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Dietmar Füssel: Mondgezeiten

Liebe Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, soeben ist im Mitgift Verlag mein neuer Lyrikband ‚Mondgezeiten‘ erschienen, auf den ich auch mächtig stolz bin.

Dietmar Füssel: Mondgezeiten

Je älter ich werde, desto weiser werde ich. Und je weiser ich werde, desto besser werden meine Gedichte. Möglicherweise ist es sogar so, dass die Weisheit eines Mannes sich indirekt proportional zu seiner Testosteronproduktion verhält.

Das wäre zumindest eine sehr plausible Erklärung dafür, warum die meisten pubertären Liebesgedichte so unerträglich schlecht sind wie meine eigenen.

So gesehen hat das Alter also durchaus auch seine Vorteile – bis einem die gnadenlose Dämonin der Demenz Sprache, Bewusstsein und Gegenwart raubt. Umso wichtiger ist es, den Tag zu nutzen. Umso wichtiger ist es, das Leben zu lieben.

Erhältlich ist mein Lyrikband ‚Mondgezeiten‘ zum Preis von 12,90 € überall im Buchhandel, aber natürlich auch bei mir in meinem Shop, auf Wunsch gerne auch signiert oder mit Widmung.
Eine kleine Textprobe gibt es unter https://www.dietmarfuessel.com/buecher/ auf meiner Homepage.

Liebe Grüße Dietmar Füssel


Basler Lyrikpreis 2012 für Klaus Merz

Der renommierte Basler Lyrikpreis geht im Jahr 2012 an Klaus Merz. Die Jury schreibt in ihrer Begründung: „Wie wenige Dichter bringt er das Kunststück fertig, lyrische Prinzipien auch in seiner Prosa umzusetzen. Die Schauplätze seiner Erzählungen sind stets unspektakuläre Orte, an denen Merz mit wenigen Strichen und rhythmischen Lenkungen Charaktere und die rätselhafte Welt der Empfindungen aufscheinen lässt.“

Klaus Merz, 1945 in Aarau geboren, lebt als freier Schriftsteller in Unterkulm. Seit seinem ersten Gedichtband Mit gesammelter Blindheit (1967) verfolgt er ein konsequentes und vielfältiges dichterisches Programm. Sein Werk umfasst mehr als 20 Gedichtbände, Erzählungen und Prosatexte. Nicht zuletzt sein 1997 erschienenes Buch Jakob schläft trug ihm großen internationalen Erfolg ein.
In jüngster Zeit sind von Merz die viel beachtete Novelle Der Argentinier (2009) und sein Gedichtband Aus dem Staub (2010) erschienen. Der Haymon Verlag bringt nun eine vollständige Werkausgabe von Klaus Merz heraus, deren erste beiden Bände bereits erschienen sind. Damit werden auch unbekanntere und teils vergriffene Werke wieder zugänglich. Klaus Merz wurde mehrfach für sein literarisches Schaffen ausgezeichnet: u. a. mit dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für seinen Roman LOS (2005), mit dem Gottfried-Keller-Preis für sein Gesamtwerk (2004) und mit dem Aargauer Kulturpreis (2005).

Preisverleihung
Der Basler Lyrikpreis wird von der Lyrikgruppe Basel bestehend aus Urs Allemann, Rudolf Bussmann, Ingrid Fichtner, Wolfram Malte Fues, Peter Gisi, Rolf Hermann und Kathy Zarnegin vergeben. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 9. Internationalen Lyrikfestivals Basel am Sonntag, dem 29. Januar 2012, im Literaturhaus Basel statt.

Internationales Lyrikfestival Basel
Das Internationale Lyrikfestival Basel, das bisher im Herbst stattfand, wird sich vom 27. bis 29. Januar 2012 in wesentlich erweiterter Form und mit einem umfangreichen Programm an poetischen Darbietungen präsentieren. Neben Lesungen und Gesprächen mit LyrikerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wird es mehrsprachige Veranstaltungen, Performances, Podiumsgespräche sowie Lyrikwerkstätten in Kooperation mit der Volkshochschule und dem Gymnasium Oberwil geben. Das genaue Programm wird im November bekanntgegeben.

Presseaussendung: Haymonverlag Innsbruck
Foto: Franziska Messner-Rast


Edmund Rilling

Alexander Nastasi, Gedichte

Vorwärts

Zu oft ohne Rücksicht,
zu oft ohne Rückblick,
zu oft ohne Gefühl.
Vorwärts – nicht nach hinten sehen,
weiter laufen auf dem Weg des Lebens,
lachend in die Zukunft gehen –
doch was für eine Zukunft –
die auf Menschen aufbaut –
die du zurücklässt,
denen du weh tust,
die du im Stich lässt.
Lachend in die Zukunft ?
Weinend, reumütig zurück ?
Resignierende stehen bleiben ?

Wehgetan

Ich habe Dir weh getan –
obwohl ich das nicht wollte.
Du hast keine Schuld –
es liegt nicht an Dir –
das macht es noch schwerer –
zu begreifen warum.

Mir bleibt der kleine Trost –
das ich es nicht wollte.
Dir bleibt der Trost,
das nicht Du daran schuld warst.

Doch was bedeutet Schuld?
Was bedeutet Trost –
wenn es einfach nur weh tut –
nutzen keine Worte –
auch wenn sie ehrlich sind.

Weil Du mir viel bedeutest…

… möchte ich das es Dir gut geht
das Du Dich wohl fühlst
das Du den Weg ein Stück weit mit mir gehst
vielleicht nur heute
vielleicht ein Jahr
vielleicht für immer
wer weiß das schon?
doch es ist zu früh, auch nur zu denken –
und so werde ich weiter von Dir träumen
vielleicht nur heute
vielleicht ein Jahr
vielleicht für immer

wer weiß das schon?