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Ausschnitt von Stadtgams von Anneliese di Vora

Kunst und Corona – passen nicht wirklich zusammen!

Das Corona-Virus lässt der Kunst und Kultur durch die laufenden Lockdowns wenig Spielraum und dennoch lässt sich die Kunst davon nicht unterkriegen.

So gelang es auch dem Henndorfer Kulturkreis mit der Kulturabteilung der Stadt Salzburg eine Ausstellung im „Alten Rathaus“ von Salzburg trotz der widrigen Umstände zu organisieren.

Unter dem Motto „Stadtansichten – mit dem Henndorfer Kulturkreis durch Salzburg“ findet eine Ausstellung in der Stadtgalerie Rathaus vom Mittwoch, 03.02.2021 bis Freitag, 26.03.2021 mit 12 Künstler*innen aus dem Henndorfer Kulturkreis statt.

Die Öffnungszeiten im Rathaus sind von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 17:00 und am Freitag von 8:00 bis 13:30 Uhr.

Ein Besuch der Ausstellung in der Säulenhalle ist unter Einhaltung der Covid19-Maßnahmen jederzeit mit Familie, Freunden und Bekannten möglich.

Virtuelle Galerie: https://www.stadt-salzburg.at/termine/rathausgalerie/ausstellungen-rathausgalerie-2021/stadtansichten-mit-dem-henndorfer-kulturkreis-durch-salzburg/

Die Kulturabteilung der Stadt Salzburg und der Henndorfer Kulturkreis würden sich freuen, wenn auch Sie, diese Kunstausstellung in Salzburg besuchen.

Der Henndorfer Kulturkreis
Presseaussendung


Outdoor Galerie Henndorf

Outdoor Galerie Henndorf

Noch bis Ende Oktober 2019 sind die Künstler-Wohnzimmer (aus Holz-Paletten) am Dorfplatz der Wallerseegemeinde zu sehen.

Zur Gestaltung und zur Bemalung der Kunstobjekte war die Henndorfer Bevölkerung zusammen mit Gästen, mit Kindern und  Pensionisten eingeladen. Der Ort dient zum Rasten und warten auf die persönliche künstlerische Eingebung.

Die Schreib:Werkstatt des Henndorfer Literaturhauses gestaltete begleitende Texttafeln, die ebenfalls präsentiert werden.

In meinen vier Wänden will ich Farbkasten ausbuddeln
Ich will mit krokodilgrün, ananasgelb, eisbärweiß, schokoladebraun, poolblau, und auch mit erdbeerrot liebäugeln.
Ich will das Regenbogen-Bunte in meine Welt bringen.
Grias di. Kumm eina!

Schreib:Werkstatt

In meinem Wohnzimmer
wohne ich, esse ich, schlafe ich,
weil ich habe nur dieses eine Zimmer.
Es ist meine eigene Welt.
Hier ist mir alles vertraut.
Alles Böse bleibt draußen.
Kommst Du zu mir auf Besuch,
bring einen Korb voll Lachen mit!

Schreib:Werkstatt

Die Outdoorgalerie ist ein Sommerprojekt des Henndorfer Kulturkreises.


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Rosemaria Ott - Gingkoblätter | Fotos: Karl Traintinger

Galerie Rosemaria Ott

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen, heißt es so schön! In der Oberndorfer Brückenstraße hat sich die Textilkünstlerin Rosemarie Ott ein Atelier eingerichtet und die Salzachstadt hat damit ein wertvolles, künstlerisches Kleinod bekommen.

In den beiden Räumen verbindet sie einen Arbeitsraum mit einer Galerie, in der ihre Arbeiten stilvoll präsentiert werden.

Rosemaria Ott in ihrem Atelier in Oberndorf

Mein künstlerischer Werdegang

Duft, Farben und Oberflächen der Stoffe in der Schneiderwerkstatt meines Vater sind eine prägende Erinnerung aus meiner Kindheit. Diese erste Begegnung mit der Welt der Textilien und der direkte Kontakt mit der Natur haben mich für Strukturen und Texturen sensibilisiert und prägen meine Werke.

Seit drei Jahrzehnten arbeite ich als Autodidaktin mit Textilem, vorwiegend mit Seide, Leinen, Baumwolle und Polyamid in Verbindung mit anderen Naturmaterialien. Dabei suche ich nach unkonventionellen Methoden der Verarbeitung und eigenen textilen Ausdrucksmöglichkeiten. Auf den Weg von der Vorstellung zur Realisierung einer Idee spielt das Experiment mit dem Material eine große Rolle.

Die Natur mit ihrem unerschöpflichen Formenreichtum, ihren Strukturen und Farben ist Quelle der Inspiration für mich. Der mikroskopische Blick bildet den Ausgangspunkt für meine Formfindung.

Ich sehe meine Arbeit als “Malerei mit Nadel und Faden”, die nicht bei der Fläche bleibt, sondern in die dritte Dimension reicht bis hin zur Rauminstallation.

Vita: Geboren in Braunau am Inn, Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, Dipl. psych. Krankenschwester | Ab 1988 Beschäftigung mit Quilt-, Patchwork- und Applikationstechnik sowie Steppstickerei mit der Nähmaschine. 2002 erste Arbeiten in “Thermotechnik” – Einarbeitung von Naturmaterialien und Fäden in ein hautähnliches Material aus Polyamid. 1998 Ateliersgündung. 2000-2008 Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler in Salzburg, 2009 Mitglied bei ART AUSTRIA. 2018 eigene Galerie und Atelier in Oberndorf.

Rosemaria Ott in der Dorfzeitung>

Zur Zeit sind in der Galerie von Rosemarie Ott neben ihren eigenen Arbeiten auch einige Bilder der Laufener Künstlerin und Musikerin Christine Smaczny ausgestellt.

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Rosemaria Ott – HautNah

Am 18. März 2017 wurde mit der Ausstellung “HautNah” die Galerie RAUMeins in der Laufener Rottmayrstraße eröffnet. RAUMeins soll ein Begegnungsraum für Bildende Kunst, Literatur, Musik und manches mehr werden, so Rosemaria Ott.

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Im Laufe ihres 30-jährigen Schaffens fand Rosemaria Ott zu einem eigenwilligen, transparent-amorphen Stil in der Textilkunst. Samen, Gräser, Blüten unterzieht die Salzburger Künstlerin in Begegnung mit anderen Materialien einer organischen Verwandlung. Gleichsam fossiliert in neuen Strukturen werden Fundstücke aus der Natur in einem unerwarteten Kontext sichtbar, treffen auf Gewebe, Farben, Materialien und finden so gemeinsam zu neuem Ausdruck. Eine Kunst der Gegensätze, eine Seelenlandschaft kristalliner Reliefs im Spiel mit Licht und Dimension.

Für ihre Bilder, Tableaus und Installationen trennt Rosemaria Ott kostbare Gewebe auf, spaltet Fäden, presst Naturmaterial und schöpft in einem energetischen Akt etwas Neues. Losgelöst vom Gegenständlichen findet sie in der textilen Kunst eine eigene Sprache. Natur, Körper, Mikro- und Makrokosmos, Spiritualität und Sinnlichkeit sind wesentliche Themen ihres umfangreichen, abstrakten Werkes, das erstmals im eigenen Schauraum in Laufen präsentiert wird. (Alex Obermaier)

Die Vernissage wurde vom “BrucknBlech” musikalisch umrahmt.

RAUMeins für Kunst und Kultur
83410 Laufen, Rottmayrstraße 6
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 14 – 18 Uhr
Ausstellungsdauer Rosemarie Ott: 19. März – 30. April 2017


Helga Eibl: Farbwelten

Die Bilder der Salzburger Künstlerin Helga Eibl beeindrucken durch ihre exotische Buntheit, erinnern vielleicht da und dort an Naive Malerei oder an die Arbeiten von Henri Rousseau.

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Es sind die vielen kleinen Details, die zum Nachdenken einladen, zum Träumen verführen. Es ist ganz einfach schön, sich von der bunten Gedankenwelt treiben zu lassen, in die vielfältige Farbenwelt einzutauchen. Auf allen Bildern sind Menschen, Tiere oder Fabelwesen zu finden, die den Betrachter auf seinen Phantasiereisen begleiten.

Bericht von Rochus Gratzfeld über die Ausstellung von Helga Eibl in :dieRAUM in Laufen >

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1954 am 15. Oktober in Ebensee/OÖ geboren
1988 Beginn der Auseinandersetzung mit Malerei
1994 Ausstellung in der Seeburg/Seekirchen
1997 Ausstellung in Chiusdino/Toskana
1999 Teilnahme am Künstlersymposion „Begegnungen“ im Innviertel
1997-1999 Ausbildung zur Malleiterin im Ausdrucksmalen
2002 Arbeitsaufenthalt in Koroni Griechenland
2003 einmonatiges Stipendium der Emma Ricklund Foundation, Saxnäs, Schweden, Internationale Sommerakademie (Klasse Watts Quattara), vierwöchiges Stipendium des Landes OÖ im Egon Schiele Art Centrum, Cesky Krumlov, Tschechien
2004 Ausstellung und Katalogpräsentation im Holzpavillon der Stadt Salzburg
2006 vierwöchiges Stipendium in der Kartause Ittingen (Schweiz), vierwöchiges Stipendium des Landes OÖ im Egon Schiele Art Centrum, Cesky Krumlov, Tschechien
2007 Ausstellung in der Galerie Drei in Dresden, Ausstellung in der Galerie Kunsttreppe in Winterthur
2008 Artist in Residence in der Foundation OBRAS in Portugal
2009 Gruppenausstellung in Estremoz (Rathaus)
2009 Gemeinsames Projekt mit dem amerikanischen Lyriker George Moore in der Zeitschrift „ The Centrifugal Eye“ ( USA) )
2010 dreimonatiges Stipendium der Stiftung „ Fondazione Casa Atelier Bedigliora“ im Tessin
2010 Ausstellung in derGalerie Rytmogram in Bad Ischl
2011 artist in residence OBRAS / Portugal
2012 Arbeitsaufenthalt Domus Artium in Malo/LandO.Ö.
2013 Stipendium in Fundacion Valparaiso/ Spanien/ Mojacar


Sibylle Schwarz: Zeichnungen

Es ist der Strich, der einen Zeichner ausmacht, der unverkennbare Strich, der ihn von anderen unterscheidet.

Von Karl Traintinger

Zeichnungen

Mit schier spielerischer Leichtigkeit setzt Sibylle Schwarz ihre Striche auf das Papier und es entstehen Bilder, die dem Betrachter einiges abverlangen. Er muss sich mit der den Zeichnungen auseinandersetzen, sich auf sie einlassen. Erst dann wird ihm die Dichte der Bilder bewusst werden.

Die Arbeiten von Sibylle Schwarz haben eine magische Anziehungskraft, man kann die Zeichnungen immer wieder betrachten und wird jedes Mal aufs Neue überrascht. Genau das macht für mich gute Grafik aus.  

Vita Sibylle Schwarz

1960 geboren in Stuttgart, Deutschland (D)
1977-1980 Johannes Gutenberg Grafik Design Schule, Stuttgart, D
1980-1981 Fachhochschule für Gestaltung, Schwäbisch Gmünd, D
1982-1985 Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim, D

1992-1995 Gastprofessur für Kulturelles Design, HDK Berlin, D
1995 Geburt des Sohnes Moses
2001 Kunstbackbuch “kiss me cake”, Prestelverlag
2006 Kooperation mit Richard Hsu in Shanghai, RC
2011 Represented by GPA, Germany Performing Art, Düsseldorf, D

Auslandsaufenthalte in New York, Tokyo, Moskau
Zahlreiche Ausstellungen in Europa, Nord Amerika und Asien
Mehrere Awards von verschiedenen künstlerischen Vereinigungen
Zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten Medien in Europa, Amerika und Japan


Gottfried “Laf” Wurm, Maler in Lassee NÖ

Wenn man in Niederösterreich unterwegs ist, trifft man an allen Ecken und Enden auf Arbeiten von Gottfried “Laf” Wurm. Ich habe ihn vor über 30 Jahren als Journalist bei den damals im Faber Verlag erschienen Marchfelder Nachrichten im Rahmen eines Tages der offenen Ateliers kennengelernt. Von Karl Traintinger. Damals wurde gerade die Marchlandpresse in Lassee gegründet, zusammen mit einem Buchdrucker und einem Schriftsteller. Das erste im Eigenverlag erschiene Buch war Marchfeldein, es enthielt Linolschnitte von Laf Wurm und Texte von seiner Frau Auguste Koller. Das war auch die Zeit, als sich Laf Wurm noch mit Federzeichnungen: “Das Leben in Korruptulien”, beschäftigte. Aus dieser Zeit stammt mein erster original Linolschnitt, den ich im Rahmen einer Ausstellung im Marchegg erstand. Als Nebenberuf war Laf Wurm damals als Nachtwächter im Wiener Kunsthistorischen Museum beschäftigt. “Etwas Fixes braucht der Mensch.” Wann immer möglich, war und ist der Künstler mit seinem Fahrrad unterwegs, die Staffelei und Farben auf dem Gepäcksträger eingeklemmt; und wenn es weiter zum Fahren ist, sah man ihn in einem Kleinbus mit integriertem Petroleumofen. Gottfried “Laf” Wurm braucht die umgebende Landschaft zum Malen. Seine Ausstellungen führten ihn durch Galerien in ganz Europa.

Es wird auch immer wieder gerätselt, wie er auf das “Laf” in seine Bildsignaturen kommt. Soviel sei gesagt, es geht auf “Lafcadio” im Roman “Die Verliese des Vatikans” von André Gide zurück. Wir werden in der Dorfzeitung ab sofort so nach und nach Arbeitn aus dem Lebenswerk von Gottfried Laf Wurm vorstellen.

Gottfried “Laf” Wurm in der Dorfzeitung:
Walter Hansy: Der Distelverein. Mit Linolschnitten von Gottfried Laf Wurm. >
Gottfried “Laf” Wurm, Salzburger Linolschnitte >
Gottfried “Laf” Wurm: Atelierbesuch Sommer 2012 >
Gottfried “Laf” Wurm, Maler in Lassee NÖ >
Gottfried “Laf” Wurm: Neben-Bahnen. Linolschnitte. >
150 Jahre Eisenbahn in Österreich. Druckmappe. >
Gottfried “Laf” Wurm: Farblinolschnitte


HEIMAT. Ein Veranstaltungszyklus von :dieRAUM, Laufen/ Obb.

HEIMAT. Ein Veranstaltungszyklus von :dieRAUM, Laufen

(Konzipiert von Veronika Konrad und Rochus Gratzfeld unter Mitwirkung von Thomas Schlesier und Sonja Schiff)

heimat.
mehr tümelei als echt.
mehr miasanmia als willkommen.
dralle dirndlbrüste und enge lederhosen.
lenken die touristInnen davon ab, dass sie ausgenommen werden.
so lange sie zahlen und wieder heimfahren songma griasdi.
(Bernhard Jenny)

Heimat. Für jeden Menschen etwas anderes und doch eine Klammer für viele Menschen. Ein Dach, unter dem es oft brodelt. Ein Konstrukt, für das viele Frauen und Männer ihre Leben gelassen haben. Ein Konstrukt, welches ebenso der Ein- wie der Ausgrenzung dient und schon immer gedient hat.

:dieRAUM setzt sich mit der Komplexität von Heimat in mehreren Veranstaltungszyklen auseinander. Präsentiert dabei unterschiedliche Sichtweisen, die das Ergebnis individueller Kulturen, Sozialisationen, Erfahrungen, Überzeugungen, Lebenssituationen sind. So wurde beispielsweise das Heimatempfinden alter Menschen, die im Seniorenzentrum Laufen leben ebenso einbezogen, wie das von Insassen der JVA Laufen Lebenau.

Die BesucherInnen der Auftaktveranstaltung am 22. September 2011 wurden von der Stadtkapelle Laufen empfangen, die im Innenhof des wunderbaren Gebäudekomplexes, in dem ;dieRAUM „beheimatet“ ist, aufspielte. Dann erzählte Chris Ploier in seiner einzigartigen Art ein Märchen, dessen Botschaft an die des Jedermann erinnerte. Im Galerieraum lasen danach Cristina Colombo, Cami Schmidt, Sonja Schiff, Bernhard Jenny und Rochus Gratzfeld ihre Texte zum Thema Heimat. Die Lesungen endeten mit einem Statement eines jungen Insassen der JVA Laufen Lebenau, welches Veronika Konrad stellvertretend vortrug.

Alles in allem ein gelungener, bunter, manchmal sehr fröhlicher, manchmal sehr nachdenklich machender Abend. In jedem Fall aber ein Abend, der Lust gemacht hat, auf die nächsten Veranstaltungen von :dieRAUM zum Thema.
(Rochus Gratzfeld)


Fritz Fröhlich (1910-2001)

Dem großen österreichischen Maler ist die Sommerschau 2010 in Lofer gewidmet

Anlässlich des 100. Geburtstages des großen österreichischen Malers Prof. Fritz Fröhlich (13. Mai 1910 in Linz – 19. November 2001) wird in Lofer am Freitag, den 18. Juni, um 19 Uhr im Hotel Gasthof Steinerwirt eine Ausstellung eröffnet. Die Werke stammen aus der Sammlung Gierig aus Frankfurt. Das Sammler- und Galeristenehepaar Liselotte und Timm Gierig hat seit mehreren Jahren seinen Zweitwohnsitz in Lofer. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Loferer Kulturverein Binoggl veranstaltet und dauert bis Ende September. Bei der Ausstellungseröffnung liest Lieselotte Gierig aus einem Brief des Künstlers aus 1997 an seinen Galeristen.

Fritz Fröhlich studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er erhielt zahlreiche große Ehrungen und Preise, darunter drei Mal den österreichischen Staatspreis. Seine Arbeit wurde nachhaltig durch den Krieg beeinflusst. Der Besuch der Picasso-Ausstellung in München im Jahr 1952 brachte für Fröhlich die entscheidende Wende. Es erfolgte die Hinwendung zum analytischen Kubismus unter Beibehaltung des Gegenständlichen. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seinen verschiedenen Zustandsphänomenen.

1956 erhielt der Künstler den Großauftrag im Stift Engelszell (OÖ) für eines seiner bekanntesten Werke, die Freskierung der Langhauswölbung „Die neun Engelchöre“. Noch im Alter von 83 Jahren schuf er für den Saal des Stiftes Wilhering in OÖ das Deckenfresko „Das Narrenschiff“.

Fritz Fröhlich hinterließ unzählige Werke, darunter Skizzen, Pastelle, Acrylbilder, Collagen, Aquarelle und auch sogenannte Guckkästen, von denen in Lofer neben Bildern mehrere zu sehen sind. (Bildnachweis: Agentur Gierig)

Walter Schweinöster
Obmann Kulturverein Binoggl


Landschaftsmalereien von Franz Rauscher

 

Tief verwurzelt im Weinviertel

Es sind immer wieder die sanften Hügel des niederösterreichischen Weinviertels, zu denen Franz Rauscher zurückfindet. In satten, kräftigen Farben skizziert er die unverfälschte Schönheit der malerischen Landschaft.

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Rauscher malt seit 20 Jahren regelmäßig typisch Weinviertler Motive. Seien es nun die Kellergassen,  die Sonnenblumenfelder oder Aulandschaften, sie werden konsequent von der positiven Seite gezeigt. In seiner unmittelbaren Heimat schöpft er die Kraft, die er für seine kreative Arbeit braucht. Hier herrscht Ruhe und Ordnung.

Die verschiedensten künstlerischen Techniken helfen ihm, seine Eindrücke umzusetzen. War es anfangs oft die Aquarellmalerei, später die Radierung, so wendet er sich heute mit Vorliebe der Acrylmalerei zu. Mit kräftigen Pinselstrichen fängt er die Musik der Landschaft ein, definiert ihren Rhythmus. Die Komposition lädt ein, zu verweilen.

Beeindruckend sind die Arbeiten, die er von seinen Reisen mitbringt. So sind nach einer Amerikareise interessante Collagen aus verschiedenen mitgebrachten Materialien entstanden.













Zur Künstlerhomepage >



Veronica Clemens “Cyclus STIER”

Seit einigen Jahren widmet sich die Rosenheimer Künstlerin Veronica Clemens ihrem CYCLUS STIER. Motivation für die Arbeit mit den imposanten Tieren war die 2001 tägliche Medienberichterstattung zum Thema “Rinder und BSE”. So entstand ein Aquarell mit dem Titel „ der Aufschrei“, in dem sich ein rennender Stier vor Schmerz zum Himmel krümmt, seine Herde im Hintergrund. Dieses erste Bild zog weitere Arbeiten nach sich.

Der Mensch beschäftigt sich schon seit Urgedenken mit der Darstellung von Tieren, Der Stier spielt dabei eine zentrale Rolle in vielen Kulturen, als Symbol von Vitalität und Stärke, Tod und Auferstehung, Fruchtbarkeit und Reichtum. Wir finden ihn in der Höhlenmalerei, im spätantiken Mitraskult, in der minoischen und griechischen Mythologie ( Minotaurus, Raub der Europa,…), als Opfertier; als Symbol der Börse, im Stierkampf, etc.

Die Künstlerin Veronica Clemens geht all diesem in ihren Werken nach, dabei stellt sie die kraftvolle, ästhetische Erscheinung von Stieren in verschiedenen Variationen in der Malerei dar. In ihren Druckgraphiken, Zeichnungen sowie bemalter Keramik wird das Thema umgesetzt.

Nur urtümliche und beeindruckende Tiere, beispielsweise der Auerochse, werden einzeln oder im Herdenverband dargestellt. Die Körper werden dabei häufig auf monochromem Hintergrund gemalt, um deren Präsenz und Ausdruck zu steigern. Dadurch erinnert die Malweise von Veronica Clemens etwas an Francis Bacon. Ihre Arbeiten sind darstellend-figürlich und dennoch modern.

Die Struktur betonend ist ab und zu Sand den Farben beigemischt oder es werden bemalte Stoffteile in Form einer Collage mit eingearbeitet. Ein anderes Mal benützt Veronica Clemens den Grundton der rohen Leinwand, bezieht diesen als Farbgebung im Bild mit ein. Feiner Stoff erlaubt dabei auch den zeichnenden Bleistiftstrich.

Verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens wie Charaktere und Empfindungen findet man in dem Cyclus wieder, hier fungieren der Stier und die Herde als Informationsträger für Begriffe wie :
Einzelgänger; Kämpfer, Beschützer, Vater, Leitfigur, Anführer, Herrscher, Verführer, Ausgestoßener, Opfer
– für den Stier, und Familie, Zusammenhalt, Abgrenzung, Angst, Geborgenheit, Evolution, etc. – für die Herde.

Der Mensch kann sich dabei als ein Teil der Natur begreifen, mit Achtung und respektvollem Umgang gegenüber seinen Mitgeschöpfen und letztendlich sich selbst.

Veronica Clemens arbeitet mit den unterschiedlichsten künstlerischen Techniken.

Bildergalerie:

Vernissage: 9. JUNI 2007 V E T H O M D A Y
Kleintierpraxis Dr. Karl Traintinger, Lamprechtshausen, Salzburg

Von links: Mag. Josef Dengg (Tierärztl. Leiter der Besamungsanstalt Salzburg Kleßheim, Veronica Clemens, Christian Preßlaber, Dr. Karl Traintinger, Dr. Josef Lederer (Tierzuchtdirektor Salzburg)



Margit Steinberger

Glühende Orange- und Rottöne sowie eine reduzierte Formensprache bestimmen heute die bildnerischen Arbeiten von Margit Steinberger. Die Farbgebung hängt eng mit ihrem Lebensgefühl zusammen, sie erlebt nicht nur positive Phasen.

Mag. Ulrike Guggenberger

Von Ulrike Guggenberger

Von den ersten noch unsicheren Malversuchen bis heute ist sie einen langen Weg der Entwicklung gegangen. „Ich habe mich frei gearbeitet“, sagt sie.

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Margit Steinberger wohnt seit 1977 mit ihrer Familie in Oberndorf. Als junges Mädchen wollte sie Keramikerin werden. Mit diesem Berufswunsch ist sie bei ihren Eltern nicht durchgedrungen und so wurde eine kaufmännische Lehre daraus. Ihre Begabung zu Dekoration konnte sie später in einem Büro für Innenarchitektur praktisch anwenden.

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So ganz selbstverständlich absolvierte sie neben der Büroarbeit, später kamen Haushalt und Kinder dazu, weiterführende Kurse an der VHS in Malen und bei Peter Mairinger in Seeham Keramik. Auch die in Salzburg weithin berühmten Aktkurse bei Josef Zenzmeier hat sie mitgemacht. „Aus Neugierde und als Ausgleich“. Die ersten Arbeiten mit Acryl, Sand, Mischtechniken und Kreiden sind noch stark formgebunden. So als wäre sie noch zu ängstlich, als könnte sie die vertrauten Formen und Gegenstände noch nicht verlassen.

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Bei der Künstlerin Eva Ganot arbeitet sie auf Packpapier in großen Formaten, da braucht es schon einigen Mut. Sie erinnert sich, das war ihre schwarze und blaue Phase.

Und dazu hat sie hauptsächlich oder daneben immer Keramikgegenstände hergestellt und in RAKU Technik gebrannt. Das ist eine 4000 Jahre alte Brenntechnik, die aus Japan kommt und wesentlich mit dem Zufallsprinzip arbeitet. Durch plötzliche Abkühlung des Brenngutes entstehen unvorhersehbare Risse, die dem Objekt einen eigentümlichen, einmaligen Reiz verleihen.

Erst in letzter Zeit geht Margit Steinberger mit ihren Werken an die Öffentlichkeit. Sie stellt an verschiedenen Orten aus, z. B. im Handwerkshaus in Oberndorf, in der Galerie im Traklhaus, bei der Laufener Palette. Sie tritt auch in die Berufsvereinigung bildender Künstler ein und ist Mitglied in der Laufener Palette. Der Ernst und die Lust, mit denen sie ihre künstlerische Arbeit betreibt, führen zu einem spannenden Ergebnis. „In erster Linie ist Kunst für mich Freude, die ich auch anderen mitteilen will“.

Margit Steinberger präsentiert heute mit sicherem Gespür ein selbstbewusstes, farbintensives Werk, sowohl als Keramikerin als auch als Malerin.

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Homepage der Künstlerin >