In Felicia Zellers greller Farce sitzen vier legitimierte Geldeintreiber in einem renovierungsbedürftigen Finanzamt. Verena Holztrattner hat die viel gespielte Komödie mit enormem Tempo und viel Musik im Schauspielhaus Salzburg als trashige Show inszeniert. Das Publikum hatte bei der Premiere am 8. Mai 2026 jede Menge Spaß. Dieses ganz spezielle Finanzamt in Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 22, unterhält bestens und sorgt für gute Stimmung.

Zu Beginn geht in diesem baufälligen Finanzamt gar nichts mehr. Die Angestellten sitzen im Dunklen, denn der Strom ist schon wieder einmal ausgefallen. Die neue Sachgebietsleiterin Nele steckt im Lift fest, schreit um Hilfe, doch das hört scheinbar niemand. Bea, die Dienstälteste, ist sauer, denn sie wurde bei der Beförderung trotz langjähriger Erfahrung und Kompetenz übergangen. Reiner und Elfi sind sich bei einem Finanzchorausflug nähergekommen. Die beiden kennen jedes Schlupfloch und wissen das zu nutzen. Darum sind sie wegen der günstigeren Steuerklasse jetzt auch verheiratet. Der Finanzchor gibt uns ständig Kostproben aus seinem spritzigen, witzigen Repertoire.
Alle Angestellten sind versiert in der komplexen Welt der Paragrafen und Reglementierungen. Sie prüfen die Steuererklärungen aufs Genaueste und kennen ihre Pappenheimer. Die absolut schlimmsten sind die Lehrer, denn die glauben, sie könnten einfach alles abschreiben. Auch die ständig auftauchenden „häuslichen Arbeitszimmer“ sind ihnen ein Dorn im Auge und werden sofort eliminiert.
Während die Damen fleißig am Arbeiten sind, beschäftigt sich Reiner lieber mit den Büropflanzen. Nebenberuflich ist er Singer-Songwriter und erhofft sich eine große Karriere. Die elegante Nele ist auf der Suche nach einem zahlungskräftigen Partner, hatte aber bisher wenig Glück. Als die arme Bea auf windige Banker hereinfällt, wird sie einfach abgeschoben.

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