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Die Vorteile sind unbestritten sensationell. Man kann mit den bunten Kreditkarten fast alles überall bezahlen. Oft genügt es schon, sie nur in die Nähe eines Bezahlterminals zu halten und schon läuft die Transaktion.  Genial einfach.Vorbei sind die Zeiten, als man noch mit dicken, prall gefüllten Brieftaschen prahlen konnte. Will man heute dazugehören, hat man Platin-Kredit-Cards ohne Limit von verschiedenen Anbietern.

Und es läßt sich alles damit machen: Einkaufen im Supermarkt, Hotels buchen, tanken, Flüge buchen, in Restaurants bezahlen, der Kirche spenden, online Medikamente bestellen, und so weiter und so fort. Es fällt bei diesem Plastikgeldshoppingvergnügen auch der unangenehme, kontrollierende Blick ins Börsel weg, ob das Geld für den Einkauf noch reicht, denn man hat ja ohnedies ausreichend Kredit.

Digitale Datensammler

Dazu kommen dann noch die freiwillig ins System eingespeisten Daten, die Facebook & Co sowie mit GPS ausgestattete Handys liefern, die Gesundheitsdaten vom Health-Tracker und Fitness-Tracker, wenn man gut ist auch von der e-Card, Life-Videobilder von Bahnhofts- und Straßenkameras, Kundenkarten, etc., Kontrollerherz, was willst du mehr. Die modernen Computer haben zudem die Rechenleistungen, um die anfallenden Datenmengen verarbeiten können. Ein Schelm der dabei Böses denkt.

Natürlich ist es nicht beabsichtigt, dass die Zukunft im Plastikgeld liegen soll und die Behörden, Banken, sowie alle, die technisch versiert genug sind (Hacker & Co), jeden Geldfluss kontrollieren und letztendlich sogar steuern können. Da hat man womöglich einige Tausender am Konto und der Bankomat spuckt nicht mehr als 50 € pro Woche aus, weil die Bank gerade knapp bei Kasse ist.

Big Brother liebt Dich

Wenn ich daran denke, wie wenige ausgezählte Stimmen bei Wahlen notwendig sind, um eine treffsichere Hochrechnung durchführen zu können, kommen mir dann schon Bedenken, wenn ich nur an das Gute im Plastikgeld und die Datensammelleidenschaft mancher glauben soll. Da könnte man doch glatt zum Goldfan und Silbersammler werden!

Dabei habe ich noch gar nicht über die Geldwäscherei, Schwarzgeld, Bitcoins, Vorratsdatenspeicherung und ähnliches nachgedacht. Die Viagra Werbung im Email-Spam, die seit meinen 55iger regelmäßig daherkommt, entlockt mir da schon eher einen digitalen Grinser. (kat)


Es mag schon sein, dass die Haarfarbe von Donald Trump in Wirklichkeit nicht so strohblond ist, wie ich sie auf meinem Bildschirm sehe. Wahrscheinlich stimmen auch die Witze über die Blondinen nicht alle, die man so im Allgemeinen kennt.

Trotzdem, Trump gibt sich schon als klischeehaftes Blondinchen, wenn man nur an seine Aufkündigung des Pariser Klimaschutzabkommens denkt. Make America Great Again hat bei diesem Thema nichts verloren. So blond kann man gar nicht sein! 

“Wir alle teilen die gleiche Verantwortung: Make our planet great again”, antwortet Macron. Eine starke Ansage des neuen französischen Präsidenten, die die transatlantische Aussage ins richtige Licht stellt, Gratulation. Ich kann nicht glauben, dass diese Aktion von Trump die Meinung des amerikanischen Volkes repräsentiert.


Zur Zeit sind die Stromautos wieder in aller Munde. Nein nicht die im Stau stehenden Obusse in der Stadt Salzburg lassen die Augen glänzen, sondern vielmehr die Boliden mit 2,8 sec auf 100, oder die, die selber nach Hause finden und selbstständig fahren. Diese Modelle können dann auch bis zu 400 Kilometer weit ohne Strom nachzutanken fahren.

Leider sind diese Modelle nicht wirkliche Schnäppchen. Die günstigeren Einsteigermodelle in die E-Mobilität auf 4 Rädern sind ganz gut als Stadtfahrzeuge geeignet, für weitere Überlandfahrten braucht man dann schon Zen-Qualitäten, ich meine die Geschichte mit Weg und Ziel. Einen Boom gibt es aktuell bei den Elektrofahrrädern, es macht Spaß zuzuschauen, wie sogar eingefleischte Couchpotatoes damit durch die Gegend flitzen.

Irgendwie erinnern mich EW-Autos an einen Elektrorasenmäher: Er hat immer gut funktioniert, es gab nie Startprobleme, die Reichweite war halt von der Kabellänge abhängig. Längere Stopps gab es nur, wenn man versehentlich über das Kabel gemäht hat.

So richtig interessant werden Elektroautos dann, wenn uns einmal der Terminator erzählt, wie sein schier unerschöpflicher und sehr kleiner Energiechip aufgebaut ist. Selbst der Antimaterie-Reaktor oder die Nutzung der Quantensingularitäten als Energiequellen (Star-Trek) sind für unsere Kleinfahrzeuge noch kein Thema. Man darf aber auf die technischen Fortschritte der nächsten Jahre in der elektrischen Speichertechnik gespannt sein!

Tatsache ist aber schlussendlich auch, dass E-Autos die Welt nicht retten werden. Sie sind nur ein weiteres Statussymbol der sogenannten besseren Leut´. Oder derjenigen, die sich dafür halten.

Keine noch so nachhaltige Ernährung kann die Flugreisen und Kreuzfahrten wettmachen. Das heißt aber auch, Klimaschutz ist direkt mit Geld und Reichtum verbunden.

Mein Stromauto trage ich auf der Brust >


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Der Termin für die Parlamentswahlen ist fixiert. Das Turnier um das größte Stück vom Kuchen hat begonnen. Zur Zeit werden noch die Regeln ausverhandelt, die Verwundetenträger eingeteilt, mögliche Fairnessabkommen angedacht.

Neuwahlen

Wenn es später zur Sache geht, ist dafür keine Zeit mehr. In der Regel haben die  finalen Grabenkämpfe auch nichts mehr mit Fairness zu tun. Tot gestreichelt ist auch tot, warum dann also Zeit vergeuden mit Streicheln.

Es wird in Österreich ein interessanter Sommer werden, die politische Sommerpause könnte eventuell heuer ausfallen! (kat)


Vor einigen Tagen stattete ich unserem Cartoonisten Thomas Selinger in seinem Atelier in der Salzburger Auerspergstraße 45 einen Besuch ab.

Von Karl Traintinger

Es ist immer wieder spannend, an welchen Bildern er gerade arbeitet und welche fertigen und halbfertigen Arbeiten zu sehen sind. Zudem ist das auch eine Gelegenheit, sich mit kleinen Geschenken für  verschiedene Anlässe z.B. Geburtstage einzudecken.

Bei einem Espresso haben wir uns auch über ein zukünftiges gemeinsames Projekt unterhalten. Nächstes Jahr wird die Dorfzeitung 20 Jahre alt (online seit 10/ 1998) und das könnte der Anlaß für ein gemeinsames Buchprojekt sein. Als Thema wären die Cartoons von Seli, die in der Dorfzeitung publiziert wurden, ergänzt mit den dazugehörigen Texten von mir, ein möglicher Ansatzpunkt.


Die Überlebenszeit als Obmann in der Bundes-ÖVP ist traditionsgemäß nur sehr kurz. Das hat viele Ursachen, der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass dieser bunte Haufen aus Bünden und Landesorganisationen gar keinen Chef mit einer eigenen Meinung brauchen kann. Schon gar keinen, der ihnen womöglich Macht wegnehmen möchte. Daher fängt die Nachfolgedebatte meistens schon sehr früh an.

Dazu kommen dann noch aufstrebende Politik-Youngsters aus der eigenen Kaderschmiede, die hofiert werden, die sich von ihrer besten und schönsten Seite präsentieren dürfen. Unser aktueller Außenminister zählt zu diesen Sunnyboys, er soll jetzt den ÖVP Wunderwuzi geben. Der erfahrene Jungpolitiker ist sehr gut vernetzt, das müsste seine Chance sein, glauben die Hintermänner. Vergessen sind die Hummerauftritte (Geilomobil – Schwarz macht geil) in Wien in seinen politischen Sturm- und Drangjahren. Er ist der Liebling aller in der Partei, genauso wird er auch dargestellt. Seine Positionierung links der rechten Mitte soll die Stimmen bringen.

Reinhold Mitterlehner ist gegangen, mich hat gewundert, wie lange er durchgehalten hat. Gefallen hat er mir ganz gut. Er war für mich wählbar, sein zur Zeit diskutierter möglicher Nachfolger Kurz ist es zur Zeit noch nicht. Ich möchte einen Kanzlerkandidaten mit etwas mehr Lebenserfahrung. Seine politische Erfahrung zählt für mich nicht wirklich, er wurde perfekt inszeniert und wieviel wirklich von ihm selber kommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Eine weitere Kanditatur von Mitterlehner bei den nächsten Wahlen zum Normaltermin mit Kurz im Team hätte für mich Sinn gemacht.

Warum die ÖVP derart konsequent ihren selbstzerstörerischen Kurs beibehält, ist schon interessant. Die ewige Debatte um Neuwahlen ist unproduktiv, die Politiker werden dadurch nur noch unglaubwürdiger. Oft fragt man sich, ob es “denen da oben” wirklich auch um Österreich geht? Offensichtlich ist die Zeit der traditionellen Großparteien bei uns vorbei, gesagt hat es ihnen nur noch niemand. (kat)


Ja, es war vermutlich keine taktische Meisterleistung unseres Bundespräsidenten Alexander van der Bellen, die aktuelle Kopftuchdebatte ironisch zu kommentieren. Man darf auch nicht Äpfel mit Birnen, bitte um Entschuldigung, Goldhauben mit Kopftüchern verleichen.

In der Salzburger Landespolitik ist einmal ein Agrarlandesrat aus dem Flachgau über seinen Vergleich von Mensch und Tier gestolpert und musste unfreiwillig zurücktreten. Natürlich kann man aus fast allem einen Strick drehen. Eigentlich sollte man sich immer fragen, wer ist letztendlich der Gewinner? Wer bringt diese “Sager” groß in die Medien? Der politische Gegner? Ein alter oder neuer spezieller Freund?

Dem Ansehen unseres Staatsoberhauptes hat der mediale Rundumschlag geschadet, das ist unbestritten. Und das wollen wir doch alle nicht, oder?  VdB hat die Wahl gewonnen und ist jetzt unser Präsident, dazu müsste doch jeder Österreicher stehen. Wenigstens bis zur nächste Wahl. Soviel Demokratie muss einfach sein.

Die Idee, sich mit einem Kopftuch fotografieren zu lassen und das Bild dann auf Facebook zu posten, ist halt auch so eine Sache. Selbst unser berühmter Volks – Rock´n Roller ist mit dabei und versucht  damit — was eigentlich? (kat)          


Das Land Salzburg besitzt zahlreiche Liegenschaften an Salzburger Seen, beispielsweise am Wallersee, um nur einen zu nennen. Die Seegrundstücke konnten gepachtet werden, erwischt hat ein normal Sterblicher diese extrem günstigen Schnäppchen eigentlich nie, die Liegeplätze am Wasser waren für Otto Normalverbraucher nahezu unerreichbar.

Vor einigen Jahren wurde dann im Land damit begonnen, die alten Pachtverträge zu entstauben und die Pachtpreise moderat anzuheben. Eine Weltuntergangsstimmung brach aus. Wie können die das! Ein Wahnsinn! Dieser Tage nahmen sich nun die Abgeordneten Helmut Naderer (Team Stronach) und Othmar Schneglberger (SPÖ) der Sache an, die Mietpreise sollen ein Thema im Landtag werden.

Wahrscheinlich möchten die Grundstücksmieter die auf die marktüblichen Pachtpreise für Seegrundstücken fehlenden Differenzbeträge der letzten Jahre nachzahlen und wissen nicht, wie das formal gehen soll! Das hat Klasse! Die beiden Landespolitiker werden, hört man aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, die 235 Petitionsunterstützer dahingehend unterstützen! Gratulation dazu. (kat)


Was gibt es Schöneres als Sonderangebote! Fast das ganze Jahr über kann man auf irgendeiner Auslagenscheibe oder Werbetafel SALE lesen, das deutsche Wort AUSVERKAUF  ist unmodern, oder auf neudeutsch: uncool geworden.

In vielen Geschäften wundern sich die VerkäuferInnen, wenn man auf das Angebotszuckerl 1 + 1 verzichtet, nur weil man mit einem Häupel Salat genug hat, ähnliche Beispiele gibt es viele.

Noch krasser wird es bei den Fleischangeboten, da heißt es dann auf ganzseitigen Inseraten in den Tageszeitungen: “Auf alles Frischfleisch in Bedienung gibt es von Freitag bis Samstag 25%!”. Ich frage mich schon, wie das geht, wer da letztendlich die Rechnung bezahlt. Die Margen in der Landwirtschaft sind in der Fleischproduktion extrem knapp, hört man immer wieder. Massentierhaltung will niemand und doch wird bei den Sonderangeboten zugeschlagen, als ob plötzlich ein Versorgungsnotstand auf uns zukäme. Wenn das Fleisch billig genug ist, wird auch auf die Herkunft weniger geschaut. 

Männliche Milchrassenkälber dürfen beispielsweise in Schottland am ersten Lebenstag aus wirschaftlichen Gründen getötet werden, bei uns sind sie so gesund, dass praktisch nie ein Tierarzt geholt wird. Ich erinnere an die Herodesprämie bei ebendiesen Kälbern bei uns. Wohin verschwinden die männlichen Zicklein? Alle in der Lebensmittelbranche werben mit glücklichen Tieren auf saftig grünen Almweiden, wie schaut es wirklich aus?

Es sollte uns wichtig sein zu wissen, wie die Tiere, die wir konsumieren, gelebt haben, ob es ihnen in ihrem Leben gut ergangen ist. Das hat nichts mit BIO zu tun sondern nur mit dem eigenen Gewissen. (kat)

 

Weiterführende info in der Dorfzeitung
Grillen ist einfach schön.
Herrlich. Weißwürste und Kümmelbraten.
Wegschauen ist bequem.


Alle Jahre wieder ist im Frühling Großreinemachen angesagt. In vielen Gemeinden säubern dann Vereine die Straßenränder und öffentlichen Anlagen mit mehr oder weniger großer Beteiligung der Mitglieder. Es gibt aber  auch immer wieder Ecken, die offensichtlich nicht sauber zu kriegen sind.

Einer der Gründe: Leider gibt es zahllose Mitgeschöpfe auf unserer schönen Welt, die ihren Müll hemmungslos überall wegwerfen. Frustrierend ist dabei, dass viele dieser Menschen keinen Genierer dabei haben, wenn andere ihren Mist entsorgen dürfen. (kat)


Aktuellen Medienberichten (ZIB 2 Di, 21.03.2017 22.00 Uhr) zufolge ist die Zeit von Baron Münchhausen und Schilda längst vorbei. Der Nachfolger: Unser Parlament.

Dieser Tage wird ein Gesetz zur Verhinderung unnötiger Gesetze (Deregulierungsgrundsätzegesetz) beschlossen. Eigentlich braucht man da nichts mehr hinzuzufügen. (kat)


Der österreichische Abfangjäger ist wieder einmal im Gespräch. Einerseits ist es mit seiner jederzeitigen Flugtauglichkeit so eine Sache, andererseits sind die dazu notwendigen Ersatzteile nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu haben.

Das schlechte  Flugwetter tut das Seine dazu. Die undurchsichtigen, düsteren Wolken des Schweigens rund um seine Beschaffung und Finanzierung halten sich sehr hartnäckig über dem parlamentarischen Himmel. Ein U-Ausschuß soll Aufklarung bringen.

Es hat in dieser Causa Bundesflieger schon einmal einen parlamentarischen Unstersuchungsausschuss gegeben, gebracht hat er damals aber außer Kosten eher  gar nichts. Die zahlreichen geschwärzten Akten und das löcherige Gedächtnis der einvernommenen Zeugen (die sich dafür Zeit genommen haben) waren ein unüberbrückbares Hindernis. Ich kann mich noch gut an manch dämlich grinsendes Gesicht des einen oder anderen Beteiligten im Fernsehen erinnern.

Man darf gespannt sein, ob es diesmal besser wird. Für den U-Ausschuß spricht, dass die Grünen und Blauen über ihren Schatten springen und zusammenarbeiten. Wenn wieder nichts herauskommt, sollte man über die Sinnhaftigkeit dieser Ausschüsse in der gegebenen Form nachdenken!  (kat)

Dorfzeitung zum Eurofighter

23. 11. 2012 der Eurofighter im Tarnmodus
08. 03. 2011 Österreich überlegt die Abschaffung des Bundesheeres
23. 07. 2017 Karl Traintinger – Ein Minister möcht´ ich sein