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Autobahn

Schluss mit Tempo 140 – Ein Anschlag?

Meine Gedanken schweifen um Sprache.
Sprache enthüllt. Sprache zieht Vorhänge zur Seite. Sprache macht sichtbar.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarród

Words cut deeper than a knife…
Worte sind Taten.

Norbert Hofer bezeichnet die mögliche Abschaffung der Teststrecken als “Anschlag auf die Autofahrer”. Anschlag sagen meine Gedanken. Anschlag.

Weiß Hofer eigentlich, was das Wort ANSCHLAG in der deutschen Sprache bedeutet?

Wenn nicht, helfe ich ihm gerne.
Nach Duden bedeutet Anschlag “gewalttätiger, auf Vernichtung, Zerstörung zielender Angriff”.

Diesen Akt unterstellt er den Grünen in der neuen Regierung.

Eine Ungeheuerlichkeit, wenn er die Bedeutung des Wortes kennt. Eine ungeheure Dummheit, wenn er, der sich ja einmal zum Glück vergeblich, um das höchste Amt in Österreich beworben hat, die Bedeutung nicht kennt.

Und ein weiterer Beweis dafür, dass die FPÖ und deren Chef mit den Themen Umweltschutz und Verkehrssicherheit nichts am Hut haben. Gedankenlos sind, sagen meine Gedanken.

Ohne jede Rücksicht.

Ewig gestrig.

Weiterführende Info:

Dorfzeitung.com


Die B156 beim Stadlerberg in alten Ansichten

Der Bereich zwischen dem Gasthaus Stadler und der Bürmooser Kreuzung war schon immer eine Engstelle. Allerdings war das Verkehrsaufkommen in den 50iger und 60iger Jahren deutlich geringer.

Von Karl Traintinger

Unten an der Kreuzung stand noch die Stadlerkapelle. Vom Gastgarten des Gasthauses gab es eine Treppe zur Bundesstraße hinunter. In der Stadlerkurve stand vor dem heutigen China-Restaurant (Han-Asia, früher Fleischhauerei Zehetner) das Kaufhaus Weikl.

Am Foto sieht man den Straßenverlauf der B156 durch Lamprechtshausen als blaue Linie, der Stadlerberg ist dunkelblau. Das Bild wurde Mitte der 50iger Jahre aufgenommen.

Die folgenden Bilder aus den 60iger Jahren wurden freundlicherweise von Barbara Schwaiger (Zehentner) zur Verfügung gestellt.

Der Verkehr im Dorf >



Verkehr im Dorf

Der Verkehr im Dorf

Wenige Tage bevor das umstrittene LKW-Fahrverbot für die großen Überlandbrummer durch Lamprechtshausen in Kraft tritt, möchte ich einige Archiv-Fotos vom 21. Mai 2008 14:30 Uhr zeigen.

Von Karl Traintinger

Es war damals die Zeit, als der Kreisverkehr an der Bürmooser-Kreuzung vor der Fertigstellung stand. Die Stadlerkapelle gab es noch in der ursprünglichen Form. Viele Gemeindebürger waren sehr neugierig, ob so ein Kreisverkehr überhaupt funktionieren kann.

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Die Diskussionen zu einer möglichen Ortsumfahrung waren im Sand verlaufen. Es gab von jeder politischen Partei nur beste Lösungsvorschlägen, die einen wollten das Dorf im Norden, die anderen im Süden umfahren, selbst ein Tunnel war im Gespräch. Die Gemeinde hat sogar im Zuge der Grundzusammenlegung eine mögliche Trasse ausgewiesen.

Seit damals wurde sehr viel gebaut und einige mögliche Trassenführungen sind zwischenzeitlich unmöglich geworden. Mit einer Ortsumfahrung schaut es zur Zeit eher sehr trist aus, dabei wurde über eine Finanzierung noch gar nicht gesprochen.

Fakt ist, dass der Verkehr in den letzten 12 Jahren nicht weniger geworden ist. Bei genauem Hinsehen gibt es heute ein großes Gewerbegebiet von Lampechtshausen bis Braunau hinab. Es wird spannend, welche Probleme mit dem LKW-Fahrverbot wirklich gelöst werden können.


Parkhaus Lhausen

Das Parkhaus im Dorf

Lamprechtshausen hat zugestimmt. Einstimmig. Es soll im Bahnhofsbereich ein Parkhaus für Lokalbahnbenutzer gebaut werden.

Bemerkenswert ist, dass der Beschluss einstimmig zustande kam, obwohl er nicht von der BürgermeisterInnenpartei eingebracht wurde. Vielleicht macht aber gerade das die Bürgermeisterin im Dorf aus.

Die B156 nach Salzburg ist zu den Stoßzeiten morgens und abends gnadenlos verstopft, im Radio hört man immer wieder von Zeitverzögerungen Das ist die moderne Umschreibung von Stau. Die Lokalbahn läuft parallel zur B156 und sollte eigentlich das Hauptverkehrsmittel in die Stadt sein.

Sie schwächelt nur am Anfang und am Ende der Strecke ganz beträchtlich. Man sollte im Norden über einen Ausbau in Richtung Eggelsberg und in der Stadt über den Hauptbahnhof hinaus nachdenken.

In Lamprechtshausen könnte man das Parkhaus direkt über den Bahnhof bauen. So ließe sich wertvoller Grund sparen. Schade, dass daran bei der Errichtung des neuen Bahnhofs vor ein paar Jahren noch nicht gedacht wurde.

Erfreulich ist, dass die Weichen in die richtige Richtung, gestellt wurden! Es muss alles versucht werden, um den Individualverkehr zugunsten der Öffis zu reduzieren.


Bullenarena Stadion

Salzburg Wals | Schwebebahn als Stadionzubringer

31000 Besucher in der Bullenarena in Salzburg. Verkehrschaos blieb aus, Verbesserungen in Planung. Sensationelles Bahnprojekt.

Das Probespiel der der Salzburger Bullen gegen Arsenal London letzten Mittwoch verlief nicht nur aus sportlicher Sicht erfolgreich. Der 1:0 Sieg des Österreichischen Fußballmeisters war Balsam auf die Wunden der österreichischen Fußballseele. Das Goldtor erzielte Vladimir Janocko in der 75. Minute.

Der vor allem von den Anrainern befürchtete Verkehrskollaps blieb aus, das durch die Fans zusätzlich hervorgerufene Verkehrsaufkommen hielt sich in Grenzen.

Damit das Stadion nach der EM nach Schilda-Manier nicht wieder auf das ursprüngliche Maß verkleinert wird, ließen sich die zuständigen Manager und die Stadtregierung aus Schloss Hellbrunn ein sensationelles Projekt einfallen: Es wird zu einem zentral gelegenen Megaparkhaus, das sowohl von den mit dem Auto anreisenden Stadionbesuchern, als auch vom Flughafen Salzburg und den nahe gelegenen Einkaufszentren genutzt werden kann, eine leistungsfähige Hochschwebebahn errichtet.

Die kurze Strecke über die Autobahn lässt sich bis zur Fußball Europameisterschaft errichten, der Endausbau sollte in 2 Jahren fertiggestellt sein. In der Endausbaustufe ist auch der Anschluss des Salzburger Spaßbades geplant, dazu ist nur eine kurze Verlängerung nach Wals nötig. Die Kosten werden zwischen den Beteiligten und einigen Sponsoren aufgeteilt und dürften kein Problem darstellen.

Ein Anschluss der Festspielhäuser ist technisch anspruchsvoll aber lösbar und wird zur Zeit intensiv diskutiert.

Salzburg könnte mit dieser Schwebebahn an der Peripherie, die auch die Innenstadt anbindet, das Verkehrsproblem für lange Zeit lösen, meint der für den innerstädtischen Verkehrsstau zuständige Intendant der Stadtregierung. Die Grundausbaustufe könnte vom Stadion/ Europark, zum Messegelände und dann weiter zum Mönchsberg führen. Spannend wäre auch ein Anschluss bis hinüber zum Kapuzinerberg.

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