fühlen sich darin bestätigt, dass sie eben „Verlierer“
sind und bleiben.

Doch
wer Außergewöhnliches erreicht hat und es wieder möchte, sollte diesen Neid
erst Recht als Lob und Ansporn nehmen (warum sonst würde man be-neid-et
werden?).

Und
wie erreicht man Großes?

Erarbeiten Sie die Grundzüge, die Details erledigen sich dann von selbst, weil sie erst später auftauchen. Informieren Sie sich gut, aber zerklauben Sie nicht jedes Detail, sonst bleiben Sie stecken.
Suchen Sie sich einen Leitspruch für  sich selbst (vielleicht hatten Sie ja bereits
früher einen!), der Sie immer wieder anfeuert.

Schauen Sie es sich von der Werbung ab: machen Sie sich für sich selbst einen schriftlichen Werbespot, den Sie täglich lesen – damit verlieren Sie das Wesentliche nicht aus den Augen. Nämlich
Ihr Ziel und sind motiviert.

Behalten
Sie das Heft in der Hand – Sie wollen etwas erreichen!

Zeigen Sie Initiative – nebenbei kommt damit keine Angst auf, wenn es unvorhergesehene Umleitungen
gibt, da Sie die Initiative ja schon gewohnt sind („ich kann und ich tue XY“).

„Ich kann nicht (weil..)“ ist Stagnation, abwendbar auch dur den persönlichen Werbespot. Sie haben nichts zu verlieren, weil Sie es überhaupt probierenund dranbleiben – und alles zugewinnen,
nämlich Ihr Ziel, Ihre Vision!

Übrigens
ist „ich kann“ die Verbalisierung Ihres Glaubens an sich selbst und wenn Sie es
sagen, dann wird es Realität (das nenn man „Self-fullfilling-prophecy“). Probieren
Sie das Großartige, halten Sie sich an „groß“-denkende Menschen und Sie werden staunen,
was nicht alles möglich ist!


Urlaub am Meer

Urlaub behalten

Jeder freut sich auf den Urlaub. Individuell wird er anders verbracht – Fernreisen, in Österreich oder auf Balkonien.

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger
Klinische Psychologin, Gesundheitspychologin

Erwiesenermassen gelingt es in der ersten Phase schlecht, den Alltag hinter sich zu lassen, die tatsächliche Erholung setzt erst nach ungefähr zwei bis drei Tagen ein – die Gedanken sind nun wirklich ganz bei der Entspannung angelangt. Man kann den Alltagstrott, die erwartete Leistung bei der Arbeit, hinter sich lassen.

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Die Freizeit ist da

Doch diese schöne Zeit ist nur begrenzt, denn das Arbeitsleben geht danach wieder weiter – bis zum nächsten Urlaub. Zeit kann man nicht auf – halten, aber auf – heben. So auch den Urlaub. Wie das geht? Sie können im Urlaub wegen des Loslassens des Alltagstrotts gut an sich selbst spüren, was Sie erfreut, z.B.:

  • Ihnen wichtige Fotos: in dieser Zeit, denn es wird von Ihnen emotional positiv besetzt, es entsteht „ein gutes, angenehmes Gefühl“ in Ihnen
  • Gegenstände: „Alltagsgegenstände“ wie Tassen, Blumen, Musikstücke, einfach „ansprechende“ Sachen (es muss SIE ansprechen, als egal, ob es ein reines Souvenir ist oder etwas Künstlerisches wie aus einer bestimmten Region)
  • etc.

So verbinden Sie in der entspannten Zeit des Urlaubs dieses Gefühl ganz automatisch und unbewusst mit diesen Obigen Dingen, das Sie wieder nutzen können – unbegrenzt! Denn nach dem Urlaub spüren Sie beim Anblick oder in die Hand nehmen der Urlaubssachen wieder dieses
angenehme Gefühl und die Erinnerung „an damals“ kommt wieder.

Wenn Sie also z.B. in der Arbeit der Chef oder ein Kollege unbegründet an Ihnen auslässt (negatives Gefühl damit erzeugt) oder Sie so viel zu tun haben, dass Sie nicht wissen, wo Ihnen der Kopf steht – machen Sie nochmals für ein paar Minuten Urlaub! Sehen Sie sich die Fotos an, trinken Sie aus der besonderen Tasse, erfreuen Sie sich an dem Blumenstock oder Mitbringsel aus diesem einen Geschäft und lassen Sie Ihren Urlaub nochmals Revue passieren.

Damit setzen Sie einen von Ihnen positiv erlebten Gegenpol zu Ihrer Arbeit und hilft zu entspannen, sich (wieder) zu erfreuen und das Momentane differenzierter zu sehen.

Tipp!

Nehmen Sie sich für den Urlaub ein kleines Heft mit, damit Sie schon während dieser Zeit all die schönen, lustigen, spannenden Begebenheiten aufschreiben können. Damit erinnern Sie sich später auch leichter an all die Dinge, die Ihnen während dem Urlaub wichtig waren. So können Sie auch zwischen den verschiedenen Erlebnissen, die Sie im Laufe der Zeit erleben, auswählen, was am besten zu der im Beruf erlebten Situation als Erholung dient.

Sie werden staunen, wie Ihr Schatz wächst und der Job leichter fällt, weil der Druck, Ärger, Zorn von Ihnen leichter genommen wird – weil Sie sich einen positiven Gegenpol geschaffen haben


coffee to go

Coffee to go

Normalerweise beginnt mein Tagesablauf damit, dass ich nach dem Aufstehen meine geliebte Siebträger-Kaffeemaschine einschalte und die Salzburger Nachrichten aus der Zeitungsrolle beim Gartentor hole.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Anschließend nehme ich ein Joghurt aus dem Kühlschrank und gebe je einen Löffel davon den beiden Katzen Albert und Frieda, die schon sehnsüchtig darauf warten. Danach scheide ich etwas Obst, meistens einen Apfel, mische es mit dem Joghurt, gehe zum Früstückstisch und genieße mein hausgemachtes Fruchjoghurt.

Zwischenzeitlich sind etwa 15 Minuten vergangen, die Kaffeemaschine ist aufgewärmt. Jetzt kommen die Bohnen in die Kaffeemühle, am besten schmeckt mir eine klassisch, italienische Espressomischung. Das herrlich duftende, frisch gemahlene Kaffeepulver fülle ich in den Siebträger, verteile es gleichgmäßig und komprimiere es mit dem Tamper. Ich liebe einen kurzen, starken Espresso und genau so einen bereite ich mir als Frühstückskaffee zu. Hin und wieder werden es sogar zwei Tassen.

Einmal in der Woche muss ich bereits um 5:15 in der Früh an meinem Arbeitsplatz sein. Das Fruchtjoghurt wird trotzdem zubereitet, die Katzen bekommen nichts, sie sind von ihrem nächtlichen Streifzug meistens noch nicht zurück. Kurz schaue ich in die Wochenzeitung Die Zeit, starte dann das Auto und fahre in die Arbeit.

Ab und zu lege ich einen Zwischenstopp am Bahnhof ein, ein Bäcker aus der Gegend hat dort einen Verkaufswagen, und nehme mir einen Cappucciono sowie ein Tomaten-Mozarella-Sandwich mit. Geschmacklich ist der coffee to go eher sehr bescheiden und nur eine Notlösung.

Ich für meinen Teil bin nach dem freitägigen coffee to go meistens für einige Zeit vom Pappkartonkaffee geheilt. Guter Kaffee schmeckt anders.

Es gibt im Leben ganz einfach Dinge, für die man sich Zeit nehmen sollte. Ein guter Espresso gehört für mich dazu. Wirklichen Kaffeegenuss gibt es zwischen Tür und Angel nicht. Mir persönlich ist der Trend zu allen TO GO Genüssen mehr wie suspekt!


Maria-Schober-Innergebirg

Maria Schober – Briefe an Leonie

Liebe Leonie,
dies ist mein erster Brief an Dich und ich weiß noch nicht, wohin unsere Reise gehen wird.

Ich bin im Jahr 1965 zur Welt gekommen, also noch vor der sogenannten sexuellen Revolution. Dadurch habe ich den großen Wandel in unserer Gesellschaft nur indirekt mitbekommen, aber ich bin in der ersten Generation, die in den Genuss der Freiheiten gekommen ist, die tapfere Frauen für uns erkämpft haben. Als ich mit 21 Jahren heiratete und mit 23 Jahren meinen ersten Sohn bekam, war es für mich selbstverständlich, weiter zu arbeiten, selbstständig zu sein und natürlich mein eigenes Geld zu verdienen.

Maria Schober - Briefe an Leonie
Maria Schober. Foto: © Siweiss

So beginnt mein erster Brief in meinem Blog „Briefe an Leonie“.

Für mich Maria, 52 Jahre alt, Mutter von 5 Söhnen, seit 30 Jahren verheiratet, war es immer eine Freude, Familie und Beruf zu vereinbaren. Es war in Ordnung, sich am Nachmittag von den Kindern wegzuschleichen, um im Geschäft zu verkaufen, bei Sitzungen teilzunehmen und auch über finanzielle Strategien zu entscheiden.

Es war in meiner Umgebung und in der Gesellschaft hoch angesehen, wenn man als Frau diese vielen verschiedenen „Bälle“ ganz leicht jonglieren konnte. In der Werbung, in Zeitungen und in Spielfilmen sah man überall, dass es bewundernswert ist, wenn Frauen sich selbst verwirklichen.

Niemand sah die Tränen der Kinder, wenn sie mich vermissten und niemand sah den fast täglichen Schmerz in meinem Herzen und mein schlechtes Gewissen, wenn ich sie im Kindergarten oder bei der Omi zurückließ. Krippen gab es Gott sei Dank noch nicht, denn so habe ich meinen Kindern das ersparen können.

Der plötzliche Tod meiner Mama stellte dann meine Welt auf den Kopf.

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Durch diesen für mich sehr schweren Schicksalsschlag und auch durch die damalige Krankheit meines jüngsten Sohnes, die mich emotional sehr herausforderte, wurde mir bewusst, dass ich für mich etwas ändern muss. Meine Ehe? Meine Familie? Meinen Weg?

Ich entschied mich, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Ich weiß, das klingt jetzt kitschig, denn will das nicht jeder Mensch, sich selbst kennen?

Und so erfuhr ich eine der schockierendsten Erkenntnisse in meinem Leben, denn ich entschied mich, nach der Geburt meines Jüngsten, nur mehr geringfügig zu arbeiten, um mehr für meine Familie, für meinen Mann und für mich da zu sein.
Plötzlich war ich als „Mutter oder Hausfrau“ nichts mehr wert.
„Ich bin ja nicht so dumm wie Du“, solche und andere Sprüche bekam ich zu hören.
Ich brauchte sehr lange, bis mir bewusst wurde, um was es denn eigentlich geht. Die Gesellschaft und meine Umgebung hießen dieses Vorhaben einfach nicht gut.
„Ah ja, du bist ja nur mehr zu Hause“, hörte ich oft.
Ich war über sehr lange Zeit schockiert, ich würde sogar sagen paralysiert.
Im Duden wird dieses Wort so erklärt: ohnmächtig, versteinert, bewegungslos und genauso fühlte ich mich.
Ich konnte es einfach nicht verstehen, dass, wenn man sich heute für seine Familie einsetzt und seinen fünf Kindern ein gemütliches Zuhause zu schenken versucht, unsere Gesellschaft dieses Vorgehen mit Unverständnis oder gar Argwohn kommentiert.

Ich blieb mir und meiner Entscheidung treu und ging auf die Suche und nahm mir viel Zeit für meine Familie und mich. Das Leben an sich und vor allem das Wohlergehen von Kindern war und ist für mich von großer Bedeutung und deshalb engagierte ich mich nach einigen Jahren ehrenamtlich für die „Woche für das Leben“. Dieses Einsetzen für meine Familie und für das Leben gab mir viel Kraft und es brachte mich ein Stück näher zu meinem innersten Selbst. Durch diese Schritte fand ich mit fünfzig Jahren den Mut zur Berufsreifeprüfung. Da mir das Lernen so viel Spaß bereitete, absolvierte ich daraufhin zwei Studiengänge: „Theologie des Leibes“ und „Leib-Bindung-Identität“ in Heiligenkreuz.
Durch das Studium lernte ich viele Texte vom Hl. Papst Johannes Paul II kennen und lieben. Dort entdeckte ich auch eines meiner liebsten Zitate, das uns Frauen ermutigen soll, unsere Berufung zu suchen und zu leben.

Meine Erfahrungen, Erlebnisse und das neu Gelernte bringen mich zur Überzeugung, dass jetzt die Zeit gekommen ist, in der jede Frau ihre ureigene Berufung leben kann.

Briefe an leonie

Aus diesem Grund erzähle ich die Geschichte von Leonie und versuche, ihre Fragen an das Leben mit meinem Wissen und meinem Herzen zu beantworten.
So lade ich alle ein, sich mit mir und mit dem Blog „Briefe an Leonie“ Gedanken über unser Frausein zu machen.

Denn einer meiner wichtigsten Erkenntnisse teile ich mit Viktor Frankl: Es geht nicht nur darum, was ich vom Leben erwarte, sondern in erster Linie darum, was das Leben von mir erwartet.


„Ein Sportstück“ – die Schattenseiten des Sports

Die Universität Mozarteum bringt als Abschlussproduktion der Abteilung Schauspiel und Regie in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Bühnengestaltung Elfriede Jelineks kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Sport auf die Bühne des Theaters im Kunstquartier.

Von Elisabeth Pichler

Nach der Premiere am 18.1.2013 war der Jubel groß, sowohl beim Publikum als auch bei den Akteuren auf der Bühne, die den schwierigen Text bravourös bewältigt hatten. Gratulation.

Die Uraufführung von „Ein Sportstück“ fand am 23. Jänner 1998 am Wiener Burgtheater unter der Regie von Einar Schleef statt und dauerte bis 1 Uhr nachts. Der Kniefall des Regisseurs auf offener Bühne, der von Burgtheaterdirektor Peymann eine Ausdehnung der Spieldauer erbettelte, ist legendär. Der auf zwei Stunden zusammengekürzte Text, den die Studenten des 4. Jahrgangs Schauspiel in der Regie von Tina Lanik erarbeitet haben, enthält die wichtigsten Szenen und ist in dieser Version wesentlich leichter zu konsumieren und zu verdauen.

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Elfriede Jelinek macht es weder den Schauspielern noch dem Publikum leicht, denn es gibt weder Handlung noch Dialoge, stattdessen monologische Sprachblöcke und „Wortschwalle“. Ihre Regieanweisung lautet stets: „Machen Sie, was sie wollen.“

Elfriede Jelinek vergleicht den sportlichen Wettkampf mit kriegerischen Auseinandersetzungen, auch hier gibt es den großen Sieger und die Verlierer, die vernichteten Gegner. Zu Beginn klagt eine Mutter um ihren im Sport umgekommenen Sohn. Auch Andi, ein junger Bodybuilder, der seinem Idol „Arnie“, diesem „wunderbaren Menschengebäude“, mit zu viel Anabolika nacheiferte, musste seinen sportlichen Ehrgeiz mit dem Leben bezahlen. Bei der professionellen Witwe, die ihren Monolog vom Rollstuhl aus hält, sind Gewalt und Tod stets präsent. Die antik-moderne Figur der Elfi Elektra, ein bitterböses Selbstporträt der Autorin, hinter der sich mehrere Identitäten verbergen, ist stets geprägt von einer tragischen Eltern-Kind-Beziehung. Die ständig vorherrschende Gewaltbereitschaft wird durch gegnerische Chorgruppen auch optisch sichtbar gemacht.

Zu Beginn liegen die Sportler ausgelaugt und erledigt am Boden, während Elfi Elektra im goldenen Badeanzug großzügig Magnesium – oder ist es doch nur Mehl – über die erschöpften Gestalten verteilt. Bald sind sie alle wieder fit und stürzen sich erneut auf ihre Sportgeräte, feste Gummibänder, an denen sie ihre Kraft und Ausdauer trainieren können. Das Stück bietet für jede Schauspielerin und jeden Schauspieler, außer der ständigen Beschäftigung im Chor, mindestens einen großen Monolog. Diesen bewältigen sie alle mit ungeheurer Energie und bemerkenswert überzeugender Sprachtechnik.

Tina Lanik, Regisseurin am Bayerischen Staatsschauspiel und am Schauspielhaus Zürich, überzeugt mit einer kraftvollen, absolut fesselnden, aber auch humorvollen Inszenierung eines außergewöhnlichen Stücks, in dem sich Elfi Elektra als „eine von kriegerischer Stimmung beseelte öffentliche Anklägerin“ sieht, die es einfach lächerlich findet, friedlich zu sein.

„Ein Sportstück“ von Elfriede Jelinek. 4. Jahrgang Schauspiel. 3. Jahrgang Bühnenbild & Kostüm. Theater im Kunstquartier. Regie: Tina Lanik. Bühnenbild und Kostüme: Loriana Casagrande, Sophie Marie Frauscher, Linda Hofman, Janna Keltsch, Amelie Klimmeck. Mit: Clemens Ansorg, Diana Ebert, Sofie Gross, Robert Herrmanns, Tim-Fabian Hoffmann, Agnes Kammerer, Johannes Lange, Josephine Raschke, Martin Trippensee, Simon Werdelis.