Der Bauer muss weichen

Pinzgauer Rochaden

Pinzgauer Rochaden | Foto: Karl Traintinger

Unter diesem Motto hat unsere Landeschefin den Obmann der Bezirksbauernkammer Pinzgau um sein ihm zustehendes Mandat gebracht. Angeblich durfte er „FREIWILLIG VERZICHTEN“.

Hans Haberl

Von Hans Haberl
Nussdorf am Haunsberg

Salzburg

Das Motto unserer Landeschefin lautet ja bekanntlich: Politik muss jünger und weiblicher werden. So kommt eine Frau an den landeseigenen Futtertrog.

Die Bauern fühlen sich nun im Landtag unterrepräsentiert. Was aber auch nicht stimmt, denn im Landtag oder Parlament sollten alle Berufsgruppen gemäß ihrer Stärke in der Bevölkerung vertreten sein. Die Bauern machen weniger als 5 % der Bevölkerung aus, haben aber noch immer 3 Abgeordnete, obwohl 2 schon zu viel wären.

Wirklich unterrepräsentiert in all den gesetzgebenden Einrichtungen sind die Arbeiter. Immerhin machen sie ein Drittel der arbeitenden Bevölkerung aus. Im Parlament sind diese mit 2 Abgeordneten vertreten, im Salzburger Landtag überhaupt nicht.

Von unserer Gemeinde Nußdorf findet man erst gar keine Statistik. Die Parlamentsstatistik sagt: Von den 184 Abgeordneten sind 70 politische Funktionäre, 57 Selbstständige, 31 Angestellte, 24 kommen aus dem öffentlichen Dienst und 2 sind unselbstständige Arbeiter/innen. Also 1,1 % anstatt 33 %.

Noch schlimmer sieht es im Salzburger Landtag aus: Arbeiter/innen sind nicht vertreten. 70 % sind dort Akademiker; bei den grünen und kommunistischen Abgeordneten sind es sogar 100 %.

Dass diese in ihren Parlamenten Gesetze beschließen, die in erster Linie für sie selbst passen, ist die logische Folge. Das ist auch sicher ein Grund dafür, warum immer mehr Arbeiter/innen Populisten nachlaufen.

Arbeiter braucht man, um Lkw oder Bagger zu fahren, Häuser zu bauen, und einen Tischler, Fliesenleger und Installateur, um sie einzurichten, sowie einen Elektriker, damit das Licht angeht. Aber in einem Parlament oder im Salzburger Landtag haben diese allesamt nichts zu suchen.

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1 Kommentar zu "Der Bauer muss weichen"

  1. Avatar-Foto Maria Eder | 5. Oktober 2026 um 10:36 |

    Derzeit kämpft Frau Edtstadler mit allen Mitteln um ihre Hausmacht – Mittel, die ihr offenbar nie zu billig sind. Bei Frau Svazeck freut man sich derweil darüber.

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