Das Bauernopfer ohne Stallgeruch

Parlament

Das Parlament in Wien | Foto: Karl Traintinger

Jetzt hat es also den Gust Wöginger erwischt. In der Freunderlaffäre ist er das erste prominente Bauernopfer – ohne selbst Bauer zu sein. Auch das ist eine österreichische Spezialität.

Das Erstaunliche ist nicht, was Wöginger getan hat. Es wurde nur ein System bedient, das in dieser Republik jahrzehntelang tadellos funktionierte. Wer das richtige Parteibuch hatte, durfte auf ein Platzerl im Warmen hoffen.

Beispielsweise in Niederösterreich war für den heimatnahen Schuldienst Schwarz hilfreich, in Wien oder bei staatsnahen Betrieben wie den ÖBB eher Rot. So war das. Viele wussten es, viele nutzten es und ärgerlich war, wenn es nicht funktioniert hat. Später wurde unter anderen Farben weiter umgefärbt. Die FPÖ war nicht zimperlich, die Grünen eher zu kurz an der Macht, die NEOS noch nicht lang genug dabei.

Wöginger hat also vor allem das Übliche getan. Dass jetzt plötzlich alle so überrascht sind, hat Unterhaltungswert. Man würde ja gern glauben, dass es das mit der Freunderlwirtschaft in der Alpenrepublik gewesen ist. Allein: Der Glaube fehlt.

Vielleicht ist es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, meint ein stirnrunzelnder Spaziergänger.


Dorfgockel

Sie schätzen unsere Cartoons oder den Spaziergänger? Das freut uns sehr!
Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft). Auf diese Weise ist es möglich, unabhängig zu bleiben.

Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.

Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >

Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

1 Kommentar zu "Das Bauernopfer ohne Stallgeruch"

  1. Das mit der Postenvergabe war nie anders und es hat in der Regel gut funktioniert. Man hat im öffentlichen Bereich immer den oder die angestellt, die auch politisch gepasst haben. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

Hinterlasse einen Kommentar