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Carmen Korn: Und die Welt war jung

Carmen Korn

Autorin: Carmen Korn
Titel: Und die Welt war jung
ISBN:978-3-4634-0704-3
Erschienen: 22.09.2020
Verlag: Rowohlt Verlag GmbH

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Klappentext:

1.Januar 1950: In Hamburg, Köln und San Remo begrüßt man das neue Jahrzehnt. Das letzte hat tiefe Wunden hinterlassen: in den Städten, in den Köpfen und in den Herzen. Gerda und Heinrich Aldenhovens Haus in Köln platzt aus allen Nähten. Heinrichs Kunstgalerie wirft längst nicht genug ab, um all die hungrigen Mäuler zu stopfen. In Hamburg bei Gerdas Freundin Elisabeth und ihrem Mann Kurt macht man sich dagegen weniger Sorgen um Geld. Als Werbeleiter einer Sparkasse kann Kurt seiner Familie eine bescheidene Existenz sichern. Nach mehr Leichtigkeit im Leben sehnt man sich aber auch hier. Schwiegersohn Joachim ist noch immer nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Margarethe, geborene Aldenhoven, hat es von Köln nach San Remo verschlagen. Das Leben an der Seite ihres italienischen Mannes scheint sorgenfrei, doch die Abhängigkeit von der Schwiegermutter quält Margarethe.

So unterschiedlich man die Silvesternacht verbracht hat -auf Jöck in Köln, still daheim in Hamburg, mondän in San Remo – die Fragen am Neujahrsmorgen sind die gleichen: Werden die Wunden endlich heilen? Was bringt die Zukunft?

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Eine neue Reihe von Carmen Korn, natürlich musste ich sofort in den Fachhandel und mir das Buch kaufen.

Drei Familien, die durch Abstammung oder Freundschaft miteinander verbunden sind in der Zeit von 1950 bis 1959. Die Handlung springt zwischen den Lebensorten Köln, Hamburg und San Remo hin und her, trotz eigener Lebensweise verbinden sich die Schicksale.

Eine wunderbare Familiensaga, so wie ich es mag. Der Schreibstil ist flüssig, die Handlung interessant und abwechslungsreich. Der Leser erfährt wieder viel über die Zeit und die Städte, einfach ein entspannendes Buch. Das Cover, wie bei der vorhergehenden Trilogie sehr gut gelungen. Sehr empfehlenswert!

Carmen Korn: Töchter einer neuen Zeit
Carmen Korn: Zeiten des Aufbruchs
Carmen Korn: Zeitenwende

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Christian Klinger: Die Liebenden von der Piazza Oberdan

Christian Klinger

Autor: Christian Klinger
Titel: Die Liebenden von der Piazza Oberdan
ISBN: 978-3-7117-2099-3
Verlag: Picus Verlag
Erschienen: 28.08.2020

Klappentext

Der junge Triestiner Vittorio überlebt knapp den Ersten Weltkrieg und kann sich in den bewegten Zeiten danach eine Existenz als Rechtsanwalt aufbauen. Als seine Frau ihm einen Sohn, Pino, schenkt, scheint das Glück perfekt. Im Italien des Faschismus hilft Vittorio Juden und Slowenen dabei, Geldmittel für die Emigration aufzubringen, womit er allerdings die Behörden auf sich aufmerksam macht.

Pino, der unterdessen behütet und geliebt aufgewachsen ist, beginnt ein Architekturstudium, das ihn 1940 vor der Einberufung bewahrt. Mit der jungen Lehrerin Laura verbindet ihn eine große sehnsuchtsvolle Liebe. Mehr oder weniger unabsichtlich gerät er in Kontakt mit Partisanen – was ihn ins Visier der Gestapo bringt …

Eine Familiensaga aus Triest, ein Epochenroman, der von den letzten Tagen des Habsburgerreichs bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs führt, und eine tragische Liebesgeschichte in einer Stadt am Schnittpunkt der Kulturen.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Die Erzählung beginnt in den Schützengräben des ersten Weltkrieges, als Triest noch Teil des Habsburgerreiches war und sich die Großeltern von Pino noch mehr österreichisch als Italienisch zugehörig sahen – und sie endet am 7. April 1945, als Italien noch fest in den Klauen des Faschismus und der deutschen Besatzer war.

Je näher das Kriegsende rückte und damit die Aussichtslosigkeit der Deutschen, den „Endsieg“ zu erringen, umso brutaler agierten sie gegen vermeintliche Verräter.

Guiseppe Robusti, kurz Pino genannt kann es kaum erwarten, seine geliebte Laura seinen Eltern vorzustellen und nimmt dafür ein großes Risiko in Kauf. Zu groß, wie sich später herausstellen sollte…

Diesem Roman zugrunde liegen die tatsächlich vorhandenen Briefe Pino´s an die Eltern und seine Braut.

Da über das Leben des „echten Pino“ wenig bekannt ist, „erfand“ der Autor, diesen Roman – nicht wie die Geschichte der damals Liebenden der Piazza Oberdan wirklich war, sondern wie sie hätte sein können….

Ein einfühlsamer Roman über eine Liebesgeschichte inmitten der Kriegswirren des 2.Weltkrieges: wunderschön, aber nicht kitschig, tragisch, aber nicht melodramatisch.

Eine Antikriegsgeschichte, wie sie einfühlsamer und warnender nicht erzählt werden kann.


Brigitte Riebe: Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten

Autor: Brigitte Riebe
Titel: Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten
ISBN: 978-3-4992-9172-2
Verlag: Rowohlt Taschenbuchverlag
Erschienen: 21.04.2020

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Klappentext:

Berlin, 1952: Man muss das Leben tanzen, das war schon immer Silvie Thalheims Motto. Während für Schwester Rike das Kaufhaus am Ku’damm an erster Stelle steht, will Silvie nach der dunklen Zeit des Krieges nur eins: das Leben in vollen Zügen genießen. In den Wirtschafts-wunderjahren laufen die Geschäfte ohnehin bestens, sodass sie sich ihrem eigenen Traum widmen kann: einer Karriere als Rundfunkredakteurin beim RIAS. Die Herzen der Hörer fliegen ihr ebenso zu wie die der Männer. Doch an die große Liebe glaubt Silvie schon lange nicht mehr. Bis sie Wanja Krahl begegnet, einem charismatischen, jungen Schauspieler. Blind vor Glück ahnt sie nicht, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgibt….

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

2. Band der 50er Jahre Trilogie

Silvie ist endlich beruflich angekommen, sie moderiert eine von ihr erschaffene Sendung „Stimmen“, in der sie berühmte Persönlichkeiten einlädt und interviewt. Mit dem Modekaufhaus Thalheim hat sie zur Zeit nicht viel am Hut, doch Rike, die große Schwester weiß sie immer daran zu erinnern, dass sie ein Familie sind und zusammenhalten müssen. Der Vater der drei sympathischen Schwestern setzt sich in das von Rike gemachte Nest und spielt den Pascha und Herrscher. Extrem unsympathisch bootet er Rike aus und setz ihr den, aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Oskar vor die Nase. Leider ist Oskar durch den Krieg seelisch schwer geschädigt und kann und will die Aufgaben, die sein Vater als einzigen „Sohn“ von ihm erwartet nicht erfüllen.

Es gibt viele verschiedene Geschichten, Dramen und Verwicklungen, die damalige Zeit wird hautnah erzählt und beschrieben. Der „Kalte Krieg“ beginnt, Berlin ist abgeschottet.

Wieder eine großartige Geschichte, eine wunderbare Familien Saga die ich Ihnen sehr ans Herz legen möchte.

1.Teil der 50er Jahre Trilogie