„Der Start“: Josef Magnus am Flughafen Salzburg

„Der Start“: Josef Magnus am Flughafen Salzburg

Fotos (5): Karl Traintinger, Dorfbild

Wer den Kreisverkehr bei der Flughafeneinfahrt passiert, begegnet einem Werk, das diesen Ort seit Jahrzehnten prägt: der Monumentalplastik „Der Start“ von Josef Magnus. Der Titel ist gut gewählt. Magnus wollte damit das Abheben eines modernen Flugkörpers ausdrücken. Damit meint „Start“ nicht nur den Beginn einer Reise, sondern auch Aufbruch, Technik und die Vorstellung von Bewegung nach oben.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Entstanden ist die Plastik im Zuge des Baus des neuen Terminals 1, das am 25. Juli 1966 eröffnet wurde. Damals wurde das Werk an der Zufahrtsstraße zum Terminal aufgestellt. Es besteht aus Stahlbeton, ist 12,70 Meter hoch und bringt rund 28 Tonnen Beton sowie 1.600 Kilogramm Rippentorstahl auf die Waage. Schon diese Dimensionen zeigen, dass Magnus hier kein bloßes Schmuckstück für den Flughafen schaffen wollte, sondern ein weithin sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum.

Als um 1990 das Parkhaus vor dem Terminal 1 errichtet wurde, versetzte man „Der Start“ oder wie viele sagen „Die Rakete“ an seinen heutigen Standort. Seither steht die Plastik im W. A. Mozart Brunnen auf dem Kreisverkehr an der Zufahrtsstraße zum Flughafen. Zuvor war sie zwischen 1988 und 1990 überarbeitet und in ein Brunnenensemble eingebunden worden. 1991 wurde der Brunnen mit der Skulptur aufgestellt, 1992 war die Anlage fertig.

Gerade hier zeigt sich, wie Josef Magnus gearbeitet hat. Seine Kunst war nicht für den abgeschlossenen Museumsraum gedacht, sondern für Orte, an denen Menschen unterwegs sind. „Der Start“ illustriert den Flughafen nicht einfach, sondern gibt dem Ort eine Form. Die Plastik bündelt etwas von jener Energie, die mit Fliegen, Aufbrechen und moderner Technik verbunden ist. So wurde sie zu einem der markantesten Kunstwerke auf dem Gelände des Salzburg Airport W. A. Mozart.

Josef Magnus wurde 1909 in Heidenoldendorf an der Lippe (D) geboren und starb 2005 in Salzburg. Er studierte unter anderem bei Jakob Adlhart in Hallein und lebte seit den 1940er-Jahren in Salzburg. Magnus schuf zahlreiche Brunnen, Reliefs und Plastiken im öffentlichen Raum und zählt zu den prägenden Bildhauern Salzburgs. Viele Jahre arbeitete er außerdem für das Salzburger Marionettentheater, für das er hunderte Figurenköpfe und -teile schnitzte.

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