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Dorf ist überall

Das öffentliche Leben in Österreich wurde heruntergefahren. Das ist gut und notwendig. Jetzt heißt es für alle zu Hause bleiben, Hände waschen, Abstand halten und Ruhe bewahren. Und die Zeit für Dinge nutzen, für die normalerweise wenig Zeit übrig ist.

Es bietet sich jetzt natürlich an, ausgiebig in der Dorfzeitung zu schmökern. Durch einen Klick auf die Kategorien, die Autorennamen oder die Schlagworte werden alle Artikel zu diesen Begriffen aufgelistet. Die Dorfzeitung ist seit über 20 Jahren online und es sind fast noch alle Artikel online!

Im Archiv des Dorfradios kann man insgesamt 23 Stunden streamen. Nehmen Sie sich Zeit dazu, Sie werden es nicht bereuen! (öffnet in neuem Tab)” href=”https://dorfzeitung.com/archive/73116″ target=”_blank” rel=”noreferrer noopener”>Corona – die Pandemie >


Es ist soweit. Die Infektion, die wahrscheinlich von einer lebend verkauften Fledermaus auf einem Markt für Meeresfrüchte und exotische Wildtiere (Füchse, Krokodile, Schlangen, Pfaue, etc.) im fernen Wuhan in Mittelchina um die Jahreswende ausging, hat sich zu einer weltweiten Pandemie entwickelt.

Die Regierungen versuchen mit allen notwendigen und zum Teil sehr drastischen Maßnahmen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu drosseln, damit die Gesundheitssysteme nicht kollabieren. Es beruhigt, dass zumindest bei uns Parteipolitik und Polemik einer sachlichen Umsetzung von Notwendigkeiten gewichen sind. Es war schon immer so, dass Seuchenbekämpfung dramatisch und schmerzhaft ist, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Tatsache ist, dass der Höhepunkt von COVID-19 Pandemie noch nicht erreicht ist und es wird heftige Anstrengungen von Seiten aller direkt und indirekt Beteiligten brauchen, damit unser Wohlstand nicht gefährdet ist, sowohl auf finanzieller, aber auch auf sozialer Ebene. Die Erschütterungen werden dennoch dramatisch sein, wenn auch hoffentlich verkraftbar.

Es werden aktuell auch die Grenzen der Globalisierung aufgezeigt. Man sollte schon darüber nachdenken, warum so viele der von uns dringend benötigten Güter beispielsweise in Asien produziert werden. Ebenso ist es interessant, wo überall auf der Welt unsere Produktionsüberschüsse und auch der Müll entsorgt werden.

Info: Alles Corona, oder was?

Plakat mit Schutzmaßnahmen gegen Corona zum

Empfehlungen der WHO


Weltfrauentag

Als große Anhänger der Frauenpower ist für uns im virtuellen Dorf der 8. März natürlich ein Festtag. Den internationalen Frauentag, den Weltfrauentag, den Frauenkampftag oder den internationalen Frauenkampftag gibt es bereits seit 1911, er wurde von den Vereinten Nationen eingeführt.

Obwohl es in den letzten 100 Jahren sehr viele Verbesserungen bei den Frauenrechten gegeben hat, von einer wirklichen Gleichstellung sind wir noch meilenweit entfernt.

Nichtsdestotrotz gilt es, diesen Ehrentag gebührend zu würdigen. Wie grau und eintönig wäre die Welt ohne die Frauen!


2020 Lugner Opernball

Bei seiner Durchlauchtigkeit Kaiser Robert Heinrich I. von Österreich wurde er noch nie zu einer Audienz vorgelassen. Aber alljährlich stellt sich in den Wochen vor dem Faschingshöhepunkt die Alpenrepublik die Frage, wer begleitet Richard Lugner wohl heuer zum Opernball?

Die Auswahlkriterien sind jedes Jahr auf´s Neue geheimnisvoll, waren doch schon die illusternsten Gästinnen mit Baumeister Mörtel in der Opernloge. Wenn man allerding genau hinschaut, ist ein gewisser Trend über die Jahre hinweg bei den Damen schon bemerkbar, berichten gewöhnlich gut informierte Kreise. Und Träume können endlos schön sein.

Fakt ist, dass sich Richard Lugner durch kleinere Rückschläge, wie es Absagen von Kandidatinnen sein können, nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt. Ganz im Gegenteil, er sonnt sich in der interessierten Medienlandschaft.

Sei es dem am 11. Oktober 1932 in Wien geborenen Lebemenschen vergönnt! Alles Walzer.


Die Thüringer haben Ende letzten Jahres einen neuen Landtag gewählt. Das Wahlergebnis stärkte in erster Linie die AfD, ein klein wenig die Linke und noch ein bisschen weniger die FDP. Alle anderen haben verloren.

Nichts desto trotz haben die Abgeordneten mit den Stimmen der AfD, FDP und CDU Herrn Kemmerich von der FDP zum Ministerpräsidenten gewählt, dessen Partei immerhin 5% der Wählerstimmen erreicht hatte.

Ob das mit dem kürzlichen Besuch von Herbert Kickl bei der AfD zusammenhängt weiß niemand. Wahrscheinlich ist es nur ein Zufall.

Schräg ist diese Ministerpräsidentenkür allemal. Freilich ist Kemmerich zwischenzeitlich zurück getreten und dicke Gewitterwolken ziehen in manchen Parteizentralen auf. Die Stimmen von AfD und FDP allein hätten nicht gereicht, es gab offensichtlich Helferleins. in Europa spricht auch niemand mehr von Sanktionen. Das Gezetere der Polulisten ist normal geworden.

Fakt ist aber, der gesinnungstechnische Rechtsruck in Europa ist schon lange nicht mehr auf ein einzelnes Land oder eine Region beschränkt und das sollte Sorge bereiten.


Schulombutsfrau

Das österreichische Schulsystem ist das Beste. Selbstverständlich. Kostentechnisch stimmt das auch. Jede der Parteien heftet sich zudem den Ausbau der Bildung an die wahlkämpfende Brust.

In der Umsetzung schaut es oft ein klein wenig anders aus. Freilich, wir sind noch immer Schulversuchsexperten. Bei den nicht unumstrittenen internationalen Vergleichstests der Schüler haben die Ergebnisse aber oft die Schieflage eines berühmten italienischen Turmes. Das stört die politischen Verantwortlichen meist eher nicht, da sie ihre Sprösslinge sowieso gerne in Privatschulen schicken und da gelten defintiv andere Regeln. Gleiche beste Bildung für alle, die es sich leisten können.

Viele Probleme in öffentlichen Schulen sind bekannt. Ich kann mich noch gut an die Aussage des Vaters eines Mitschülers meines jüngsten Sohnes zur Klassenelternvertreterin erinnern: “Ich bin Moslem und mit ihnen rede ich nicht, sie sind eine Frau.” Für mich wäre die einzige logische Antwort des Direktors gewesen: “Schade, dann hat ihr Sohn keinen Platz bei uns in der Schule. Bei uns haben Frauen die gleichen Rechte wie Männer.”

Ich glaube auch, dass die Publikation des Buches vielleicht etwas krass war. Aber was ist, wenn der Posten der Schul-Ombudsfrau nur eine Alibihandlung der Politik darstellte und die Dame keine andere Möglichkeit sah, auf Missstände hinzuweisen, weil ihr niemand zuhören wollte?

Fakt ist, dass viele Schulabgänger gröbere Defizite in manchen Bereichen haben. Beispielsweise ist die Zeit, als eine Matura noch die Qualifikation für ein Studium darstellte, schon lange vorbei. Es tut auch weh, wenn man sieht, wie einfache Rechnungen am Handyrechner ausgerechnet werden, weil´s im Kopf nicht geht.

Es ist hoch an der Zeit, dass die Verbesserung des Schulsystems wirklich ernst genommen wird.


HC Strache

HC Strache. Manche seiner treuen Wegbegleiter vertrauen ihm blind. Das war schon immer so. Das wird auch immer so sein. Schließlich hat er sie seinerzeit auf ihre Posten gehoben. Auch wenn man zur Zeit das Tal der Tränen durchschreitet. Einmal Freund, immer Freund.

Da ist es doch eine logische Selbstverständlichkeit, wenn man sich von der so undankbaren FPÖ abwendet und für die Wienwahl eine eigene Partei, die DAÖ (Die Allianz für Österreich) gründet. Mit glasigen Augen wird verkündet, der HC wäre der Gastredner beim ersten Neujahrstreffen am 23. Jänner 2020. Im Geheimen hoffen die Proponenten wahrscheinlich innbrünstig, HC Strache möge die ihm angebotene Obmannschaft annehmen.

Jetzt kann ich erstmals verstehen, warum an manchen Stadteinfahrten nach Wien große Tafeln mit er Aufschrift: “Wien ist anders” aufgestellt waren.


Due neue Regierung

Die neue österreichische Bundesregierung ist in Amt und Würden. 100 Tage nach der Wahl kann das grün-türkise Experiment beginnen.

Es ist erfreulich, wenn die Politiker über ihren Schatten springen und das tun, wofür sie gewählt wurden! Parteilinien können Richtungen vorgeben, aber dürfen nicht zur heiligen Kuh werden.

Vielleicht wird das Türkis-Grüne-Projekt eine Vorzeigemodell für Europa! Das hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie gut bei uns gearbeitet werden wird. Ohne Abstriche wird es bei keiner der beiden Parteien gehen, trotzdem sollten beide gewinnen können. Die parteitreuen Fundamentalisten sollten Platz für die Visioäre machen!


Die letzte Silvesternacht ist vorbei. Es war sehr lustig und laut wie immer. Um Mitternacht erstrahlte der Himmel in vielen bunten Farben.

Bei uns im Dorf hat man/ frau sehr wenig vom Ansinnen mancher Politiker, die Feuerwerke zu verbieten, mitbekommen. Wahrscheinlich hat die Diskussion dazu erst begonnen.

Es ließen sich offensichtlich viele Mitmenschen doch vom Mundl Sackbauer inspirieren und feierten die Silvesternacht so, wie es immer schon war!

Allen Dörflern ein gesundes und erfolgreiches, gutes neues Jahr!


Wie gut es wirklich wird, hängt in manchen Teilbereichen des Lebens zu einem nicht unwesentlichen Teil auch von der kommenden neuen Regierung ab.

Es wird spannend, ob die Herren Chefs und deren Anhang genug Größe haben, auch den politischen Kontrahenten leben zu lassen. Nur wenn jede der zwei Parteien Erfolge verzeichnen kann, wird Türkis – Grün vielleicht ein gutes Projekt.


Strache Weihnacht

Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten hat die FPÖ von ihrem ehemaligen Mastermind und Parteichef ein sehr spezielles Geschenk erhalten.

3 Wiener Gemeinderäte präsentierten aus Dankbarkeit dem alten Chef gegenüber die neue Allianz für Österreich (DAÖ).

Die FPÖ hat offensichtlich einen innerparteilichen Schutzmechanismus eingebaut, der immer dann aktiv wird, wenn der Rechtsruck in Österreich ohne Gegenmaßnahme zu groß werden würde. Vorsichtshalber spaltet sich dann die Partei und die Mitglieder werden aufgeteilt, streng nach Leopold Kohr: “small is beautiful!”

Die klassischen Linksparteien sind aktuell noch immer in der Selbstfindungsphase und wissen nicht, was sie wirklich wollen.

Einzig die Türkisen und Grünen verhandeln hinter verschlossener Tür und sitzen die blaue Zerbröselung aus.


Kunst Bananen

Maurizio Cattelan hat auf der Art Basel in Miami Beach eine Banane > ausgestellt. Sie war mit einem silbrigen Klebeband an einer Ausstellungswand befestigt und wurde für 108.000$ verkauft.

Um die Banane vor dem Verderb zu retten, hat sie Künstlerkollege David Datuna kurzerhand verspeist. Das kann essbaren Kunstwerken passieren. Der Preis für das gute Stück könnte wahrscheinlich mindestens 81 Michelin-Sterne aufwiegen.

Ich habe für die Dorfzeitung sofort ein Kilogramm BIO-Bananen gekauft und werde sie so nach und nach der Öffentlichkeit präsentieren. Im Lagerhaus habe ich schon ein passendes Tape organisiert.

Wenn sich einige Käufer fänden, hätte die Dorfzeitung auf ewig ausgesorgt und müsste sich nicht mit einer Paywall herumärgern.

Bananen in der Dorfzeitung >