Die Frau in Schwarz

Die Frau in Schwarz

Geistergeschichten und Kriminalromane haben Susan Hill zu einer der populärsten britischen Schriftstellerinnen gemacht. Stephen Malatratts Bühnenbearbeitung ihres Romans „Die Frau in Schwarz“ läuft seit über dreißig Jahren erfolgreich im Londoner Westend. Nun ist die schaurige Geschichte in der Regie von Alex Linse im OFF Theater zu erleben. Viel Applaus und Standing Ovations bei der Premiere am 6. März 2026.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Der junge Anwalt Arthur Kipps hat Schreckliches erlebt. Er will seiner Familie und Freunden am Weihnachtsabend darüber berichten. Das Manuskript ist fertig, doch es fehlt ihm an Erfahrung und Selbstvertrauen. So wendet er sich an einen Schauspieler um Rat und Unterstützung. Dieser macht den Vorschlag, selbst die Rolle von Arthur Kipps zu übernehmen. Er macht sich also auf den Weg in ein abgelegenes kleines Dorf an der englischen Küste. Hier soll er an der Beerdigung einer verstorbenen Klienten teilnehmen und anschließend ihren Besitz auflösen. Schon in der Eisenbahn warnt ihn ein Mitreisender. Er wird beim Begräbnis wohl ganz alleine sein, denn die alte Dame war nicht sehr beliebt.

Als er das kleine Städtchen erreicht, wird ihm schon bald klar, dass hier niemand bereit ist, ihm zu helfen. So macht er sich mit einer Ponykutsche auf den Weg zu dem mysteriösen Haus der verstorbenen Lady, das bei Flut völlig vom Festland abgeschnitten ist. Auf dem Friedhof erscheint ihm dort zum ersten Mal eine junge, verhärmte Frau in Schwarz. Trotzdem beschließt er, hier zu übernachten, denn er glaubt ja nicht an Geister. Beim Sortieren der Unterlagen stößt er auf ein schreckliches Geheimnis. Nun ist ihm klar, warum das ganze Dorf in Angst und Schrecken lebt. Noch weiß er nicht, dass der Fluch der Frau in Schwarz auch ihn treffen könnte.

Tobias Gadringer gibt den verzweifelten Arthur Kipps, der einen Schauspieler (Alex Linse) um Hilfe bittet. Nachdem ihn dieser für unfähig hält, muss er sich mit sämtlichen Nebenrollen zufrieden geben. Das meistert er allerdings hervorragend. Nun muss also Alex Linse mit der Frau in Schwarz fertig werden. Als echter Schauspieler kennt er natürlich alle Tricks und so benützt er gerne Tonbandaufnahmen. Die sorgen mit ihren Geräuschen für die passende, gruselige Atmosphäre. Da rattert der Zug, schreien kleine Kinder und wiehern die Ponys.

Das in dichten Nebel gehüllte OFF Theater lässt das Publikum in Englands düstere Landschaft eintauchen und wohlig gruseln. Ob Arthur Kipps nach diesem Abend mit den schrecklichen Ereignissen wird abschließen können, ist allerdings fraglich. Das Spiel mit Theater im Theater regt die Phantasie der Zuseher an und ist überaus unterhaltsam.

Dorfgockel

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