Die britische Dramatikerin und Drehbuchautorin Alice Birch hat 100 scheinbar unzusammenhängende Szenen über die Abgründe menschlicher Beziehungen verfasst. Die Uraufführung fand 2019 in London statt.

Für das Schauspielhaus Salzburg hat sich Sophia Aurich an die Regieanweisungen der Autorin gehalten und daraus ein eigenes Stück kreiert. Das Publikum wird dazu aufgefordert, den kraftvollen Text weiterzudenken und selbst Neues zu schaffen. Viel Applaus für das spielfreudige junge Ensemble nach der Vorstellung am 24. März 2026.
Da in den 18 Szenen, die Sophia Aurich ausgewählt hat, Kinder und Erwachsene vorkommen, hat Martha Pinsker (Bühne & Kostüme) einen Spielplatz mit Ringelspiel und Klettergerüst auf die Bühne gestellt. Eine riesige umgekippte Eistüte macht klar, dass hier nicht immer alles nach Wunsch läuft. Die Erwachsenen hingegen dinieren an einem liebevoll gedeckten großen Tisch. Ein Ehepaar erwartet Besuch von zwei Damen. Die Begrüßung ist zwar noch überaus herzlich, doch nach und nach kippt die Stimmung, denn es werden ständig provokative, überaus peinliche Fragen gestellt. Schließlich verschwindet der Hausherr, um Drogen zu besorgen.
In der nächsten Szene rebellieren unzufriedene Gäste und werden zunehmend aggressiv. „Du bist ein schlechter Gastgeber! Das ist keine Party! Du hast uns eine Party versprochen!“ Völlig andere Probleme hat eine Sozialarbeiterin. Zwei Stunden nach ihrer Visite bei einer depressiven Mutter mit drei Kindern kam es zur Katastrophe. Warum hat sie nicht bemerkt, dass die Kinder total verwahrlost waren und die Frau völlig am Ende? War da vielleicht Alkohol im Spiel und das schon am Vormittag?

![[BLANK] – Die Familie als Keimzelle der Gewalt](https://dorfzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/SSH_BLANK_c_ErikaMayer_S.ZehnderL.RiedleS.FischbacherC.Tzatzaraki-777x437.jpg)
Kommentar hinterlassen zu "[BLANK] – Die Familie als Keimzelle der Gewalt"