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7 Minuten und dann ist alles vorbei. In 7 Minuten hat man/ frau jede gestalterische Freiheit und kann auf die Bühne bringen, was er/ sie möchte.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Meist treten etwa 8 Akteure auf und versuchen ihr Thema in den ihnen zur Verfügung stehenden 7 Minuten dem interessierten Publikum zu präsentieren. Ein unterhaltsamer und informativer Abend ist damit garantiert.

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Am 27. Februar 2019 fand im Cafe Contrast am Marienplatz in der Salzachstadt Laufen die 20. Zeitform – Präsentation statt.

Ekkehard Windrich, Fred Hölzl, Christoph Gramsammer, Ulrike Wurzer, Leon Widdison, Valentina Ammerer, Claudia Mehnert und Heidi Merkel gestalteten den Abend. Der Bogen spannte sich von Kurzgeschichten über Musikdarbietungen, einem Tanzkurs bis hin zu einem Blitzlehrgang zum Zeichnen einer Sanduhr.

Es war ein informativer, und sehr unterhaltsamer Abend und ich freue mich schon auf die nächste Zeitform-Veranstaltung, die am letzten Mittwoch im März stattfinden wird.


Aichnerlesung in Mattighofen

Der überaus engagierten Bibliothekarin der Stadtbücherei Mattighofen, Frau Regina Priller, ist es zu verdanken, dass es am Freitag, den 16.November 2018 um 19:30 Uhr zu einem wirklich großartigen Buchpräsentationserlebnis, mit einer Zuschauerzahl von sage und schreibe 130 Personen,  kam.

<a href=Von Rebecca Schönleitner | Fotos: Karl Traintinger

Bernhard Aichner stellte sein neuestes Werk, „Bösland“ mit der musikalischen Unterstützung von Florian Eisner vor. So stands auf der Einladung, so hatten wir es erwartet. Was wir aber geboten bekamen war ein sensationeller Abend mit allem „Drum und Dran“.

Das eingespielte Team, Aichner und Eisner schossen sich die Gags nur so zu, wir bekamen sozusagen ein richtiges Kabarett geboten und erfuhren „Insiders“. Das Motte: „Was Sie schon immer über Bernhard Aichner wissen wollten“, z.B. dass er letzten Sommer ein „Blutburnout“ hatte, keine Thriller mehr schreiben und sich nur mehr mit schönen Dingen beschäftigen wollte, uns daher mit 2 (von 720 😊) interessanten Gedichten beglückte.

Oder die Kritik eines unzufriedenen Lesers, der allen Menschen die Aichner Bücher genießen die „Leseberechtigung“ entziehen will, entfesselte eine unglaublich gelungene, und die Lachmuskeln strapazierende Rachegeschichte – Hauptdarsteller sein Hund. Er nahm Stellung zu diversen Fragen von Lesern, nun sind wir wirklich informiert, was Herrn Aichner antreibt zu schreiben.

Die musikalischen Einlagen von Florian Eisner waren schlichtweg super,  keine Nebenfigur, sondern ein Mitgestalter des Abends.

Die Lesung des Buches „Bösland“ überraschte, Aichner las spannend, ausdrucksvoll und riss sein Publikum mit. Allein sein diabolischer Grinser ließ erschauern. Das Buch selbst verspricht wieder extrem spannend und grausam zu werden, ein absolutes Muss für Thriller Fans.

Als Abschluss bekamen wir noch sein Gedicht „Was kann ich nicht“ zu hören, damit konnte er die Dramatik des Buches wieder brechen. Der Abend endete nach 1,5 erfüllten und kurzweiligen Stunden, danach signierte Bernhard Aichner noch die gekauften Bücher.

Nebenbei erwähnt, die Eintrittskarten selbst sind signierte Autogrammkarten, ein wunderbares Geschenk, dass allen Zuschauern sicher noch viel Freude bereiten wird.

Wer die Lesung verpasst hat, am 27.November bietet das dynamische Duo in Bad Ischl seine ungewöhnliche „Buchshow“ an. Es zahlt sich wirklich aus!

Weitere Termine finden Sie auf der Homepage von Bernhard Aichner>


Foto: Karl Traintinger, Dorfbild

Lesung der Autorin Doris Fürk-Hochradl

22.Juni 2018, 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Mattighofen

Rebecca SchönleitnerVon Rebecca Schönleitner

Wir kommen auf Grund der verschiedenen Beginnzeitenangaben viel zu früh und stöbern noch ein wenig durch diese helle, freundliche Bücherei. In der Volksschule Mattighofen beginnt ein Sommerkonzert, wir fürchten, dass die Lesung eher wenig besucht sein wird.

So kann man sich täuschen, knapp 50 Personen trudeln nach und nach ein, alle gut gelaunt und neugierig auf die Autorin mit ihrem 3. Werk „Tod im Innviertel“. Pünktlich um 19:30 Uhr beginnts. Die Autorin schnappt sich ihre Gitarre und startet mit einem Liedchen, passend zum Werk. Frisch beginnt sie zu lesen und ich bin fasziniert. Was für eine wunderbare, authentische, sympathische Frau! Die 4fache Mutter ist von Beruf Grundschullehrerin, ihr Mann übernimmt am Abend das Baby, dann bleiben 1 ½ Stunden Zeit fürs Schreiben, denn im Gegensatz zu früher, fällt sie um 22.00 Uhr ins Bett.

Foto: Karl Traintinger, Dorfbild

Doris Fürk-Hochradls Lesung ist absolut gelungen und macht neugierig. Der Funke springt gleich über, sie fesselt das Publikum und reißt es mit einer, ihr angeborenen Freude, mit in ihr neuestes Werk. Sie lacht selber über die Pointen, ich kann gar nicht anders als mich zu freuen und werde dieses Buch sicher in Kürze lesen.

Der durch und durch gelungene Abend endet mit Kräuterbroten und Kräutersaft.


Ernst Jani | Foto: Sandra Pfeifer

Im „Kulturraum herent & drent“ kennt man keine Grenzen, daher gastiert der Laufener Ernst Jani auch seit Jahrzehnten im Salzburger Raum. Aktuell präsentiert er sein Stefan-Zweig-Programm „Casanova & Schachnovelle“ auf Einladung des Literaturhauses Henndorf bei Salzburg am Freitag, 15. Juni 2018 (Beginn bereits um 19 Uhr) im dortigen traditionsreichen Gasthof Bräu (Hauptstrasse 61, A-5302 Henndorf; Karten per mail: literaturhaus-henndorf@sbg.at)

Nur wenige deutschsprachige Autoren haben ein so weltweites Echo gefunden wie Stefan Zweig (1881 – 1942). Übersetzt in zahllose Sprachen fällt sein Name als einer der ersten und meistgelesenen, wenn von deutscher Literatur des 20. Jahrhunderts die Rede ist. Mit „Casanova“, „Schachnovelle“ und anderen ausgewählten Texten verleiht ihm Ernst Jani Stimme und Gestalt.

Giacomo Casanova (1725-1798), legendärer Schürzenjäger, Schriftsteller und Abenteurer gehörte zweifellos zu den schillerndsten Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts. Für Stefan Zweig ist dieser Lustmensch ein literarischer Glücksfall. Mit großem psychologischen Gespür und klarer, eleganter Sprache öffnet er die Tür zu längst vergangenen Zeiten voller Umbrüche und Entdeckungen. Und in „Schachnovelle“ schildert Zweig die Begegnung zweier gegensätzlicher Menschen, an deren Beispiel die Gefährdung des humanistischen Geistes und der Kultur durch die faschistische Barbarei dargestellt wird.

Ernst Jani präsentiert seit 37 Jahren literarische und literarisch-kabarettistische Programme im gesamten deutschsprachigen Raum. Die Augsburger Allgemeine meinte dazu beispielsweise, dass “Ernst Janis Vortragskunst von einer Intensität ist, die das eigene Lesen kaum zu vermitteln vermag. Literatur wird mit ihm zu einem kollektiven Erlebnis”.


Literatur im Caef Mozart

Unter dem Motto: “Der alte Sünder kennt sich aus …” präsentierte am 26. April der bekannte Salzburger Volksschauspieler Werner Friedl Texte und Lieder von Erich Meder. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Sigrid Gerlach am Akkordeon.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Claudia Karner hatte die gut besuchte Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Literatur im Cáfe Mozart” organisiert. Friedl sang Wienerlieder und las aus einen jüngst erschienen Buch über Erich Meder. Die Musik stammte zumeist von Hans Lang.

Einige der bekannteren Lieder waren: “Bitt sie Herr Friseur”, “Hallo Dienstmann”, “Den Wurschtl kann keiner daschlagn”, “So ein Regenwurm hats gut”, “Bei Hrdlitschka ist Hausmusik”, …


Ausschnitt aus dem Bild Mohnsonne von Christine Smaczny

200 Jahre Stille Nacht ist für die Stille Nacht Gemeinden ein Grund zu feiern. Im Jubiläumsjahr 2018 wird aber auch die Dorfzeitung 20 Jahre alt. Seit September 1998 sind wir online.

Die Inhalte haben sich schnell von der Berichterstattung aus den Dorf in ein Kulturmagazin für das virtuelle Dorf entsprechend dem Motto: Dorf ist überall entwickelt.Wurde sie zuerst noch händisch in HTML geschrieben, so ist es heute ein einfach zu bedienender Blog.

Die beiden Jubiläen nahmen wird Dörfler zum Anlass, um eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren.

28. Oktober 2018 – Salzachhalle Laufen Obb.

OPEN SPACE
Eine jazzig-literarische Annäherung an die Stille Nacht.

Von
Christine Smaczny (Musik)
Karl Traintinger (Text, Fotos)

Mit Dietmar Kastowsky (bass), Robert Friedl (sax), Daniel Schröckenfuchs (piano), etc. 

Bei diesem multimedialen Projekt geht es um die Idee, “Stille Nacht” nicht nur als weltberühmtes Weihnachtslied zu sehen. Es soll vielmehr ein Zustand sein, in dem es einen grenzenlosen Frieden für alle gibt, gleich einem OPEN SPACE, einem Himmel, der für alle offen ist. open space in my mind

Einen Frieden, den es nur geben kann, wenn auch der sinnvolle Umgang mit den wertvollen Ressourcen dieser Erde beachtet wird.

Themen müssen sein: Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Tierleid, Lebensmittelverschwendung, Müll, Landschaftsverbetonierer, Flüchtlinge, Heimat, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Info:
Christine Smaczny: Mohnsonne und Zaubergarten >
Christine Smaczny: Mohnsonne. mehr als Kunst in der Kirche >
Karl Traintinger in der Dorfzeitung >
Karl Traintinger in der Berufswelt >


Georg Clementi und Harald Martenstein

Mit seinen Zeitliedern ist Georg Clementi bekannt geworden. Der Name Zeitlieder leitet sich von der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT ab, deren Kolumnen ihm regelmäßig Ideen für neue Lieder liefern.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger 

Einer der von Clementi gern gelesenen Kolumnisten ist Harald Martensein, der als genauer Beobachter in seinen Texten den sensiblen Nerv der Mitmenschen trifft. Er seziert die Schwächen der Gesellschaft provokant und ironisch, wird aber nie anklagend dabei. 

Im Seekirchener emailWERK stellte Georg Clementi am 3. Februar sowohl seine dritte Zeitlieder CD als auch Lieder aus den ersten beiden CD´s vor . Musikalisch begeleitet wurde er von Sigrid Gerlach am Akkordeon und Ossy Pardeller an der Gitarre. Harald Martenstein las eine Auswahl von Texten, aus denen Zeitlieder entstanden und auch solche, die inhaltsmäßig dazu passten.

Die Idee von Clementi: „Die Welt mit kritischen Augen anzuschauen, zu sehen, wie sie ist und trotzdem zu lachen“ konnte überzeugen. Der erste gemeinsame Auftritt von Martenstein und Clementi wurde von den  Besuchern im ausverkauften emailWERK mit einem begeisterten Applaus belohnt!

Weiterführende Infos:
Zeitlieder >
Georg Clementi >
Dorfzeitung: Zeitlieder 2


Perlen und Poeten im Kleinen Theater. Starke Stücke, feine Töne.

Starke Stücke und feine Töne war das Motto des Konzertes mit Lesung am Mittwoch, dem 9. 8. im Kleinen Theater in Salzburg. Hinter diesem eher unscheinbaren Veranstaltungstitel verbarg sich ein hochkarätiger Musikabend ergänzt mit äußerst unterhaltsamen Texten.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Die Künstler des Abends waren: Alex MEIK, Phil KOPMAJER, Stefan SCHUBERT und Edi JÄGER. Beim Lesen dieser Namen wundert es dann nicht, dass zahlreiche Schwergewichte der Musikszene im Auditorium saßen und ihren Freunden zuhörten. Es wurden viele groovige Interpretationen von Klassikern der österreichischen Musikszene (Georg Danzer, Wolfgang Ambros,Piron und Knapp, …) gespielt, die dazu passenden Gedichte und Texte strapazierten die Lachmuskeln.

Die spürbare Freude der Interpreten  ging nahtlos auf das Publikum über, die musikalischen Fünken sprühten durch den ganzen Saal. Die grandios vorgetragenen Texte nahmen mit Augenzwinkern die österreichische Seele auf´s Korn. Ich habe schon seit längerer Zeit keinen so unterhaltsamen Abend mehr erlebt. Der i-Punkt war die letzte Zugabe, als Stefan Schubert die Geschichte vom Tschurifetzen (nach Georg Danzer) zum Besten gab. Perlen und Poeten war ein grandioses Lebenszeichen der Freien Szene in einer Stadt, die aktuell im high-end-preisigen Festspielfieber ist!

Hinweis:
Es gibt noch eine Vorstellung am 20. August!


Krimiabend mit Walter Müller
Donnerstag, 18. Oktober 2012, 20:00, Oberndorf

Walter Müller liest aus seinem neuen Buch: Aus. Amen!

Musikalisch begleitet uns die Fam. Steinkogler durch den Abend.

Veranstaltungsadresse: Kulturhaus – Main Bar-Location, Oberndorf
Veranstalter: Öffentliche Bibliothek Oberndorf

Lesung mit Ludwig Laher
Freitag, 19. Oktober 2012, 19:30, Lamprechtshausen

Ludwig Laher stellt seinen neuen Erzählband “Kein Schluß geht nicht” vor. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Florian Kendlbacher auf dem Klavier.

Veranstaltungsadresse: Dir. Lindner-Weg 3, 5112 Lamprechtshausen
Veranstalter: Bibliothek Lamprechtshausen


Buchtitel: Das wird mir alles nicht passieren….Wie bleibe ich FeministIn
Autor: Marlene Streeruwitz
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Erschienen: Auflage: 1 (1. Oktober 2010)
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Elisabeth Pichler. Am 8. November 2010 stellte Marlene Streeruwitz ihr neues Buch „Das wird mir alles nicht passieren….Wie bleibe ich FeministIn“ im Odeїon Kulturforum Salzburg in Mayrwies vor.

Marlene Streeruwitz hat bereits im Jahre 2000 von ihrem Verleger einen Vorschuss für ein Buch erhalten, das sie gemeinsam mit ihrer Tochter verfassen wollte. Doch war die Tochter, eine Psychoanalytikerin, von der Idee, mit ihrer sprachmächtigen Mutter zusammenzuarbeiten nicht begeistert und so blieb dieses Projekt zehn Jahre lang liegen. Nachdem es in diesem Zeitraum zu großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen gekommen war, wurde auch der Titel „Die Frau- heute“ verworfen.

So entstand ein schmaler Band mit elf Einzelschicksalen, die eines gemeinsam haben: Sie sind mit ihrer Lebenssituation zwar nicht zufrieden, doch finden sie nicht den Mut oder die Kraft, etwas daran zu ändern. Andrea S. ist eine dieser Figuren. Sie arbeitet 30 Stunden in einer Klinik und schreibt nebenbei noch an ihrer Habilitation. Ihr Gatte sieht das als „nettes Hobby“, ist kaum zu Hause, kümmert sich um nichts und wird dabei immer fetter. „Er hat sich mit dem Essen aus dem Leben geflüchtet.“ Doch auch ähnlich gelagerte Männerschicksale werden aufgezeigt, wie das des Hausmanns Christian F., der mit einer Botschafterin verheiratet ist und das gemeinsame Kind großzieht. Viele finden das zwar toll, sind aber auch misstrauisch und voller Vorurteile, denn ein Mann gehört doch in die Arbeit und nicht ins Kinderzimmer. Auch er würde gerne seinem Beruf nachgehen, doch als gelernter Tischler hat er es schwer, neben seiner Gattin zu bestehen.

Diese elf literarischen Lernstücke finden ihre Fortsetzung auf der Website des Buches, auf der alle Fragen diskutiert werden, die diese Geschichten aufwerfen. Hier wird verraten, wie die Personen ihr Leben weiter gestaltet haben und welche Überlegungen für sie ausschlaggebend waren. Die Theorie erschließt sich so aus der Praxis, und statt einer dogmatischen Lösung gibt es eine große Vielfalt an Emanzipationsmöglichkeiten.

Marlene Streeruwitz, geboren in Baden bei Wien, hat in Wien Slawistik und Kunstgeschichte studiert. Seit 1992 werden ihre Theaterstücke an vielen wichtigen Bühnen gespielt. 1996 erschien ihr erster Roman „Verführungen“, für den sie den Mara-Cassens-Preis erhielt.

Im Odeїon Kulturforum Salzburg in Mayrwies kommt im Rahmen des Marlene-Streeruwitz-Themenschwerpunktes von 26.11. bis 4.12.2010 die Theaterfassung ihres Romans „ Jessica, 30“ mit Dunja Bernatzky und Daniela Enzi zur Aufführung. Mutter und Tochter, zwei Frauen, zwei Freundinnen, zwei Generationen erzählen faszinierend von Schwächen und Stärken, von ihren Ängsten und Hoffnungen. www.odeion.at


In Rauris (zu den 40. Literaturtagen) …

kann es vorkommen, dass man von einem Schaf wachgeblökt wird. Ein Schaf, das mit missmutigem Blick vor dem Pensionsfenster steht und in aller Hergottsfrüh die Scheiben beschallt.

zählt Bodo Hell von 40 bis 1 und spricht von Schweizer Schriftstellerkollegen und verschwundenen Ziegen und geschwänzten Lesungen.

funktioniert Brita Steinwendtner den Begriff „die öffentliche Hand“ um, und LH Gabi Burgstaller gefällt das sehr.

liest ein überaus sympathischer Preisträger (Thomas Klupp) aus seinem Erstling und freut sich auf das Pinzgauer Festessen.

scheint die Sonne auf die Terasse der Heimalm, sitzen Schülerinnen in Strandkörben auf 1457 Höhenmeter, während Bodo Hell rätselt, wo denn die Ostsee sei.

werden Danksagungen gehalten und Lobesreden und silberne Brieföffner verliehen und Ehrenbecher, es wird applaudiert und gejubelt.

kann es schon passieren, dass Antonio Fian vor lauter Lachen nicht weiterlesen kann.

liest die erste Marktschreiberin Rauris` Catarina Carsten ergreifende Gedichte, während das Holz in der Sonne knackst.

liest Peter Henisch aus seinem neuen Roman und man wünscht ihn sich als Gute-Nacht-Geschichten-Erzähler ans eigene Bett, so wohlklingend spricht er.

wird das Stehlen erlernt (Köhlmeier), ein Plattenbau bezwungen (Oskamp), von Kreuzfahrten erzählt (Schädlich), ein verirrter Messias in Rom beobachtet (Henisch) und paarweise gelesen (Turrini und Hassler).

verkauft Klaus Seufer-Wasserthal Bücher. Auf Almen, in Gasthäusern und im Gemeindehaus.

wird über die vergangenen 40 Jahre deutschsprachige Literatur diskutiert, aus Handke, Preußler, Fried, Hackl, Haushofer gelesen, ein Bücherpräsentkorb vorgestellt, die Literaturkritik aufs Korn genommen und gefragt. „Was ist Literatur? Und wenn ja, kann man es essen?“

erzählt Katja Oskamp von Kinderspielen und Gudrun Seidenauer vom Donaulandabo ihrer Mutter und Péter Esterhazy vom Fußball und Michael Köhlmeier von Schwanzmeisen.

wird über den Mond gedichtet (Schutting), rätoromanisch von Schweinehirten und dem Zehen zählen gelesen (Camenisch), die alte Kirche im Dorf beschrieben und Sterne gefärbt (Bodrožić ) und von einer Kindheit in Malawi, neu gegründeten Religionen, Nietzsche als Toillettenlektüre und dem „Jive“ erzählt (Kambalu).

liest Katja Lange-Müller mit Berliner Schnauze aus „Böse Schafe“ und Peter Esterházy über das Groß Werden in Budapest.

ermittelt der Brenner (nicht David Brenner, nein, der Komissar von Wolf Haas) und Hubert von Goisern tauscht die Ziehharmonika gegen das Buch.

In Rauris (zu den 40. Literaturtagen) wird getrunken und gesprochen, gelesen und geschrieben, gegessen und gelacht, gewandert und lange gewartet, um Sitzplätze gefeilscht und die Aussicht genossen, Bergluft geatmet und mit der Gondel gefahren.

Nina Lucia Groß


Lesung des Rendl Preisträgers
OP Zier im Theater in Holzhausen

Ulrike Guggenberger. Auf der Bühne des Theaters in Holzhausen stehen originale Einrichtungsgegenstände aus dem „Rendlhaus“ in St. Georgen. Die im Herbst 2000 gegründete Georg-Rendl-Gesellschaft hat zu einer Lesung des Rendl Preisträgers O.P. Zier nach Holzhausen eingeladen.

Das erste öffentliche Auftreten des neuen Vereines aus St. Georgen findet „vor Ort“ im ländlich intimen Raum eines kleinen Theaters statt. Das Ambiente passt zur Philosophie des 1903 geborenen Dichters, Malers Georg Rendl.

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In seiner Romantrilogie „Die Glasbläser von Bürmoos“ hat er zum Teil auch aus eigener Erfahrung über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ersten Industriearbeiter im Flachgau geschrieben. Der Verein will sich der Aufarbeitung der vielfältigen künstlerischen Begabungen Rendl`s, intensiv widmen. In den dreißiger Jahren hat Rendl besondere Anerkennung und Aufmerksamkeit mit seinem „Bienenroman (1931)“ , gefunden.

O.P. Zier, der aus seinem Roman „Sturmfrei“ liest, thematisiert in seinem Werk die enge  Verwicklung privater und beruflicher Umstände der Arbeiter in einem Aluminiumwerk in Lend. So schließt sich der Kreis der Georg Rendl und O.P. Zier als Schriftsteller für „Literatur der Arbeitswelt“ deteinander verbindet. Zum Rahmenprogramm gehört eine musikalische Einführung und ein von Hildemar Holl vom Otto Müller Verlag geführtes Interview mit O.P.Zier.

Der Präsident der Georg Rendl Gesellschaft, Josef Standl, spricht über die kommenden Aktivitäten wie eine Dokumentation über Leben und Werk Rendls in einem historischen Eisenbahnwaggon in Oberndorf anläßlich der Stadterhebung.

Mit dieser Präsentation wird auf die persönliche Geschichte des Dichters bezug genommen, der, als er noch als Eisenbahnarbeiter seinen Lebensunterhalt bestreiten mußte, in einem ausrangierten Zugwaggon in Salzburg-Itzling den Künstlerkreis „Der blaue Föhn“ gegründet hat. Matthias Hochradl, Leiter des Theaters in Holzhausen, wird eine dramatisierte Form der „Glasbläser von Bürmoos“ zur Aufführung bringen. Weiters ist der Erhalt und die Renovierung des Rendlhauses in St. Georgen zu betreiben. Geplant ist eine von Rendl komponierte Passion in seielm Geburtsort Zell/ a. See aufzuführen.

Ziel der Arbeit des neuen Vereines ist es die Persönlichkeit Georg Rendl bis zum Jahr 2003 zur Feier seines hundertsten Geburtstages einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.