Der nackte Jedermann und sein letzter Halt

Der nackte Jedermann und sein letzter Halt

Herrlich, dass Salzburg zur Festspielzeit wieder einen kleinen Aufreger hat. Kein großer Skandal – dafür ist der Mikroport-Gurt zu sittsam. Aber genug für die Frage: Darf es einen nackten Mann vor dem Dom geben?

2003 brauchte es dafür noch Agnes Husslein und den „Arc-de-Triomphe“ von Gelitin vor dem Rupertinum. Heute genügt ein hautfarbener Gurt. Er bedeckt kaum etwas, zeigt aber: Auch der nackte Körper ist in Salzburg ordentlich organisiert.

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Nackt sein darf man offenbar – solange die Technik stimmt. Ein nackter Mann ohne Plan wäre verdächtig. Einer mit Mikroport-Gurt hat einen Regisseur, einen Vertrag und hoffentlich Empfang. Er irrt nicht, er ist inszeniert. Die entscheidende Frage lautet daher: Sitzt der Sender? Funktioniert das Headset? Versteht man ihn bis in die letzte Reihe?

Der Skandal von heute ist nicht mehr aus Plastik. Er ist hautfarben, elastisch und technisch notwendig. Allein das Geschnatter rundherum ist herrlich! Willkommen in der Welt der Lodenzwerge!


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1 Kommentar zu "Der nackte Jedermann und sein letzter Halt"

  1. Es ist die beste Jedermann-Inszenierung, die ich seit Langem gesehen habe. Philipp Hochmair überzeugt in seiner Rolle mit großer Präsenz und beeindruckender Intensität. Doch auch die übrige Besetzung ist schlicht sensationell: Jeder einzelne Schauspieler trägt dazu bei, dass diese Aufführung zu einem außergewöhnlichen Theatererlebnis wird.

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