Man kann nicht früh genug damit beginnen, an Sesselbeinen zu sägen. Ein pensionierter Millionär hält sich offenbar für den geborenen Nachfolger des amtierenden SPÖ-Parteichefs. Unterstützung erhält er von pensionierten SPÖ-Granden aus zwei Bundesländern. Die politische Zukunft trifft sich zum gemütlichen Rückblick.
Bemerkenswert ist weniger, dass sich ein 71-jähriger Medienmanager selbst als Parteichef ins Gespräch bringt. Es ist schon bemerkenswert, dass darüber ernsthaft diskutiert wird – obwohl die Stelle gar nicht frei ist. In der Privatwirtschaft wäre das eine Bewerbung ohne Ausschreibung. In der Politik nennt man das Erfahrung, Einfluss oder: „Ich hätte da noch eine Idee.“
Die SPÖ hat desaströse Umfragewerte, die Regierung ebenfalls. Doch während die alten weißen Männer öffentlich um die Parteikrone raufen, bekommt der Möchtegern-Volkskanzler die Wähler-Stimmen frei Haus geliefert. Er muss dafür nicht einmal etwas tun.
Vielleicht bringt der kommende Gipfel mit neun Landeschefs Klarheit: Wer führt die Partei? Wer sägt? Und wer erklärt anschließend den Haufen Brennholz zum Neubeginn? Freundschaft Genossen!

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