Ich bin dann mal kurz weg – was bleibt ist die Liebe!
Claudia 08.11.1962 bis 05.09.2025

Von Rochus Gratzfeld
Sarród & Salzburg
Claudia war eine Frau, die die Öffentlichkeit ebenso liebte, wie brauchte.
Als Autorin und als sehr erfolgreiche Reisebloggerin.
claudiaontour; über die Bloggerin Claudia Braunstein
Als Mensch.
Sie liebte den Luxus, der ihr für ihre Berichte geboten wurde.
Sie liebte es, zu genießen.
Gerade nach einer vor Jahren erfolgreich überstandenen Krebserkrankung, von der ihr Schluckbeschwerden und zahlreiche Narben blieben.
Sie konterte u. a. mit den „Geschmeidigen Köstlichkeiten“.
Meine Kochbücher mit dem Schwerpunkt Dysphagie
Sie war und blieb eine „Frau der Hoffnung“.
So lernte ich sie kennen, versuchte, sie für unser Buchprojekt „FRAUENleben“ zu gewinnen.
Sie hätte so gut dazu gepasst.
Aber mein Umwerben blieb erfolglos.
Irgendwie war ihr das alles zu intim.
Und auch als Bloggerin gab sie eigentlich nicht wirklich viel von sich preis.
Diese „Hülle“ streifte sie erst ab, als sie der Krebs vor ca. einem Jahr erneut heimsuchte.
Detlev nannte sie den unerbetenen Gast.
Von da an begann sie, die Öffentlichkeit an ihrem Abschied vom Leben teilnehmen zu lassen.
Claudia kämpfte.
Claudia hörte nicht auf, das verbleibende Leben zu genießen.
Begleitet wurde sie dabei von ihrer Familie.
Von ihrem sie liebevoll umsorgenden Mann.
Hat sie jemals an einen „begleiteten Suizid“ gedacht?
Vielleicht. Aber ich kann es mir schwer vorstellen.
Zu groß war ihr Hunger nach Leben.
Zu groß ihre Liebe für die Familie, für ihren Mann.
Ihr unbedingter Lebenswille, ihre unfassbare Kraft, ihre Fähigkeit, nicht zu schweigen…all das hat mich tief berührt und beeindruckt.
In meinem Kopf bleibt eines der letzten Fotos, welches sie publiziert hat: Nachtbesuch.
Es zeigt eine von der Krankheit schwergezeichnete Frau im Hospiz, die ihr Mann umarmt.
Es zeigt sie, wie es intimer nicht mehr geht.
Liebe Claudia, alles Gute!
Und ich erwarte deine Reiseberichte aus der neuen Welt.

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