Der Opferstock der Dürrnberger Kirchenkrippe
Das Wort war diskriminierend, die Figur war diskriminierend: „Nickneger“ war die Bezeichnung der Figur, der man ein Geldstück in den Hut warf, worauf diese zum Dank nickte.

Das gesammelte Geld war gedacht für die Aufgaben der Mission. Diese Figur war Zeitzeuge einer überholten Vorstellung einer alten Welt, die unterteilte in Gläubige und Heiden, in Entwickelte und Unterentwickelte.
Am Dürrnberg bei Hallein hat man sehr früh den „Nickneger“ vermieden und in der Kirchenkrippe auf die Darstellung eines nickenden Einheimischen gesetzt. Der „Nickdürrnberger“ sitzt auf dem Krippenopferstock der Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg und dürfte aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen. Die Krippenlandschaft stellt den Dürrnberg dar, das Bergwerk und sogar einzelne Häuser wurden detailgetreu nachgebildet.


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