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Manfred Baumann

Manfred Baumann: Jedermannfluch

Autor: Manfred Baumann
Titel: Jedermannfluch
ISBN: 978-3-8392-2722-0
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH
Erschienen: 2020

Klappentext:

Das berühmte Jedermann-Spiel der Salzburger Festspiele – ein großartiges Spektakel. Der Tod erscheint auf der Bühne, holt den reichen Lebemann.

Doch bald darauf zeigt sich der Tod schon wieder. Dieses Mal in der Wirklichkeit. Eine junge Schauspielerin aus der Jedermann-Gesellschaft wird brutal ermordet.

Erneut muss Kommissar Merana in der von versteckten Geheimnissen durchdrungenen Welt der Festspiele ermitteln. Da schlägt der Tod wieder zu …

Anni Lemberger

Rezension vonAnni Lemberger

Alles begann mit einem illegalen Straßenrennen, das 4 Monate vor Jedermann in den Straßen von Salzburg ein jähes Ende fand.

Nur davon wusste Kommissar Merana am Anfang seiner Ermittlungen noch nichts. Und dieses Rennen das war nur eine, von mehreren Spuren auf dem Weg zur wahren Täterin oder zum wahren Täter. Nur wurde in Wirklichkeit nicht Jedermann, sondern „Teile seiner Tischgesellschaft“ ermordet aufgefunden.

Aber „welche Verbindung gibt es unter den verschiedenen Mordopfern“?, das ist die zentrale  Frage, mit denen der Mordermittler konfrontiert wurde…

Selbstverständlich kann am Ende Kommissar Merana seine(n) Tatverdächtige(n) überführen.

Und die Buhlschaft konnte dem ermittelnden Kommissar auch den Begriff „Jedermannfluch“  näher bringen. Die Akteure der Aufführung meinen damit nämlich die kleinen „Hopalas“ , die während der Aufführung passieren – meist von den Zusehern unbemerkt, wie ein Abtritt auf der falschen Bühnenseite und/oder kleine Versprecher. 

Ein spannender Krimi aus Salzburg rund um das wichtigste Ereignis des Jahres „das Sterben des reichen (Jeder)Mannes“.


Ines Eberl

Ines Eberl: Salzburger Requiem

Autorin: Ines Eberl
Titel: Salzburger Requiem – Kriminalroman
ISBN: 978-3-7408-0910-2
Verlag: Emons Verlag
Erschienen: 2020

Klappentext:

Im noblen Salzburger Stadtteil Aigen verschwinden zwei Kinder spurlos. Fünfzehn Jahre später zieht Kunsthistoriker Hans Bosch in das Kutscherhaus einer alten Aigner Villa.

Was er nicht weiß: Seine Haushälterin Anna, die Mutter der Vermissten, sucht noch immer nach ihren beiden Kindern – und eine tote Kindsmörderin soll in der leer stehenden Villa umgehen. Dann liegt auf einmal die Kette von Annas Tochter vor Boschs Tür, und der alte Gärtner stirbt unter mysteriösen Umständen. Bosch taucht in die finstere Vergangenheit der Villa und ihres einstigen Eigentümers ein – und gerät in ein gefährliches Netz aus Verrat, Rache und Mord.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Die kleine „Prinzessin“ Steffi lebt mit ihren Eltern in einem schönen Schloss. Alles wäre so wunderbar, hätte sie nicht einen kleinen Bruder bekommen, den sie „Froschkönig“ nennt. Und der Froschkönig muss weg, damit wieder alles so wunderbar wird. Ein eingesteckter Fön in der Badewanne erledigt das Problem für die kleine Steffi. Und die Zeugin dieser schrecklichen Tat, das Kindermädchen Leni, wird durch viel Geld und versteckten Hinweisen, dass sie zu wenig auf die Kinder aufgepasst hätte, zur schweigenden Mitwisserin eines schrecklichen Familiengeheimnisses.

Ja, Steffi war durch und durch böse….. . Deshalb wurde sie von ihrer Mutter bis zu ihrem Tod in der Aigner Villa eingeschlossen – denn: War sie auch am Verschwinden der Zwillinge beteiligt?

15 Jahre stehen Villa und das neben liegende Kutscherhaus leer, bis es der Kunsthistoriker Bosch das Kutscherhaus kauft.

Seltsame Dinge spielen sich jetzt in der leerstehenden Villa ab. Haben die böse Steffi oder gar ihr Geist überlebt und treiben sie weiter ihr Unwesen?

Was anfangs wie eine spannende „Geistergeschichte“ anmutet, beugt sich aber bald der Realität und widmet sich einem verdrängten, aber leider wahren Thema – dem Kunstraub in der Nazizeit und seinen Auswirkungen bis heute.

Ein spannender und niveauvoller Kriminalroman aus der Stadt Salzburg, den ich sehr empfehlen kann.

Ines Eberl: Salzburger Totentanz >



Maria Publig

Maria Publig: Waldviertelfluch

Waldviertelfluch

Autorin: Maria Publig
Titel: Waldviertelfluch – Kriminalroman
ISBN: 978-3-392-6324-2
Verlag: Gmeiner – Verlag GmbH
Erschienen: März 2020

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Klappentext:

Wein und Design – die neuen Hobbys der Wiener PR-Lady Walli Winzer. Sie soll die Vernissage einer russischen Galerie organisieren.

Da kommt die Weinverkostung im Waldviertler Kamptal genau recht. Der Riesling belebt nicht nur die Sinne, sondern fördert einige aggressive Winzer zutage.

Bald liegt deren Verbandsvorsitzender tot hinterm Presshaus. Ein Brüderpaar zankt ums Erbe. Die Ehefrau gibt sich bedeckt. Walli ist verwirrt. Auch wegen des feschen Polizeioberst aus Krems, der nicht ermitteln will.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

PR Lady Walli Winzer
„ermittelt“ dieses Mal bei den niederösterreichischen Winzern im
Kamptal. Obwohl sie Winzer heißt, hat sie aber von der
Weinherstellung wenig Ahnung. Aber für die Verkostung und den Genuss
von Qualitätsweinen kann sie sich durchaus begeistern. Außerdem
verleiht die Anwesenheit von Dr. Ludwig Weichselbaumer, von Beruf
Polizeioberst, Walli´s Weinverkostung einen zusätzlichen Charme.
Zudem beauftragt der Hr. Oberst nach dem leblosen Auffinden des
Gastgebers Walli persönlich mit der Ermittlung.

Walli versucht
herauszufinden, welche Rolle die Russin Olga Karnikoff und der
korrupte Bürgermeister von Großlichten in diesem Fall spielen?

Ein humorvoller
Roman rund die Niederösterreichischen Weinbauern und der
„Ermittlerin wider Willen“ PR Lady und Powerfrau Walli Winzer,
die in das Leben anderer wenig diskret hinein- und drüber stolpert.

Ein elegantes Spiel mit der Sprache, interessant zu lesen und sehr spannend. Ich kann diesen Roman wirklich empfehlen.


Dorfzeitung.com


Hermann Bauer: Mordsmelange

Autor: Hermann Bauer
Titel: Mordsmelange – Wiener Kaffeehauskrimi
ISBN: 978-3-8392-2457-1
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH
Erschienen: 2019

Klappentext:

Für die Einweihung des neuen Schanigartens vor dem Café Heller wird der ehemals gefeierte Star der Anzengruber-Festspiele in Wolkersdorf, Nikolaus Bischof, engagiert.

In der Nacht vor dem Fest wird ein früheres Ensemblemitglied bei der Anzengruberhöhe erschlagen, was Oberkellner Leopold an einen Mord vor 12 Jahren erinnert, bei dem Bischof Hauptverdächtiger war.

Als dieser nach der Feier erstochen aufgefunden wird, beginnt für Leopold eine dramatische Suche nach dem Täter und dessen Geheimnis …

Rezension von Anni Lemberger

Hobby
– Kriminologe Leopold, seines Zeichens Oberkellner im Cafe´ Heller,
wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Leopold, ein Kellner, der
alten Schule, hat Probleme mit der mangelnden Integration der
Zuwanderer aus den Bundesländern. Für Leopold sind es einfach die
„Gscherten“, zu denen er ganz besonders die Steirer zählt, denn
sie treten die Wiener Kaffeehaustradition mit Füßen und trinken
Bier aus der Flasche.

Dann taucht auch noch eine junge Dame aus dem Burgenland an seinem Arbeitsplatz auf und behauptet seine Tochter Sabine zu sein – das Ergebnis einer flüchtigen Liason mit ihrer Mutter.

Nach den 2 Morden und den laschen Ermittelungen seines Freundes Kommissar Juricek, beginnt Leopold mit den „Mordermittlungen“. Ihm zur Seite stehend, seine Neotochter Sabine, die seine detektivischen Fähigkeiten und sein kriminologisches Interesse geerbt zu haben scheint.

Und wie nicht anders zu erwarten, macht der Kellner die Arbeit der Kriminalpolizei und löst, gemeinsam mit Sabine und mit Unterstützung der „Gscherten“, den Fall.

Eine Kriminalsatire über die Wiener Kaffeehauskultur und den Zusammenhalt im Künstlermilieu. Gut lesbar und witzig geschrieben, aber nur mäßig spannend.



Herbert Dutzler | Foto: Haymon Verlag/ Gisela Barrett

Herbert Dutzler: Letzter Stollen

Autor: Herbert Dutzler
Titel: Letzter Stollen – Ein Altaussee Krimi
ISBN: 978-3-7099-7910-5
Verlag: Haymon Taschenbuch
Erschienen: 2019

Klappentext:

„Mord unter Tage“: Ausgerechnet an Gasperlmaiers Geburtstag verschwindet ein Tourist bei einer Führung im Salzbergwerk.

Hat er sich Stollen-Labyrinth verirrt, oder hat ihn jemand beiseite geschafft?

Statt zu feiern, muss Gasperlmaier ermitteln –  dabei wird ihm unter der Erde ganz flau im Magen. Dass der Vermisste wenig später tot aufgefunden wird, hilft da auch nicht…“

Anna Lemberger

Rezenison von Anni Lemberger

Nachdem Gasperlmaier ein sehr wertvolles, seit dem Kunstraub aus der Nazizeit, verschollenes Bild, in einem Verschlag eines Altausseer Hauses wiederfindet, wird er zum Helden seines Polizeireviers, weil er auch den „Täter fassen konnte. Als ein zweiter Mord, im  Schaubergwerk Altaussee verübt wird, muss der Mordverdächtige wieder entlassen werden.

Alle tappen wieder völlig im Dunkeln.

Erst das Bekennerschreiben eines Verschwörungstheoretikers, der
zugibt, die  aus der Tiefe des
Salzbergwerks „entstiegenen, Reptiluiden“ getötet zu haben, bringt wieder
Bewegung in die Ermittlungen.

Ein gut lesbarer Kriminalroman aus dem Ausseerland mit
wahren geschichtlichen und geografischen Hintergründen, jedoch einer rein
fiktiven Geschichte dazu.

Ein ewig hungriger Bezirksinspektor, der nach seinem Bilderfund verzweifelt vor  der Presse flieht,  geben Gasperlmaier einen liebenswürdigen Touch.

Die Krimihandlung selber würde ich als mäßig spannend
bezeichnen.


Rita Falk | Foto: Astrid Eckert, dtv

Rita Falk: Kaiserschmarrn-Drama

kaiserschmarrn

Autor: Rita Falk
Titel: Kaiserschmarrn-Drama
ISBN: 978-3-4232-6192-0
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH

Klappentext:
Im Wald von Niederkaltenkirchen wird eine nackte Tote gefunden. Sie war erst kurz zuvor beim Simmerl in den ersten Stock gezogen und hat unter dem Namen „Mona“ Stripshows im Internet angeboten.

Der Eberhofer steht vor höchst pikanten Ermittlungen, denn zum Kreis der Verdächtigen zählen rasch auch ein paar ihrer Kunden, darunter der Leopold, der Simmerl und der Flötzinger. Und auch der Bruder der Toten, ein evangelischer Pfarrer mit seiner frommen Gattin, sollte der Franz sich besser mal vorknöpfen.

Harte Zeiten für den Franz, auch privat: Das Doppelhaus vom Leopold und der Susi wächst im selben Tempo wie Franz‘ Unlust auf das traute Familienglück.

Der Rudi wird aus der Reha geworfen und quartiert sich im Saustall ein. Und zu allem Unglück droht dem Saustall die Abrissbirne!

Dann: die zweite Tote im Wald. Das gleiche Beuteschema. Ein Serienmörder? Zumindest ein Fall für die Soko Niederkaltenkirchen. Angeführt ausgerechnet von Franz‘ Lieblingsfeindin Thin Lizzy…..

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner
Auch im neunten Fall des Dorfpolizisten Eberhofer gelingt Rita Falk mit einer guten Mischung aus Humor, Krimi und Familiengeschichten ein schöner Unterhaltungsroman.

Die Beschreibungen der verschiedenen Charaktere dieses Dorfidylls, gemischt mit einem mehr oder weniger spannenden Kriminalfall lassen einen das Buch in kürzester Zeit lesen.

Der nächste Fall wird sicher bald kommen, da bin ich jetzt schon neugierig wie die Doppelhausgeschichte weiter geht und ob der Franz seine Susi im nächsten Band nun doch endlich heiraten wird.