Die kleine Zauberflöte – Liebe ist stärker als jede Magie

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ erfreut sich auch bei Kindern großer Beliebtheit. Für das Salzburger Landestheater hat Marco Dott eine 70-minütige Fassung erstellt, in der ein ängstlicher kleiner Drache kräftig mitmischt und die Kinder verzaubert.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

In einem märchenhaften Bühnenbild präsentieren Schauspieler*innen und Opernsänger*innen große Oper für junges Publikum. Die Begeisterung bei der Schulvorstellung am 28. April 2026 war groß.

Vorfreude und Geräuschkulisse der Kinder sind groß. Kaum wird es finster im Zuschauerraum, setzt tosender Applaus ein. Auf der Suche nach ihrem neuen Querflötenlehrer landet Anna auf einer Bühne. Der Inspizient versucht, sie zu vertreiben, doch es ist zu spät. Ein riesiger Drache taucht auf und verfolgt einen jungen Mann. Nachdem dieser „Zu Hilfe! zu Hilfe! sonst bin ich verloren!“ singt, versucht Anna, das Monster mit ihrer Flöte zu verjagen. Ein Schlag reicht, und schon ist der Drache geschrumpft. Wie soll er jetzt noch die Tore bewachen, furchterregend schaut er wahrlich nicht mehr aus?

Da ist es wohl besser, sich Anna, dem geretteten Prinzen Tamino und dem lustigen Vogelfänger Papageno anzuschließen. Die machen sich nämlich jetzt auf den Weg zu Sarastro, um Prinzessin Pamina, die Tochter der Königin der Nacht, zu befreien. Marco Dotts kindgerechte Version konzentriert sich auf das Wesentliche und kommt ohne die drei Damen der Königin der Nacht, Monostratos und Sarastros priesterliche Soldaten aus. Die drei Knaben, die immer dann zu Hilfe eilen, wenn es brenzlig wird, dürfen natürlich nicht fehlen. Für Spannung sorgen die drei Prüfungen, die alle gemeinsam bravourös meistern. Zur Belohnung bekommt Pamino seine Pamina und Papageno darf einer entzückenden Papagena „viele kleine Kinderlein“ versprechen.