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Der Salzburger Filmproduzent Bernhard Fleischer wurde mit dem Dokumentarfilm “Musik, mon amour” für den 47. Grimme-Preis nominiert. Der Fernsehpreis, der zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland zählt, wird am 1. April 2011 in Marl vergeben.

Musik, mon amour
Ein Jahr lang haben Daniela Schmidt-Langels und Günther Huesmann die japanische Geigerin Midori, den deutschen Komponisten Helmut Oehring und die israelische Sängerin Yasmin Levy bei ihrer künstlerischen Arbeit in Los Angeles, München, Ulan-Bator, Paris, Jerusalem, Madrid, Dessau und Frankfurt/Oder begleitet. Drei große Musiker schildern ihre große Liebe zur Welt der Klänge, die mit Glück aber auch Verzweiflung verbunden ist. Es sind intime und intensive Geschichten, die von Lust und Leid, von Freude und Ekstase, von Krisen und Kämpfen, Trauer und Schmerz handeln. “Musik, mon amour” berührt und bewegt, wie die Macht der Töne, von der der Film spricht. In poetischen Bildern entfaltet sich eine intensive Studie von der transformativen Kraft der Musik. Getragen wird der Film von der Musik der Protagonisten selbst. Sie ist die Signatur ihrer Persönlichkeiten und tritt deshalb gleichwertig neben die spannenden biografischen Erzählungen.
http://www.bfmi.at/documentary_musik_mon_amour.htm

Music mon amour
Deutschland/Österreich 2010, 94 Min.
Regie: Daniela Schmidt-Langels und Günther Huesmann
Mit: Midori, Yasmin Levy und Helmut Oehring
© 2010, eine Koproduktion von BFMI mit ZDF/arte

www.bfmi.at
www.grimme-institut.de

Presseaussendung
Hinterland. Büro für Kommunikation
Julia Lepka-Fleischer


TV-Premiere der Dokumentation am 17. Februar 2011 auf ServusTV

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka leben 3,5 Millionen Menschen in Slums. Ebenso wie die Bewohner aus entlegenen Dörfern sind sie aus dem Gesundheitssystem ausgeschlossen. Filmregisseur und Produzent Chris Kurt Weisz begleitete die beiden Salzburger Ärzte Werner Waldmann und Christian Gruber dieses Jahr bei einem Hilfseinsatz, bei dem sie bedürftigen Menschen direkt, unbürokratisch und mit einfachen Mitteln medizinische Unterstützung und eine Perspektive für ihre Zukunft gaben – vor allem den Kindern. Die daraus entstandene 50-minütige Dokumentation “Kein Tropfen auf dem heißen Stein” hat am 17. Februar 2011 um 22.45 Uhr auf ServusTV ihre Premiere.

Am Weg nach Jamalpur © Chris Kurt Weisz

Der ehemalige Kinderarzt Dr. Werner Waldmann ist Obmann der Organisation “Österreichische Ärzte für die dritte Welt”. Seit über 20 Jahren hilft er den Kranken in Bangladesch und Indien. Aus der einst als Akuthilfe für Kranke entwickelten Initiative wurde nachhaltige Entwicklungshilfe. In Zusammenarbeit mit einheimischen Mitarbeitern wird nunmehr kontinuierlich medizinische Hilfe geleistet, die Versorgung mit sauberen Trinkwasser und Nahrung verbessert. Begleitend entstanden Slumschulen, um den Kreislauf von Unwissen und Armut zu unterbrechen. Als Waldmann selbst erkrankt von einem Einsatz zurückkehrte, wurde er vom Internisten Dr. Christian Gruber behandelt. Eine Freundschaft entstand, und daraus auch die Zusammenarbeit für die dritte Welt.

Dr. Werner Waldmann im Gandaria Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

Die Handkamera von Henning Brümmer folgt den Menschen durch die engen Gassen der Slums in die kargen Hütten und zu ihrem ganz persönlichen Schicksal. Er ist sehr nah dran, wenn die Ärzte mit den Patienten in der Behandlung sind. Das Filmteam ist nicht alleiniger Beobachter des Geschehens. In dem Dorf Jamalpur – 250 km nördlich von Dhaka – versammeln sich einige hundert Patienten, um von den Ärzten behandelt zu werden. Langfristig soll hier ein neues Projekt der Organisation entstehen, bei dem Gesundheitserziehung und Gesundheitsberatung eine wesentliche Rolle spielen.

Ohne dem dauerhaften Einsatz von engagierten Leuten vor Ort wäre die Initiative der “Ärzte für die dritte Welt” nicht machbar. Der Zuseher trifft auf Babul Aminul Hoque, einen ehemaligen Koch. Er ist seit 1989 Projektleiter in Dhaka und kümmert sich um medizinische und hygienische Maßnahmen in den Slums. Er war es auch, der in Werner Waldmann die Neugierde für diese Arbeit geweckt hatte. Oder Bruder Ephrim Tirkey, ein ehemaliger Franziskaner, heute im Prado Orden. Er lebt mit den Armen und unterrichtet in Howra, Kolkatta (Indien), Slumkinder. Heute steht eine große Schule an der Stelle, an der er vor vielen Jahren mit sieben Kindern im Freien den Unterricht begonnen hatte, mit der Unterstützung von Werner Waldmann und den “Österreichischen Ärzten für die dritte Welt”.

Gandaria Slum Dhaka © Chris Kurt Weisz

“Wir sind hier, weil es das Schicksal so gewollt hat. Nach dem anfänglichen Entsetzen bei der Ankunft in den Slums, kommt der Zustand in dem sich plötzlich um einen herum nichts mehr rührt und man ein Teil davon wird. Ich habe dann so ein Gefühl, als wäre ich geboren, um zum Beispiel eine verletzte Hand zu säubern. Oft wird mir vorgeworfen, dass diese Arbeit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei, aber aus dem Tropfen wird ein Bächlein und für viele Menschen dann ein Fluss. Die Kinder sollen die Chance haben, aus dem tiefsten unteren Armutsstand in den minimalen Mittelstand hinauf zu kommen” sagt Werner Waldmann. Die Notwendigkeit des Wiederkommens ist also fraglos!

Gandaria Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

“Kein Tropfen auf dem heißen Stein”
Dokumentarfilm, 50 Minuten, HD
TV-Premiere auf ServusTV am 17. Februar, 22.45 Uhr
Regie und Produktion: Chris Kurt Weisz
Kamera: Henning Brümmer
Ton: Tilo Feinermann

Eine Koproduktion von ServusTV und filmproduktion chris kurt weisz (fckw), mit Unterstützung von der Stadt Salzburg und der Salzburg Agentur.

Weiterführende Informationen:
zur Organistation Österreichische Ärzte für die dritte Welt >
über den Produzenten und Regisseur Chris Kurt Weisz >

Presseaussendung:
Hinterland. Büro für Kommunikation
Julia Lepka-Fleischer


Dorfzeitung.com


lawine torrèn zweifach nominiert für austrian event award 2010!
“the BEAST” gewinnt silbernen delphin in cannes.

unsere beiden B2B-kunststücke “polyphem” (aus anlass des 50 jahr jubiläums des internationalen baustoffunternehmens ASAMER) und “the BEAST”, der product launch des weltweit mächtigsten pistengerätes des südtiroler herstellers PRINOTH, lösten einen preisregen aus. nachdem polyphem im frühjahr bereits den deutschsprachigen BoB in gold gewinnen konnte, holte “the BEAST” im oktober einen silbernen delphin des cannes corporate media award in der kategorie business to business kommunikation. nun sind beide produktionen für den austrian event award nominiert, der am 7. dezember in wien verliehen wird.

die andere gute nachricht liest sich so: am 15. april 2011 findet im zehnten jahr nach der premiere 2001 die zehnte vorstellung des gletscherschauspiels HANNIBAL am söldener rettenbach gletscher statt. ein jubiläumsprogramm wird dieses denkwürdige ereignis umrahmen und bietet all jenen, die das stück schon gesehen haben, die gelegenheit, noch einmal in den bann des gletschers einzutauchen und das abenteuer aus einem neuen blickwinkel zu erleben. all jenen die noch nicht dabei waren wird allerdings dringend geraten, die chance diesmal zu nutzen. dieses ereignis sucht seinesgleichen und lässt sich nur an ort und stelle in all seinen dimensionen wahrnehmen und erfühlen.

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liebe grüße
hubert lepka
cornelia anhaus


Unsere Drehbuchwerkstatt mit Hauptsitz in Köstendorf bei Salzburg gibt die Welt-Uraufführung der neuesten Dokumentar-Produktion „Really hard be good Masai“ von Gabriele Neudecker am 23. September im Kenya-Cinema in Mombasa bekannt. Zur anschließenden Premierenfeier haben zahlreiche Film-Persönlichkeiten aus Kenya zugesagt.

Außerdem gibt es einen Erfolg zu feiern: unser Film wurde in den internationalen Film-Wettbewerb „Competencia Documental Social“ des renommierten Film Festivals „Festival de Cine de Bogota“ von 29. September – 07. Oktober eingeladen.

Bereits in der Entstehungsphase von „Really hard be good Masai“ durften wir uns über eine internationale Auszeichnung freuen, denn schon das Drehbuch von Gabriele Neudecker wurde mit dem Preis „Best Cinema Direct“ der Universität Trabzon ausgezeichnet. „Really hard be good Masai“ gibt einen Einblick in das Leben jugendlicher Morani-Krieger und ihrer ambivalenten Rolle als männliche Hüter der Masai-Tradition, fröhliche Teenager und touristisch vermarktetes Highlight.

Auf den Prinzipien des „Cinema Direct“ aufbauend, verzichtete Regisseurin Neudecker auf Interviews, Erklärungen im Off und künstliches Licht – ein Ausschnitt aus dem Leben junger Morani-Krieger wird ohne direkte Einmischung gezeigt, für die Musik zeichnen die jungen Männer selber verantwortlich. Die Kameraarbeit erfolgte im kleinst möglichen Team des Köstendorfer Ehepaars Gabriele und Peter Neudecker. Der Film wird 2011 auch in Salzburg zu sehen sein, die Drehbuchwerkstatt dankt insbesondere der unterstützenden Filmabteilung der Stadt Salzburg, unter der neuen Leitung von Frau Mag. Martina Greil.

Ein weiterer unter der Regie von Gabriele Neudecker entstandener Afrika-Film, mit dem Titel „White girls happy on Zambezi“, wird seit einem Jahr erfolgreich rund um die Welt bei internationalen Filmfestivals sowie im regulären Kinobetrieb gezeigt. „White girls happy on Zambezi feiert am 05. Oktober 2010 Griechenland-Premiere beim Internationalen Filmfestival in Patras im Wettbewerb „At the End of the Worlds“.

Paul Moshi,
Junior Producer
Organisation „spec_script Award 2010“

Drehbuchwerkstatt Salzburg
Rijeka/Köln/Trabzon/Banja Luka/Mombasa
Fotos: Mag. Gabriele und Peter Neudecker


Die Drehbuchwerkstatt brachte als Hauptakteurin der ARGE Wallersee Kultur (Museum Fronfeste Neumarkt, Drehbuchwerkstatt und Kunstbox) letzte Woche die ersten Filmtage “Kinder zwischen den Fronten” in Seekirchen über die Bühne. Als internationaler Ehrengast konnte Mag. Gabriele Neudecker (unsere künstlerische Leiterin) den britischen Regisseur Carlo Nero gewinnen, der seinen Unicef-Film “Wake up World” erstmals in Österreich vorstellte. Carlo Nero war sehr beeindruckt vom Engagement der Regisseurin Neudecker, die für ihr ambitioniertes Kinofilmprojekt “Deserteur!” über 100 ZeitzeugInnen interviewte. Spontan stellte Carlo Nero seine Unterstützung für das Kinoprojekt in Aussicht!

Der geplante Kino-Film „Deserteur!“ von Regisseurin Gabriele Neudecker (Produktion Drehbuchwerkstatt) schildert wahre und ergreifende Geschichten von fünf stillen Helden der Wehrmacht. Die heute noch lebenden Deserteure kamen, wie so viele Männer damals, blutjung an eine Kriegsfront und wurden von den Wirrnissen zur Zeit des zweiten Weltkrieges nahezu zerrieben. Gabriele recherchiert seit länger als einem Jahr und interviewt ZeitzeugInnen zu ihren Erfahrungen, die dann in assoziativen Szenen umgesetzt werden. Für die Castings bewarben sich rund 200 junge Männer, 159 erfüllten die Anforderungskriterien und konnten zu den Castings geladen werden.

Die geplante Kinodokumentation „Deserteur!“ wurde bei der Ausschreibung „Wahre Landschaft“ (Land Salzburg) ausgezeichnet und wird vom Österreichischen Filminstitut gefördert. Gedreht wird ab Herbst 2010 in Salzburg.

Die Drehbuchwerkstatt wurde 2004 von Gabriele Neudecker und Veresa Radosawljewitsch gegründet und ist ein Netzwerk von professionellen AutorenfilmerInnen. Wir stehen für Qualität, Internationalität und Teamgeist. Wir haben Dependancen in Rijeka, Wien, Berlin, Trabzon und Banja Luka. Der Hauptsitz ist im malerischen Köstendorf bei Salzburg, am Rande des Naturschutzgebietes Wenger Moor. Seit 2006 produziert die Drehbuchwerkstatt auch Filme:

Gabriele Neudeckes letzter Film, die kurze Doku „White girls happy on Zambezi“, ebenfalls produziert von der Drehbuchwerkstatt, wurde vor ein paar Tagen zur USA-Premiere in den Wettbewerb des Athens Film and Video Festivals in Ohio geladen. Das Athens Filmfestival zählt zu den sog. „Oscar Boostern“ – die Gewinner des Hauptpreises qualifizieren sich automatisch für den Kurzfilm-Oscar in der jeweiligen Kategorie. Gabriele Neudeckers Filme werden oft als einzige Filme aus Österreich zu Festivals geladen, so ist die Salzburger Regisseurin auch zu einer österreichischen Botschafterin des künstlerischen Films avanciert. Auch vor kurzem in den Wettbewerb des internationalen Filmfestivals „Mis Me Binga“ in Cameroon, wurde unser Film „White girls happy on Zambezi“ als einziger Film Österreichs geladen.

Unsere nächste Africa-Production “Really hard be good Masai” wird gerade von Regisseurin Gabriele Neudecker und Cutterin Christine Neudecker geschnitten und gemischt. Die Dokumentation über Massai-Teenager wurde bereits als Drehbuch von der Technischen Universität Trabzon für das beste Konzept „CINEMA DIRECT“ ausgezeichnet und wird voraussichtlich im Spätherbst 2010 fertig gestellt.

Ganz aktuell: Als zweite Schiene, neben der Vernetzung von professionellen AutorenfilmerInnen fördern wir den Nachwuchs mit Hilfe zu grundsätzlichen, dramaturgischen und rechtlichen Fragen rund um die Filmprojektentwicklung. Wir vergeben 2010 zum zweiten Mal Österreichs größten Nachwuchspreis für das beste unverfilmte Drehbuch: Den „spec_script Award“, zu dem letztes Jahr 174 Treatments und Scripte eingereicht wurden. Auch dieses Jahr können NachwuchsfilmerInnen unter 30 Jahren wieder ihre Stoffe einreichen – Einreichschluss ist der 11.Oktober 2010. Der Preis wird im Rahmen des film:riss-Festivals im November 2010 vergeben:

Call 2010 – Drehbuchpreis «spec_script Award 2010:
Die Drehbuchwerkstatt vergibt zum dritten Mal den “spec_script Award” für das beste unverfilmte Drehbuch. Die nominierten Bücher werden zum Drehbuchworkshop im Rahmen des film:riss-10-Festivals im November 2010 geladen, der Preis bei der Abschlussfeier vergeben.

Als Preisgeld winken 1000 Euro, die von der Salzburger Wirtschaft gesponsert werden. Aufgrund der vielen qualitätsvollen Einreichungen der Vorjahre soll auch dieses Jahr ein Anerkennungspreis in der Höhe von 300 Euro – finanziert durch das Österreichische Filminstitut – vergeben werden.

Die Ausschreibung richtet sich primär an Studierende, die an österreichischen Hochschulen eingeschrieben sind. Jedoch können auch alle österreichischen FilmerInnen unter 30 Jahren ihre Stoffe einreichen! Die Einreichungen sind bis einschließlich 11. Oktober 2010 möglich! Zugelassen sind Exposes, Treatments oder Drehbücher zu einem fiktionalen Film oder Dokumentarfilm. Eine Synopsis soll dem Stoff vorangestellt werden. Die Drehbuchwerkstatt lädt die für den “spec_script Award” nominierten AutorInnen zum kostenlosen Drehbuchworkshop im Rahmen des film:riss-10-Festivals. Die künstlerische Leitung übernimmt die Regisseurin Gabriele Neudecker.

Erforderliche Einreichdaten sind:
Name, Email-Adresse, Hochschule, Fachrichtung und Matrikelnummer, sowie bei Nicht-Studierenden das Geburtsdatum (nicht vor dem 01.01.1980!) Die Einreichunterlagen sind entweder per Email oder postalisch zu senden!
Organisation: Paul Moshi – Email: workshops@drehbuchwerkstatt.eu Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Adresse: Drehbuchwerkstatt Salzburg, Kennwort: spec_script Award 2010, Waldsiedlung 25, 5203 Köstendorf bei Salzburg.

Die Drehbuchwerkstatt freut sich auf spannende Stoffe!
Mit cineastischen Grüßen,
Veresa Radosawljewitsch, CEO


Ingrid Kreiter. Große Kinderaugen, spröde Lippen, dürre Ärmchen – der englische Regisseur Carlo Nero weiß genau, welche Register er ziehen muss, um beim Publikum Emotionen zu wecken. Mit dem 30minütigen Dokufilm “Wake Up World” hat Nero in Zusammenarbeit mit seiner berühmten Mutter Vanessa Redgrave eine Hommage an die Unicef geschaffen. Zum 60-jährigen Bestehen des Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen im Jahr 1996 wurde der Film uraufgeführt, 2010 feiert er in Österreich Premiere.

“Wake Up World” ist der Eröffnungsfilm der Filmtage im Emailwerk Seekirchen. Die Kulturvereinigung Arge Wallersee bringt am 6. und 7. Mai Filme zum Thema “Kinder zwischen den Fronten” auf die Leinwand. Die Veranstaltung hat durchaus gesellschaftspolitischen Anspruch, wie die Filmemacherin Gabriele Neudecker von der Drehbuchwerkstatt Salzburg betont. Es ginge nicht nur darum, Filme zu zeigen. Vor allem wolle man Kinder und Jugendliche an schwierige Themen heranführen, sie sensibilisieren für Ungerechtigkeiten und Benachteiligungen.

Dieses Ziel verfolgt auch Nero mit seiner Arbeit: “Der Film ist nicht nur ein Tribut an die Unicef, sondern auch an die großen Herausforderungen, denen wir alle – und auch das Kinderhilfswerk – uns stellen müssen.” Dabei ginge es nicht nur um die großen Themen. Kindersoldaten und Malaria sind laut Nero nur die augenscheinlichsten Ausprägungen der Kämpfe, in denen Kinder jeden Tag und überall verwickelt seien. “2 von 5 Kindern in London werden in Armut geboren. Das ist eine erschreckende Statistik angesichts der Tatsache, dass Großbritannien als eines der reichsten Länder der Welt gilt.” Der Kampf der Kinder werde hier eben auf eine verschiedene Art ausgetragen – wie zur Zeit in Griechenland, wo verletzte und benachteiligte Jugendliche sich zu Wehr setzten.

Eben diesen Kampf vor Ort spricht Landeshauptfrau Gabi Burgstaller an, die bei der Eröffnung der Filmtage ebenfalls anwesend ist: “Kinder als Söldner in Afrika – das ist für uns unvorstellbar. Dabei stoßen wir in Europa immer wieder auf Vergehen gegen die Kinderrechte. Die größte Herausforderung für uns ist wohl der zur Zeit allgegenwärtige Kindesmissbrauch.”

Um so berührender sind da die kleinen Schritte, die Jede und Jeder gehen kann. Vanessa Redgrave selbst spricht so einen Lichtblick an. Zwar ist die Schauspielerin und Unicef-Botschafterin wegen des Todes ihrer Schwester vergangene Woche nicht persönlich anwesend. In einer berührenden Videobotschaft, die ihr Sohn Carlo aufgenommen und mit nach Seekirchen gebracht hat, erinnert sie an den besonders treffenden Schauplatz der Filmtage: “Dass ‘Wake Up World’ im Seekirchen aufgeführt wird, wo es auch ein SOS-Kinderdorf gibt, das Kinder Heimat gibt, ehrt mich sehr.”

Das Engagement seiner Mutter für Kinderschutz und Kinderrechte hat Carlo Nero sichtlich beeinflusst. Das Wichtigste für ein Kind sei es zu merken, dass sich jemand um es sorgt, betont er. Auf die Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter angesprochen, schmunzelt Nero. Natürlich sehe er sie aus unmittelbarer Nähe, so wie eben ein Sohn seine Mutter sehe. Aber ja, stolz sei er. Nicht nur, weil sie eine offene, sensible und und starke Frau sei. Sondern auch, weil sie immer das gesagt habe, was ihr auf der Zunge gelegen ist. Viele ihrer Einstellungen seien unpopulär gewesen, als sie sie angesprochen habe. “Viele ihrer Aussagen sind dann ziemlich populär geworden. Sie war ihrer Zeit immer voraus. Und eine Inspiration für viele, auch für mich.”

Dass auch die Filmtage von Seekirchen eine Inspiration sein können, steht außer Frage. Dank des Engagements des Veranstalter Trios “Arge Wallersee Kultur” (Kulturverein KunstBox Seekirchen, DrehbuchWerkstatt Salzburg und Museum Fronfeste Neumarkt) sind am 7. Mai vier Filme zu sehen, die einen Bogen spannen zwischen desertierten Kindersoldaten in Uganda sozialen Ungleichheiten in Chile. Es bleibt zu wünschen, dass der Ruf des Eröffnungsfilms gehört und mit in den Alltag genommen wird, nämlich: Wach auf, Welt!