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Das Rennen um die Präsidentschaft hat begonnen. Man könnte meinen, der Van der Bellen hat schon gewonnen, logisch gesehen, so wegen der Saatsmännigkeit, der internationalen Reputation, dem Ansehen für das Land und was einem halt sonst noch so einfällt. Ja genau, und die Menschen mit höherer Schulbildung wählen ihn sowieso.

Und das ist mehr als blauäugig. Die jetzt er recht Wähler werden noch einmal alles daran setzen, es “denen” da oben so richtig zu zeigen. Die Grünen sind für viele nicht wählbar: “Die wollen den Benzin teuer machen, den Tierschutz verschärfen, das Eigentum angreifen und die Schwulen und Flüchtlinge mögen sie auch.” Da spielen gute Argumente längst keine Rolle mehr, es geht um ein eindeutiges Feindbild, das vorwiegend an Stammtischen und Bierzelten stimmgewaltig definiert wird: “Die untereinander streitenden Besserwisser, die Linken, die Kiffer, die grünen Diktatoren, und so weiter.” Österreich braucht politisch nicht mehr gespalten zu werden, das ist schon lange passiert. Am frustrierensten ist, dass die alten Großparteien noch immer nicht wahrhaben wollen, dass sie schon seit Jahren den Blauen in die Hand spielen, von koalitionärem Neustart zu Neustart. Das ist leider auch ein Fakt. (kat)


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Der erste Durchgang der Bundespräsidentenwahl ist geschlagen. Bis auf die Parteizentralen und Meinungsforscher hat jeder Österreicher gewußt, wie das in etwa Ergebnis ausschauen wird. Überrascht hat eigentlich nur, dass nicht einmal die Roten ihre Stammwähler zur Räson bringen konnten. Der schwarze Wunschkandidat, der niederösterreichische Landesfürst Pröll hat schon gewußt, warum er lieber nicht antritt, ein alter Fuchs halt.

Der Lugner ist dort, wo er hingehört.  Hofer war als Sieger vorhersehbar, selbst die Höhe des Sieges und dass entweder Van der Bellen oder  Griss die Gegner sein würden, war letzendlich die logische Konsequenz. Die Grünen haben immer bessere Umfragen als Ergebnisse, das hat Tradition.

Spannend wird der zweite Durchgang sein und es bleibt zu hoffen, dass die Vernunft siegen wird. Mir persönlich gefällt der Rechtsruck in Europa nicht und ich bin gespannt, wie Österreich darüber entscheiden wird; aushalten muss eine Demokratie jede Entscheidung des Wählers. (kat)

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Cartoons by seli


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Es gibt in Österreich 5 Kandidaten, die ernsthaft um das Präsidenternamt in unserer Republik wahlkämpfen und den Baumeister Richard Lugner. Er erfüllt zwar auch alle Voraussetzungen, rein rechtlich gesehen, für unseren Staatssender ist das aber nicht so. Er durfte beim Diskussionsmarathon vor einigen Tagen in der ORF Primetime nur von zuhause aus zuschauen.

Bei den insgesamt 6 Kandidaten war nur für die aussichtsreichchten 5 Platz im Studio, wurde immer wieder betont. Ein bißchen eigenartig mutet das schon an.  Jeder Privatsender hat das Recht einzuladen wen er will, beim Staatsfunk ist dieses Verhalten sonderbar und demokratipolitisch unsauber. Es stellt sich für mich die Frage, wie unabhängig ist der ORF wirklich? Hat der Staatssender das Recht, in einen Wahlkampf so massiv aktiv einzugreifen?  (kat)

Richard Lugner und die Elefanten
Die Schwammerlsaison hat bgegonnen. Pilzköpfe 2016


Cartoon by Thomas Selinger "seli"

Die Wahl zum österreichischen Staatsoberhaupt rückt näher, man merkt das nicht zuletzt auch an den gehäuften Auftritten mancher Kandidaten im Fernsehen.

Richard Lugner kennt man eher aus den Klatschspalten und unter anderem auch wegen seiner Rolle in der Comedyserie “Wir sind Kaiser” und nicht als Politiker.

Im echten Leben kann man sich des Eindrucks aber nicht verwehren, dass er von manch öffentlich-rechtlicher Fernsehstation als tatsächlicher Kandidat zur Präsidentenwahl nicht ganz ernst genommen wird. Einzelne versuchen, ihn als Kasperl zu präsentieren, das mag er in mancher Hinsicht vielleicht auch sein, im Wahlkampf ist das aber für mich eine einseitige, tendentielle und somit unsaubere Berichterstattung. Zumindest für angeblich unabhängige Journalisten von öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten. (kat)

Cartoons in der Dorfzeitung >


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Das Event ist Geschichte. Mit großem Dank an alle Helfer, Unterstützer und Mitwirkenden. Viele Geschichten, Eindrücke und tolle Erlebnisse bot der Event am vergangenen Wochenende in der Panzerhalle. In Eharts Fischbar war der Fisch los, kann man sagen. Bei Livemusik und Livepainting kredenzte der Starkoch Christof Ehart ein Flying 5 gang Menü der Extraklasse.

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Bei der Tombola zu Gunsten von Wings for Life wurde eine Summe von 700 Euro gespendet und tolle Preise ausgegeben. Ein Wochenende im Batzenhäusl in St. Gilgen, ein Original Seli Gemälde und vieles mehr gab es dabei zu gewinnen.

 

 


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Die EU hat damit begonnen, ihre Aussengrenzen dicht zu machen. Mit Zäunen und allem was dazugehört. Mittendrinnen. Am Balkan. Zwischen Griechenland EU und Mitteleuropa. Und man spricht noch immer von Hot Spots und Aufnahmezentren vor Ort. Auch die Türkei muss an einer Problemlösung mithelfen, heißt es. Milliarden Euronen sollen das Verhandeln erleichtern.

Von Politikern hört man, dass es unschöne Bilder von Flüchtlingen, die irgendwo stranden, geben wird, Eile sei angebracht. In der Zwischenzeit fallen immer noch Gewehrschüsse und Bomben. Die Munition geht in den Krisengebieten nicht aus. Es werden noch immer sehr gute Geschäfte mit dem Tod gemacht. Das Goldene Kalb glänzt besser und grauslicher denn je. (kat)


Es soll Betriebe geben, da ist das Essen während der Arbeit nicht erlaubt. Da gehen dann die Mitarbeiter wirklich noch auf Mittagspause und das ist nicht einmal verrechenbare Arbeitszeit.

Schauerlich und unsozial ist das. Wirklich wahr.

Da geht es manchen Staatsdiener schon besser, die dürfen essen. Die Post bringt allen etwas. Und trinken. Und auch die Landesbeamten finden laut Standesvertretung durchaus Gefallen an diesem Versorgungssystem und fordern es lautstark. Ist schon verständlich, werden doch die ersessenen Privilegien immer weniger!

Irgendwann einmal kommt dann hoffentlich der 5 Stundentag für die Beamten, damit die 10 Stundentage des restlichen Arbeitsvolkes anständig verwaltet werden können!


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Sie kommen in regelmäßigen Abständen, die Androhungen, dass man aus der EU austreten wolle und immer mit dabei, die Forderungen für ein Verbleiben. Very British halt, etwas versnobt und fast gar nicht gierig. Und besser als alle anderen sind sie sowieso. Dabei kann man nicht einmal sagen, die Insulaner hätten sich in der Flüchtlingsproblematik ganz besonders positiv hervorgehoben. (kat)

seli/ Big. T: Very British >


Die Flüchtlinge verschwinden schön langsam von den Titelseiten der Medien, man hat sich daran gewöhnt. Die Organisation rund um das Thema ist besser geworden, weniger werden es bis dato aber eher nicht. Dafür kommt der Winter. Die Zelte werden weniger, die festen Unterkünfte mehr, der Weitertransport nach Deutschland ist geordneter. Einzig auf der erste Etappe von der Türkei übers Meer nach Griechenland ertrinken noch (zu)viele Menschen und auch die Balkanländer verzögerndie Durchreise.

Da und dort hört man mittlerweile bei uns im Inland von Problemen, die es nicht geben darf. Die menschliche Tragödie der Betroffenen ist schier unermesslich. Europa hat noch immer keinen gerechten Weg zur Finazierung des Problems, und letztendlich geht es meistens um Geld und Macht, gefunden. Weltweit geschieht wenig bis gar nichts, um den Nahen Osten zu befrieden. Und wenn man die Töne vom us-amerikanischen Wahlkampf hört, fällt es schwer, an das Gute im Menschen zu glauben.

Jetzt, in der kaufrauschigen Vorweihnachtszeit, sind die Gedanken und Probleme der Menschen aber ohnedies ganz wo anders. Es geht um Profite, Verkaufzahlen und Glühwein. Stille Nacht. (kat)


Cartoon by Thomas Selinger "seli"

Es schneit, die Weihnachtsmärkte haben bereits geöffnet, die angeblich stillste Zeit des Jahres steht vor der Tür. An so einem trüben Samstag hat man dann auch die nötige Zeit und Muße, um unterschiedliche Zeitungen und Magazine zum Weltgeschehen zu lesen.

Und es ist schauerlich, was da rund um den Erdball so alles passiert: Es gibt Kriege, Bürgerkriege, Terroranschläge, und alles, was einem an Grauslichkeiten nur so einfallen kann. Das Frustrierende, letztendlich geht es überall um Macht und Geld, ganz gleich hinter welchen Ideen, Religionen und Idealen sich die Kontrahenten verstecken. Die Interessen der Menschen und auch deren Wohlergehen sind da eher ganz nebensächlich. Die menschlichen und humanitären Katastrophen sind akzeptierbare Kollateralschäden geworden.

Es regiert der Profit. Beim Tanz um das goldene Kalb haben Schwächlinge keinen Platz.


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Ein kuhles Bild für Dich Die modernen Stromrinder sind ganz scharf auf Selfies, wer kann es ihnen verdenken, ist doch das “Selbstportraitieren” auch bei den intelligenten Zweibeinern gross in Mode. (kat)


Die Bürgermeisterwahlen in Wien sind geschlagen, fast alle haben gewonnen. Bürgermeister Häupl darf auch in Zukunft Wien regieren. Die Blauen rund um Christian Strache werden einen Vizebürgermeister stellen. Die Regierung wird höchstwahrscheinlich eine Neuauflage der rot-grünen Koalition.

Interessant bei den Grünen ist eigentlich nur, ob die Chefin bleiben wird oder nicht, angekündigt hätte sie einen Rücktritt bei Stimmenverlust. Wahrscheinlich wird sie die österreichische Lösung wählen und bleiben. Die Neos bringen etwas PINK in das Rathaus und die Schwarzen sind noch nicht ganz weg. Unterm Strich wird sich wohl nicht viel ändern. Ob das gut ist, wird die Zukunft zeigen. Ein radikaler politscher Rechtsruck wurde noch einmal abgewendet, die Frage ist nur, wie lange das noch möglich ist.  (kat)