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Dorfbrunnen

Der Dorfbrunnen in Hof

Der Salzburger Bildhauer Walter Meierhofer hat für die Flachgauer Gemeinde Hof 1990 den neuen Dorfbrunnen geschaffen. Der Brunnen steht am “Brunnenplatz” neben dem Gemeindeamt.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der achteckige Brunnentrog besteht aus Fertigbetonteilen. Die schlanke Brunnensäule hat Walter Meierhofer aus Untersberger Marmor gearbeitet. Am oberen Ende findet man das Hofer Gemeindewappen, eingerahmt von Ranken aus Bronze. An den 4 Seiten befinden sich Wasserspeier mit unterschiedlichen Drachenköpfen.

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Es begeistert, wenn Gemeinden Kunst im öffentlichen Raum zulassen und fördern. Was bietet sich da besser an als ein Dorfbrunnen! Der Dorfbrunnen in Hof bei Salzburg ist ein schönes Beispiel dafür.

Leider befindet sich der Brunnen nicht mittig am Platz sondern am äußersten Rand. Vermutlich ist der Platz dadurch besser für Veranstaltungen zu nutzen, es ist aber so der Charakter eines typischen Brunnenplatzes verloren gegangen.

Schön wäre es, gäbe es eine Hinweistafel mit dem Namen des Künstlers. Außerdem sollte bei neuen Brunnen auch die Möglichkeit bestehen, Trinkwasser zu entnehmen.


Skulpturenpark Lamprechtshausen

Keilstein-Geschenk-Skulpturen | Untersberger Marmor

Es war das Jahr 2009, als sich die Flachgauer Gemeinde Lamprechtshausen über ein wahrlich schweres Geschenk freuen durfte. Der damalige Bürgermeister Ing. Hans Grießner konnte dem Angebot des ortsansässigen Künstlers Erwin Schleindl und der Stadt Salzburg nicht widerstehen, die Steinplastiken für den am Kirchenplatz neu zu errichtenden Gemeindeskulpturenpark anzunehmen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Erwin Schleindl hat der Gemeinde zusätzlich auch noch einen Gedenkstein an die NS-Zeit geschenkt. Seit dieser Zeit dürfen sich die Gemeindebürger an den zahlreichen Steinplastiken im Ortszentrum erfreuen. Eine offizielle Eröffnung des “Skulpturenparkes” gab es nie, sie ist damals dem verheerenden Hagelunwetter vom Juli 2009 zum Opfer gefallen.

Als ich vor Jahren einmal den Herrn Bürgermeister auf dieses “Privatmuseum” angesprochen habe, meinte er: “Ich weiß schon, moderne Kunst polarisiert. Das ist nun einmal so, damit kann ich leben.” ___STEADY_PAYWALL___

Ich für meinen Teil bin ein großer Fan von Kunst im öffentlichen Raum. Es ist mir schon klar, dass nicht alles jedem gefallen kann, muss es auch nicht. Kunst sollte zum Nachdenken anregen, aufregen, Diskussionen fördern, Missstände aufzeigen, erinnern.

Kunst in den eigenen 4 Wänden hat einen anderen Anspruch, die muss nur mir gefallen. Es kann aber nicht sein, dass der öffentliche Raum, quasi mein “öffentliches Wohnzimmer” mit diversen Geschenken voll geräumt wird. Diese Feststellung hat nichts mit den Werken von Erwin Schleindl zu tun.

Es ist erfreulich, wenn die Kunst im öffentlichen Raum gefördert wird. Man sollte aber darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, beispielsweise die Plastiken im “Skulpturenpark” alle 10 Jahre auszutauschen. Ein Kuratorium aus der Gemeinde könnte einen Künstler vorschlagen. Die Auswahl der Kunstwerke muss ja nicht der jeweilige amtierende Bürgermeister auf sich nehmen.

Irgendwo im Dorf ließe sich sicher auch ein Museum der angekauften Werke organisieren. Am Kirchenplatz hätte der Wechsel nur Vorteile.

Man könnte neben den Arnsdorfer “Stille-Nacht-Aktivitäten” und dem Weidmoos auch noch einen Lamprechtshausener Skulpturenpark bewerben.


Marktweiber

Seekirchner Marktweiber

In der Wallerseestadt Seekirchen wurde vor einigen Jahren eine sogenannte Bewegungszone > eingerichtet. Ein Dorfbrunnen und einige nichtkommerzielle Sitzplätze laden zum Verweilen ein.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Auf einer der Steinbänke neben dem Brunnen findet man die Marktweiber. Es sind dies zwei sehr schöne Metallplastiken, die Frauen darstellen, die sich auf einen Tratsch nach dem Einkaufen beim Dorfbrunnen getroffen haben. Das ist eine mögliche Deutung. Es kann aber auch heißen, hier trifft man sich, um gemeinsam an der frischen Luft Zeit zu verbringen. Die vorbeigehenden Menschen sollen animiert werden, sich hin zu setzen.

Ich für meinen Teil mag Dorfbrunnen und schätze auch Kunst im öffentlichen Raum. Bemerkenswert in Seekirchen ist, dass man nirgends eine Tafel finden kann, wer die beiden Plastiken geschaffen hat.

Neugierig wie ich bin, habe ich dann eine Email an das Stadtamt geschickt und eine Woche später dort auch angerufen. Man werde sich darum kümmern und sich melden, hat es dann geheißen. Das war vor einem Monat.

Es ist mir schon klar, dass es Wichtigeres zu tun gibt. Mann/ Frau kann auch etwas vergessen. Trotzdem, der Bezug zur Kunst im öffentlichen Raum scheint in Seekirchen eher bescheiden zu sein.

Vielleicht weiß ja einer unserer Leser, von wem die beiden Plastiken sind und hat die Muse, es in einem Kommentar dazuzuschreiben. 🙂


Dorfzeitung.com


Carmelo Lopez Weitblick

Carmelo Lopez – Weitblick

Am Eingang in die Gläsernen Gärten von Frauenau, unweit der Glashütte Valentin Eisch befinden sich 4 Figuren von Carmelo Lopez.

Carmelo Lopez

Geboren 1964 auf Gran Canaria, Spanien. Ab 1985 Studium der Freien Kunst an den Kunstakadem,ien Las Palmas und Barcelona, seit 1996 freischaffender Künstler in Barcelona, später in Köln mit Schwerpunkt Glasplastik und Installation.

Weiter Info:

Carmelo Lopez – Homepage>
Die Gläsernen Gärten von Frauenau>
Glasmuseum Frauenau >


Gebundene von Dieter Schmidt | Foto: Karl Traintinger

“Gebundene” – Plastik von Dieter Schmidt

Erinnerungsstätte Lager Weyer / St. Pantaleon, Innviertel, OÖ

Diesmal habe ich eine Skulptur mit einem aktuellen geschichtlichen Hintergrund (vor 80 Jahren begann der 2. Weltkrieg) ausgewählt. Knapp vor der Moosachbrücke in St. Pantaleon befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an die hier stattgefundenen Gräueltaten zur NS-Zeit.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Das unaufdringliche und dennoch sehr beeindruckende Denkmal lädt den Besucher zum Innehalten und Nachdenken ein. Im Gemeindeamt von St. Pantaleon ist eine kostenlose Broschüre mit geschichtlichen Erläuterungen rund um die Erinnerungsstätte vorrätig.

Ich habe Ludwig Laher >, den in St. Pantaleon lebenden Schriftsteller und sehr guten Kenner der Lagergeschichte (Herzfleischentartung >) von Weyer gefragt, wie es zur Errichtung dieser Erinnerungsstätte gekommen ist. Hier seine Antwort:

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Es gab zur Jahrtausendwende eine regionale Ausschreibung für einen Wettbewerb, das Denkmal betreffend. Eine Jury wählte den Entwurf des bayerischen Bildhauers Dieter Schmidt, der damals in Fridolfing lebte und arbeitete und später in den Bayerischen Wald übersiedelte. Die anderen Einreichungen wiesen allesamt einen allzu hohen Grad an Abstraktion auf. Begründet wurde die Wahl Dieter Schmidts mit der Zugänglichkeit seines Werkes, das stilisiert, aber nicht abstrakt, menschliche Gestalten zeigt, die als „Gebundene“ (so nennt Schmidt sein Kunstwerk) dem Betrachter den Rücken zukehren, also nur noch innerhalb des (Stachel-)Drahtes existieren, von der Welt isoliert. Man kann das Werk umkreisen und hat von überall unterschiedliche Blickwinkel auf einzelne Gesichter. Die Untersicht (das Auge muss nach oben blicken) gibt den Dargestellten eine Würde, die sie gleichzeitig der Schwere ihres Leids ein wenig enthebt.

Die Gestaltung lehnt sich überdies an die österreichische Marterlkultur (von Martyrium) an, die am Land besten bekannt ist. Die Bronzeplastik ruht auf einer Mühlviertler Granitsäule (Assoziation zu Mauthausen). Auf hervorragende Weise kontrastiert das bescheidene Denkmal auch größenmäßig, vor allem aber was die Behandlung der menschlichen Gestalt anlangt, mit dem martialischen Kriegerdenkmal bei der Kirche von St. Pantaleon. Dieter Schmidts Werk für die Erinnerungsstätte hat in den vergangenen 19 Jahren verbreitet große Anerkennung gefunden. Finanziert wurde es übrigens zu gleichen Teilen von der Gemeinde St. Pantaleon und dem Land Oberösterreich (die NS-Lager Weyer waren Reichsgaulager von Oberdonau, nicht exterritoriale KZ).

Die Erinnerungsstätte ist mittlerweile selbstverständlicher Teil der Ortsgeschichte. War sie am Anfang durchaus umstritten, so gilt sie mittlerweile als Wahrzeichen von St. Pantaleon. Der offizielle Ortsplan zeigt unter ‚Sehenswürdigkeiten‘ zuerst das Schmidt-Denkmal und dann erst die Pfarrkirche, die Prospekte der Urlaubsregion Oberes Innviertel / Seelentium bewerben St. Pantaleon zentral mit dem abgebildeten Denkmal Dieter Schmidts. Der Pfarrer setzt sich mit den Firmlingen auf die Steinbänke rund um das Denkmal und erläutert, was damals passierte. Immer wieder werden Grablichter an der Erinnerungsstätte angezündet. Zu Beschädigungen der Anlage ist es Gott sei Dank bisher nie gekommen.

Die Erinnerungsstätte in der Dorfzeitung >
Verein Erinnerungsstätte >
Dorfbild – Download Fotos Weyer >


Gemeindebrunnen Göming Günter Veichtlbauer

Gemeindebrunnen in Göming

Im Zuge des Neubaus des Gemeindezentrums in der kleinen Flachgauer Gemeinde Göming in den Jahren 2005/ 2006 wurde auch ein neuer Dorfbrunnen errichtet.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Dorfbrunnen waren schon immer im Dorfleben wichtig. Leider wird in der heutigen Zeit beim Neubau eines Gemeindeamtes des öfteren auf die Errichtung eines Dorfbrunnens verzichtet, nicht jedoch in Göming.

Den Auftrag für die Gestaltung des neuen Gemeindebrunnens erhielt Günter Veichtbauer >, ein Künstler aus der Nachbargemeinde Nußdorf am Haunsberg. Im großzügigen Brunnenbecken befindet sich ein alter Mühlstein, der von der Familie Hennermann, Obermühle in Dreimühlen, Göming, zur Verfügung gestellt wurde. Der Mühlstein ist inmitten einer Steinspirale aus Flusssteinen platziert. Darüber erhebt sich eine wasserführende Edelstahlspirale. Die einzelnen Metallblätter haben eine Länge von 9 Metern.

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Kunst im öffentlichen Raum ist uns wichtig, weil das ein Weg ist, den Bürgern moderne Kunst nahezubringen.

Werner Fritz, Bürgermeister

Gemeindeamt Göming

Göming > erhielt mit dem neuen Gemeindezentrum und dem dort neu errichteten Dorfbrunnen erstmals einen wirklichen Dorfmittelpunkt. Das alte Hellbauerhaus >, das originalgetreu neben dem Amtsgebäude aufgebaut wurde, dient jetzt als Museum und Gasthaus.


Dorfbrunnen in der Dorfzeitung >
Göming in der Dorfzeitung >


Glasarche II

Glasarche II in Frauenau

Die von Ronald Fischer geschaffene Glasarche steht vor dem Glasmuseum in Frauenau und soll an das Sterben der Glashütten im Bayrischen Wald erinnern.

Ronald Fischer

Geboren 1966 in Zwiesel, ab 1981 Ausbildung zum Glasschleifer und Glasmaler, 1988-90 Weiterbildung zum Glasgestalter im Staatl. Berufsbildungszentrum für Glas in Zwiesel, 1992-2004 Mitglied der Werkstattgruppe “Atelier Männerhaut” (Glas, Metall und Malerei), seit 2001 Auftragsarbeiten für Kunst im öffentlichen Raum.

Weiterführende Infos

Das Projekt Glasarche >
Glasarche II >
Ronald Fischer >
Glasmuseum Frauenau >


Eine kleine Slackline Tänzerin von Christof Paulowitz, St. Georgen

Eine kleine Slackline-Tänzerin

Die Bronze-Skulptur von Christof Paulowitz steht seit 2016 am Gelände der Volksschule und Bibliothek in Obereching in der Flachgauer Gemeinde St. Georgen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Am einfachsten findet man die Plastik, wenn man zu Fuß durch den Friedhof bei der Filialkirche zur Heiligen Maria in Obereching in Richtung westlichem Ausgang zur Volksschule geht. Man sieht sie schon, wenn man auf das Tor zugeht: Ein junges Mädchen mit einer Pferdeschwanzfrisur, T-Shirt und Röhrenhosen versucht, in Ballarina-Schuhen auf Slacklines das Gleichgewicht zu halten. Der Sinnspruch des Werkes ist: Im Leben das Gleichgewicht finden.

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Getragen wird das grazile Mädchen von einem unterbrochenen Betonsockel mit Bronzezylinder und drei Bronzeringen darüber, die die Form einer Weltkugel darstellen. Am Bronzezylinder findet man den Titel der Plastik, den Sinnspruch die Namen der Künstler, Christof Paulowitz (Skulpteur) und Peter Wiener (Gießer) sowie die Jahreszahl der Errichtung (2006).

Zur Bronzefigur eines etwa 10-jährigen Mädchens verhalf mir meine Enkelin Luisa. Durch sie konnte ich Haltung, Kleidung und Frisur festlegen. Motivation für dies Skulptur waren Gedanken zur Bewahrung des seelischen und körperlichen Gleichgewichtes im Leben. Auch mit den kleinen Mädchenfingern und mit ausgebreiteten Armen wird das Gleichgewicht gehalten. Vorsichtig, Fuß auf Fuß auf das Slacklineband setzend und mit achtsam gesenktem Blick bewältigt das Kind sein Vorhaben.

Gerade für einen Heranwachsenden ist es wichtig, konzentriert in ganz kleinen Schritten tastend und suchend, das schmale Band des richtigen Weges zu finden. Das Standbein langsam entlasten, auf den vorgesetzten Fuß immer mehr Gewicht verlagern, sich zügig vorwärts bewegen und dabei nicht abstürzen, so sollte das Leben gelingen.

Christof Paulowitz

Christof Paulowitz in der Dorfzeitung

St. Georgen: Probleme mit dem Hl. Florian >
Christof Paulowitz zum 60igsten Geburtstag >
Christof Paulowitz – Ausstellung Lebenswerk – Siglhaus >


Eine kleine Slackline Tänzerin von Christof Paulowitz, St. Georgen

Zeitgenössische Kunst im Dorf

In vielen Dörfern werden im öffentlichen Raum Kunstwerke präsentiert. Dabei handelt es sich oft um Brunnen, aber auch um Skulpturen auf Plätzen und vor Gebäuden.

Starten werden wir in der kommenden Woche mit der Metallplastik: “Eine kleine Slackline-Tänzerin von Christof Paulowitz >, St. Georgen”, die vor der öffentlichen Bibliothek bei der Volksschule in Obereching steht.

Alle Beiträge sind mit #denkMAL getagt. Ausgesucht, beschrieben und fotografiert werden die “Sehenswürdigkeiten” von Karl Traintinger.


Energie bei der Frau Sonne tanken

Die Schweiz ist ein Volk von Mietern. Besonders in Städten leben die meisten Menschen in Mehrfamilienhäusern und können auf ihrem Hausdach selbst keinen Solarstrom produzieren. Auch Besitzer von Eigentumswohnungen dürfen nicht ohne weiteres auf ihrem Dach eine Solarstromanlage installieren, denn die anderen Eigentümer müssten damit alle einverstanden sein.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei (inkl. der Bilder)

Viele Mieter oder Wohnungsbesitzer möchten mit ihren Ersparnissen, falls sie überhaupt welche haben, auch lieber ein standesgemässes Auto mit Allradantrieb, ein sogenannten SUV kaufen statt tausende Franken für eine Photovoltaikanlage zu «vergeuden». Immer mehr dieser Treibstoff fressenden SUV Limousinen sind auf Zürichs Strassen zu sehen.

Energiesparen? Nein Danke! Das überlassen wir den Linken und Grünen, den Gutmenschen.

Renoviertes Haus beim Schaffhauserplatz in Zürich. Das Haus wurde mit grau-eingefärbten stromerzeugenden Photovoltaikpanels verkleidet. Ein grosser Teil der benötigten Elektrizität produziert dieses Haus selbst.

Mieter und Mieterinnen können eigenen Solarstrom produzieren

In Zürich können sich Mieter und auch Besitzer von Eigentumswohnungen an Solaranlagen des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) beteiligen und eigenen Solarstrom produzieren. Bereits 2500 Zürcherinnen und Zürcher haben bisher in eine der elf ewz.solarzüri-Anlagen investiert. «Aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage», wie das EWZ kürzlich mitteilte, «sind drei weitere Photovoltaikanlagen auf den Schulhäusern Herzogenmühle, Langmatt und Luchswiesen in Zürich mit insgesamt 3 350 Quadratmeter geplant». (1)

Infos zum Solarstrom des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich: «Wie funktioniert diese Beteiligung: Mit ewz.solarzüri kaufen Sie eine bestimmte Anzahl Quadratmeter einer Solaranlage. Dafür erhalten Sie eine Gutschrift auf Ihrer Stromrechnung.
• Ein Quadratmeter Solaranlage kostet CHF 250.–. Dafür bekommen Sie jährlich 80 kWh Solarstrom. Das deckt ca. 5% des Stromverbrauchs einer 3-Zimmer-Wohnung.
• Ihr Strompreis bleibt 20 Jahre lang stabil. Die Solaranlage spart Geld und gibt Sicherheit.»

Experten raten ab das Solarstrom Angebote des EWZ anzunehmen

Unabhängige Stromexperten raten jedoch davon ab, das Angebot des EWZ anzunehmen «Der Solarstrom des EWZ ist teuer», sagt Andreas Tresch, Partner beim Energiedienstleister Enerprice. Das EWZ verrechnet 15,6 Rp. für die Kilowattstunde, der derzeitige Schweizer Abnahmepreis für Photovoltaikanlagen betrage alles inklusive aber 8,5 Rp, sagt er. (2)

Es mag sein, dass das EWZ mit seinen Solar-Kilowattpreisen herunterkommen muss. Aber meiner Meinung nach ist es dennoch sinnvoll für Mieter und Besitzer von Eigentumswohnungen in Zürich in Photovoltaikanlagen des EWZ zu investieren. Auch wenn das EWZ einen zu hohen Abnahmepreis verrechnet, verzinst sich das eingesetzte Kapital von 250 Franken pro Quadratmeter Solaranlage immer noch sehr gut, angesichts dass Banken auf Sparguthaben heute in der Schweiz praktisch keine Zinsen mehr bezahlen.

Keine Wirtschaftlichkeitsberechnungen bei Luxuseinbauten

Vor über dreissig Jahren wurde im Kanton Zürich gewarnt Heizungen mit Wärmepumpen zu installieren, da dies nicht rentabel sei. Diese Aussage wurde damals auch von einem Experten gemacht als wir ein Haus in Oberrieden bauten, eine Ortschaft, die zu den Steuerfluchtoasen rund um den lieblichen Zürichsee gehört. In diesem Haus in Oberrieden wurde neben der Ölheizung zwei Cheminées eingebaut, ein alter Kachelofen montiert und eine Sauna mit Tauchbecken eingerichtet. Bei all diesen Luxuseinbauten wurde nie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung wie bei der Wärmepumpe gemacht, auch nicht beim Swimmingpool im Garten. Der ROI, der «Return on Investment», die Kapitalrentabilität, wurde bei all diesem Wohlstandsschrott nicht ermittelt. Heute sind Wärmepumpenheizungen, angesichts der hohen Erdöl- und Gaspreise, viel wirtschaftlicher als Gas- und Ölheizungen.

Frau Sonne scheint gratis und Wind kostet nichts

Alternative Energien werden in gewissen Gegenden der Schweiz leider gebremst. Das Elektrizitätswerk des Kanton Zürich (EKZ) stoppte vor drei Jahren die Finanzierung von grossen Solaranlagen. In Zukunft unterstützt das EKZ den Bau von Solaranlagen nur noch, wenn der Strom von den Hausbesitzern selbst gebraucht wird. Der Grund: Die tiefen Strommarktpreise. In den letzten Jahren mietete das EKZ grosse Dächer, baute Solaranlagen und speiste den Strom ins Netz. So entstanden 50 solcher Anlagen. Dieses Programm wurde nicht mehr weitergeführt.

Nur so viele Solarpanele montieren wie man selbst Strom verbraucht?

An einem Besichtigungstag des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ) im neuen unterirdischen Unterwerk in Oerlikon an der Eduard-Imhof-Strasse vor drei Jahren, wurde bei einem Beratungsgespräch einem Einfamilienhausbesitzer auch schon empfohlen nur so viele Solarpanels auf seinem Dach zu montieren, wie er selbst Strom verbrauchen wird. Dieser Mann wollte eigentlich eine möglichst grosse Photovoltaikanlage auf seinem Dach platzieren. – Vielleicht wird das EWZ eine solche Empfehlung heute nicht mehr machen?

Statt Gas, Kohle, Erdöl und Atomkraft: alternative Energien

Windturbine auf dem Dach kombiniert mit einer Photovoltaikanlage

Zu hoffen ist, dass trotz solcher negativen Empfehlungen private Hausbesitzer möglichst viele Solarpanels auf ihren Dächern montieren, wie in Süddeutschland. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind bläst, könnten auch kleine geräuscharme Windturbinen auf dem Dach Energie produzieren. Je mehr Solar- und Windstrom produziert wird, desto eher kann auf die Produktion von Elektrizität durch Gas, Kohle, Erdöl und Atomenergie verzichtet werden und desto eher können Autos ohne Benzin oder Diesel fahren.

In Wind- Geothermie und Solaranlagen investieren, statt in Rüstung

Die Schweizer Nationalbank, Banken, Versicherungen und Pensionskassen investierten bisher Milliarden in Unternehmen, die an der Produktion von Kriegsmaterial beteiligt sind. Sie steckten sogar Gelder in Unternehmen die international geächtete Waffen herstellen, wie Atombomben, Streubomben und Antipersonenminen (3) (4) (5). Aktien des Rüstungssektors sind seit Jahrzehnten besonders profitabel gewesen dank all den furchtbaren Kriegen. Das Geschäft mit dem Krieg spülte mehr Geld in die Kassen als Investitionen in Wind- Geothermie und Solaranlagen. In Zukunft müssten diese Institutionen in Wind- Geothermie und Solaranlagen investieren, statt in die Rüstungsindustrie.

Mit Atomkraft friedlich in die Katastrophe? Nein!

Investitionen in alternative Energien sind wichtig, um aus der Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas wegzukommen. Daniele Ganser hat in seinem Buch «Europa im Erdölrausch» dokumentiert was passiert, wenn sich der globale Kampf und das Erdöl zuspitzt. (6) Es ist zu hoffen, dass der Welt die Wende hin zu 100 Prozent erneuerbaren Energien gelingen wird. Die Alternative zu Erdöl- und Erdgas kann aber nicht der Bau von neuen Atomkraftwerken sein. Zu viele Risiken und auch hohe Folgekosten sind mit der zivilen Nutzung von Atomenergie verbunden.

Die friedliche Nutzung der Kernkraft wurde 1953 von US-Präsident Dwight D. Eisenhower der Welt in der UNO mit dem Slogan «Atome für den Frieden» schmackhaft gemacht. – Nicht zuletzt mit Hilfe der zivilen Atomtechnologie gelang es dann aber später Israel, Pakistan und Indien auch Atombomben herzustellen.

Die lange Liste der bekanntesten Unfälle in kerntechnischen Anlagen zeigt, wie gefährlich die Atomenergie ist. Die bekanntesten Unfälle in kerntechnischen Anlagen sind die Kernschmelze im Versuchsreaktor 1969Lucens in der Schweiz, Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011. Neben diesen auch als Super-GAU genannten Vorfällen gibt es noch weitere Unglücke, bei denen es zu erheblicher Kontamination und damit zu Umwelt- und Gesundheitsschäden gekommen ist. (7)

Fussnoten
(1) https://www.ewz.ch/de/private/energie-produzieren/an-solaranlage-beteiligen.html
(2) EWZ Der Stadtzürcher Stromversorger bietet Mietern Beteiligungen an Solaranlagen an. Experten raten davon ab. Von Jürg Meier NZZ am Sonntag, 11.11.2018
(3) Siehe: https://www.dontbankonthebomb.com/
(4) ABC-Waffen: laut Schweizer Kriegsmaterialgesetz verboten
Nicht nur Nordkorea soll auf Atomwaffen verzichten
Von Heinrich Frei
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25057
(5) Finanzplatz Schweiz: Weltweit Vermögensverwalter Nummer 1
Finanziere keine Atombomben, Streubomben, Anti-Personenminen und überhaupt kein Kriegsmaterial
Von Heinrich Frei
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24180
(6) Erdöl: eine gefährliche Abhängigkeit, die Folgen einer gefährlichen Abhängigkeit, Daniele Ganser, Orell Füssli 2012
(7) Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anlagen


Kunsthandwerksmarkt in Seeham

25. KunstHandwerksMarkt in Seeham

Der von Rishelle und Othmar Wimmer ausgerichtete Markt fand bei herrlichem Wetter am 2. Septemberwochenende statt.

Das Publikumsinteresse war enorm, besticht der KunsthandwerksMarkt im Seehamer Strandbad doch durch seine große Vielseitigkeit und die Qualität der ausgestellten Objekte. Der künstlerische Bogen spannte sich von Arbeiten aus Papier, Glas, Ton, Metall und Holz bis hin zu Filzarbeiten.

Der Geigenbauer Hagen Schiffler aus Laufen und der Instrumentenbauer Georg Babi aus Berndorf zeigten einen Einblick in ihre Tätigkeiten in einer Schauwerkstatt.

Live-Musik und kulinarische Spezialitäten verwöhnten die Besucher und machten den Marktbesuch zu einem einzigartigen Erlebnis.

 


Die Grazer Murinsel

Die Grazer Murinsel

Das Relikt aus der Zeit, als Graz Kulturhauptstadt war, kann noch immer begeistern und ist neben dem Uhrturm das zweite Wahrzeichen der Stadt.

Infos >