„Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ – Schlossbergspiele Mattsee 2011

alpenkönig

Das romantische Naturtheater am Schlossberg bietet die ideale Kulisse für Ferdinand Raimunds Zauberposse, in der ein mit der ganzen Welt verkrachter Menschenfeind schließlich zum Menschenfreund wird. Ein zauberhaftes, doch auch sehr tiefgründiges Märchen voll Witz und Charme.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Das Textbuch fordert eine „reizende Gegend am Fuß einer Alpe“. Der Steingarten vor dem Schloss Mattsee mit seinen moosigen Stufen stellt somit die ideale Kulisse dar, auch wenn der Schlossberg nicht ganz die Höhe einer Alpe erreicht. Viele kleine Alpengeister, eine muntere Schar von Kindern in weißen Kostümchen, warten ungeduldig auf den Beginn der Vorstellung und ihren großen Auftritt. Sie stellen uns im Chor den guten Alpenkönig vor, der immer dann eingreift, wenn die armen Menschenkinder Hilfe nötig haben.

So verspricht er, Malchen, die gegen den Willen ihres Vaters den jungen Kunstmaler August liebt, zu ihrem Glück zu verhelfen. Der Herr Papa, der Gutsbesitzer Rappelkopf, glaubt sich um sein Geld betrogen und ist so verbittert, dass er nicht nur seine Dienerschaft, sondern auch Frau und Tochter schikaniert. Als er den Diener Habakuk mit einem Messer in der Hand erblickt, vermutet er ein Mordkomplott, verdächtigt seine Gattin und flieht in den Wald. Dort trifft er auf den Alpenkönig, der ihm einen Rollentausch vorschlägt. In der Gestalt seines Schwagers kehrt er in sein eigenes Haus zurück und erfährt, wie sehr seine Frau und Tochter ihn trotz allem lieben. Es wir ihm auch vor Augen geführt, was für ein unausstehlicher Menschenfeind er wirklich war.

Helmut Vitzthum hat dieses viel gespielte und vor allen bei Freiluft-Theatern sehr beliebte Stück Ferdinand Raimunds flott in Szene gesetzt. Der Alpenkönig erscheint ganz rustikal in zünftiger Lederhose. Johannes Hellinger gibt sich erst sehr weise und würdevoll,…

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