Denkmal zur Schlacht am Walserfeld

Die Schlacht am Walserfeld

Erinnerung zwischen Krieg und Frieden

Nahe der Ortschaft Gois in Wals-Siezenheim steht ein Denkmal, das an die größte und blutigste Schlacht auf Salzburger Boden erinnert.

Von Karl Traintinger

Vom 12. bis 14. Dezember 1800 trafen hier während der Napoleonischen Kriege rund 60.000 französische Soldaten unter General Jean Victor Moreau, damals 37 Jahre alt, auf etwa 43.000 Österreicher. Das österreichische Heer stand unter der Führung von Erzherzog Johann, der mit gerade einmal 18 Jahren den Oberbefehl übernommen hatte. Der französische Sieg ebnete den Einmarsch in das Erzstift Salzburg. Rund 22.000 Menschen verloren ihr Leben oder wurden verletzt und vermisst – eine Tragödie, die Salzburg tief geprägt hat.

Währenddessen floh der letzte Salzburger Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo vor den heranrückenden Truppen. Sein Verhalten – Rückzug anstatt Standhalten – besiegelte das Ende der geistlichen Herrschaft in Salzburg und machte die Machtlosigkeit der alten Ordnung deutlich.