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Im Trumer Seengebiet

Blick über die 3 Trumer Seen

Ich bin durchaus für Fortschritt und habe mir selbst viele Träume erfüllt, doch der Preis ist manchmal zu hoch. Alles kann nur im Einklang mit der Natur und Harmonie unter den Menschen funktionieren.

Göttlich belohnt

Wenn man im Dreiseengebiet wohnt,
Wird man schon wirklich göttlich belohnt.
Auch jetzt in schwierigen Zeiten,
Kann mir meine Heimat große Freude bereiten.

Nicht jeder wohnt an solch himmlischen Plätzen,
Darum weiß ich dies umso mehr zu schätzen.
Gerne will ich meine Freude mit euch teilen,
Es ist ein großes Privileg hier zu verweilen.

Im Jahr 2019 war ich 57 Tage in vielen Ländern auf Reisen,
Sehr demütig will ich Gott für diese Erfahrung preisen.
Derzeit sind wir aufgerufen in uns zu gehen,
Dabei dürfen wir die Schönheit unserer Umgebung sehen.

Vielleicht so manche Kleinigkeiten entdecken,
Ohne unsere wahren Gefühle zu verstecken.
Alle Emotionen in uns dürfen sich zeigen,
Wenn wir uns vor dem Zauber der Schöpfung verneigen.

Sonnenuntergang am Grabensee – Blick vom Wartstein über den Obertrumer See – Sonnenaufgang über dem Obertrumer See und Mattsee.

Spaziergang am Grabensee

Heute lade ich euch zu einem Spaziergang ein,
Denn rundum den Grabensee geh ich meistens allein.
In dieses Paradies in meiner Nähe habe ich mich verliebt,
Weil es hier Ruhe, Stille und Erholung gibt.

Attraktionen werden keine angeboten,
Denn in diesem Naturschutzgebiet ist sehr viel verboten.
Darum sind auch nur vereinzelt Menschen hier zu finden,
Die sich mit Gott und seiner Schöpfung verbinden.

Schon beim ersten Lockdown als Corona hielt uns gefangen,
Bin ich jeden Tag am Grabensee spazieren gegangen.
So ließ sich diese Zeit sehr gut überstehen,
Man kann ja kaum glauben, was heuer ist geschehen.

Vielleicht sollten wir unsere Umwelt wieder mehr achten,
Wenn wir diese Pandemie aus göttlicher Sicht betrachten.
Wir wollten immer mehr, höher, schneller, weiter,
Doch ein wenig Verzicht wäre oftmals gescheiter.


Helmut Mühlbacher: Corona

Helmut Mühlbacher

Jeder Mensch hat einen anderen Zugang zur Corona-Pandemie und den von der Regierung verhängten Maßnahmen. Helmut Mühlbacher schreibt und fotografiert und lässt uns so an seinen Gedanken teilhaben.

Was wird die Zukunft bringen?

Lieber Gott was wird die Zukunft bringen,
wann unsere Herzen vor Freud erklingen,
was werden wir danach für ein Leben führen,
dürfen wir uns alle bald wieder berühren???

Viele Fragen auf die es keine Antwort gibt,
am besten wenn jeder sich selber liebt,
auch wenn der Mensch derzeit vieles sehr vermisst,
ist es wichtig, dass man auf andere nicht vergisst.

Sich selbst lieben und auf die Mitmenschen schauen,
ja so lässt sich eine schöne Zukunft bauen.
Vielleicht etwas mehr auf die Schöpfung achten,
denn wir können sie schneller verlieren als wir dachten.

Lieber Gott, eine große Bitte an dich habe ich heute,
schenke uns Gesundheit und behüte alle Leute.
Sowie mehr inneren Frieden für unsere Herzen,
damit wir nicht so stark spüren, die seelischen Schmerzen.

Ärgern, Klagen oder Lachen

Am Wochenende haben wir noch Filzmoos besucht
und am Almsee den Frieden im Herzen gesucht.
Für manche Menschen ist es sicher nicht leicht,
kein Wunder dass es vielen Bürgern jetzt reicht.

Ich sitze gerade bei Weißwurst und einem Glas Bier,
doch seien wir mal ehrlich, welche Alternative haben wir.
Es spielt keine Rolle was wir wollen oder glauben,
weil die Regierungen weltweit unsere Freiheit rauben.

Auch wenn viele sich ärgern, klagen oder lachen,
würden wir es selbst wirklich besser machen???
Viele Experten auf ihre eigene Meinung schwören,
doch auf welche Experten soll man wirklich hören.

Um nichts auf der Welt möchte ich jetzt in der Regierung sein,
denn bei wichtigen Entscheidungen ist man sehr schnell allein.
Ich möchte nicht beurteilen, ob dies falsch oder richtig ist,
weil es gibt immer Menschen auf die man dabei vergisst.

Das Dorf und seine Freunde

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Fritz Daxenbichler: Tschernobyl

Der Bramberger Bäckermeister besuchte im Jahre 2019 die Ukraine. Im Reaktor Nr. 4 ereignete sich am 26. April 1986 die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, nahe der Stadt Prypjat, die heute eine Geisterstadt ist.

Mitgebracht hat Fritz Daxenbichler aus der Ukraine Schwarz-Weiß-Fotografien, die zeigen, wie die Gegend rund um den Reaktor heute aussieht.

Im November 2019 – 33 Jahre nach dieser unvorstellbar schweren Naturkatastrophe, macht sich Fritz Daxenbichler aus Bramberg auf den Weg nach Kiew und von dort aus weiter in die 10 km Sperrzone von Tschernobyl. Zwei Tage verbringt er dort und dokumentiert mit einer Filmkamera und zwei alten, analogen Fotoapparaten, wie es nach so langer Zeit dort aussieht. Verlassene Dörfer, die verlassene Geisterstadt Prypjat, wo knapp 50.000 Menschen wohnten, die geheime Radarstation DUGA -1, die verwachsenen Gegenden und Siedlungen, die in über drei Jahrzehnten von der Natur zurückerobert wurden.

Susanna und Christian Vötter, TAURISKA

Eine Reise mit Impressionen in schwarz-weiß Fotografie, die an Morbidität kaum zu überbieten sind. Bedrückend und zum Nachdenken anregend, aber zugleich auch sehr interessant und lehrreich.

Fritz Daxbichler

Fritz Daxenbichler

Veranstaltungshinweis:

Videoproduktion – 34 Jahre danach –  in Tschernobyl auf Tour

Sa 10.10. 2020 um 19:30 Uhr im Tauriska-Kammerlanderstall, Neukirchen Vortrag und Fotoausstellung von Fritz Daxenbichler

Aufgrund der besonderen Corona-Maßnahmen gibt es beschränkte Teilnehmer*innenzahl und daher ist eine Anmeldung erforderlich: 0664/5205203 oder office@tauriska.at


Thomas Traschwandtner | Gasthaus Traube Oberndorf

Alle Fotos: Thomas Traschwandtner | Tau Light Media

Fotografen nutzen für ihre Aufnahmen gerne sogenannte “Lost Places”, also Orte, die vergessen oder aufgelassen wurden. Oft wurde alles liegen und stehen gelassen und es ist wie es immer war, es fehlen nur die Menschen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Es hat sich zumeist eine ganz spezielle Patina über den Ort des Geschehens gelegt, da und dort hat bereits der natürliche Verfall eingesetzt.

Thomas Traschwandtner hat mit einer gekonnten, natürlichen Lichführung die etwas verwunschene Stimmung im ehemaligen Gasthof Traube im Oberndorfer Stadtpark meisterhaft eingefangen.

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Bildbeherrschend sind nicht die harten Kontraste, nein, es sind vielmehr weiche, sanfte Farbstimmungen, die in manchen Bildern durch gefühlvolle Portraits ergänzt werden.

Das Gasthaus zur Traube wurde 1902 erbaut. Nach einem Besitzerwechsel wurde es 1931 wieder eröffnet und bis Ende der 1970er Jahre betrieben. Seitdem diente es nur mehr als Wohnhaus für die letzte Besitzerin, die 2016 verstarb. Danach wurde die Traube von 3 Ehepaaren aufgekauft, die mir erlaubten, diese Fotos zu machen, bevor sie mit dem Aufräumen anfingen. Was in Zukunft mit dem Gasthaus passieren wird, steht noch nicht fest.

Lost Places in der Dorfzeitung >

(öffnet in neuem Tab)”>Tau Light Media by Thomas Traschwandtner >


Martin Mühlbacher: Moskau, Millionenstadt

Moskau

Die Stadt an der Moskwa ist mit über 11 mio Einwohnern mittlerweile die größte Stadt Europas und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Perestroika hat das Land verändert und geöffnet, wenn auch nicht in allen Bereichen. Moskau ist eine Millionenstadt im Aufbruch.

Martin Mühlbacher zeigt keine Hochglanzfotos der weltberühmten Sehenswürdigkeiten, nein, er versucht den Alltag einzufangen. Es gibt noch immer viel Militär und nicht alles glänzt in bunten Farben.

Viele Moskauer haben ihren Weg in die bessere Zukunft gefunden, oder auch den Weg zum Überleben im Alltag. Martin Mühlbacher ist ein sehr genauer Beobachter der in Moskau lebenden und arbeitenden Menschen und bedient sich einer sensiblen fotografischen Formensprache, wechselt zwischen Schwarzweiß und Farbe.


Martin Mühlbacher: Traumlandschaften

Martin Mühlbacher: Traumlandschaften

In der Fotografie ist man es zumeist gewohnt, detailgenaue Bilder zu sehen. Dabei macht es keinen Unterschied ob die Bilder farbig oder schwarzweiß sind.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

In der Präzision liegt ihre Stärke, heißt es. Zahlreiche berühmte Fotografen bestätigen dies Ansicht, wenn ich nur an die berühmten amerikanischen Fotografen des letzten Jahrhunderts denke.

Der Innviertler Fotograf Martin Mühlbacher fängt Träume fotografisch ein. Er bewegt sich in den Räumen zwischen Wahrheit und und Wirklichkeit, zwischen visuell erfassbaren Strukturen und sich auflösenden Farbzonen; der Übergang ist fließend, nichts ist wirklich greifbar und doch vorhanden. Mühlbacher läßt den Betrachter seiner Fotos eintauchen in die Welt eines Traumzustandes, der keiner keine ist; er versetzt uns quasi in eine virtuelle REM Schlafphase.


Martin Mühlbacher: Tracht im Alltag

Diese Fotoserie baut auf zwei zentralen Konflikten auf. Der eine ist die Auseinandersetzung mit dem Fotografieren an sich selbst im Bezug auf die Wirkung auf die Umgebung, der andere behandelt die Integration von Tracht im Alltag, besser formuliert in der Gesellschaft.

Für mich waren die Beobachtungen während des Fotografierens äußerst interessant, wie sich Leute abwenden, andere neugierig zusehen und wieder andere scheinbar unbedingt am Foto sein wollen. Aus den Reaktionen lässt sich schließen, dass der Prozess des Fotografierens bei jedem Menschen eine unterbewusste Gesinnung zu Tage fördert.

Interessant waren auch die Reaktionen der Gesellschaft auf die Modelle in Tracht, diese Personen, die sich scheinbar nicht dem allgemein gültigen Gesellschaftsbild, in dem Mode überaus prägend ist, anpassen. Durch das Auftreten mit Tracht im Alltag werden sie nicht nur einer Gruppierung zugewiesen, man beäugelt und gliedert sie aus der Gesellschaft ein Stück weit aus.

Beim Betrachten der Bilder sieht man sich mit der Frage konfrontiert, ob diese Person in diese Szenerie passt, was sie da eigentlich – und vor allem warum in Tracht – macht, ob diese Wirklichkeit zutrifft. Die Situationen wurden nach tatsächlichen Begebenheiten inszeniert. Formal gesehen würde man die Fotos wohl der Kategorie Environmental Portraits zuweisen, dies triff t die Thematik an sich recht gut, nur sind die Modelle eben nicht in eine plausible, sondern verwirrende Umgebung integriert.

Martin Mühlbacher

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Martin Mühlbacher: Las Vegas

Las Vegas ist die größte Stadt im amerikanischen Bundesstaat Nevada und in erster Linie als die Wüstenstadt mit den meisten Spielkasinos bekannt.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die erste Siedlung wurde 1854 von den Mormonen gegründet, das Glücksspiel legalisierte man in Nevada 1931.  Neben den Kasinos hat sich die Stadt auch mit ihren Show mit Weltstars  einen Namen gemacht  Heute wird Las Vegas von über 30 Millionen Menschen jährlich besucht.

Martin Mühlbacher zeigt in seinen Fotos Las Vegas, wie er es gesehen und empfunden hat.  Er zeigt die Menschen abseits von Glamour und Glemmer, ihre Träume und die Landschaft und Gegend rundherum; das Land der schier unbegrenzten Möglichkeiten und der gleißenden Sonne. 

Er sieht die Menschen, die in der Wüstenstadt wohnen, leben, arbeiten; manche spielen, in der Hoffnung, den ganz großen Gewinn zu machen.  Mit viel Gefühl zeichnet er ein Bild einer Stadt, die für ihr pulsierendes Nachtleben weltbekannt ist.  Normalerweise kommt man nach Vegas um zu spielen oder zu heiraten. In dieser Fotostaffel sieht man die nicht so bekannte Seite der Wüstenstadt.

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Martin Mühlbacher: Schlaf.Zimmer

Schlafzimmer gehören in jeder Wohnung zu den sensiblen Räumen, sie haben einen besonderen Reiz. Es umgibt sie ein Hauch von Geborgenheit, Zurückgezogenheit, Verletzlichkeit.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Wer darf schon mit ins Schlafzimmer, wann wird es zum gemeinsamen Schlafzimmer? Gedankliche Erotik ist allgegenwärtig. Was heißt es, wenn jemand sagt, er war mit im Schlafzimmer; nur ganz wenige Menschen haben meist das Recht, dorthin jemanden zu begleiten. Was wird nicht alles in die Worte hinein interpretiert, wenn es heißt, er oder sie waren im Schlafzimmer. Ein Schlafzimmerblick kann manches bedeuten. In Schlafzimmern wird geboren, gelebt, geliebt, gestorben …

Martin Mühlbacher zeigt Schlaf.Zimmer so wie sie sind, nicht als Werbepostkarten für Vermieter sondern als Räume, in denen gelebt wird, sachlich, gerade heraus und unverblümt. Und gerade deswegen gefällt mir diese Fotoserie.


Martin Mühlbacher: Landschaften

Ich lernte den Fotografen im Cafe Winkler in Maria Schmolln in Oberösterreich kennen, es stellte dort Reisefotos aus Marokko aus.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Bilder interessierten mich, ich fragte nach dem Fotografen und wir vereinbarten ein Treffen. Er zeigte mir einige Fotoserien am Laptop und ich war von seinen Arbeiten begeistert. Nachdem er mir eine erste Auswahl für die Dorfzeitung geschickt hat, war ich etwas verwirrt, die Fotos standen am Kopf.

Auf meine Frage, warum das so sei, meinte er: “Ja, alle stehen Kopf, um den auf den ersten Blick zu verwirren, genauer hinzusehen anregen, und oftmals erst am 2. Blick zu erkennen, dass es eigentlich “nur” Luftaufnahmen sind. Die Idee dahinter ist ein ganz alltägliches Foto so zu verrücken (Farbverschiebung, kopfstehend, Nebel, Kontraste), dass es eine fast surreale Anmutung erhält.

Martin Mühlbacher – Vita

Jahrgang1988, gründete 2007 die Werbeagentur media.dot und studiert seit 2008 Grafikdesign und Fotografie an der Kunstuniversität Linz. Neben angewandter Fotografie widmet er sich auch freien künstlerischen Arbeiten.

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