dorfzeitung _quer
Vor dem Konzert, Stadtsaal Mattighofen, Foto Markus Lackinger

Das war der NYC Musikmarathon 2020

Mattighofen. Das NYC Musikmarathon Musikfestival löste auch dieses Jahr sein Versprechen ein, nämlich mit Bewährtem zu verwöhnen, mit Neuem zu verführen und mit Kreativem zu inspirieren.

Trotz Auflagen und zahlreicher Zusatzaufgaben für den Veranstalter wegen COVID-19 Sicherheitsmaßnahmen, war das Programmangebot vielfältig wie in den vergangenen Jahren, und das Publikumsinteresse entsprechend groß.

Das ursprünglich im Park der Landesmusikschule geplante Open-Air-Festival musste aufgrund der Wetterkapriolen in den Stadtsaal übersiedeln, nur zum Abschlusskonzert der Workshop-Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Sonntag konnte der Park mit seinem wundervollen Ambiente genutzt werden. Das tat jedoch der Begeisterung der Künstler und des Publikums keinen Abbruch, wobei für die „Jazz meets Klassik Night“ die Nachfrage größer war, als die Sitzordnung mit Mindestabstand es zuließ.

Die“ Blues Power Night“ am ersten Tag des Festivals wurde von der mitreißend musizierenden, internationalen Band „Blues Experience“ mit erdigem Blues und einfühlsamen Balladen gestaltet. Der Tastenvirtuose an der Hammond Orgel Jan Korinek, Gitarrist und Leadsänger Jiří Maršíček, Schlagzeuger Oliver Lipensky und der Londoner Saxofonist Osean Roberts erzeugten Spannung und Begeisterung auf der Bühne und im Saal, die bis zum Konzertende anhielten.

Auch bei der „Austrian Music Night“ lieferte das preisgekrönte und äußerst sympathische Duo “Wiener Blond” die versprochene, unterhaltsame Konzertshow mit Wiener Schmäh und viel Selbstironie ab. Ob mit Loop-Station, Gitarre, Trompete oder Gesang- Verena Doublier und Sebastian Radon verstanden es das Publikum auf eine musikalische Reise in die Bundeshauptstadt, inklusive U-Bahn, Stau und „Weaner Grantscherbn“ mitzunehmen. Im Vorfeld gehörte die Bühne dem Brass Ensemble Paris Lodron mit Lokalmatador Gerold Weinberger an der Trompeter sowie Reinhold Wieser, Christian Hörbiger, Jürgen Holzer, Markus Hauser und der Gastvokalistin Waltraud Nagl. Mit Klassik, Operette, Brass-und Folkmusik kamen die unterschiedlichsten musikalische Geschmäcker auf ihre Kosten und wurden mit musikalischem Witz und klanglicher Finesse bestens unterhalten.

Bei der „Jazz meets Klassik Night“ am Samstagabend wurde ebenfalls ein musikalischer Regenbogen gespannt, bestehend aus Klassik, Jazz und Gospel mit der stimmgewaltigen New Yorker Sopranistin Cassandra McConnell und dem Publikumsliebling des Musikmarathons, der aus Chicago stammenden Neo-Soul und Jazz-Vokalistin Chanda Rule. Mit dabei war die Band des NYCMM-Gründers und Leiters Gernot Bernroider namens „Culturessence“, die mit dem Saxofonisten Thomas Kugi und dem pfeilschnellen Trompeter des Upper Austrian Jazz Orchestras Simon Plötzeneder einen groovigen und sensiblen musikalischen Teppich für Hits aus Klassik, Jazz, Neo-Soul und Gospel bereiteten. Ebenfalls für Ohrenschmaus sorgte an diesem Abend das Damentrio „VICTHAMIN“, mit der brasilianischen Bassistin Tatjana Gomez, der taiwanesischen Pianisten Tzu-Min Lee und der aus Steyr-Land stammenden Saxofonistin Victoria Pfeil.

Gernot Bernroider konstatierte bereits im Vorfeld mit dem diesjährigen NYC Musikmarathon Publikum wie KünstlerInnen in einer herausfordernden Zeit etwas Unterhaltung, Ablenkung, Spaß und Inspiration ermöglichen zu wollen. Das zahlreich erschienene Publikum dankte es mit Begeisterung und viel Applaus für viel zu selten gewordene Livekonzerte.

Das abschließende Resumé von Gernot Bernroider: “Wir freuen uns über das gestiegene Interesse an jedem einzelnen der Konzerte und bedanken uns bei Förderern, Sponsoren und uns unterstützende Privatpersonen sowie bei unserem stetig wachsenden Publikum. Wir freuen uns auf unser 10-jähriges Jubiläum, das nächstes Jahr vom 12.-15. August über die Bühne geht und auf das wir uns bereits ab Herbst 2020 gezielt vorbereiten.”


A Soulful Christmas mit Chanda Rule & Friends

A Soulful Christmas mit Chanda Rule & Friends

NYC Musikmarathon Weihnachtskonzert

Ein Weihnachtskonzert abseits von alpenländischen Traditionen begeisterte am 6. Dezember 2019 das Publikum im ausverkauften Stadtsaal in Mattighofen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Gerade noch rechtzeitig vor Konzertbeginn wurde die Kora geliefert, die ihren Weg ins Innviertel fast nicht gefunden hätte. Die Kora ist ein westafrikanisches Harfeninstrument. Cherif Soumane und sein Instrument wurden extra für dieses Konzert aus Paris eingeflogen.

Chandra Rule konnte mit ihrer samtweichen Stimme die Konzertbesucher von Anfang an in ihren Bann ziehen. Die kongenialen Musiker an ihrer Seite zeigten, was auf Instrumenten alles möglich ist, wenn man den Gefühlen freien Lauf lässt. Begeistert hat mich auch die Spielfreude der Musiker, die offensichtlich das Konzert genau so genossen haben wie die Zuhörer.

Und das Allerschönste: Die 6 Musiker auf der Bühne haben 3 verschiedene Muttersprachen und stammen aus drei Kontinenten. Man sieht, Musik verbindet über Sprachen und Herkunft hinaus. Das ist für mich die beste weihnachtliche Friedensbotschaft.

Es spielten: Hubert Gredler (Klavier), Markus Peitli (Bass), Gernot Bernroider (Schlagzeug), Ladji Kante (Percussion) und Cherif Soumane (Kora-Harfe).

Aus der Presseaussendung

Neben Chanda Rule, die seit ihrem vielumjubelten Auftritt beim WDR-Jazzfest 2019 auf eine schnell wachsende Anhängerschaft verweisen kann, stellen der Perkussionist Ladji Kante aus Mali und der in Paris lebende Koraspieler Cherif Soumane, die afrikanische Komponente dieses Abends.
Das Zusammenwirken von amerikanischer, afrikanischer und europäischer Musik spiegelt sich in diesem Konzert prominent wieder. Eine breite Bandbreite von klassischen bis zu neuorchestrierten Weihnachtsliedern und Songs. in dieser speziellen Besetzung, wird auf die “stille” Zeit atmosphärisch, stimmungsvoll und unterhaltsam einstimmen.

Der afrikanische Perkussionist Ladji Kante, der auch Gitarre spielt, stammt aus einer Griot Familie. In Afrika sind die Griots als reisende, musikalische Geschichtenerzähler bekannt und da Musik ein so natürlicher Bestandteil des täglichen Lebens ist, kommt das Wort “Musik” in afrikanischer Sprache und Schrift nicht einmal vor.

Ladji Kante, der unter anderem musikalischer Leiter bei der Fussball-WM in Südafrika bei dem Lied “Give me freedom, give me fire” war, arbeitet seit längerer Zeit mit dem Koraspieler Cherif Soumane zusammen. Dieser stand seinerseits mit Jazzdiva Dee Dee Bridgewater, Roberto Fonseca und Miles Davis Bassist Marcus Miller gemeinsam auf der Bühne. Für dieses spezielle Konzert ist die Kora, eine westafrikanische Harfe, eine wunderbare Ergänzung zum weihnachtlichen Klangbild.

Der quasi heimische Rest der Band ist in der österreichischen Musiklandschaft bestens bekannt und repräsentiert mit Gernot Bernroider am Schlagzeug auch die Verbindung zu New York und dem Konzept des musikalischen “melting pots”. Bassist Markus Peitli ist in der heimischen Jazz-Szene eine bekannte Größe.

Chanda Rule meint zu ihrem ersten NYC Musikmarathon Weihnachtskonzert: “ Ich liebe es in Mattighofen zu singen. Es ist eigentlich neben Wien mein zweites zuhause geworden mit einem fantastischen Publikum. Ich freue mich die Vorweihnachtszeit mit Musik, Freunden und
Familie in Mattighofen zu feiern.”

Und Ladji Kante ergänzt: “Für mich ist dieses Konzert ein Zeichen, dass Weihnachten auch die Zeit ist, um gute Sachen, wie dieses Konzert, gemeinsam zu machen und damit ein erfüllteres Leben zu haben.”


Chanda Rule & Gernot Bernroiders Culturessence | Foto by Markus Lackinger

Der New York City Musikmarathon in Mattighofen

Brennholz mit begeisterten Zuhörern

JAZZ MEETS KLASSIK

Bereits zum 8. Mal fand vom 15. – 18. August 2019 in der Innviertler Stadt Mattighofen der New York City Musikmarathon statt.

Das Festival und die Workshops begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Von heimatlichen Zitherklängen eines Wilfried Scharf und einem Musikkabarett mit „Die Strottern“ wurde der Bogen über eine Big Band Battle bis zu einer „Jazz meets Klassik Night“ gespannt.

Dazu ergänzte ein umfassendes Rahmenprogramm mit einem kostenlosen Familienmusiktag im Park, einer Ausstellung des Fotografen Stefan Schlögl und spätabendlichen Jam Sessions im Schlossrestaurant „Stadtplatz 1“ den New York City Musikmarathon.

Tagsüber fanden Workshops im Jazz und Popularbereich mit über 40 TeilnehmerInnen unterschiedlichster Altersstufen und Erfahrungswerte in der Landesmusikschule Mattighofen statt.

Zum Abschlusskonzert luden die Dozenten und Dozentinnen sowie die TeilnehmerInnen des NYCMM Workshops am Abend des 18. August. Für einen stimmungsvollen Abschluss und viel Applaus sorgten Jazz/Fusion-Combos, Singer- Songwriter, Vokalensembles und der „Rise Up!“ Gospelchor.

Weitere Infos zum NYCMM und zur Veranstaltung >


Dorfzeitung.com


Aichnerlesung in Mattighofen

Bernhard Aichner und Florian Eisner im Schloss Mattighofen

Der überaus engagierten Bibliothekarin der Stadtbücherei Mattighofen, Frau Regina Priller, ist es zu verdanken, dass es am Freitag, den 16.November 2018 um 19:30 Uhr zu einem wirklich großartigen Buchpräsentationserlebnis, mit einer Zuschauerzahl von sage und schreibe 130 Personen,  kam.

<a href=

Von Rebecca Schönleitner | Fotos: Karl Traintinger

Bernhard Aichner stellte sein neuestes Werk, „Bösland“ mit der musikalischen Unterstützung von Florian Eisner vor. So stands auf der Einladung, so hatten wir es erwartet. Was wir aber geboten bekamen war ein sensationeller Abend mit allem „Drum und Dran“.

___STEADY_PAYWALL___

Das eingespielte Team, Aichner und Eisner schossen sich die Gags nur so zu, wir bekamen sozusagen ein richtiges Kabarett geboten und erfuhren „Insiders“. Das Motte: „Was Sie schon immer über Bernhard Aichner wissen wollten“, z.B. dass er letzten Sommer ein „Blutburnout“ hatte, keine Thriller mehr schreiben und sich nur mehr mit schönen Dingen beschäftigen wollte, uns daher mit 2 (von 720 ?) interessanten Gedichten beglückte.

Oder die Kritik eines unzufriedenen Lesers, der allen Menschen die Aichner Bücher genießen die „Leseberechtigung“ entziehen will, entfesselte eine unglaublich gelungene, und die Lachmuskeln strapazierende Rachegeschichte – Hauptdarsteller sein Hund. Er nahm Stellung zu diversen Fragen von Lesern, nun sind wir wirklich informiert, was Herrn Aichner antreibt zu schreiben.

Die musikalischen Einlagen von Florian Eisner waren schlichtweg super,  keine Nebenfigur, sondern ein Mitgestalter des Abends.

Die Lesung des Buches „Bösland“ überraschte, Aichner las spannend, ausdrucksvoll und riss sein Publikum mit. Allein sein diabolischer Grinser ließ erschauern. Das Buch selbst verspricht wieder extrem spannend und grausam zu werden, ein absolutes Muss für Thriller Fans.

Als Abschluss bekamen wir noch sein Gedicht „Was kann ich nicht“ zu hören, damit konnte er die Dramatik des Buches wieder brechen. Der Abend endete nach 1,5 erfüllten und kurzweiligen Stunden, danach signierte Bernhard Aichner noch die gekauften Bücher.

Nebenbei erwähnt, die Eintrittskarten selbst sind signierte Autogrammkarten, ein wunderbares Geschenk, dass allen Zuschauern sicher noch viel Freude bereiten wird.

Wer die Lesung verpasst hat, am 27.November bietet das dynamische Duo in Bad Ischl seine ungewöhnliche „Buchshow“ an. Es zahlt sich wirklich aus!


Doris Fürk-Hochradl

Doris Fürk-Hochradl: Tod im Innviertel

Die Kräuterrosi ermittelt wieder

Autor: Doris Fürk-Hochradl
Titel: Tod im Innviertel
ISBN: 978-3-7408-0317-9
Verlag: emons Verlag GmbH
Erschienen: 24.Mai 2018
Klappentext:

Alles Tote kommt von oben

Eine Leiche in den Wipfeln des Kopfinger Baumkronenweges hätte Rosi als Allerletztes erwartet. Eigentlich wollte sie nur einen entspannten Spaziergang zwischen den Waldriesen machen.

Jetzt muss Rosi ihre Spürnase doch wieder in Polizeiangelegenheiten stecken. Wenn das mal gut geht…

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Der flotte Krimi ist ein leichtes, nettes Buch das mich zwischendurch immer wieder zu lauten Auflachen animierte. Die gschaftige Kräuter-Rosi nervt zwar bisweilen fürchterlich, da sie ihre Nase wirklich überall hineinstecken muss, auf der anderen Seite ist sie ja immer und alleweil besorgt um das Wohlergehen ihrer Lieben und des ganzen Dorfes.

Der Krimi selber ist leicht zu lesen, der Mörder muss für den Leser nicht lange gesucht werden, da schon bald offensichtlich ist wer hinter den Intrigen steckt.

Der lustige, nette Schmunzelkrimi ist eine empfehlenswerte Urlaubslektüre.

Bericht über eine Lesung der Autorin in der Stadtbibliothek in Mattighofen >


Dorfzeitung.com


Foto: Karl Traintinger, Dorfbild

Tod im Innviertel

Lesung der Autorin Doris Fürk-Hochradl

22.Juni 2018, 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Mattighofen

Rebecca Schönleitner

Von Rebecca Schönleitner

Wir kommen auf Grund der verschiedenen Beginnzeitenangaben viel zu früh und stöbern noch ein wenig durch diese helle, freundliche Bücherei. In der Volksschule Mattighofen beginnt ein Sommerkonzert, wir fürchten, dass die Lesung eher wenig besucht sein wird.

So kann man sich täuschen, knapp 50 Personen trudeln nach und nach ein, alle gut gelaunt und neugierig auf die Autorin mit ihrem 3. Werk „Tod im Innviertel“. Pünktlich um 19:30 Uhr beginnts. Die Autorin schnappt sich ihre Gitarre und startet mit einem Liedchen, passend zum Werk. Frisch beginnt sie zu lesen und ich bin fasziniert.

Was für eine wunderbare, authentische, sympathische Frau! Die 4fache Mutter ist von Beruf Grundschullehrerin, ihr Mann übernimmt am Abend das Baby, dann bleiben 1 ½ Stunden Zeit fürs Schreiben, denn im Gegensatz zu früher, fällt sie um 22.00 Uhr ins Bett.

Foto: Karl Traintinger, Dorfbild

Doris Fürk-Hochradls Lesung ist absolut gelungen und macht neugierig. Der Funke springt gleich über, sie fesselt das Publikum und reißt es mit einer, ihr angeborenen Freude, mit in ihr neuestes Werk. Sie lacht selber über die Pointen, ich kann gar nicht anders als mich zu freuen und werde dieses Buch sicher in Kürze lesen.

Der durch und durch gelungene Abend endet mit Kräuterbroten und Kräutersaft.

Zur Buchbesprechung >

Bernhard Aichner und Florian Eisner im Schloss Mattighofen >


Dorfzeitung.com


Seesaibling mit Petersilienkartoffel

Seesaibling mit Rosmarin und Petersilienkartoffel

Es ist knapp vor 5.30 Uhr am Morgen und ich bin am Weg zum Wochenmarkt, der Salzburger Schranne bei der Andräkirche.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Ich wundere mich immer, wie viele Autos um diese Zeit schon unterwegs sind, die meisten wahrscheinlich fahren zur Arbeit.

Nach dem obligaten Paar Frische Würstel mit dem süssen Kremser Senf vom Mautner Markhof möchte ich heute einen Fisch mit nach Hause nehmen. 

___STEADY_PAYWALL___

Frischer geht es fast nicht!
Frischer geht es fast nicht!

Am Verkaufswagen der Bachfischerei Baumgartner aus Mattighofen werde ich fündig, die Seesaiblinge sind heute im Angebot, zwei Stück kommen in den Einkaufskorb.

Nach dem Waschen kann man sie fast nicht halten.
In den Bauch kommen 2  Rosmarinzweige

Die Augen der Fische sind glasklar, die Haut schön schleimig, genau wie es sein soll. Die nächste Zutat für das Mittagessen finde ich am Gemüsestand, ein paar fest kochende Kartoffel und frischen Salat. Der Stand der Fam. Punz Hörmann aus Siezenheim bietet frische bodenständige Ware, gestern erst geerntet.

Frischer geht es nur vom eigenen Garten!
Frischer geht es nur vom eigenen Garten!

schran04
Der Salat wird angemacht mit weißem Balsamico, Olivenöl, Knoblauch, Dijonsenf, Salz und frischen Gartenkräutern

Es ist alles angerichtet und serviert,  jetzt fehlt nur noch das passende Glas Wein, ich wähle einen 2007 Welschriesling vom Kruder in Jedenspeigen.

Einer meiner Lieblingsweine zum Fisch.
Einer meiner Lieblingsweine zum Fisch.

Den Wein habe ich nicht von der Schranne, im Frühjahr war ich im Weinviertel und habe den Winzer in Jedenspeigen an der March im Keller besucht. Am besten schmecken mir seine Weißweine, der Welschriesling und der Grüne Veltliner.

Herbert Kruder
Herbert Kruder

Ein Dessert rundet das Mittagessen ab, ich koste noch ein kleines Stück vom Toma Blu, eine Käsespezialität aus dem Piemont.

Klassischer Toma veredelt mit Blauschimmel
Klassischer Toma veredelt mit Blauschimmel

Der Toma Blu wird in der Latteria di Cameri in der Nähe von Novara hergestellt. Edelpilzkäse hat im Piemont eine große Tradition, man denke nur an den Gorgonzola.

Alex Springer aus Steinerkirchen
Alex Springer aus Steinerkirchen verkauft den Toma Blu auf der Schranne.

Beim Einkaufen ist mir sehr wichtig, mit den Verkäufern über die angebotenen Produkte ausführlich zu sprechen. Ich möchte wissen, was gerade dieses Produkt auszeichnet und warum ich es kaufen soll.

Nach dem Verkosten zuhause und dem Gespräch darüber in der Familie werde ich dem Standler beim nächsten Schrannenbesuch unsere Familienmeinung zu seinem Produkt mitteilen.


Heidelbeerdatscherl

Gegrillter Zander mit Petersilienkartoffeln

Der Salzburger Wochenmarkt, die Schranne, war gestern wie so oft ein Fixpunkt für mich. So gegen 6 Uhr früh ist es am schönsten. Die Zutaten für das Mittagessen waren schnell eingekauft, heurige Kartoffeln und frischer Zander. Zum Zander ließ ich mich von der Standlerin der Bachfischerei Baumgartner in Mattighofen überreden, er kam aus einer Zucht im Schweden; normalerweise kaufe ich nur einheimische Fische, weil ich glaube, nur die können wirklich fangfrisch sein; der Zander schmeckte hervorragend.

An den frisch geernteten Heidelbeeren konnte ich auch nicht vorbeigehen ohne einen Liter mitzunehmen. Mein Mittagsmenü: Gegrillter Zander mit Knoblauch, dazu Petersilienkartoffel und ein Glas Welschriesling vom Kruder aus Jedenspeigen im Weinviertel.

HeidelbeerdatscherlDie 2 Heidelbeerdatscherl als Nachspeise zum Espresso waren ein Gedicht. Zusammenfassend kann festgestellt werden, der gestrige Donnerstag war kulinarisch sehr erfreulich.

(Karl Traintinger)