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Zehn Jahre Rubberfresh – 10 Jahre Regen

10. und letztes Rubber-Freshtival in Unken auf der Festung Kniepass abgehalten – rund 500 Besucher trotz widrigster Umstände.

Zehntes Rubberfreshtival – zum zehnten Mal Regenwetter. Kaum ein Veranstalter wurde vermutlich im Land Salzburg in den vergangenen Jahren so vom Wetterpech verfolgt wie die Saalachtaler Band Rubberfresh, die Veranstalter des zweitägigen Rubberfreshtivals auf der Festung Kniepass in Unken. Auch am Wochenende stellten sich nach tagelangem Schönwetter knapp vor Beginn dieses Kultfestivals am Freitag heftiger Regen und Kälte ein, die das Festival bis zum Ende in der Nacht auf Sonntag nicht mehr los ließen.

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Trotzdem kamen insgesamt rund 500 Leute. Auch die zwölf Bands aus Österreich, Deutschland, Holland und den USA ließen sich nicht beirren uns sorgten für außergewöhnliche Musik abseits des Mainstreams. Höhepunkte waren “Dope Sagittarius” aus New York und Salzburg und zum Abschluss ³Rubberfresh² selbst. Gerade der Auftritt des Frontmans der Band, Martin Leitinger, glich einer Eruption. Das Publikum pfiff auf den Regen und ging begeistert mit. Stagediving und Headbanging waren angesagt. Toll spielten auch die anderen Bands aus dem Land Salzburg wie “Steaming Satellites”,
“Feinmotorik”, “Crossroad” oder “Johnny Gas”. Martin Leitinger meinte dennoch: “Einmal muss Schluss sein, der Aufwand ist jedes Mal riesengroß. Wir haben aber dieses Mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut um das letzte Freshtival so richtig ohrenbetäubend, gewaltig, frisch und fruchtig wie die vergangenen zehn Jahre zu präsentieren.” Im Publikum war man aber unisono der Meinung: “Das Festival muss weitergehen, wir möchten es einmal bei schönem Wetter erleben…”

Walter Schweinöster


Konzerttipp 23./ 24. 7. 2010
Rubber-Freshtival in Unken

10. und letztes Rubber-Freshtival in Unken auf der Festung Kniepass

“Mit dem Rubber-Freshtival stirbt einmal mehr eine Institution gerade für junge Leute im Pinzgau”

Zwölf Bands bieten am Freitag, 23. Juli (ab 18.50 Uhr) und Samstag, 24. Juli (ab 16.30 Uhr), beim Rock-Festival der Pinzgauer Band Rubberfresh, dem so genannten „Rubber-Freshtival“, auf der Festung Kniepass in Unken außergewöhnliche Musik abseits des Mainstreams.

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Das Festival findet zum 10. und letzten Mal statt. Frontman Martin Leitinger: “Einmal muss Schluss sein, der Aufwand ist jedes Mal riesengroß. Wir haben aber dieses Mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut, um das letzte Freshtival so richtig ohrenbetäubend, gewaltig, frisch und fruchtig wie die ganzen 10 Jahre zu präsentieren.” Unterstützt wurde das Festival bisher auch vom Loferer Kulturverein Binoggl. Obmann Walter Schweinöster: “ Wenn man die Festung Kniepass als einzigartigen Veranstaltungsort für alle Vereine erhalten will, muss man vor allem die Zufahrtsmöglichkeit verbessern. Die Straße auf die Festung ist viel zu steil und gefährlich. Mit dem Rubber-Freshtival stirbt einmal mehr eine Institution gerade für junge Leute im Pinzgau.“

Das Lineup dieses Jahres ist eine Mischung aus Bands aus Österreich, Deutschland, Holland und den USA, allen voran Dope Sagittarius aus New York, Steaming Satellites aus Salzburg und als Schlusspunkt Rubberfresh. Die weiteren Bands: Loxodrome, Northern Comfort, Crossroad, The Alchemist Heritage, Hog Meets Frog, Hello Electric, Sygnum, 7 Dials Mystery, Feinmotorik.

Infos unter:
Rubber Freshtival 2010
Rubberfresh – Die 2. CD
Rubberfresh. Eine Bildgeschichte von Walter Schweinöster


20 Jahre BINOGGL – 10 Jahre Lofer Skulptur

Der Loferer Kulturverein Binoggl veranstaltet heuer im Rahmen seines 20jährigen Bestehens im Garten des Loferer Heimathauses vom 5. Juni bis 31. Oktober die Ausstellung “Lofer Skulptur”.  Diese Bildhauerschau  wurde vor 10 Jahren vom Frankfurter Galeristen Timm Gierig gemeinsam mit dem Kulturverein Binoggl ins Leben gerufen. Internationale Bildhauer stellten hier im Pinzgau aus. Nach mehreren Jahren Pause werden heuer Werke des einheimischen Künstlers  Bernhard Wieser aus Weißbach bei Lofer gezeigt.

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skulptur1

Wieser, nach Jahre langen Weltreisen und Arbeit im Ausland, ist vor einiger Zeit wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Geprägt haben Wieser  die Begegnungen mit Nomaden und anderen Wandervölkern und deren Naturverständnis.  Die Formensprache Wiesers, des gelernten Hochbautechnikers, ist vielschichtig. Erhaben und kühl, wundervoll glatt präsentieren sich Steine in ihrer Schönheit. Dringt man weiter vor, lassen sich Höhen und Tiefen erfühlen, ähnlich dem Wellental des Lebens.

skulptur2

Die Ausstellung wird am Freitag, den 5. Juni, um 19 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung spielen “Sticky Fingers” aus Tirol Hits der Rockgeschichte bis zu aktuellen Songs.

Walter Schweinöster


Rubberfresh. Eine Bildgeschichte.

Rubberfresh

Rubberfresh brachten neue CD “Sold” heraus – Aufnahmen im Stones Studio.

Vor einem Jahr hatte “Rubberfresh”, die Kultband aus dem Pinzgauer Saalachtal, in einem der renommiertesten Tonstudios Deutschlands, im Horus-Sound-Studio in Hannover, das schon für Größen wie Rolling Stones und Guano Apes arbeitete, ein Monat lang ihre neue CD aufgenommen. Die CD “Sold” ist nun fertig abgemixt und wurde mit einem Live-Konzert im Kunsthaus Nexus in Saalfelden präsentiert.

“Rubberfresh” spielt “Progressive Punk” mit verschiedensten Ingredienzen aus diversen Stilen, von Funk bis Metal. “Rubberfresh” hat sich im Laufe der vergangenen vier Jahre einen Ruf als exzellente und exzessive Band geschaffen, sie traten unter anderem beim Independence-Festival im Zillertal, dem Judgement Night Festival in Wels, beim Forestglade West in Imst oder beim 48-Stunden-Festival in Herrnberg bei Stuttgart auf. Die CD “Sold” kann auf der Homepage von Rubberfresh bestellt werden. (Walter + Christine Schweinöster)

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Bandinfo:
Mit jeweils bereits reichlich Band-Erfahrung formierten sich die vier Jungs im September 2000 zu “Rubberfresh”: Martin Leitinger (Vocals), AndreasThöny (Bass), Thomas Ortner (Drums) und Anton Margreiter (Guitar). Wie sich bald herausstellte haben die vier einander zwar nicht gesucht, als Idealbesetzung der Band “Rubberfresh” menschlich wie musikalisch jedoch ihre Heimat gefunden.

Im Mai 2001 und März 2002 erfolgten die ersten beiden CD-Produktionen, die allerdings noch recht “rudimentär” über die Bühne gingen. Im August 2003 dann die große Chance: Die dritte CD von “Rubberfresh” wurde in dem renommierten deutschen Tonstudio von Frank Bornemann und unter der Obhut von Gerhard Wölfle (der schon Größen wie die Guano Apes unter seinen Fittichen hatte) in Hannover produziert. Und was dabei herausgekommen ist, ist einzigartig genial..

In einer Mischung aus Rock, Funk, Crossover und Punk geben die vier ihrer Befindlichkeit Ausdruck. Gesagt wird, was ihnen auf der Seele oder unter den Nägeln brennt – tabulos und ohne Blatt vor dem Mund. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass der Text eines Songs einmal nur aus der Aneinanderreihung von Schimpfwörtern besteht. Songwriter Martin Leitinger thematisiert immer Gegebenheiten aus der Erfahrungswelt der Bandmitglieder. Ein künstlich kreiertes Images lehnen die “Rubberfresher” ab, sie lassen sich keinen Stempel aufdrücken.

Auch das jährlich stattfindende und von den engagierten Bandmitgliedern auf die Beine gestellte “Rubberfreshtival” in der Heimat der “Freshn”, dem Unteren Pinzgauer Saalachtal, ist aus der regionalen Eventszene heute nicht mehr wegzudenken.

Wenngleich sich “Rubberfresh” immer kritisch äußert, als sozialkritisch oder gar als politisch wollen sie nicht gelten. “Leere, schubladisierende Worthülsen sollen sich andere überstülpen, wir bleiben bei den Inhalten, die uns wichtig sind, bewegen oder einfach nur aufregen und nerven!”

Wer nun glaubt, die Gigs von “Rubberfresh” seien bierernst, handeln ihre Texte doch von Themen wie Heimat, von Mauern, die sich einer selbst um sich herum aufbaut oder von lebendiger Liebe und von gesellschaftsgeschädigter zwischenmenschlichen Beziehungen, der irrt schon wieder!

Als “zynische Schweine” auf der Bühne, bei denen der Wortwitz Programm ist, bezeichnen sie sich selbst. Ironisch und nicht weniger selbstironisch wird mit viel Humor und liebenswürdigem Schmäh über alles hergezogen – zuweilen auch etwas unterhalb der Gürtellinie – was den “Rubberfreshern” sauer aufstößt. (Text: Rubberfresh Homepage)

FOTOMANIUM

Walter Schweinöster zeigt in seinen Fotos eindrucksvoll die Stimmung, die bei den heißen Rythmen der Pinzgauer Band in den Konzerten aufkommt! Allein schon vom Zuschauen bekommt man Lust zum feiern. (kat)