Das Fest zu „30 Jahre Theater ecce“ findet in den GlanGärten in Salzburg statt, bevor zum „Theaterherbst Saalfelden Leogang“ übersiedelt wird. Reinhold Tritscher präsentiert Hans Christian Andersens Märchen über eine neugierige Meerjungfrau im Theaterzelt als Gesamtkunstwerk mit Schauspiel, Live-Musik und Akrobatik. Viel Prominenz bei der Premiere am 27. August 2026 und große Begeisterung beim Publikum und dem inklusiven Ensemble.

Der verwitwete Meereskönig lebt mit seinen vielen Töchtern und einem Sohn in einem Schloss am Meeresgrund. Die Kinder gehen alle brav zur Schule, feiern aber auch wilde Feste. Sie sind sich alle einig, dass Fische ihre Freunde und kein Fressen sind. Die strenge Oma achtet auf gutes Benehmen, denn die verwöhnten Gören streiten ständig. Das viele Plastik im Meer sorgt immer wieder für gefährliche Situationen.
Die kleine Undine wartet sehnsüchtig auf ihren 15. Geburtstag, denn dann darf sie endlich auftauchen und Menschen kennenlernen. Neugierig ist sie auch auf die angeblich so prächtigen Wälder und lieblichen Hügel, von denen ihre Oma so gerne erzählt. Endlich ist es so weit. Ein Sturm führt zu einem Schiffsunglück. Es gelingt ihr, die hübsche Prinzessin Nanu zu retten, und schon ist Undine unsterblich verliebt. Nun will sie unbedingt auch Füße haben und für immer bei den Menschen leben. Eine Hexe erfüllt ihren Wunsch und schenkt ihr zwei hübsche Beine. Leider muss sie dafür ihre Stimme opfern. Das kann natürlich nicht gut gehen, denn Nanu hält nun Prinz Matusch für ihren Retter und heiratet ihn. Um wieder zu ihrer Familie im Meer zurückkehren zu können, müsste Undine nun Nanu töten. Ob sie das über sich bringen wird?

Benjamin Muth gibt nicht nur den Dichter Andersen, er schlüpft auch in diverse andere Rollen, ist im Meer Undines einziger Bruder und „Oben“ eine würdige Königin. Gerard Es mutiert von der schrulligen Oma sogar zu einem der Köpfe der furchterregenden Meerhexe. Als Undine ist Pamina Milewska akrobatisch unterwegs und begibt sich schließlich gemeinsam mit Lisa Moon und Malin Brandl zu den Töchtern der Lüfte. Philipp Kieninger überzeugt als liebenswürdiger junger Prinz Matusch, der mit dem Königskind (Kristin Henkel) schließlich im Ehebett landet.
Für die passende Musik sorgt Nane Frühstückl gemeinsam mit Gernot Haslauer und Robert Kainar. Auch als böse Meerhexe hat sie einen großen Auftritt. Gefeiert, getanzt und gesungen wird sowohl im Meer als auch am Königshof bei den Menschen zur Freude des integrativen Ensembles viel. Grandios die phantasievollen Kostüme von Elisabeth Strauss, die perfekt zum schlichten Bühnenbild von Alois Ellmauer passen. Das Theater ecce ist stets ein Garant für poetische, künstlerisch anspruchsvolle Produktionen.

„Die kleine Meerjungfrau“ nach Hans Christian Andersen bietet beste Unterhaltung für Kinder ab sieben Jahren und natürlich auch für Erwachsene. Ein absolut lohnender Ausflug zum Theaterzelt, mitten auf der Wiese in den GlanGärten. Im Rahmen des Jubiläumsfestivals erwarten sie noch zeitgenössischer Circus mit der Produktion „Queer Wich“ sowie „Das Kafka Varietè“.

„Die kleine Meejungfrau“ – nach Hans Christian Andersen. Inszenierung: Reinhold Tritscher. Kostüm: Elisabeth Strauss. Schneiderei: Elisabeth Strauss und Maria Lanschützer. Choreografie: Anna Adensamer. Komposition und Musik: Nane Frühstückl, Gernot Haslauer, Robert Kainar. Ton-Lichttechnik: David Enhuber, Jonathan Grillich, Thabo Kaiser, Hannes Lichtenfels. Assistenz: Kristin Henkel. Mit: Malin Brandl, Salim Chreiki, Alexander Dick, Karin Gassner, Gerard Es, Valentin Flucher, Reinhold Gerl, Waltrud Grasfurtner, Kristin Henkel, Sabrina Janotta, Philipp Kieninger, Katharina Lehner, Pamina Milewska, Lisa Moon, Benjamin Muth, Michael Feuerer, Clemens Revertera. Fotos: Theater ECCE Foto Flausen

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