Wir leben in einer Zeit, in der wir vernetzter sind denn je. Mit einem Klick können wir Menschen auf der ganzen Welt erreichen. Und trotzdem: Einsamkeit ist stärker präsent denn je. Sie darf nicht übersehen werden. Auch die Stadt Salzburg sollte Räume schaffen und Betroffene einladen.

Von Jana Djordjevic
Einsamkeit ist ein Gefühl, subjektiv, aber spürbar. Betroffene fühlen sich in ihrem Umfeld unwohl, haben keinen Draht zu anderen oder diesen verloren. Dabei sind wir doch soziale Wesen. Dennoch steigt die Einsamkeit, besonders bei jungen und alten Menschen. Warum?
Es gibt viele Gründe, warum Menschen einsam werden: ein Umzug, Flucht, Jobverlust, Trennung, Krankheit oder soziale Isolation.
Laut Statistik Austria fühlen sich in Österreich 28 % der 18- bis 74-Jährigen gelegentlich einsam, 8 % sogar meistens oder immer. Besonders betroffen sind ältere Menschen, aber auch junge Erwachsene. Der Verein „Rat auf Draht“ führte 2025 rund 40.000 Gespräche mit jungen Menschen. Einsamkeit ist also ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen betrifft.
Menschen, die sich einsam fühlen, sollten sich Hilfe suchen. Auch in Salzburg gibt es Anlaufstellen.
Bereits existierende Angebote wie das „Zeitpolster“ der Diakonie oder das „Plaudernetz“ der Caritas können in Salzburg in Anspruch genommen werden. Auch die Plattform „Gegen die Einsamkeit“ bietet Unterstützung. Doch es braucht dringend zusätzliche Maßnahmen, wie beispielsweise einen umfassenden Aktionsplan. Auch die Stadt Salzburg ist hier gefordert, um lokale Strukturen aufzubauen.
Oft kann schon eine kleine Geste im Alltag helfen: Ein Kaffee mit der älteren Nachbarin, ein kurzes Gespräch. Man weiß nie, wie gut es tut. Einsamkeit lässt sich nicht immer verhindern, aber wir können sie im Kleinen lindern. Aufeinander schauen, heißt es ja.
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