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Vielklang in Salzburg

Das herrliche Wetter am letzten Wochenende war die ideale Voraussetzung für das zweitägige Vielklangfestival, das mit erstklassigen Straßenkonzerten aufwartete.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Es ist ganz einfach schön, wenn man durch die Linzergasse schlendert, viele Menschen in den Gastgärten der Lokale sitzen und an fast jeder Ecke gute, handgemachte Musik zu hören ist.

Am Platzl begeisterte die Salzburgerin Nane Frühstückl mit ihrer facettenreichen Stimme die Zuhörer. Helmar Hill am Piano und Peter Fürhapter am Tenorsax ergänzten das Jazz-Trio.

Der Stefan-Zweig-Platz diente der Wiener Formation “brassbeat” (Stephan Hack, Alex Valdés – trp,Stefan Eitzenberger, Oliver Marec – saxes, Georg Schrattenholzer, Daniele Giaramita – tb, Valerian Schwärzler – tuba, Stefan Kemminger – drals) als Konzertsaal. Die 7 Bläser und der Schlagzeuger erinnerten an eine New Orleans Brass Band, jedoch mit einer ganz eigenen Klangsprache.

Die “Mirabell Street Parade” (Andreas Tentschert, Christoph Mallinger, Chris Kronreif, Yoshi Öttl, Gernot Haslauer, Martin Heinzle, Josef Söllinger, Robert Kainar) zog als New Orleans Marching Band durch die Stadt und verwandelte jeden Strassenzug in eine Mardi Gras Party. Ein musikalischer Leckerbissen war das Zusammentreffen der “Mirabell Street Parade” mit der “brassbeat” am Stefan-Zweig-Platz, sie spielten kurzerhand ein Musikstück gemeinsam.

An der Ecke Wolf-Dietrich-Strasse/ Linzergasse war der Salzburger Javier Rodaro mit seiner Band (Gitarre: David Binderberger, Cajon: Klaus Brennsteiner, Bass: Lukas Pamminger) zu hören. Die 4 Herren boten erstklassigen Soul/ Indie-Rock. Es wird spannend, was da künftig noch kommen wird.

Weiters spielten am Mozartplatz ALMA und am Alten Markt die Prohibition Stompers.



Berger.Frügstückl.Hill

Berger.Frühstückl.Hill – Spiel für dich, spiel für mich.

Am Montag, dem 15. Juni 2020 war es endlich soweit: Konzerte wurden nach der Corona-Pause wieder erlaubt! Die Academy-Bar in Salzburg nutzte die Gelegenheit und startete mit einem erstklassigen Jazzabend.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Durch die Unterstützung der Stadt Salzburg war es möglich geworden, dass die Musiker nach 3 Monaten Bühnenenthaltsamkeit ihre erste Gage erhielten und die Zuhörer gute Musik bei freiem Eintritt genießen konnten.

Phil Zezula und Michi Grassl sorgten dafür, dass die Coronaregeln beachtet wurden. Getreu ihrem Motto: “Academy ist Kunst, Kultur und Musik” gaben sie die Unterstützung der Stadt Salzburg an die Künstler weiter.

Nane Frühstückl (vocals), Herbert Berger (sax, flute, harp) und Helmar Hill (piano), 3 Größen der heimischen Musikszene, boten einen bunten Mix von bekannten Jazzklassikern und groovigen Eigenkompositionen: My favorite Things aus Sound of Music, Miss Otis Regrets, Hit That Jive Jack, Caravan, I got Rythm, Poodle di Doodle (Nane Frühstückl), Sag ma es war nix (Text: Walter Müller, Musik: Herb Berger), etc

Alle drei Musiker glänzten durch Spielfreude und Virtuosität, die zahlreichen Soli begeisterten das Publikum.

Die Stimmung in der Academy Bar war sehr gut, trotz coronabedingter Beschränkung der Gästeanzahl. Man hatte das Gefühl, dass sich alle Anwesenden über das Ende des kulturellen Home-Office freuten.

Dieses Konzert war der Beginn einer Veranstaltungsreihe der Academy-Bar, die eine Woche lang Künstlern nach der Coronapause eine Bühne bietet.

Dienstag, 16.6. Robert Herbe
Dienstag, 16.6. JOKEBOX English Comedy Night
Mittwoch, 17.6. Ingo Vogl
Donnerstag, 18.6. Magic Delphin + Flirtmachine
Freitag, 19.6. Laube.Czihak.Schubert
Samstag, 20.6. PBJ Trio


Hill & Pit Trio in der Kleinkunstbühne

Geheimtipp ist die Salzburgerin Nane Frühstückl schon lange keiner mehr. Diesmal ist sie mit dem Innviertler Pianisten Hermann Linecker und dem aus New York heimgekehrten Schlagzeuger Gernot Bernroider aufgetreten und es war echt der Hammer.

Von Karl Traintinger

In der Laufner Kleinkunstbühne bot das Trio am 6. Februar 2020 Genuss-Jazz vom Feinsten. Nane Frühstückl überzeugte mit dem elektrisierenden Timbre ihrer Stimme, sie ist auch eine Meisterin des für Jazzinterpretationen typischen Scat-Gesanges.

Der Rieder Musiker Hermann Linecker am Piano war eine Klasse für sich. Für mich stellen sich immer wieder die Frage, wie man so schnell spielen kann. Der Innviertler Drummer Gernot Bernroider war der kongeniale Partner dazu. Zu hören waren Eigenkompositionen der Musiker und einige Jazz-Standards. Begeistert hat auch die Spielfreude der 3 Musiker.


A Soulful Christmas mit Chanda Rule & Friends

A Soulful Christmas mit Chanda Rule & Friends

NYC Musikmarathon Weihnachtskonzert

Ein Weihnachtskonzert abseits von alpenländischen Traditionen begeisterte am 6. Dezember 2019 das Publikum im ausverkauften Stadtsaal in Mattighofen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Gerade noch rechtzeitig vor Konzertbeginn wurde die Kora geliefert, die ihren Weg ins Innviertel fast nicht gefunden hätte. Die Kora ist ein westafrikanisches Harfeninstrument. Cherif Soumane und sein Instrument wurden extra für dieses Konzert aus Paris eingeflogen.

Chandra Rule konnte mit ihrer samtweichen Stimme die Konzertbesucher von Anfang an in ihren Bann ziehen. Die kongenialen Musiker an ihrer Seite zeigten, was auf Instrumenten alles möglich ist, wenn man den Gefühlen freien Lauf lässt. Begeistert hat mich auch die Spielfreude der Musiker, die offensichtlich das Konzert genau so genossen haben wie die Zuhörer.

Und das Allerschönste: Die 6 Musiker auf der Bühne haben 3 verschiedene Muttersprachen und stammen aus drei Kontinenten. Man sieht, Musik verbindet über Sprachen und Herkunft hinaus. Das ist für mich die beste weihnachtliche Friedensbotschaft.

Es spielten: Hubert Gredler (Klavier), Markus Peitli (Bass), Gernot Bernroider (Schlagzeug), Ladji Kante (Percussion) und Cherif Soumane (Kora-Harfe).

Aus der Presseaussendung

Neben Chanda Rule, die seit ihrem vielumjubelten Auftritt beim WDR-Jazzfest 2019 auf eine schnell wachsende Anhängerschaft verweisen kann, stellen der Perkussionist Ladji Kante aus Mali und der in Paris lebende Koraspieler Cherif Soumane, die afrikanische Komponente dieses Abends.
Das Zusammenwirken von amerikanischer, afrikanischer und europäischer Musik spiegelt sich in diesem Konzert prominent wieder. Eine breite Bandbreite von klassischen bis zu neuorchestrierten Weihnachtsliedern und Songs. in dieser speziellen Besetzung, wird auf die “stille” Zeit atmosphärisch, stimmungsvoll und unterhaltsam einstimmen.

Der afrikanische Perkussionist Ladji Kante, der auch Gitarre spielt, stammt aus einer Griot Familie. In Afrika sind die Griots als reisende, musikalische Geschichtenerzähler bekannt und da Musik ein so natürlicher Bestandteil des täglichen Lebens ist, kommt das Wort “Musik” in afrikanischer Sprache und Schrift nicht einmal vor.

Ladji Kante, der unter anderem musikalischer Leiter bei der Fussball-WM in Südafrika bei dem Lied “Give me freedom, give me fire” war, arbeitet seit längerer Zeit mit dem Koraspieler Cherif Soumane zusammen. Dieser stand seinerseits mit Jazzdiva Dee Dee Bridgewater, Roberto Fonseca und Miles Davis Bassist Marcus Miller gemeinsam auf der Bühne. Für dieses spezielle Konzert ist die Kora, eine westafrikanische Harfe, eine wunderbare Ergänzung zum weihnachtlichen Klangbild.

Der quasi heimische Rest der Band ist in der österreichischen Musiklandschaft bestens bekannt und repräsentiert mit Gernot Bernroider am Schlagzeug auch die Verbindung zu New York und dem Konzept des musikalischen “melting pots”. Bassist Markus Peitli ist in der heimischen Jazz-Szene eine bekannte Größe.

Chanda Rule meint zu ihrem ersten NYC Musikmarathon Weihnachtskonzert: “ Ich liebe es in Mattighofen zu singen. Es ist eigentlich neben Wien mein zweites zuhause geworden mit einem fantastischen Publikum. Ich freue mich die Vorweihnachtszeit mit Musik, Freunden und
Familie in Mattighofen zu feiern.”

Und Ladji Kante ergänzt: “Für mich ist dieses Konzert ein Zeichen, dass Weihnachten auch die Zeit ist, um gute Sachen, wie dieses Konzert, gemeinsam zu machen und damit ein erfüllteres Leben zu haben.”


Chanda Rule & Gernot Bernroiders Culturessence | Foto by Markus Lackinger

Der New York City Musikmarathon in Mattighofen

Brennholz mit begeisterten Zuhörern

JAZZ MEETS KLASSIK

Bereits zum 8. Mal fand vom 15. – 18. August 2019 in der Innviertler Stadt Mattighofen der New York City Musikmarathon statt.

Das Festival und die Workshops begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Von heimatlichen Zitherklängen eines Wilfried Scharf und einem Musikkabarett mit „Die Strottern“ wurde der Bogen über eine Big Band Battle bis zu einer „Jazz meets Klassik Night“ gespannt.

Dazu ergänzte ein umfassendes Rahmenprogramm mit einem kostenlosen Familienmusiktag im Park, einer Ausstellung des Fotografen Stefan Schlögl und spätabendlichen Jam Sessions im Schlossrestaurant „Stadtplatz 1“ den New York City Musikmarathon.

Tagsüber fanden Workshops im Jazz und Popularbereich mit über 40 TeilnehmerInnen unterschiedlichster Altersstufen und Erfahrungswerte in der Landesmusikschule Mattighofen statt.

Zum Abschlusskonzert luden die Dozenten und Dozentinnen sowie die TeilnehmerInnen des NYCMM Workshops am Abend des 18. August. Für einen stimmungsvollen Abschluss und viel Applaus sorgten Jazz/Fusion-Combos, Singer- Songwriter, Vokalensembles und der „Rise Up!“ Gospelchor.

Weitere Infos zum NYCMM und zur Veranstaltung >


Dorfzeitung.com


Trio Exquisit im Johann

Trio Exquisit im Johann

Unter dem Motto KISS & SWING gab es am Faschingssamstag ein swingendes Faschingskonzert Im Wiener Café & Restaurant Johann am Salzburger Hauptbahnhof.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Das Trio Exquisit startete mit dem Klassiker Summerwind in den Abend, in einer einzigartigen Interpretation mit Klavier, Gitarre und Violine. Neben vielen bekannten Stücke aus der Lounge-Jazz-Musik gab es auch einige Gustostückerl zu hören: Einen Csardas aus der Heimat von Zsuzsanna Kiss, ein jazziges Morphing von der Kleinen Nachtmusik bis hin zu Bei mir bist du scheen. Einfach herrlich!

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Mit einer grandiosen Interpretation von Take The A Train verabschiedete sich das Trio Exquisit vom begeisterten Publikum.

Ein herzliches Dankeschön auch an das Johann, das dieses Konzert ermöglichte! Was gibt es Besseres als Musik beim Wirten, noch dazu ohne Eintrittspreis!

Die Musiker: Zsuszanna Kiss (Gesang und Violine), Peter Reutterer (Gitarre), Alfred Schmitzberger (Klavier, Keyboard, Akkordeon)

Weitere Infos:
2019 Neujahrskonzert in Oberndorf (Konzertmeisterin Zsuszanna Kiss) >
2017 Trio Exquisit im Schwaiger Deli >
2013 Jazzbrunch im Mahlwerk | Trio Exquisit >


Meik Schubert Silvestre Kleinkunstbühne Laufen

Meik, Schubert und Silvestre in Laufen

Am 18. Jänner gastierte das Musiker-Trio in der Salzachstadt. Am Programm standen ihre Lieblingslieder der letzten vier Jahrzehnte. Die drei Herren verpassten ihren Coverversionen eigene Arrangements, die auf ihre Instrumente, zwei Gitarren und einen Bass perfekt zugeschnitten waren.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Stefan Feiler schreibt in seiner Konzertankündigung: “Stefan Schubert ist Kapellmeister und Gitarrist bei Willi Resetarits’ “Stubnblues”. Alex Meik am Kontrabass ist ohne Übertreibung ein Großwesir dieses Instrumentes, auf dessen Fertigkeit schon Ray Charles und Ray Anderson zurückgriffen, und der Spanier Miguel Silvestre weiß die Gitarre besonders zu spielen.”

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Die Konzertbesucher in der sehr gut besuchten Kleinkunstbühne in der Salzachhalle Laufen waren von der handgemachten Musik begeistert. Die drei Herren singen sehr gut und die Soli auf ihren Instrumenten suchen ihresgleichen. Zu hören waren Welthits wie: All your need is love, Route 66, Free Fallin, Big Yellow Taxi oder So lonley aber auch Eigenkompositionen von Miguel Silvestre. Als Specialguest spielte eine Nummer der Grazer Georg Laube.

Es war ein Abend voll mitreißender Musik, einzig an ihren Moderationen sollten die Herren Schubert und Meik dringend arbeiten. Wobei die Feststellung, dass wir ja alle Europäer sind, durchaus Zustimmung findet!

 


The Jazzcake in Salzburg. Foto: KTraintinger

The JazzCake in Salzburg

Am 22. Juli 2017 fand in Salzburg das diesjährige Fest zur Festpieleröffnung statt. Das umfassende Programm und das herrliche Sommerwetter brachte tausende Besucher in die Mozartstadt.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Abseits vom Festpieltrubel und dem dazugehörigen Fest und doch mittendrinn, gab es einige hervorragende Straßenmusikanten, die ihr Schärflein zur Musikvielfalt in der Stadt beitrugen. Vor dem Juridicum in der Churfürststraße 1, visavis dem traditionsreichen Café Tomaselli, spielte die Formation “The Jazzcake” aus der Tschechischen Republik.

Die 5 Musikstudenten (Melsá Radek – voc, Drnek Vojtěch – accordion, Jan Lacina – guit, Luan Gonsalves – double bass, Jan Andrýsek – drums) präsentierten bekannte Jazzstandards wie beispielsweise Bill Withers – Ain’t No Sunshine,  Mack the Knife, das auch schon Louis Armstrong gesungen hat oder Bei Mir Bistu Shein, das durch die Andrew Sisters berühmt wurde.

Der Groove der Musiker war so ansteckend, dass fast alle Zuhörer zum Mitswingen veranlasst wurden. Es war ein sensationeller Gig von The Jazzcake in der Festspielstadt, der leider  nur etwa eine halbe Stunde dauerte!



Jazz am Bahnhof mit Jazzbrothers and Sister

Das “Johann”, ein Wiener Café & Restaurant am Salzburger Hauptbahnhof, entpuppt sich zunehmend mehr als interessantes Wirtshaus mit anspruchsvoller Livemusik und das noch dazu bei freiem Eintritt.

Von Karl Traintinger

Bei einem Frankfurter Würstl mit Gulaschsaft und einem frisch gezapften Seiterl Bier oder bei einem warmen Apfelstrudel mit einer Wiener Melange läßt sich nicht nur auf den nächsten Zug warten, es lohnt sich auch, extra zu einem Konzert ins Johann zu kommen! 

Am 4. Mai gastierten die Jazzbrothers and Sister (Burgi Pichler – Gesang, Wolfgang Schierhuber – Gitarre, Josef Kili – Saxophon, Klarinette, Christian Junger – Bass) und das war auf jeden Fall einen Besuch im Johann wert.

Die 4 Musiker präsentierten “einfach gute Musik” aus sämtlichen Genres und aus aller Herren Länder, Gospel, Jazz, Fado, Chanson, Latin und Popmusik, gecovert oder im Eigenbau. Die Stimmung war so gut, dass sich sogar 2 Damen zum Tanz hinreißen ließen!


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Nane + Punzi in Oberndorf

Im Rahmen des Oberndorfer Jazzherbstes stellten die Lungauerin Nane Frühstückl und der Grandseigneur der Österreichischen Musikszene Heli Punzenberger ihre neue gemeinsame CD “Blues Juice” vor.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Beim Konzert am Freitagabend gab es einen bunten Mix aus Titeln der aktuellen CD und weltbekannten Klassikern von Steve Winwood (Can’t Find My Way Home) bis hin zu Ray Charles. Allein die Zugabe, die Interpretation von Tears in Heaven von Eric Clapton war den Konzertbesuch wert. Beide Künstler begeisterten sowohl stimmlich als auch an ihren Instrumenten. Grinsend meinte Punzi beim Konzertende: “Wann´s wirklich wer wissen will, wie´s geht, wir bleiben noch ein bisserl da.”

Einziger Wermutstropfen bei diesem hochkarätigen Konzert war der bescheidene Besucherandrang, nur knapp 20 Besucher hatten den Weg zum Bahnhofswirt in Oberdorf gefunden. Die Jazzmusik ist in der Stadt Oberndorf noch nicht wirklich angekommen.

Weitere Infos:
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Eberhard Weber & TRI. Lesung, Podiumsgespräch und Konzert

Am 5. 12. 2015 gabe es im Jazzclub BIX in Stuttgart D ein sensationelles Programm: Der Bassist Eberhard Weber präsentierte seine Autobiographie und die Jazz-Formation TRI (Libor Sima – SAX, Mini Schulz – B, Moderation, Obi Jenne DR) spielte unter anderem Musik von ihm.

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Der Schwabe Eberhard Weber zählt ab den 1960iger Jahren zu den bedeutensten Jazzmusikern in Europa und war mit seinem Bass wegbereitend für die Entwicklung des modernen Bass-Spiels. So führte er als erster Musiker eine 5. Saite am Bass ein, die es ihm ermöglichte, eine führende Position in einer Band einzunehmen. Seine Formation “Colors” mit dem Saxophonisten Charlie Mariano spielte das Kultalbum “Colours of Cholé” ein und war zu seiner Zeit eine der schillernsten und erfolgreichsten Jazzgruppierungen Europas.

Rainer Brüninghaus, Charlie Mariano, John Marshall, Pat Metheny, Gary Burton, Ralph Towner, Jan Garbarek und Kate Bush waren einige der bekannteren Weggefährten des deutschen Bassisten. Im April 2007 erlitt Eberhard Weber einen Schlaganfall und kann seither nicht mehr spielen. Er gastierte damals mit der Jan Garbarek Group in der Berliner Philharmonie.

2015 stellte er seine Autobiographie vor, aus der er Texte im BIZ zum Besten gab. Die zwischen den Musikstücken vorgetragenen Geschichten aus seinem Leben als Musiker waren höchst interessant und zum Teil sehr erheiternd.

Unabhänging von diesem Top Act ist das BIX in Stuttgart auf jeden Fall einen Besuch wert, nicht zuletzt auch wegen seiner höchsterfreulichen Sammlung an unterschiedlichen Whiskey- und Rumsorten!

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Titel: Eberhard Weber Résumé: Eine deutsche Jazz-Geschichte.

Autor: Eberhard Weber

Verlag: sagas.edition (23. Januar 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3944660048

ISBN-13: 978-3944660042

 


Jazz & more – LIVE im UNIKUM

Das Unikum in Laufen bot am 23. 10. 2014 wieder einmal Jazz vom Feinsten in der Salzachstadt, und das alles bei freiem Eintritt! Allein schon, wenn man die Namen der Interpreten hört, weiß man, es war ein Stelldichein der Extraklasse.

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Von Karl Traintinger

Nane Frühstückl (Vocals – Salzburg – Lungauerin) wird immer besser, sie interpretierte Standards wie Route 66 oder Summertime auf ihre ganz eigene Weise, irgendwo zwischen Jazz und Blues. Stefan Wegenkittl (Piano – Salzburg) war auf seinem Keyboard teilweise in einer Geschindigkeit unterwegs, die selbst eingefleischte Fans in Staunen verstetzte.

Unikum
Stefan Wegenkittl

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Der Obmann des Vereines JAZZIT und habilitierte Mathematikprofessor an der FH Salzburg konnte nicht zuletzt mit seinen Soli überzeugen und für Jazz aus Salzburg Stimmung machen.

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Charly Fehr

Charly Fehr (Drums – Freilassing) ist Kennern der Jazzszene in der weiteren Umgebung als solider Schlagzeuger bekannt und Lokalmatador Dietmar Kastowsky (Bass – Laufen) ist als gefragter Bassist weit über die Grenzen hinaus musikalisch unterwegs. Es begeistert immer wieder, wenn er seinem Bass spielt, als wär´s eine Leadgitarre!

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Dietmar Kastowsky

Es war eine Freude den Ausnahmemusikern zuzuhören, man hatte den Eindruck, sie waren mit unheimlich viel Spass dabei. Das Publikum bedankte sich mit begeistertem Applaus.

Man kann nur hoffen, dass es das Unikum noch lange gibt, ist doch der Walter, Chefkoch und Wirt, schon fast ein Pensionär.

Fotos: KTraintinger (dorfbild.com)

Weiterführende Infos:
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