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Die Salzburger Bettler APP

Wann kommt die Bettler APP?

Die Stadtregierung möchte die Bettler aus der Mozartstadt vertreiben. Dieses Ansinnen ist an sich nicht neu. Das kommende Weihnachtsgeschäft mit all seinem Glanz und Glemmer verträgt sich nur ganz schlecht mit bettelnden Menschen, wird befürchtet.

Die aktuelle Verbesserung des Bettelverbotes soll einer Überprüfung des Verfassungsgerichtshofes standhalten. Die Stadt möchte das Betteln zukünftig stundenweise und das auch unterschiedlich in einzelnen Bezirken und Straßen verbieten.

Die Bettler-APP

Mich wundert es, dass noch niemand im Schloss Mirabell auf die Idee einer Bettler-APP gekommen ist. Die Bettler ließen sich damit standplatzmäßig eingeteilen und auch orten. Weiters wäre es möglich, ähnlich wie es in der Gastronomie schon funktioniert, mit einem mobilen Drucker auch gleich eine QR-Code verifizierte Spendenrechnung ausdrucken. Bei einer kleinen Abgabenquote an die Stadt dürfte sich vermutlich die Bettlerakzeptanz deutlich erhöhen. Das Set, Smartphone und Drucker, könnten die angehenden Bettler günstig bei der Stadtverwaltung erwerben oder ausleihen.

Mit dieser Bettler-App würde die Stadt einen Schritt in die digitale Zukunft wagen, der seinesgleichen sucht. (kat)


Die Suppe nach der Wahl

Neue Suppenrezepte

Die Zutaten für ein hoffentlich gesundes, im kommenden Winter wärmendes und wohltuendes Süppchen hat Österreich letzten Sonntag bestellt und auch geliefert bekommen.

Unterschiedliches Grünzeug steht zur Auswahl. Die roten und blauen Gemüsesorten sind schon lange bekannte Wintergemüse. Die neuen türkisen Suppengemüse erinnern an schwarze Rettiche, der Geschmack ist aber noch nicht wirklich zuordenbar. Man wird sehen, mit welchem der bekannten Gemüsesorten sie sich geschmacklich besser vertragen werden. Das gemeinsame, längere Kochen fördert oft interessante Geschmackskomponenten zutage. Einige wenige Pilze stehen auch zur Verfügung, es weiß aber niemand so genau, ob sie nicht doch vielleicht giftig sind.

Pinke Chillis sorgen für die wärmende Schärfe und können nach individuellem Geschmack dazugegeben werden. Leider sind die grünen Geschmacksverbesserer, die vor dem Servieren gerne über die Suppen gestreut werden,  eingetrocknet und stehen für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung. Sie waren zudem stark verpilzt. (kat)

Weitere Cartoons finden Sie HIER>


NRW 20117 Ergebnis

NRW 2017 | Österreich hat gewählt

Österreich hat gewählt. Ja, der erwartete Rechtsruck ist eingetreten. Die türkise Liste Kurz (ÖVP) hat eindeutig gewonnen, die Roten (SPÖ) und die Blauen (FPÖ) rittern gerade um den zweiten Platz.

Die Pinken (NEOS) wurden bestätigt, Pilz wird es nach seinem Dolchstoß gegen die Grünen wahrscheinlich selbst ins Parlament schaffen. Die Grünen brauchen schon extrem viel Glück, sollte es sich doch noch ausgehen, zu wünschen wäre es ihnen.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie es wirklich weitergeht, wer mit wem wie kann und es auch tut. Wichtig wären schnelle Koalitionsverhandlungen. Unnötige Streitereinen hat es schon zu viele gegeben. Anstehende Probleme wurden dabei keine gelöst. Die Politik täte gut daran, das aktuell schlechte Image zu verbessern und hoffentlich wieder glaubwürdig zu werden!  (kat)


Das Duell

Duelle und die Ehre

Früher einmal ging es bei Duellen von 2 Kontrahenten um Leben und Tod. Sekundanten sorgten dabei für die Einhaltung der ausgemachten Spielregeln. Später begnügte man sich oft auch mit der Satisfaction, die nicht unbedingt einen tödlichen Zweikampf erforderte. Die auslösende Ursache für einen duellierbaren Konflikt waren in der Regel Ehrenstreitigkeiten.

Duelle in der heutigen Zeit werden nicht mehr blutig ausgetragen, ob sie aber die Grundlage für eine künftige, gute Zusammenarbeit darstellen, wage ich dennoch zu bezweifeln.

Bei den aktuellen Fernsehduellen der Spitzenpolitiker heißt es dann beispielsweise: Kern (SPÖ)  gegen Kurz (ÖVP), Stache (FPÖ) gegen Lunacek (GRÜNE), Strolz (NEOS) gegen Kern (SPÖ) und so weiter. Das hört sich einschaltquotentechnisch natürlich weit besser an als: Kern (SPÖ) diskutiert mit Kurz (ÖVP), Stache (FPÖ) diskutiert mit Lunacek (GRÜNE), Strolz (NEOS) diskutiert mit Kern (SPÖ), und so weiter.

Die Zusammenarbeit nach dem Duell war früher in der logischen Konsequenz einfacher, es blieb zumeist nur einer der Kontrahenten übrig. Bei den heutigen Fernsehduellen bleiben aber alle am Leben und einige davon sollen letzendlich gemeinsam zum Wohle unserer Demokratie arbeiten! Nach manchen Duellen kann ich mir das nur sehr schwer vorstellen. Was kann man von einem Wahlkampf erwarten, der Gerichtsverhandlungen zur Folge haben wird? 

Gäbe es für die Parteien eine realistische Chance, nicht in den TV-Ring zu steigen? Sind so viele Konfrontationen wirklich notwendig und der demokratischen Meinungsbildung zuträglich? Was ist die vordringliche Aufgabe der Moderatoren? Quoten oder Information? Sind Fernsehduelle der Spitzenpolitiker vor Wahlen in dem aktuellen Außmaß wirklich eine gute Errungenschaft? Bräuchte es Sekundanten?

Auch die letzte Wahlkampfwoche wird vorbeigehen. Das Unwort “dirty campaigning” kann ich nicht mehr hören. (kat)


NRW 2017

Gefühle muss man ausleben

Echte Gefühle müssen gezeigt und ausgelebt werden. Nur so kann auf lange Sicht das Herz geöffnet und die Sicht nach vorne ausgeweitet werden. Es geht letztendlich um den großen, erweiterten Horizont.

Für Fliegen sind selbst Wespen Monster. Und für Grün wird es schwierig werden. Sehr schwierig.

Analyse der gestrigen Wahlkonfrontation: Viel Wirbel um nichts. Es dauert noch knapp 14 Tage. (kat)

Siehe auch: NRW 2017 | Die Konfrontationen


NRW 2017. Der Käse beginnt zu stinken

NRW 2017. Die Konfrontationen

In gut 14 Tagen ist die Wahl vorbei. Gottseidank. Der mediale Wahlkampf wird schön langsam unerträglich.

Das ohnedies schwierige Fernsehprogramm wird durch die ewigen Konfrontationen der Kandidaten noch langweiliger, es ist eigentlich nur ein beschämendes Hickhack der vorgeführten Kontrahenten, die mitspielen und sich gegenseitig wenig schenken.  Da ist nichts spannend oder informativ, meist ist es “Laaschatzerei”, an die sich später ohnedies niemand so wirklich erinnert.

Fakt ist, auch die letzten Regierungen haben sich in erster Linie durch unüberbrückbare Streitereien ausgezeichnet und wenn ich die aktuellen TV Diskussionen verfolge, was soll da besser werden.

Ich würde mir wünschen, dass man nach der Wahl die Ergebnisse akzeptiert, den Wahlkampf beendet und zum Wohle der Republik eine Periode lang arbeitet und nicht nur die eigenen Positionen verteidigt. Das verstehe ich unter einer funktionierenden Demokratie. Von den ewigen Streitereien habe ich entgültig die Nase voll. (kat)


Neue Busse braucht die Stadt

Innovative Obuslösung für Salzburg

In der Mozartstadt Salzburg gibt es seit geraumer Zeit angeblich ein mittleres Verkehrsproblem. Es sollen zu viele Autos unterwegs sein, beschwert man/frau sich da und dort.

Der vermehrte Umstieg auf die Öffis könnte das Problem lösen, gibt es doch innerstädtisch ein gut verzweigtes Obusnetz. Einziges Problem, ab und zu stecken auch die Obusse im Stau, besonders zur Hauptreisezeit.

Die Problemlösung: Man verwendet Busse, die über mehrere Stationen reichen. Einer dieser langen Sorte wird gerade getestet. Der große Vorteil dieser Fahrzeuge: Sie müssen nur mehr ganz langsam fahren und sind doch in mehreren Haltestellen präsent. Ausserdem werden insgesamt weniger Kilometer gefahren und das heißt natürlich auch, sie sind umweltfreundlicher und günstiger im Betrieb. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Testmodell aus der Schweiz kommt. (kat)


Andrea Pabinger

Andrea Pabinger | Bürgermeisterin

Andrea Pabinger ist die neue Bürgermeisterin von Lamprechtshausen. Sie hat es bereits im ersten Wahlgang geschafft, über 50% der Stimmen zu gewinnen.

Die Dorfzeitung gratuliert ganz herzlich!

Das Ergebnis im Detail:
Andrea Pabingwer VP: 50,8 Prozent
Marina Kaltenegger FDL: 39,5 Prozent
Sonja Widmann SP: knapp 9,3 Prozent
Wahlbeteiligung: 71,8 Prozent (rund 3.000 Wahlberechtigte)


Das neue Jomei-Phone

Das neue Jåmei-Phone 32 ist da!

Dieser Tage wurde das brandaktuelle Jåmei-Phone 32 der Öffentlichkeit vorgestellt. Obwohl frühestens im Dezember lieferbar, hat der Run auf das neue Smartphone schon begonnen.

Die Vorbestellungen für das 3875 € teure Luxus-Smartphon sprengen jeden Rahmen. Insider vermuten, dass der eingebaute Müsliriegel als Lebensretter, den Hype ausgelöst hat. Es wurde auch auf einige althergebrachte Funktionen verzichtet, telefonieren geht nur mehr mit speziellen Zubehörteilen, die als Extras zu kaufen sind.

Das neue Jåmei-Phone ist zudem für die staatliche Überwachung vorkonfiguriert. Es loggt sich bei ersten Aufladen des Akkus an einer Steckdose   automatisch ein und bleibt immer im Standbymodus.  Ab diesem Zeitpunkt werden Ortsdaten und Sprachprotokolle, die permanent aufgezeichnet werden, an das zuständige Ministerium übermittelt. Die Herausforderung bei der Entwicklung war, dass diese Aktivitäten auch dann funktionieren, wenn das Telefon nicht eingeschaltet ist. Wesentlich dabei war, dass der Benutzer dabei nicht belästigt wird und alles automatisch im Hintergrund abläuft. Der große Vorteil diese Überwachungssystems ist, dass der Handybesitzer in Notfällen sofort gefunden werden kann!

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der mitmenschliche Aspekt, werden doch pro verkauftem Handy 0,0014 Cent an Hilfe für deutsche Merkel-Flüchtlinge gespendet.

Notfalls kann man sogar das Dorfradio> hören!


EU-Fusel

Kommt der EU-Fusel?

Die EU plant wieder einmal einen Anschlag auf die alpenländischen Geschmacksnerven, hört man aus gewöhnlich gut informierten, landwirtschaftlichen Kreisen.

In Österreich gibt es die jahrhundertealte Regelung, dass Bauern eine gewisse Menge Schnaps ohne Versteuerung brennen dürfen und für den verbeibenden Rest nur vergleichsweise wenig Steuern zahlen müssen. Neben diesen Abfindungsbrennern gibt es noch das Maria-Theresien-Brennrecht, auch das große Brennrecht genannt. Diese Steuervergünstigungen sind der EU schon länger ein Dorn im Auge.

Sollte sich bei diesen Brennrechten wirklich etwas ändern, wäre das wahrscheinlich das Aus für die vielen kleinen Schnapsbrenner, die es zuhauf in den Dörfern gibt. Das Abernten der eigenen Bäume, das Einmaischen und letztendlich das Brennen würde sich nicht mehr rentieren. Es wäre ewig schade, um die vielen guten Zwetschkenschnäpse und Obstler, die nicht zuletzt auch auf vielen Almen und Schihütten angeboten werden.

Wahrscheinlich läßt sich das Schnapsproblem halt viel einfacher lösen als die wirklichen Probleme in der EU. Brexit und Flüchtling vs. Austriaschnaps. Womöglich stehen wieder EU-Sanktionen im Raum, wer weiß das schon? (kat)


Der kleine Grenzverkehr

Der kleine Grenzverkehr

Oft werden wir Österreicher von unseren lieben deutschen Nachbarn, nicht zuletzt wegen der bei uns angeblich weit verbreiteten Gemütlichkeit, belächelt.

Freilich, es mag schon stimmen, dass die Germanen in der Ausübung mancher Aktivitäten oft akkurater sind wie der Rest der Welt. Trotzdem, hin und wieder übertreiben sie es auch. Und ob das immer der bessere Weg ist, darf auch hinterfragt werden. Im Folgenden ein Beispiel.

Deutschland ist eine große Autonation. Aber nur weil die deutschen Autofahrer endlose Kolonnen und Staus auf ihren Straßen gewohnt sind und vielleicht auch lieben, ist das eigentlichn kein Grund, alle anderen Verkehrsteilnehmer damit zu nerven. Ich weiß schon, beim Urlaubfahren staut es und das war schon immer so.

Trotzdem, die seit der Flüchtlingskrise andauernden Grenzkontrollen an manchen Grenzen zwischen Österreich und Deutschland (Autobahngrenze am Walserberg, Saalachbrücke von Salzburg nach Freilassing, fallweise auch zwischen Oberndorf und Laufen, etc.)  sind schon mehr als fragwürdig und auch mit den kommenden Wahlen schwer zu erklären.

In einer grenzenlosen EU sind die neuen Tendenzen der immer mehr werdenden Grenzkontrollen und Limes-Bauten einzelner Mitgliedsstaaten schon mehr als kritisch zu beurteilen. (kat)


Die EU igelt sich ein

Die EU igelt sich ein

Menschen ertrinken im Mittelmeer. Ja, es sind Flüchtlinge, solche von denen es schon so viele bei uns gibt. Die Lage für die NGO´s auf ihren Rettungsschiffen wurde so gefährlich, dass sich manche von ihrem Hilfseinsatz (z. B. Ärzte ohen Grenzen, …) zurückgezogen haben.

Sichtbare Lösungen für die Verhinderung der gefährlichen Flucht der Menschen von Afrika nach Europa hat die EU bis jetzt nicht wirklich präsentiert. Die kommenden Wahlen wirken sich auch schlecht auf das Überleben am Meer aus, plötzlich wollen fast alle Parteien auf die eigenen Leute schauen, wie es so schön heißt. Grenzzäune und Grenzkontrollen sind wieder ein Thema.

Italien und Griechenland haben das Pech, die ersten Anlaufstationen zu sein. Dort wird geholfen, so gut es irgenwie geht. Freilich, in Griechenland wurde von der EU zuallererst den Banken geholfen. Die Flüchtlinge sind da ein ganz anderes Thema. Die Hilfe der europäischen Gemeinschaft ist da schon eher bescheiden.

Ein Durchschnittseuropäer kann es sich ganz einfach nicht vorstellen, was es heißt, nicht zu wissen, ob es am nächsten Tag etwas zu essen gibt. Oder am übernächsten Tag. Freiwillig verläßt niemand seine Heimat!

Es ist auch ganz normal, das der Handel mit Afrika moralisch oft sehr fragwürdig ist. Der Gewinn wird meist nur unter ganz wenigen Geschäftsleuten aufgeteilt (Beispiel: Tomaten>).

Ja, es ist mir schon klar, dass wir nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können. Trotzdem ist es schwer zu verstehen, warum so wenig passiert.
Ja, das Problem muss vorort gelöst werden, das ist schon klar, trotzdem sollte alles unternommen werden, dass das Mittelmeer nicht zum Massengrab wird! (kat)