Deepfakes und die Verantwortung der Männer

Deepfakes und die Verantwortung der Männer

Foto: Karl Traintinger, Dorfbild.at

KI-generierte Bilder und Deepfakes sind in unserer Lebensrealität längst angekommen. Sie sind kein reines technisches Spielzeug mehr, sondern eine gefährliche Waffe im Netz, wenn es als solche genutzt wird. Doch wenn wir digitale Gewalt nachhaltig stoppen wollen müssen wir die Verantwortung konsequent bei den Männern adressieren und den Fokus gezielt auf die Täterprävention richten.

So Wochenkommentar

Von Sarah Weber

Wer heute jemanden demütigen will, dem genügen ein paar Mausklicks. Die Anonymität und die vermeintliche Distanz des Bildschirms wirken dabei wie ein Katalysator. Besonders oft trifft es Frauen, deren Gesichter ungefragt in pornografische oder demütigende Kontexte integriert werden. Doch wenn wir über Deepfakes sprechen, dürfen wir nicht nur über die Technik oder die Opferrollen reden. Wir müssen dorthin schauen, wo die Gewalt ihren Ursprung hat: bei der Täterperspektive und den dahinterliegenden Machtansprüchen.

In Salzburg gibt es dafür eine wichtige Anlaufstelle: das Männerzentrum. Auch wenn die Technik neu ist, sind die Themen in der Beratung oft dieselben wie zb. Wie gehe ich mit Konflikten oder Machtansprüchen um, ohne andere zu verletzen? Das Männerzentrum bietet den Raum, das eigene Rollenbild zu hinterfragen und zu lernen, dass echte Stärke keine Demütigung anderer braucht – egal ob analog oder digital.

Digitale Gewalt endet dort, wo Männer Verantwortung übernehmen – für ihr eigenes Handeln und in diversen Chatgruppen. Wer Unterstützung sucht oder sein Verhalten reflektieren möchte, findet bei der Männerberatung Salzburg professionelle Hilfe. Denn am Ende ist nicht die KI das Problem, sondern die Einstellung derer, die sie bedienen.

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