Bele Marx & Gilles Mussard – Vögel

Bele Marx & Gilles Mussard - Vögel

Der Museumspavillon ist ein historisches Vogelhaus, heute wird er zum Resonanzraum für Erinnerungen an jene gefiederten Wesen, die unseren Himmel über Jahrtausende geprägt haben und die zurzeit so dramatisch weniger werden.

Von Karl Traintinger

Die Ausstellung arbeitet mit Leerstellen und Spuren: Vögel erscheinen als Schattenrisse oder verschwinden in Linien, die sich in der Landschaft verlieren. Am Boden liegen zahllose Eier, eine einzelne Feder schwebt im Raum – stille Hinweise auf eine Abwesenheit, die berührt.

Naturwissenschaftlich wie künstlerisch verweist die Schau auf eine drängende Realität: Weltweit sind rund 11.000 Vogelarten bekannt, doch viele Populationen schrumpfen beunruhigend stark. Nicht nur die Feld- und Wiesenvögel sind gefährdet. Dass die heute lebenden 35 Milliarden Haushühner inzwischen dreimal so viel wiegen wie alle wild lebenden Vögel zusammen, ist ein ernüchterndes Bild.

Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten. Sie erinnert daran, wie tief Vögel unsere Kulturgeschichte durchziehen – von prähistorischen Felszeichnungen bis zum Traum vom Fliegen – und wie dringend ihr Schutz heute geworden ist.

Bele Marx (1968, Salzburg) studierte Malerei an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Maria Lassnig und Hubert Schmalix und setzte ihre Ausbildung in Paris fort. Gilles Mussard (1956, Paris) wurde bei Marcel Marceau und Étienne Decroux in Schauspiel und Bewegungstheater ausgebildet und arbeitet als Schauspieler, Tänzer und Regisseur.

Seit 1996 bilden sie ein Künstlerpaar. Gemeinsam entwickelten sie 1997 die innovative PHOTOGLAS™-Technologie und gründeten 2001 ihr Atelier in Wien. Ihre Arbeiten verbinden Malerei, Fotografie, Performance und Installation und finden international in Museen, im öffentlichen Raum und bei Kunst-am-Bau-Projekten Beachtung.

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Bele Marx & Gilles Mussard – Vögel
Stadtgalerie Museumspavillon Mirabellgarten
Bis 12. Oktober 2025

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