Artikel von Elisabeth Pichler

Lessing: Nathan der Weise

Gotthold Ephraim Lessings Plädoyer für Toleranz und Humanismus im Salzburger Landestheater. Seit kurzem werben auf dem Balkon des Landestheaters Minarett, Kreuz und Davidstern für die aktuelle Produktion, in der die Frage nach der wahren Religion aufgeworfen und von Lessing mit Hilfe der bekannten Ringparabel, einem Schlüsseltext der Aufklärung, zu erklären versucht wird.


Endstation Sehnsucht

Mit Tennessee Williams berühmtem Südstaaten-Drama wurde im Schauspielhaus Salzburg die neue Theatersaison eröffnet. Die Hollywood-Verfilmung mit Marlon Brando als animalisch-derbem Stanley Kowalski und Vivien Leigh als der scheinbar wohlerzogenen Tochter aus gutem Hause Blanche DuBois, in der Regie von Elia Kazan, gewann 1951 vier Oscars und war für acht weitere nominiert. Nun setzt der junge Regisseur Rudolf Frey diesen Klassiker des 20. Jahrhunderts in Szene.


Young Directors Project 10
Junges Theater im Rahmen der Salzburger Festspiele

Seit 2002 fördert Montblanc diesen Wettbewerb für junge, internationale Theaterregisseure und ihre Ensembles. Ziel dieses Projektes ist es, junge Künstler vorzustellen, deren Arbeiten als wegweisend für die Zukunft des Theaters empfunden werden, und Regisseure, von denen zu erwarten ist, dass sie bald internationale Anerkennung finden.



„Ein Sommernachtstraum“ Schlossbergspiele Mattsee

Der romantische Schlossberg in Mattsee bietet die perfekte Kulisse für William Shakespeares zauberhafte Komödie. In seinem Wald verirren sich vier unglücklich Liebende, hier streitet der Feenkönig Oberon mit seiner Gattin Titania, der Kobold Puck treibt seine Scherze und sorgt für großes Durcheinander.





Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ – eine Erfolgsgeschichte?

Hofmannsthals Bearbeitung einer aus dem Spätmittelalter stammenden Moralität (Schauspiel mit moralischem oder religiös-lehrhaftem Charakter), die vor allem die Existenz des Todes und die Frage nach dem Glauben und der persönlichen Rechenschaft thematisiert, wurde 1911 in der Regie von Max Reinhardt in Berlin uraufgeführt und das mit mäßigem Erfolg. Die Kritik urteilte überwiegend negativ.


Der Faistenauer Jedermann

Nur alle drei Jahre wird das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ nach Hugo von Hofmannsthal am malerischen Dorfplatz unter der 1000-jährigen Linde von Faistenau in einer Dialektbearbeitung aufgeführt.



Salzburger Straßentheater: Nestroy – Der Zerissene

Das Salzburger Straßentheater jubiliert und feiert seinen vierzigsten Geburtstag mit Nestroys „Der Zerrissene“. In dieser satirischen „Posse mit Gesang“ geißelt Nestroy mit beißendem Spott und virtuoser Sprachkunst die menschlichen Schwächen, die über die Jahrhunderte hinweg gleich geblieben sind.



„Jedermann“ stirbt nun auch auf der Seebühne in Seeham

Die traumhafte Kulisse, das imposante Bühnenbild auf der Seebühne direkt am Obertrumer See, die perfekte Inszenierung einer teilweise volkstümlichen Fassung von Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel durch Gerard Es und die überzeugende Ensembleleistung begeisterten das Premierenpublikum am 9. Juli 2010.


„Störe meine Krise nicht“

Sie behaupten zwar, das politische Kabarett sei tot, doch gekonnt treten die vier „Brennesseln“ den Gegenbeweis an: Fast nicht bissig, echt sarkastisch und gewürzt mit beißendem Zynismus fallen sie über die Missstände nicht nur in unserem schönen Österreich her, nein, die Krise hat unseren Erdball fest im Griff.


Echt Salzburg – das Festival zur Stadt – sommerszene 2010

Bei freiem Eintritt werden von 8. bis 17.Juli der Residenz-, Kapitel- und Domplatz, der Kapuzinerberg, die Kavernen 1595 und das Republic bespielt. Das Festival hat die Stadt zum Thema gemacht und wichtige Künstler eingeladen, in Salzburg über Salzburg zu arbeiten.



Jeder nur in seiner Welt

„Er, egal wer, ein Mann! Sie, egal wer, eine Frau!“ Am 21. Juni feierte das Theater Panoptikum seinen 15. Geburtstag und präsentierte zu diesem Anlass die neue Produktion „Jeder nur in seiner Welt“ nach einer Idee von Oskaras Korsunovas und Sigitas Parulskis.



Erdäpfel-Brezn-Supp`n

„Erdäpfel-Brezn-Supp’n kann ich mir überall machen“ behauptet Susanne Lipinski in ihrer Solo-Kochshow, denn als Exil-Österreicherin überkommt sie manchmal das Heimweh nach einem kleinen Dorf im Salzburger Land.