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salzburg wird pink

Salzburg hat offensichtlich eine landesweite Charmeoffensive für die neue Sternwarte am Haunsberg gestartet. Weiße Sterne auf pinken Plakaten verschönern die Gegend im ganzen Land.

Dazu kommen noch große Tafeln in Pink mit weißen Aufschriften von einzelnen Orten, die meistens von der Aufstellungsstelle weit weg sind. In Lamprechtshausen findet man beispielsweise Tafeln mit Mariapfarr im Lungau und umgekehrt im Lungau welche mit Arnsdorf. Die zu vermittelnde Botschaft ist nicht zu erkennen, schon gar nicht beim Vorbeifahren. 

Ob es einen politischen Hintergrund für diese Plakataktion gibt, ist nicht bekannt. Mit dem Ausscheiden vom pinken Neosgründer Matthias Strolz aus der Politik dürfte sie allerdings eher nichts zu tun haben.

Ein befreundeter Pendler aus dem benachbarten Innviertel, der täglich in einer Autofahrgemeinschaft nach Salzburg fährt, meinte, es könnte sich eventuell um eine Stille Nacht Aktion handeln. Genaueres weiß er aber auch nicht.


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Das Jahr 2016 ist ins Land gezogen, für einige Zeit standen in den letzten zwei Wochen das Familienleben, das Brauchtum, Sport oder ganz einfach Relaxen und Chillen im Zentrum des Geschehens. Spätestens nach dem Dreikönigstag holt uns und der Alltag wieder ein, wahrscheinlich ist es auch gut so.

Jetzt kommt aber auch die Zeit, wo wir darüber nachdenken müssen, wie es mit der Dorfzeitung weitergehen wird. So wie jedes Jahr um diese Zeit bitten wir unserer Leser um Unterstützung in Form einer kleinen Spende, damit wir auch in Zukunft unabhängig und frei von jedem Zwang arbeiten können.

KTraintinger für das Team.


Vor einigen Tagen wurde die “Moorbahn”, das neue Anschlussstück der Salzburger Lokalbahnen in das angrenzende Innviertel feierlich eröffnet.

Leider war die Dorfzeitung nicht eingeladen, so können wir nicht über die Eröffnungsfeier an sich berichten, Bilder von der Bahn in der bilderbuchartigen Landschaft des nördlichen Flachgaues möchten wir unseren Lesern dennoch nicht vorenthalten.

Zug in Roding 2015

Eingesetzt werden ältere ÖBB Eisenbahngarnituren, es sollte für den Anfang einmal reichen, hört man aus gewöhnlich gut informierten Kreisen. Angeschlossen an das Eisenbahnnetz ist vorerst  Roding bei St. Georgen, geplant ist eine zudem Weiterführung bis nach Moosach, St. Pantaleon und letztendlich bis hinaus zum Höllerer See, der so touristisch noch besser erschlossen werden könnte.

Für den Pendlerverkehr in die Großräume sollen noch einige Eisenbahngarnituren angeschafft werden, falls es erforderlich wird. Erfreulich, dem Spaziergänger wurde von kompetenter Stelle mitgeteilt, dass die Finanzierung der Moorbahn gesichert ist, in der heutigen Zeit ist das ja fast schon eine Ausnahme. Ermöglicht wurde dies durch großzügige Zuwendungen von privater Hand.

Weitere Infos zum salzburger Eisenbahnnetz:
Die “Gelbe Elektrische” feiert Geburtstag! >


Vor einigen Tagen hat im Turnsaal der Volksschule in der Gemeinde von Lamprechtshausen eine sehr gut besuchte Podiumsdiskussion stattgefunden. Das Dorf im Norden des Salzburger Flachgaues bräuchte eine Umfahrung. Viele Besucher waren gekommen und alle wollten hören, wie es in dieser Sache nun tatsächlich ausschaut.  Wann endlich wird der LKW-Verkehr weniger? Gibt es eine berechtigte Hoffnung?

Der Spaziergänger berichtet.

Nach einigem politischen Hin und Her stellte der zuständige Landesrat Hans Mayr fest, dass in Salzburg in absehbarer Zeit kein Geld für die Realisierung einer Umfahrung zur Verfügung stehen wird. Die Kommentare der Fraktionsführer der örtlichen Parteien dazu waren inhaltlich bescheiden, was sollten sie auch sagen.

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Der gemeinsdame Tenor war: Zuerst einmal muss der tatsächliche Verkehr exakt erhoben werden, denn bis dato gibt es keine zuverlässigen aktuellen Zählungen. Wieviele LKW´s kommen von woher und fahren wohin, welcher Anteil an Verkehrsbewegungen ist hausgemacht, und so weiter und so fort.

Als erste kurzfristige Maßnahme muss der Transitverkehr der Mautflüchlinge gestoppt werden. Es gibt dazu mehrere Denkansätze, alle laufen letztendlich auf ein Madigmachen der Freude an der Durchfahrt durchs Dorf  (verschärfte Kontrolle der LKW´s, Slowdown-Maßnahmen, etc.) hinaus.  Das könnte vielleicht funktionieren, vom Wirkmechanismus hängt das aber eher nicht mit einer zukunftorientierten Verkehrsplaung, sondern vielmehr mit dem allbekannten Florianiprinzip zusammen.  Aber schauen wir, was kommt.

Kein Thema des Abends, obwohl strassenplanungstechnisch vielleicht durchaus interessant, war, dass in den letzten Jahren in Lamprechtshausen die Möglichkeiten für wahrscheinliche Umfahrungen durch diverse Gebäudeneubauten und Gewerbegebietserweiterungen nicht gerade größer geworden sind.  Außer natürlich, man arbeitet listigerweise auf eine der großen Lösungen hin: Untertunnelung von Holzleiten nach Schwerting, eine Brücke von Arnsdorf nach Furkern, die große Westvariante über Bürmoos und St. Georgen oder die kleine Ostvariante über Michaelbeuern und Nußdorf. Die Entscheidungen der Götter sin oft undurchschaubar.

Eine der wichtigsten Aussagen des Abends war, dass Lamprechtshausen erfreulicherweise über eine schöne freie Budgetspitze verfügt. Ein gutes Wirtschaften hat dies ermöglicht, wie Bürgermeister Griessner betonte. Jetzt darf man gespannt sein, wie sich das im kulturellen Leben im Dorf niederschlägt, freuen wir uns darauf. Normalerweise heißt es ja immer, leider hat die Gemeinde kein Geld …


Stille Nacht Käse

Es kommt Bewegung in den Salzburger Milchmarkt. Die wirtschaftlichen Turbulenzen des Käsehofs wurden nach der Übernahme durch die Alpenmilch Salzburg überwunden und zusammen mit der Tauernmilch ist jetzt die SalzburgMilch Gmbh. entstanden. Man ist größer und schlagkräfiger geworden.

Wahrgenommen vom Spaziergänger

Die Käsehofkuh wird vermutlich den Weg alles Irdischen nehmen und begraben werden. Jetzt ist Zeit für Neues, zuerst einmal muss gebaut und modernisiert werden. Im Norden von Lamprechtshausen sind die Schubraupen und Bagger aufgefahren, um die letzen Vorbereitungsarbeiten für den Spatenstich für das neue, 45 Millionen schwere Käsekompetenzzentrum durchzuführen. In Zukunft wird alles besser, die krisengeschüttelten Emmentalerproduzenten wollen Vorbilder im Erzeugermilchpreis werden und ihre Produkte in die ganze Welt verkaufen. Die Flachauer Milchwirtschaft ist in Aufbruchstimmung.

Vor einigen Jahren wurde in Arnsdorf das Stille Nacht Museum modernisiert, heute denkt man mancherorts laut über den Schulbetrieb in der ältesten Volksschule Österreichs nach. Wie lange kann der Schulbetrieb noch aufrecht erhalten werden, in einer Zeit, in der massiv gespart werden muß? Die Schülerzahlen werden schon seit längerer Zeit durch Schüler aus der Nachbargemeinde künstlich hochgehalten. In der Gemeinde gibt es ohnedies eine zweite, moderne und größere Volksschule, die die Arnsdorfer Kinder problemlos aufnehmen könnte.  Die Kinder werden in den Kindergarten und in die Hauptschule nach Lamprechthausen gefahren, nur mit den Volksschulkindern geht das nicht. Das Museum würde durch die zusätzlichen Räume im Erdgeschoß immens gewinnen.

Das Stille-Nacht-Käse Projekt

Offensichtlich hat man in der Gemeindestube über eine Sonderfinanzierung dieser altehrwürdigen Schule aber nun doch nachgedacht, wie es ausschaut, könnte in Zukunft ein “Käse-Hofladen” mit Produkten aus der neuen Käserei die Schule erweitern, eine hölzerne Baumaske dazu wurde bereits von einer Zimmerei errichtet und kann besichtigt werden.

Zur Zeit ist es ja zudem nicht möglich, einen in Lamprechtshausen erzeugten Emmentaler als Otto Normalverbrauer in der örtlichen Käserei käuflich zu erweben, zumindest sind keine Öffnungszeiten für einen Gassenverkauf bekannt.  Der Käse-Hofladen könnte diese Lücke schließen, ist doch das Stille Nacht Museum mit der angrenzenden Wallfahrtskirche Maria im Mösl ein wichtiger Touristenmagnet im nördlichen Flachgau. Vielleicht wird sogar schon an einer eigenen Käsemarke, an einem Stille Nacht Bummerl gearbeitet, wer weiß das schon! Man darf gespannt sein, was da noch alles daherkommen wird!


Landleben so wie es sein soll. Der Briefträger kennt alle Menschen im Dorf, weiß wo sie wohnen, mit wem wer verwandt ist und welchem Broterwerb sie nachgehen; berufsbedingt quasi.

Er weiß, wie es dem Kindern beim Studieren geht, was die etwas weiter weg wohnende Oma so macht. Bei sonnigem Wetter ist er mit dem Fahrrad im Dorf unterwegs, unterhält sich da und dort mit den Postempfängern. Er kennt und lebt im Dorf.

Mit dieser Heimatfilmidylle ist es schon lange vorbei. Die Briefträgerrayone werden immer größer, der Zeitdruck wächst. Manager stellen neue Regeln auf, es wird auf allen Ebenen optimiert. Ob die Briefträger noch Beamte sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Heutzutage hat man oft den Eindruck, als kleiner Individualkunde bringt man zu wenig Geschäft und ist nur wenig willkommen.

Am schrägsten ist aber die Tatsache, dass, wenn eine Adresse nicht genau passt, nichts zugestellt wird oder werden darf. Oft passiert es, dass in Landgemeinden von nur Hausnummern auf Straßenbezeichnungen gewechselt wird, wenn das Dorf wächst. Der Wunschempfänger wohnt dann zwar noch immer im gleichen Haus, die Hausnummer hat sich aber von 2 auf 3 geändert. Und plötzlich kommt der Brief mit Adresse geändert an den Absender zurück. Echt super.

Wenn man das so hört, versteht man schon, wenn eine Konkurrenz zur Post gefordert wird, meint ein verärgerter Spaziergänger.


Die Stolpersteine sind wieder an Ort und Stelle. Sie wurden nach der Gehsteigerneuerung sehr schön in das Pflaster eingelegt, einige Meter südlich der ursprünglichen Verlegestelle. Vielleicht war das der Grund, warum sie unserem Spaziergänger so lange nicht aufgefallen sind. 

Von Karl Traintinger.

Man findet sie am wiesenseitigen Rand des Gehsteiges, dezent und unscheinbar verlegt, damit ja niemand ins Stolpern kommt. Straßensicherheitstechnisch gesehen ist das auch gut so.  Sie werden auch ewig halten, wenn nicht dauernd drauf herum getrampelt wird.  Kulturgutverwaltungstechnisch gesehen isst das auch gut so. Ob das der Sinn von Stolpersteinen ist, steht auf einem anderen Blatt.

Weiterführende Links:
Stolpersteine auf Gehsteigen zu verlegen ist doch Unsinn, oder nicht?
Stadt Salzburg: Drei Stolpersteine entwendet
Vergessene Stolpersteine in Holzhausen?
Stolpersteine Salzburg
Stolpersteine – ein Kunstprojekt für Europa von Gunter Demnig


Gregor Jauker und sein Team ‘Gregors Fest- und Veranstaltungsservice’ luden Obdachlose und Bedürftige zu einem nachösterlichen Mittagessen ins Salzburger Franziskanerkloster. Eine schöne Aktion, bemerkt der Spaziergänger der Dorfzeitung.  Fotos: Manfred Siebinger.


Neue Hilfsmittel für unsere Sicherheit vorgestellt

In knapp zwei Wochen ist es endlich soweit, aus mehreren wichtigen fadenscheinigen Gründen wird die Vorratsdatenspeicherung aktiv.  Alle Telefongespräche werden mindestens ein halbes Jahr lang gespeichert, auch die Emails, und so weiter.  Danach werden sie gelöscht, das heißt es kommt ein roter Punkt mit dem Text gelöscht neben dem Datensatz dazu.

Von Karl Traintinger

Dadurch ist es möglich, dass man auch später nachschauen kann, wenn man zum Beispiel vergessen hat, mit wem man vor 4 Jahren zum Kaffee verabredet war.  Äußerst praktisch.

Auch die Zucht der Bundeswürmer geht flott voran, man weiß nur noch nicht, ob sie bereits vorinstalliert mit jedem Rechner ausgeliefert werden sollen oder nicht.  Da sind sich die Voyeure noch nicht ganz einig darüber. Fakt ist, Vater Staat wird immer neugieriger und die immer häufiger werdenden Terroranschläge sollen sein Tun legitimieren.

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Ganz neu sind die Überwachungsmöglichkeiten für den Haushalt, die Anfang März gerade noch rechtzeitig auf der CeBIT, der wichtigsten Messe der ITK-Branche in Hannover, vorgestellt wurden. Mit diesen Geräten ist eine umfassende Überwachung möglich und jeder Bürger kann sich frei entscheiden, was für ihn die beste Variante ist. Die Zeit, als sich jemand zum Belauschen in Wohnzimmer setzten musste, ist längst vorbei.

Heutzutage kann man sich für Mikrofone in Lampenschirmen, Wetterstationen, Lautsprecherboxen, Fernsehern, und so weiter entscheiden. Mit dem richtigen Equipment fallen die Überwachungsgeräte überhaupt nicht mehr auf und der Innenarchitekt kann wie gewohnt einrichten. In zahlreichen Geräten, wie Laptops, Fernseher, etc. kann bei Bedarf auch eine Videoüberwachung aktiviert werden, zum Teil ist sie optional nachrüstbar.

Besonders geeignet sind diese modifizierten Haushaltsgeräte für Menschen, die ihrer Meinung nach ohnehin nichts zu verbergen haben und die sich dem Staat zu vorauseilendem Gehorsam verpflichtet fühlen. Ein weiterer wichtiger Schritt im staatlichen Sicherheitsdenken ist die Möglichkeit, schon bei einem Verdacht auf diese Daten ohne große Genehmigungsverfahren zugreifen zu können, hört man. Im vernetzten digitalen Zeitalter ist das praktisch von jeden Polizeiwagen aus möglich, der Verbrecherschutz kann so optimal durchgeführt werden. Über die zum Teil ausufernde Meinungsfreiheit und Pressefreiheit wird man noch reden müssen.

Interessenten wenden sich bitte an die neu zu errichtende Infostelle für vorausplanende Sicherheits- und Überwachungstechnik im Parlament. Die Beratung ist kostenfrei.

Weiterführende Infos:
bernhard jenny: ACTA – den mächtigen missfällt die freiheit
Stopp ACTA Demo am 25. Feber 2012 in Salzburg
Der Standard: Vorratsdatenspeicherung. “Ab 1. April stehen alle Bürger unter Generalverdacht”


Leise trällern Weihnachtslieder aus den Lautsprechern im Obendorfer Stille Nacht Bezirk, die Buden am Weihnachtsmarkt eröffnen gerade, es ist früher Vormittag.  Eigentlich trübt nur der fehlende Schnee und die nicht klirrende Kälte die vorweihnachtliche Stimmung.

Gegen den 24. Dezember zu hat man dann schon Schwierigkeiten, als Individualreisender, zwischen den Autobusgruppen in die Kapelle zu gelangen; zu dicht drängen sich die interessierten Besucher.

Will man einigermaßen Ruhe bei der Besichtigung haben, sind meist die späten Abendstunden besser, wenn die Bustouristen schon irgendwo gemütlich beim Abendessen sitzen, meint ein regelmäßig nach Oberndorf zurückkehrender Spaziergänger, der den Rummel zwar nicht mag, ihn aber doch in Kauf nimmt, und sei es nur, weil er auf ein adventliches Schnäpschen beim Bruckmoser aus Stockham/ Lamprechtshausen vorbei schaut, und oder beim Drechsler Peter Lustig aus Bürmoos, mit den besten handgemachten Kreiseln weit und breit.

Infos aus Oberndorf finden Sie HIER>
Stille Nacht Museum Arnsdorf >

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Der Weihnachtsmann hat heuer das Christkind abgelöst. Im Zeichen der Schuldenbremse kann man ein funkelndes und glitzerndes Christkind nicht brauchen, da hat schon ein einfach rot-weiß gekleideter Weihnachtsmann bessere Chancen, ernst genommen zu werden.  Und bitterer Ernst ist notwendig, wenn man sich das Unwort des Jahres,  “Schuldenbremse”, auf der Zunge zergehen lässt.

In Wirklichkeit ist der Eiertanz unserer Politiker nicht mehr auszuhalten, frustrierender Weise ist sogar die politische Farbe der Akteure nur Nebensache. Da haben die Parlamentarier vor nicht all zu langer Zeit, als sie um Wählerstimmen buhlten unser Geld mit beiden Händen beim Fenster hinaus geworfen und jetzt, auf  einmal, soll es in der Verfassung stehen, dass sie auf  Bürgers Kosten sparen müssen, weil es so nicht weiter gehen kann.  Offensichtlich sind sie sich noch immer nicht im Klaren darüber, dass es schön langsam eng wird, mit dem Geld. Noch können sie ja mit dem Finger auf Griechenland zeigen, die Damen und Herren,  aber schön langsam sollten kreative Vorschläge zur Budgetsanierung kommen, wenn es nicht auch bei uns in den Graben gehen soll.  Man darf gespannt sein, ob ihnen mehr als eine Steuererhöhung einfallt, oder nicht.  Mir schwant Grausliches.

Auch mit dem Euro ist es so eine Sache.  In Europa wird er schlecht geredet, die Amerikaner schauen skeptisch und besserwissend über den großen Teich zu uns herüber, obwohl sie ursächlich am Finanzproblem beteiligt waren und sind.  Vielleicht sollte unsere Regierung zur Aufrechterhaltung der Liquidität nach Amimethode auch den Schuldenrahmen erhöhen und Geld nachdrucken?

Wenn man genauer hinschaut, ist es beschämend, was uns unsere großen Vorbilder vorleben,
meint ein frustrierter weihnachtlicher Spaziergänger.


“Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen”, heißt in einem wunderschönen alten Weihnachtlied, das in vielen Häusern am Heiligen Abend von Familen gesungen wird; oft spielen Kinder dazu auf ihren Musikinstrumenten. Es ist heimelig, mit strahlenden Augen erwarten die Kinder ihre Geschenke.  Es durftet allerorts nach heißem Kinderpunsch und  Weihnachtsgebäck.

Diesem friedvollen Weihnachtsglück innergebirg konnte sich auch die Verbund-Tochter APG nicht entziehen und enschloss sich kurzerhand, sich am vorweihnachtlichen Treiben zu beteiligen. Was lag näher, als einen Christbaum im öffentlichen Raum zu spenden. Gedacht, getan. Auf dem Grundstück des Maximarkts Bruck stand ein riesiger Strommast, der kurzerhand mit Lichterketten geschmückt wurde und um das dritte Advetwochenende jedermann und jederfrau erfreute.

Und dann kamen sie, die Schiachperchten und Tauerngeister, und schimpften und waren empört darüber, dass so etwas nicht geht. Wo kämen wir dahin, wenn plötzlich jeder seine Strommasten beleuchten dürfte, hieß es. Womöglich würde sogar jemand auf die Idee kommen und eine eigene 380-kV-Leitung  quer durch das Land bauen, um möglichst viele Leuchtchristbaummasten zu haben, das geht doch auf keine Kuhhaut, das kann doch nicht wahr sein!

Und so kam, was kommen musste, der schöne Christbaum wurde finster, entleuchtet, ganz einfach abgedreht. Brennende Kerzen waren sowieso nicht im Spiel. Umgeschnitten wurde er nicht, er wird wahrscheinlich auch nicht entsorgt werden.

Aber geleuchtet hat er schon schön, meint der Spaziergänger, der sich auch heuer wieder eine kleine Salzburger Fichte aufstellen wird.  Auf diesen heimatlichen Bäumen braucht man auch nicht so viel aufhängen, weil sie eher weniger Äster haben. So dicht wie die Nordmanntannen sind sie Gottseiddank nicht. So ist es halt.


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