
Autor: Christoph Koca
Titel: 30 x Salzburg zum Staunen – Superlative | Originale | Entdeckungen – so haben Sie Salzburg noch nie gesehen!
Genre: Kunst/ Architektur
ISBN: 9783702511760
Verlag: Pustet
Erschienen: 18. 8. 2025
Buch in der Salzburger
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Klappentext
Das kleinste Gebäude Salzburgs am Alten Markt ist das Resultat einer hoffnungslosen Liebe. Einst sorgte das Hotel Europa ob seiner Höhe, die fast an die des Mönchsbergs heranreicht, für Kontroversen. In der Elisabeth-Vorstadt finden wir einen der letzten Hinweise auf einen Luftschutzkeller aus der Zeit des Krieges. Und in der Bucklreuthstraße inspirierte Michelangelo einen Baumeister zum „Haus eines Bärtigen“.
Die Mozartstadt ist mehr als Festung, Dom und Schloss Mirabell – das zeigt Salzburg-Insider und Stadtführer Christoph Koca eindrucksvoll in seinem vorliegenden Buch. Dabei haben die vorgestellten Bauwerke und Schauplätze eines gemeinsam: Sie sind einzigartig, mitunter skurril und mit Superlativen wird nicht gespart.
Zahlreiche historische Anekdoten, architektonische Kuriositäten und bislang unveröffentlichtes Bildmaterial eröffnen faszinierende Einblicke. Und der beigefügte Stadtplan lädt dazu ein, sich gleich selbst auf die Spuren dieser „Salzburger Originale“ zu begeben!
Handbuch mit Faltplan und unveröffentlichtem Bildmaterial. Mit 30 Orten, deren Geschichte(n) selbst alteingesessene Salzburger:innen zum Staunen bringen! Die Stadt und ihre faszinierenden Besonderheiten auf eigene Faust entdecken

Buchrezension von Karl Traintinger
Christoph Kocas Buch ist erfreulicherweise kein Salzburg-Führer für Menschen, die zwischen Festung, Domplatz und Mozartkugel bereits das ganze Wesen der Stadt erkannt haben wollen. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die auch dort noch hinsehen, wo der touristische Blick längst aufgehört hat.
Dass der Band aus der dorfzeitung.com-Reihe „Salzburg für Spezialisten“ hervorgegangen ist, erklärt seinen besonderen Reiz. Koca folgt nicht der offiziellen Selbstdarstellung der Stadt, sondern ihren Nebenwegen: architektonischen Gustostückerln, städtebaulichen Sonderfällen, vergessenen Geschichten und jenen Details, die im barockpolierten Salzburg-Bild gern übersehen werden.
Der Autor schreibt dabei angenehm unprätentiös. Nicht im Ton behördlicher Denkmalpflege, aber auch nicht mit jener angestrengten Vermittlungsfreude, die jedes Detail gleich pädagogisch aufladen muss. Koca verbindet Wissen mit Lokalkenntnis und Entdeckerlust. Das macht das Buch lesbar und nützlich zugleich.
Gerade darin liegt seine Qualität. Salzburg erscheint hier nicht als museale Postkartenkulisse, sondern als widersprüchliche, gewachsene und mitunter ziemlich eigensinnige Stadt. Wer mehr sucht als bloße Fotohintergründe, wird an diesem Band seine Freude haben. Ein Spezialführer im besten Sinn.

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