Carsten Henn: Sonnenaufgang Nr. 5

Carsten Sebastian Henn

Carsten Sebastian Henn | Foto: Mirko Polo

Carsten Henn: Sonnenaufgang Nr. 5

Autor: Carsten Henn
Titel: Sonnenaufgang Nr. 5
Genre: Belletristik, Roman
ISBN: 978-3-4920-7183-3
Verlag: Piper Verlag GmbH München
Erschienen: 02.10.2025

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Klappentext:

Die exzentrische Filmdiva Stella Dor lebt in einem ehemaligen Strandpavillon am Meer, mit hunderten von Zetteln, auf denen sie ihre Erinnerungen festgehalten hat. Nun endlich ist die Zeit gekommen, ihre Biographie zu verfassen.

Dafür engagiert sie ausgerechnet den 19-jährigen Jonas. Der hat gerade sein Germanistikstudium geschmissen – und sie ist seine erste Kundin als Ghostwriter. Das ungleiche Paas weiß nicht, wie viel es verbindet und wie viel sich durch ihre Begegnung ändern wird. Beide müssen sich schmerzhaften Erinnerungen stellen und sich fragen: Wie erzählen wir unser Leben – vor allem uns selbst?

Rebecca Schönleitner

Rezension von Rebecca Schönleitner

Ein zutiefst berührendes Buch das nicht durch eine spektakuläre Handlung besticht, sondern durch die Vielzahl der wunderbaren Menschen in diesem Buch.

Stella – eine abgehalfterte Schauspielerin – sie hat nie die ganz große Karriere gemacht aber kann auf einen schönen Erfolg zurückblicken. Jonas, ein junger Mann, der seine Mutter früh verloren hat und seinen Weg ins Leben noch sucht. Diese beiden Menschen kommen zusammen um eine Autobiographie zu schreiben – beide haben individuelle Vorstellungen der Art und Weise wie das Buch geschrieben werden soll. Jonas sucht die Wahrheit, Stella will beschönigen.

Einige Menschen begleiten die beiden auf ihrem Weg. Bentje, die jeden Tag an der Bushaltestelle auf ihren Mann wartet, Paul mit seinem Hund Guter Junge, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen Tanz mit Stella. Geraldo, der Maler, der nach den schönen Dingen sucht und die beiden Schwestern Britta und Imke Roose, die sich ein Leben außerhalb ihres beschaulichen Dörfchens nicht vorstellen können.

Carsten Henn schafft es wieder den Leser zum weinen und zum lachen zu bringen, er berührt mit seinen Worten die Seele und hinterlässt nach Beendigung des Lesegenusses ein wunderbares Gefühl der Traurigkeit und Zufriedenheit.

Am Anfang des Buches steht folgender Satz, der alles ausdrückt: „Es ist ganz wahr, was die Philosophie sagt, dass das Leben rückwärts verstanden werden muss. Aber darüber vergisst man den anderen Satz, dass vorwärts gelebt werden muss.“ Søren Kierkegaard

Siehe auch:
Carsten Henn: Der Buchspazierer >
Carsten Henn: Der Geschichtenbäcker >


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