Cash – Money makes the world go round

Cash – Money makes the world go round

Regisseur Felix Hafner hat gemeinsam mit einem Ensemble des Schauspielhauses Salzburg gründlich zum Thema Geld recherchiert. Material ist ja genügend vorhanden: Dokus, Videos, Zeitschriften und viel wissenschaftliche Literatur. Die so entstandene „monetäre Stückentwicklung“ wird mit viel Witz serviert, stimmt aber auch nachdenklich. Die Vorstellung am 28. November 2025 war gut besucht und trotz des bedrohlichen Finales gab es lauter zufriedene Gesichter.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Die Familie trifft sich im Haus der verstorbenen Großmutter zur Weihnachtsfeiern. Die Eltern haben sich eine Auszeit gegönnt und sind verreist. Alle schauen noch schnell bei einem Bankomaten vorbei und der ist heute sehr großzügig und spuckt viel Geld aus. Das wird sich aber im Laufe des Abends ändern.

Der Weihnachtskarpfen nach dem Rezept der Oma ist verzehrt, die Geschenke sind verteilt und nun beginnt der gemütliche Teil des Abend. Dass der reiche Onkel, der einige Immobilien besitzt, nur Porzelan weitergeschenkt hat, kommt gar nicht gut an. Auch die Gutscheine für eine Übernachtung in einer Studenten-WG in Wien werden nicht gerade mit Begeisterung aufgenommen. Wer sich ein Interessensstudium wie Kunstgeschichte leisten kann, könnte eigentlich großzügiger sein.

Die ungerechte Verteilung des Vermögens in Österreich ist an diesem Abend Hauptthema. Die Probebohrungen für den Porsche-Tunnel im Kapuzinerberg, die das ganze Zimmer ordentlich durchbeuteln, werden einfach ignoriert. Ob das wohl auf Dauer gut gehen wird?

Zu einem gemütlichen Weihnachtsfest gehören auch Spiele. Ein Salzburg-Monopoly kommt da gerade recht. Die Superreichen haben natürlich auch ihren großen Auftritt. Wir sind wohl alle selber schuld, dass wir so wenig Geld besitzen, haben wir doch die guten Ratschläge der superschlauen Coaches ignoriert: „Aktien! Aktien! Aktien! Kaufen! Kaufen! Kaufen!“