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Zeitgeist 1986 01

Portrait Gottfried Laf Wurm von Walter Hansy

Langsam bohrt sich das scharfe Gewinde des Korkenziehers seinen Weg. Satt ergießt sich der Rotwein in die Gläser. Im Atelier ist – ausnahmsweise – alles penibel aufgeräumt.

Die vielen Bilder, ob mit oder ohne Rahmen, stehen wie abgezirkelt im rechten Winkel neben- und übereinander. Bevor geredet wird, wird erst einmal angestoßen. Worauf? Auf die Kraft des Lebens, so Gottfried “Laf” Wurm >, Maler und Nachtwächter aus Passion. Den einen könnte es ohne den anderen nicht geben. Das habe ich in den vielen Jahren, die ich ihn nun kenne, festgestellt.

Erst dieses Doppelleben erhält ihm die Freunde am Schaffen. Er ist ein Künstler von echtem Korn und Schrot, so wie man sich ihn in Bilderbuch vorstellt.

Ein wallender Bart umrahmt das Gesicht und versucht vergebens die Rundungen, Zeichen vitalen Lebens zu verbergen. Zu den Füssen liegt ein scheckiger Hund, der die Bilder, wenn sie im Freien gemalt werden, als erster bewundern darf. (Textausschnitt von der Titelseite)

Inhaltsübersicht

Seite 1: Portrait Gottfried “Laf” Wurm, Lassee, Marchfeld, Weinviertel, NÖ

Seite 2: Malerwoche in Nierdersulz, Fotowettbewerb des Forum Z, Veranstaltungshinweise

Seite 3: Der Schlössl-Club in Mistelbach, Schriftenreihe Weinviertel

Seite 4: Literarisches ausgewählt von Ewald Spanner – von A. Th. Dietmaier, Gertraud Diem, Robert Waditschatka, Friedrich Sacher, Brigitte Dorfinger, Harald Maria Höfinger, Rudolf Weiß, Friedl Ott, Armin Stidl, Wilhelm Haslauer

Seite 5: Fotoarbeiten von Roland Soos, Stillfried – 30.000 Jahre Kultur, Jagdmuseum Jetzelsdorf

Seiten 6 + 7: Prinz Eugen und das barocke Österreich, Buchtipp – Prinz Eugen und das Marchfeld

Seite 8: Portrait Walter Bäck – Schriftsteller von Gerhard Hasitzka, Musik – gestern – heute – morgen von E. Weninger

Seite 9: Kennen Sie Herrn Konstantions Zervoudakis? Ein Bericht über die Arbeit von amnesty international von Rudolf Weiß

Seite 10: Kiai – Muskelton von Ewald Spanner, Barbara Entacher-Kohlbauer – Schutzräume, Musik – gestern – heute – morgen II von E. Weninger

Seite 11: Der Jugendclub – Club VIS – A – VIS von Otmar Biringer

Seite 12: ET CETERA – Landeshauptstadt vor mehr als 2000 Jahren: Stillfried an der March von Josef Schordan,Dichterlesung: Der Täter kehrt an den Tatort zurück – Bericht von Walter Hansy, Vero Masar – Malerei mit Ffsetfarben im Cafe Point in Mistelbach, Veranstaltungskalender

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Zeitgeist 4-1985

Aus dem Versuch im Sommer vorigen Jahres mit einer 4-seitigen Zeitung ist mittlerweile ein 12-seitiges Blatt entstanden.

Aber Dank des zähen Arbeitens am Gegenstand ist es uns nicht nur gelungen, das Nachrichtenspektrum zu erweitern, sondern auch die Aufmachung konnten wir wesentlich verbessern.

Standen bei den ersten Nummern der Namensgeber und Initiator der Zeitung Mag. Karl Traintinger und ich eher allein auf diesem Gebiet, so ist es Dank seiner Bemühungen gelungen, ein respektables Mitarbeiterteam aufzubauen, sodaß unser Team derzeit aus 11 Mitarbeitern besteht.

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Derzeit umfaßt unsere Zeitung zirka 100.000 Anschläge, was einem Buch von zirka 40 Seiten nahekommt. Allen Erwartungen konnten wir leider nicht entsprechen, so konnte die von Mag. Traintinger initiierte Sondernummer Fotografie aus zeitlichen und organisatorischen Gründen leider nicht verwirklicht werden. Doch bleiben wir der Fotografie verhaftet, was in dieser Ausgabe ausführlich beschrieben ist.

Auch im nächsten Jahr erscheint der Zeitgeist viermal im Jahr, und zwar im März, im Juni, im September und im Dezember. Der Preis des Abonnements bleibt unverändert.

Im Namen des Vorstandes des Forum “Z” und im Namen der Mitarbeiter der Kulturzeitung Zeitgeist möchte ich Ihnen, sehr geehrte Leserin und sehr geehrter Leser, ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute im nächsten Jahr wünschen.

Editorial von Gerhard Hasitzka

Inhaltsangabe

Portrait des Wolkersdorfer Fotografen Otto Semrad, Der Marchfelddichter Helmut Pacholik, Lyrisches von Ewald Spanner, Fotografie – Sonderbeilage, Kultodrom Mistelbach, Glosse: Zistersdorf und der Herr Bundespräsident, E & E Jazzinitiative Weinviertel/ Marchfeld, Jungenclub Taverne in Michelstetten, etc.

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Zeitgeist 3 1985

Der Name ist Wall und Bauch

Wovon unterscheidet sich unser Zeitgeist in kulturellen Belangen vom Geist der Zeit vergangener Zeiten? Frühen fragte sich das Publikum im Hinblick auf den Künstler: “Haben Sie überhaupt schon einmal von dem gehört?” Heute fragt es: “Haben Sie schon einmal von den gesehen?”

Hatte früher einmal wer etwas von jemandem nur von ferne gehört, dann handelt es sich um keinen prominenten Musensohn; hat man heutzutage einen ferngesehen, dann ist der betreffende Künstler und sein Anbeter “in”. Danach richten sich die Cleveren mit den guten Verbindungen in der Branche aus. So haben manche schon mit Hilfe der Medien dem Publikum manches gezeigt.

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Um in das Bewußtsein, sprich Kopf der breiten Masse einzudringen, bedarf es bloß des bloßen Hinterteils des Künstlers. Als Prominenter muß man sich nicht unbedingt noch etwas leisten, sondern kann sich manches leisten.

Ausschnitt aus dem Editorial von Friedrich Heller

Aus dem Inhalt der Ausgabe 3/ 1985

Portrait des Schriftstellers Friedrich Heller von Gerhard Hasitzka, Hexen-Puppen-Bilder – Gedanken zu den”magischen Graphiken” von Erich J. Deutsch. Die Puppe “Ura” von Rudolf Weiß. Der Kunstkreis Hohenau – von Gerhard Hasitzka und Ing. Gunter Schultes. Portrait des Hohenaur Malers Franz Gürtl – von Mag. Hans-Michael Hajek. “ZEIT-(T)RÄUME IN SCHLOSSHOF” von Wolfgang Hochmeister. Mühlen im Weinviertel – von Erwin Konecny. Peter Asimus – Fotografien. Matthias Mander: Wüstungen – Eine Buchvorstellung von Walter Hansy. Portrait von Gottfried Umschaid – von Rudolf Weiß. Unsinn lebt – man muß ihn nur erfinden – von Rudolf Weiß.

Der Zeitgeist 3/ 1995 als Download >
PDF Datei – 5,2 MB


ZEITGEIST 2 1985

Hörst Du Kultur, woran denkst du? Bei uns im Weinviertel? An Blasmusik? An Maibaum? An die Hiata? An Kirtag- und Tanzmusik und die Fronleichnamsprozession? Und sagst du Kunst und dann stummst? … Das “no cultura” wird ersetzt von “do cultura”.

Gerade in den letzten Jahren ist das Viertel unter dem Mannhartsberg aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst worden. Jazz heißt der Prinz und Folk der Co. Und Bilderkünstler gibt es mehr als zwei Hände Finger zählen. Junge Schreiberlinge und arrivierte Literaten. Orte wie Mistelbach, Michelstetten, Laa, Herrenbaumgarten aber auch Auersthal und Leobendorf bei Korneuburg zergehen mir auf der Zunge, wenn ich an Musik denke und die Gegend um Hollabrunn.  (Ausschnitt aus dem Editorial von Hannes Tröstler)

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Inhalt der Ausgabe 2/ 1985

Portrait: Enrico Agudio. Bildender Künstler. Schweizer Bürge von Zürich. (Mag. Hans-Michael Hajek). Landschafts- und Menschenbilder aus Ostösterreich im Schloss Jedenspeigen. Bericht über die Lersung von F. Mayröcker im Cafe Harlekin in Mistelbach. Der Dichter Ewald Spanner. In memoriam Reich Rath von Walter Hansy. Musik in Auersthal mit Thilo von Westerhagen. Joachim Palden und Ettas Scollo – Blues und Boogie beim Kultodrom. Malin Head im Kultodrom. Erster Marchfelder Literatur Salon beim Strobl in Straßhof. Musikverein Staaz – immer ein Begriff. Rudolf Weiß – Wüste und Traum. Etc.

Download ZEITGEIST Ausgabe 2/ 85 (pdf ca. 7 MB)


ZEITGEIST 1 85

Der Tod gibt neues Leben frei

Das Land der Musiker und Sänger, wie Österreich gerne genannt wird,lebt fast nur von der Eigeninitiative Einzelner. Aber die öffentliche Hand drängt sie in das Ghetto des heimatlichen Wohnzimmers. (Aus dem Editorial von Walter Hansy)

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Auf der Titelseite finden sich Gedichte des Medizinstudenten Robert Waditschatka aus Drösing. Der Marchfelddichter Helmut Pacholik publiziert auf Seite 2 “Spontane Texte – Marchfeld.” 

 In 4 mal NAIV werden die Maler Marianne Baumhackl, Ottilie Brückmann, Friedrich Schach und Viktor Wittmann präsentiert.

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Dem Symphonischen Orchester Gänserndorf mit seinen musikalischen Leitern Andreas Baksa und Gustav Szöke ist eine weitere Seite gewidmet. Neben zahlreichen weiteren Artikeln, die das Kulturgeschehen im östlichen Weinviertel betreffen, wird auch Weinlandchor St. Barbara Prottes vorgestellt.

PDF Download ZEITGEIST 1/ 1985 >


Der ZEITGEIST beginnt zu wachsen. War es anfangs die Initiative einiger weniger Enthusiasten, die Kulturzeitschrift ZEITGEIST herauszugeben, so hat sich mittlerweile ein wahres “Zeitgeistfieber” entwickelt. (Ausschnitt aus dem Editorial von Walter Hansy)

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Die Titelgeschichte unserer zweiten Ausgabe im Jahre 1984 war ein Portrait des Zistersdorfer Künstlers Franz Rauscher. Die Literatin Brigitte Dorfinger veröffentlichte mehrere Gedichte. Von mir stammt eine Fotoserie aus der Bezirksstadt Gänserndorf.

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Über eine Ausstellung anlässlich der Internationalen Puppentage in Mistelbach wird ebenso berichtet wie über kultuerelle Veranstaltungen im Weinviertel.

Die Gesamtausgabe als PDF downloaden:  ZEITGEIST 2/ 84   (7,8 MB)


ZEITGEIST 1 84

Nach vielen Vorgesprächen war es mir 1984 endlich gelungen, das FORUM-Z (Kulturkreis Zistersdorf NÖ) davon zu überzeugen, dass im Weinviertel ein Kulturmagazin notwendig wäre. Wir haben damals mit dem ZEITGEIST, einer viermal jährlich erscheinenden, großformatigen Zeitung gestartet.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Die Idee war, in regelmäßigen Abständen Künstler und Literaten aus dem Weinviertel einem größeren Publikum vorzustellen. Kulturelle Veranstaltungstipps und Berichte darüber ergänzten unsere Kulturzeitung.

Themen in der Erstausgabe waren unter anderem ein Portrait des Zistersdorfer Künstlers Franz Haas und mehrere Texte von Ewald Spanner.

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Hermann Nitsch habe ich in einem Gespräch am 2. 8. 1984 auf Schloss Prinzendorf gefragt, was er unter Kunst versteht. Nitsch, der über die dramatische Lyrik in den 60-iger Jahren zum Aktionismus kam, definierte Kunst als einen Versuch, die Welt zu verdichten: “Irgendetwas zu organisieren, das beim Beschauer Ergriffenheit, einen Glückszustand auslöst.”

Für den Inhalt verantwortlich war der Obmann des FORUM-Z Gerhard Hasitzka. Für das Layout und die Redaktion waren Walter Hansy, Gerhard Hasitzka und ich zuständig. Um Kosten zu sparen, haben wir einen sogenannten Klebesatz angefertigt und die Satz-Blätter  zur Weiterverarbeitung in die Druckerei gebracht.

In nächster Zeit werden einzelne ZEITGEIST-Ausgaben hier in der Dorfzeitung vorgestellt.

Download der ZEITGEIST-Erstausgabe als PDF (1,79MB) >