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Lost Places

Vernissage in der Academy Bar, Salzburg, 12. 11. 2019

Ich begann sehr früh, mich mit verlassenen Orten zu beschäftigen. Damals. Als ich noch ganz jung war. Im Ruhrgebiet. Kioske. Zechen. Halden. Hochöfen. Fabrikhallen. Kneipen. Arbeit. Schwerstarbeit. Suff und Rauch.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Diese Leidenschaft hat mich bis heute nicht losgelassen. Also fotografiere ich immer noch verlassene Orte. Deren Atmosphäre fasziniert mich. Die entstandenen Bilder bearbeite ich digital, überzeichne die Farben ins Unwirkliche. Betone so die Mystik. Meine aktuellen Fotowerke sind in Österreich, Ungarn und in der Slowakei entstanden.

Das ich für meine Ausstellung LOST PLACES eine Bar ausgesucht habe, hat etwas mit Edward Hopper zu tun.

Edward Hopper (* 22.
Juli
1882 in Nyack, New York;
15. Mai 1967 in New
York City
,
New York) war ein amerikanischer Maler des Amerikanischen Realismus. Hoppers in kühler Farbgebung gehaltene realistische
Bilder weisen auf die Einsamkeit des modernen Menschen hin. Er gilt als Chronist der amerikanischen Zivilisation. Bars
sind besuchte Orte der Verlassenheit. Individueller Verlassenheit. Auch, wenn
Hoppers bekanntestes Werk – „Nighthawks“ (Nachtschwärmer), entstanden 1942, 14
Jahre vor meiner Geburt – keine Bar zeigt. Einen Imbiss. Dennoch. Es könnte
auch eine Bar sein. Bars sind Orte individueller Einsamkeit, welche sie
temporär aufheben können.
LOST PLACES. Zu dieser Einschätzung möchte ich Hopper zitieren: „Kunst ist der äußere Ausdruck
eines inneren Lebens im Künstler, und dieses innere Leben prägt seine
persönliche Sicht.“

In meinem Buch Erotische Lyrik >, erschienen im Verlag rot&licht, Berlin, schreibe ich:

Genf

Taxi kommt nicht im Regen.
Wein für 3 Franken.
Gehe rein.
Wein für 3 Franken.
Setzt sich vor mich auf den Hocker.
Taxi kommt nicht im Regen.
Wein für 3 Franken.
Schwarzes Knie drückt weissen Schwanz.
Gehe raus und zu Fuss.

Ganz frugal, aber unheimlich fooderotisch, endete der Abend dieser Vernissage für meine Frau und mich am Würstelstand. Ging einfach nicht anders.

Meine Schwerpunkte im Schaffen mit der Kamera: Landschaften, Portraits, weibliche Akte, Sozialstudien in Bild & Wort. Meine letzte Ausstellung hierzu endete am 8. November im Schloss Mirabell (Starke Frauen in Salzburg >), für 2020 ist eine Open Air Ausstellung in Vorbereitung.

Die Ausstellung LOST PLACES kann noch bis einschließlich 5. Dezember zu den Öffnungszeiten der academyBar besucht werden.

Lost Places in der Dorfzeitung >
Rochus Gratzfeld in der Dorfzeitung >


Gerhard Kupfner – So wie ich es sehe

Der Bergheimer Fotograf zeigt in der Halleiner Creativ-Werkstatt am Schifferplatz 3 seine aktuellen Arbeiten.

Gerhard Kupfner ist Mitglied im Oberndorfer Fotoclub und ein wahrer Meister in der Bildbearbeitung. Seine Landschaftsaufnahmen begeistern durch die inhaltliche Dichte. Die Vernissage war ein nettes Festl für alle Beteiligten!

Gerhard Kupfner in der Dorfzeitung >


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Vernissage Rochus Gratzfeld, Schloss Mirabell, Starke Frauen

Starke Frauen in Salzburg

Ein Bild-Wort-Projekt von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarrod

„Rochus Gratzfeld liebt die Frauen“, bemerkte Stadträtin Mag.a Anja
Hagenauer schmunzelnd bei ihrer Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellungseröffnung
STARKE FRAUEN IN SALZBURG anlässlich des Equal Pay Days in der Wolf Dietrich
Halle im Schloss Mirabell. Dem wollte auch die für das Projekt verantwortliche
Leiterin des Frauenbüros der Stadt Salzburg, Mag.a Alexandra Schmidt, nicht widersprechen.

Und irgendwie ist da ja auch was dran. Seien es die hotel.room.nudes., die Rochus Gratzfeld ebenso in Salzburg ausstellte, wie dieNACKTE FRAUmitHUND. Auch sein nächstes Projekt stellt wieder Frauen in den Mittelpunkt: FRAUEN SEHEN SARRÓD.

Dieses Mal kombinierte der Soziologe und Künstler Rochus Gratzfeld
Fotografien mit Statements. Das Ergebnis sind 15 großformatige Plakate mit 16
Frauen.

„Sie leben in der Stadt Salzburg oder haben einen starken Bezug zur Stadt.
Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher sozialer Stellung,
unterschiedlicher Religionen, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher
sexueller Orientierung. Und eine Frau, die sich dagegen entschieden hat, ein
Mann zu sein.

Drei Frauen kommen nicht ursprünglich aus Salzburg, sondern aus Algerien,
Ghana und Indien. Für sie wurde Salzburg zur Heimat  –  auf
sehr unterschiedlichen Wegen.

Die Fotoportraits entstanden dort, wo die Frauen das wollten. Herausgekommen ist eine Dokumentation der Vielfalt und Stärke von Frauen: ein starkes Charakteristikum dieser Stadt.“ (Quelle: Information des Frauenbüros der Stadt Salzburg.)


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Fronleichnam

Corpus Christi Demo in Anif

Obwohl ich dem Verein Kirche ja seit geraumer
Zeit nicht mehr angehöre, zieht es mich doch immer mal wieder zu dessen
Veranstaltungen. So auch jetzt. Im Sommer 2019. 

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Zur Fronleichnamsprozession auf das Gelände
des Wasserschlosses in Anif.

„Das Wasserschloss Anif steht an einem
künstlich angelegten
Weiher in
der
Gemeinde Anif am
südlichen Stadtrand von
Salzburg.
Es gehört mit
Burg Kreuzenstein und Schloss Grafenegg bei Krems zu den bedeutendsten Schlossbauten des romantischen Historismus in
Österreich
.
Das Schloss Anif ist im privaten Besitz der Familie
Moy,
die es in den Jahren von 1995 bis 2000 grundlegend renovieren ließ. Es kann von
innen nicht besichtigt werden.

Der Schlosspark wurde um 1800 und
Fürsterzbischof
Christof Graf Waldburg-Zeil-Trauchburg vom Salzburger Hofgärtner Strobl angelegt. Es ist ein Landschaftsgarten der Frühromantik,
der bis heute weitgehend im Originalkonzept erhalten ist. Der Park gehört zu
den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmalen Österreichs und steht unter
Denkmalschutz. Er ist zweimal im Jahr teilweise öffentlich zugänglich: zu
Fronleichnam für die kirchliche Prozession und am 8. Dezember für das
abendliche Turmblasen der Anifer Bläser.“

(Quelle: Wikipedia)

Leider kann ich von weiten Teilen des Parks
keine Fotos zeigen. Da schlägt die vorher zitierte „teilweise öffentliche
Zugänglichkeit“ in Form von als Trachtenmänner verkleideter Security zu. Was
soll das? Kickl ist doch weg vom Fenster.

„Fronleichnamsprozession ist die Urform der Demo. Die großen Umzüge sollten früher Gläubigen den „Leib Christi“ zeigen. …Die Prozessionen entwickelten sich…im Lauf der Zeit zu prunkvollen und feierlichen Umzügen. Die allerdings vor allem in der Zeit der Gegenreformation als deutliche, barocke, Machtdemonstrationen genutzt wurden.“  

Ingrid Teufl, Kurier vom 20. Juni 2019

Nun, der Leib Christi soll auch wohl hier den
mehr oder weniger Gläubigen gezeigt werden. Er wird zu diesem Zweck in eine
Hostie verpackt und mit Weihrauch betört. Ein grimmig schauender Diener Gottes
trägt so den Corpus durch den prachtvollen Garten. Gefolgt von jungen, weniger
jungen und alten Demonstrantinnen und Demonstranten. Ob ihm die Blasimusi
gefällt? Ich weiß es nicht. Und was die Flaggenschwingerei soll, ich weiß es
auch nicht. Jedenfalls ist es mir sehr suspekt, wenn auf Flaggen „Vaterland“
steht. Ist Christus nicht eine „Globale Figur“? Ist seine Botschaft nicht eine
des globalen Friedens, der globalen Menschlichkeit, der globalen Liebe,
unabhängig von jeweiliger sexueller Orientierung? Und vor allem unabhängig von
jeder Form nationalistischen Gehabes?

Demonstrationen zum Ausdruck der Macht.
Gestern wie heute. Der Corpus des Gekreuzigten wird dabei allerdings wohl eher
zur Nebensache. Sehen und gesehen werden scheint das Motto. Und: Geld zeigen.
Ich lese in vielen Gesichtern aalglatter Männer und Frauen Arroganz und
Überheblichkeit. Viele Frauen himmeln ihre wohl vermögenden Männer an und haben
sich als Püppchen im Dirndl herausgeputzt. Kinder werden an ihre zukünftigen
Rollen als „Elite“ herangeführt.  Anif ist ein reicher Ort. Dies wird hier
sichtbar im Namen Gottes. Und welche Parteien hier gewählt werden ist auch
klar. Der „Heilige Sebastian“ hätte seine wahre Freude. Und auch Hofer würde
sich wohlfühlen.

Nein, das ist nicht mein gesellschaftliches Umfeld. Wohl aber habe ich die Umgebung genossen und meinen ureigenen Gedanken zum Glauben in stillen Momenten freien Lauf lassen können.

Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von einem Stillen Gönner der Dorfzeitung unterstützt und kommt daher nicht hinter die Paywall! >


Startrail Maria Bühel

Vernissage im Oberndorfer Rathaus

Am Donnerstag, dem 13. Juni 2019 hat die Stadt Oberndorf zu einem bemerkenswerten Kulturevent in das neue Rathaus geladen. Es wurden eine Fotoausstellung eröffnet und das Stille Nacht Projekt: “Wir bringen´s zusammen – A Public Puzzle” vorgestellt.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der Linzer Künstler Mag. Günter Hartl, von dem auch das Leopold Kohr Denkmal am Salzachdamm stammt, hat das kommunale Gemeinschaftsprojekt “A Public Puzzle” entworfen, umgesetzt und zusammengesetzt. Von den 103 Teilen, die verteilt wurden, sind 94 wieder zurückgekommen.

Zum Jahreswechsel wurden die Puzzleteile in einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Werkraum zusammengefügt und dabei die fehlenden 9 Teile bewusst ausgelassen, obwohl auf Grund der Fotodokumentation natürlich bekannt ist, wer sein Puzzleteil nicht zurück gebracht hat. Man hat bewusst akzeptiert, dass eben nicht alles perfekt sein kann.

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Wir bringen´s zusammen – A Public Puzzle

Wo das “Public Puzzle” letztendlich auf Dauer präsentiert werden kann, ist noch nicht bekannt. Das Stadtamt in Oberndorf freut sich auf Vorschläge, so Bgm. Ing. Georg Djundja.

Mag. Günter Hartl und Bürgermeister Ing. Georg Djundja

Die sehenswerte Fotoausstellung gliedert sich in zwei Bereiche. Der Fotoklub Oberndorf zeigt künstlerische Bilder aus Oberndorf und der Umgebung. Oliver Freudenthaler vom gleichnamigen Fotostudio in Laufen präsentiert historische Aufnahmen.

Die Fotografen: Gerhard Kupfner, Ernest Stierschneider, Hermann Hermeter (Obmann FC Oberndorf) und Oliver Freudenthaler

Gratulieren kann man der Stadt Oberndorf dazu, dass sie das neue Rathaus mit Galerieschienen ausgestattet hat und dadurch Ausstellungen jeder Art möglich sind! Im Folgenden eine kleine Bildauswahl der gezeigten Fotos.

Musikalisch umrahmt wurde die gut besuchte Vernissage von Reinhold Wieser mit seinen Jugend-Trompetern.

Trompeter

Der Besuch der Ausstellung kann wärmstens empfohlen werden!

Günter Hartl: Bunte Tücher unter der Salzachbrücke >


Fotoklub Eggelsberg | von links: Josef Kammerstetter, Harald Eckschlager, Andreas Schachl

40 Jahre Fotoclub Eggelsberg

Dieser Tage feierte der Innviertler Fotoklub mit einer großen Digitalfotoschau und einer Ausstellung im Haus Rauhberg in Gundertshausen sein rundes Bestandsjubiläum.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

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Der Fotoklub wurde 1979 im Rahmen einer Bildungswoche gegründet, der erste Obmann war Hans Kammerstetter, dem 1987 sein Bruder Josef Kammerstetter folgte. Seit 2006 leitet Andreas Schachl den Verein. Die monatlichen Treffen im Vereinsheim sind die Voraussetzung für das aktive Vereinsleben. Die Eggelsberger sind Mitglieder beim VÖAV – Landesverband Salzburg, die Fotografen kommen zum Teil von weit her und aus allen Berufsgruppen.

Die Ausstellung in Rauhberg zeigte einen Überblick über die Vereinsarbeit und war wirklich beeindruckend.

Weitere Informationen zum Fotoklub gibt es aus der Homepage >


Alle Fotos: Thomas Traschwandtner | Tau Light Media

Thomas Traschwandtner | Gasthaus Traube Oberndorf

Fotografen nutzen für ihre Aufnahmen gerne sogenannte “Lost Places”, also Orte, die vergessen oder aufgelassen wurden. Oft wurde alles liegen und stehen gelassen und es ist wie es immer war, es fehlen nur die Menschen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Es hat sich zumeist eine ganz spezielle Patina über den Ort des Geschehens gelegt, da und dort hat bereits der natürliche Verfall eingesetzt.

Thomas Traschwandtner hat mit einer gekonnten, natürlichen Lichführung die etwas verwunschene Stimmung im ehemaligen Gasthof Traube im Oberndorfer Stadtpark meisterhaft eingefangen.

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Bildbeherrschend sind nicht die harten Kontraste, nein, es sind vielmehr weiche, sanfte Farbstimmungen, die in manchen Bildern durch gefühlvolle Portraits ergänzt werden.

Das Gasthaus zur Traube wurde 1902 erbaut. Nach einem Besitzerwechsel wurde es 1931 wieder eröffnet und bis Ende der 1970er Jahre betrieben. Seitdem diente es nur mehr als Wohnhaus für die letzte Besitzerin, die 2016 verstarb. Danach wurde die Traube von 3 Ehepaaren aufgekauft, die mir erlaubten, diese Fotos zu machen, bevor sie mit dem Aufräumen anfingen. Was in Zukunft mit dem Gasthaus passieren wird, steht noch nicht fest.

Lost Places in der Dorfzeitung >


Marina Faust

Der 17. Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg geht an Marina Faust.

Marina Faust
Marina Faust

Salzburg, 25. Februar 2019. Seit 1983 vergibt das Museum der Moderne Salzburg alle zwei Jahre einen Preis für Fotokunst, der seit 2007 von der Familie Breicha gefördert und als „Otto-Breicha-Preis für Fotokunst – Museum der Moderne Salzburg“ an einen österreichischen oder in Österreich lebenden Fotokünstler oder an eine Fotokünstlerin verliehen wird. Die 17. Preisträgerin heißt Marina Faust. „Ich gratuliere Marina Faust herzlich zur Auszeichnung und möchte mich bei den Jury Mitgliedern und besonders bei Familie Breicha für ihre großzügige Unterstützung des Preises bedanken“, so Thorsten Sadowsky, Direktor Museum der Moderne Salzburg. Die Jury, bestehend aus Christa Breicha, Saskia Breicha, Lisl Ponger (Otto-Breicha-Preisträgerin 2017), Anna Grip (Herausgeberin der Zeitschrift Photonews) und Christiane Kuhlmann (Museum der Moderne Salzburg) begründet ihre Entscheidung wie folgt:

„Das Werk von Marina Faust ist facettenreich und erstreckt sich mittlerweile über mehr als 40 Jahre. Sie hat viel in Paris gearbeitet, aber immer Kontakt zu österreichischen Künstler_innen wie etwa Franz West gehalten und mit ihnen performative Projekte realisiert. Interessant ist, dass sie aus ihren angewandten Arbeiten immer wieder eigenständige fotografische Arbeiten entwickelt hat. Die Grenzen sind bei ihr fließend und es ist Teil ihres Konzeptes der Irreführung und des Hinterfragens, was die Fotografie und was die Kunst leisten kann.

MarinaFaust, Le papier de toilette

Für die Jury war es überzeugend, wie Marina Faust in den letzten Jahren neue ästhetische und materielle Formen für Arbeiten aus ihrem persönlichen Archiv geschaffen hat. Diese zeigen konzeptuelle Ansätze, die gleichermaßen sinnlich und medienreflexiv erscheinen.

Das Werk von Marina Faust spiegelt die spezielle Geschichte des Museums wieder. Eine große Serie ist noch unter Otto Breicha sowohl für die Fotosammlung des Bundes als auch für die Sammlung Fotografie des Museums angekauft worden.“

Marina Faust, Basquiat-Mort, Paris

Der Preis ist mit 5 000 Euro dotiert und mit einer Einzelausstellung der Preisträgerin 2020 im Museum der Moderne Salzburg am Standort Rupertinum verbunden. Zusätzlich erscheint ein Katalog zur Ausstellung. Bisherige Preitsträger_innen sind u. a. Friedl Kubelka, Seiichi Furuya, Peter Dressler, Margherita Spiluttini, Ilse Heider, Matthias Hermann, Leo Kandl und zuletzt Lisl Ponger, deren Ausstellung Lisl Ponger. Professione: fotografa noch bis zum 24. März 2019 zu sehen ist und zu der am 23. Februar der Ausstellungskatalog präsentiert wurde.

Presseinfo + Fotos: Museum der Moderne Salzburg


Senegal Green

Bergauer wird „Photographer of the year 2018“ in Tokyo

Fotograf aus Salzburg gewinnt
internationalen Fotografie-Wettbewerb

In den Kategorien „Buch“ und
„Menschen“ konnte der Salzburger Fotograf Joachim Bergauer die hochkarätige
Jury, bestehend aus Fotografen und Führungspersonen aus aller Welt, überzeugen.
Die Siegerserie handelt über ein Lepradorf in Senegal. 

Beauty

Jährlich reichen tausende Menschen aus aller
Welt ihre besten Fotografien beim „Tokyo international Foto Award“ ein. Dieses
Jahr geht der Preis nach Österreich. Der weit über die Landesgrenzen hinaus
bekannte Fotokünstler Joachim Bergauer überzeugte mit Fotoserie „Leben im
Lepradorf“. Die Preisübergabe mit anschließender Ausstellung in Tokyo findet am
20.Februar statt.

Leben im Lepradorf

Gesponsert wird der Award von der
Farmani-Gruppe, einer führenden Organisation, die seit 1985 Fotografie, Design
und Architektur fördert. Ziel ist es Talente zu entdecken und durch Wettbewerbe,
Ausstellungen, die Entwicklung von Künstlergemeinschaften und Netzwerken zu
unterstützen.

Die Gewinner-Serie

“Leben in einem Lepradorf” lautet
der Titel von Bergauers Bildband, der den Hauptpreis nach Österreich holte. Das
Dorf namens M’balling liegt 84 km von Dakar, der Hauptstadt Senegals, entfernt.
Hier versuchen gesunde und an Lepra erkrankte Menschen einem grausamen
Schicksal zu trotzen. Die Kranken machen ein Drittel der Bevölkerung aus. Sein
Bildband ist eine Reise durch M’Balling. Seit 2009 dokumentiert der
Fotokünstler das Leben, das Dorf, die innere und äußere Schönheit der Menschen.
Aber auch die Schattenseiten und die Krankheit Lepra kommen darin vor. Die
ersten beiden Male in denen Joachim Bergauer das Dorf jeweils ein paar Wochen
besucht hat, machte er kaum Fotos. Sondern spielte Fußball mit den
Jugendlichen. Er wusste, wer in Afrika im Spiel akzeptiert wird, der wird es
auch in der Gemeinschaft. 

Buchcover

Und genau das erkennt man in seinen Bildern.
Sie entstanden aus einem vertrauensvollen Verhältnis heraus. Mit seiner Kamera
schlurfte er über den sandigen Boden, suchte Motive, Augenblicke und Bilder die
mehr sagen als tausend Worte.

Im Lepradorf

Der Bildband ist eine Reise durch ein Land,
in dem der Überlebenswille der Menschen trotz verheerenden Lebensbedingungen so
groß ist, dass sie immer noch lächeln.

Das Buch ist erhältlich in meinem Online-Shop
unter: 

https://www.bergauer.cc/product-page/bildband-leben-im-lepradorf

Als Fotograf trägt man Verantwortung

Der international mehrfach ausgezeichnete
Fotograf spezialisierte sich nach seiner langjährigen Tätigkeit als
Pressefotograf auf Image-, Werbe-, Portrait- und Reisefotografie. Er wird
seither von Firmen, Werbeagenturen und Magazinen weltweit gebucht. Außerdem
hält er Workshops und Vorträge in Österreich, Deutschland, der Schweiz und
Tschechien und füllt Hallen. 

Gambisches Wrestling

Um dem europäischen Wohlstand zu entfliehen,
begibt sich Bergauer in Krisengebiete. „Bei meinen Vorträgen und Workshops
erzähle ich den Teilnehmern immer, dass man als Fotograf eine gesellschaftliche
Verantwortung trägt. Die Visualisierung von Geschehnissen ruft Reaktionen
hervor. Das wiederum beeinflusst die Lebenssituation der Menschen. Mein
Anliegen bei der Serie war es nicht nur die bekannten Schattenseiten Afrikas zu
zeigen, sondern auch die Schönheit und Lebensfreude der Menschen.“

Silber für die Serie „Die Salzarbeiter von
Gujarat“

Neben dem Hauptpreis gewinnt die Bergauers
Fotoserie über die Salzarbeiter im Indischen Gujarat Silber. Die Salzarbeiter
arbeiten unter extremsten Bedingungen, um ihr Leben mit Salz, dem “weißen
Gold”, zu finanzieren. Die tägliche Arbeit ist geprägt von Hitze und
körperlicher Anstrengung und Krankheiten.

Salt Workerin in Gujarat Indien

Der „Bergauer-Stil“

Der „Bergauer-Stil“ ist in Fachkreisen
international bekannt, weil dieser Mann damit eine außergewöhnliche Wirkung
schafft. Seine Bilder glänzen durch satte Töne und starke Kontraste. Ästhetik
und Ausdrucksstärke sind weitere Merkmale, genauso wie die Einzigartigkeit der
Motive, die tragende Rollen in seinen Arbeiten spielen und einen absoluten
Wiedererkennungwert herstellen. Jedes seiner Bilder erzählt eine
unverwechselbare Geschichte.

Fischer am Meer

Weiterführende Info:
Homepage von Joachim Bergauer >
Zum  „Tokyo International Foto Award“ >
Der Bildband „Leben im Lepradorf“ gewann Gold in der Kategorie „Buch“ >
Die Serie über „Die Salzarbeiter von Gujarat“ gewann Silber in der Kategorie „Menschen“ >
Joachim Bergauer in der Dorfzeitung >

Presseaussendung: Iris Schweinöster
Alle Fotos: Joachim Bergauer


Hermann Hermeter Anthering1200

Blick über Anthering in Richtung Salzburg

Hermann Hermeter, der Obmann des Oberndorfer Fotoklubs, zeigt uns ein stimmungsvolles Bild, das er vom Haunsberg in Richtung Salzburg aufgenommen hat. Im Vordergrund sieht man Anthering. Die Festung Hohensalzburg im Hintergrund leuchtet in der Sonne.

Hermann Hermeter ist mit einigen Fotos auch bei OPEN SPACE, dem Stille Nacht Event der Dorfzeitung in der Laufener Salzachhalle (Sonntag 28. Oktober 2018 um 17 Uhr) dabei!


exotoc blossom | play|of|art by jan oechler

Jan Oechler: creARTive – eine Retrospektive

Am  6. Juli wurde im Wohnstift Mozart in Ainring/ Bayern die Fotoausstellung des Laufener Künstlers Jan Oechler eröffnet.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Gezeigt werden einzelne Werke aus den Zyklen: “photographics, la vie en rose, mastersART, 3raumDimensionen und alu-alu”, die in den letzten 5 Jahren entstanden sind.

Das zahlreich erschienene Publikum zeigte sich von den perfekt präsentierten Werken sehr beeindruckt. Jan Oechler begeistert mit seiner Sichtweise auf Details und der daraus folgenden grafischen Weiterverarbeitung.

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Die Fotos werden in aufwendigen Druckverfahren reproduziert. Der Übergang von der reinen Fotografie zur Malerei ist fließend. Motivwiederholungen und teilweise Neuordnung von Bildausschnitten ergeben ein faszinierendes Ganzes. Das Spiel mit den Farben wird zur Meisterschaft gebracht. Interessant ist auch das perfekte Zusammenspiel der Fotoarbeiten mit der Art der Präsentation, die so ein in sich harmonisches Gesamtbild entstehen lassen, dadurch ergeben sich einzigartige Unikate.

Siehe auch:
“zyklusALU” von Jan Oechler in der ARTport Galerie >


Gerhard Kupfner Störche in Rust

Gerhard Kupfner: Störche in Rust

Rust gilt als die Stadt der Störche schlechthin. Fast auf jedem Haus befindet sich ein belegtes Storchennest. Die Störche sind zur Zeit sehr aktiv. Aufgenommen wurden die Bilder letzte Woche bei einem Kurzausflug zum Neusiedlersee im Burgenland.

Ein weiteres Storchenparadies befindet sich in Marchegg in Niederösterreich. Hier nisten bis zu 60 Storchenpaare und können in freier Natur von einer Aussichtsplattform beobachtet werden. Diese Aufnahmen sind schon etwas älter.

Die Störche (Ciconiidae) sind eine Familie der Schreitvögel, die mit sechs Gattungen und 19 Arten in allen Kontinenten außer Antarktika verbreitet ist. Charakteristisch für diese Vögel sind der lange Hals, die langen Beine und der große, oft langgestreckte Schnabel. Alle Störche sind Fleischfresser, die Ernährung variiert aber je nach Art. Der in Europa bekannteste Storch ist der Weißstorch (Ciconia ciconia). (Wikipedia)

Die Herausforderung bei Fotografieren von Vögeln ist neben dem fotografischen Können auch die Geduld, die der Fotograf aufbringen muss. Beides sind Eigenschaften, die Gerhard Kupfner mitbringt. (Karl Traintinger)

Kurzbiografie Gerhard Kupfner

1952 geboren in Krimml.
War als Logistikleiter in einem Versandunternehmen tätig.
Widmet sich seit der Pensionierung intensiv der Fotografie.
Mitglied im Fotoklub Oberndorf.

Fotografische Bereiche

Landschaft, Blitz und Gewitter, Pilzfotografe, Tropfen. Makro und Studiofotografie.
Besondere Liebe gilt der Fotobearbeitung und aufwendigen Composings.

Fotografische Erfolge

2015 – VÖAV Salzburger Landesmeister
2 Einzelmedailen bei der VÖAV Staatsmeisterschaft.


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