Die Schatten von Hiroshima und Nagasaki

80 Jahre Hiroshima

80 Jahre Hiroshima | Sujet Adobe Firefly

Am 6. August 1945 warf ein amerikanischer Bomber die erste Atombombe über Hiroshima ab. Nur drei Tage später, am 9. August, folgte eine zweite Bombe auf Nagasaki. Diese schrecklichen Angriffe beendeten den Zweiten Weltkrieg im Pazifik – doch der Preis war unvorstellbar hoch. Bis heute sind sie die einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.

In Hiroshima starben sofort etwa 70.000 bis 80.000 Menschen. Doch das war erst der Anfang. Bis Ende 1945 stieg die Zahl der Toten durch die verheerenden Spätfolgen – vor allem die Strahlenkrankheit – auf rund 140.000. Die Explosion zerstörte 80 Prozent der Innenstadt, ein infernalischer Feuersturm legte alles in Schutt und Asche, und der radioaktive Niederschlag verursachte noch Jahre später Leiden. Auch Nagasaki wurde fast ausgelöscht: Hier starben sofort etwa 70.000 Menschen, und bis zum Jahresende kamen noch Tausende hinzu.

Sechs Tage nach dem Angriff auf Nagasaki kapitulierte Japan. Der Krieg war endlich vorbei – doch die Erinnerung an diese grausamen Tage bleibt für immer.

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1 Kommentar zu "Die Schatten von Hiroshima und Nagasaki"

  1. Heinrich Frei Heinrich Frei | 7. August 2025 um 10:46 |

    Der Atomwaffen Irrsinn geht weiter

    Am 6. August 1945 wurde auf die japanische Stadt Hiroshima eine Atombombe abgeworfen. 70 000 Menschen kamen ums Leben. Heute gelten neun Staaten als Atommächte: USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea. Zusammen verfügen diese Staaten heute über ca. 13.865 Atomsprengköpfe.
    Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. August und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg.

    Atomwaffenverbotsvertrag

    Die Schweiz hat in der UNO bei der Ausarbeitung des Atomwaffenverbotsvertrages mitgearbeitet und das Parlament in Bern war dafür, dass dieser Vertrag unterschrieben wird, vermutlich heute nicht mehr. Am 24. September 2024 haben von den 94 Vertragsparteien Staaten, 73 den Vertrag ratifiziert, auch Österreich und Irland.

    In der Uno-Generalversammlung hatte die Schweiz dem Kernwaffenverbotsvertrag zugestimmt. Der Atomwaffenverbotsvertrag verbietet zum ersten Mal verbindlich den Einsatz oder die Androhung des Einsatzes, die Entwicklung, das Testen und die Lagerung von Atomwaffen. Die Schweiz hatte in der UNO für die Ausarbeitung des Vertrags gestimmt, ihn aber bis heute nicht unterzeichnet. Der Vertrag ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer Welt ohne Atomwaffen und könnte das Gegenmittel gegen die Politik der Entwicklung, Lagerung und letztendlich des Einsatzes von Atomwaffen sein.

    In den letzten 70 Jahren wurde ein Atomkrieg mehrere Male im letzten Moment verhindert

    Eines ist klar Atomwaffen dürfen in einem Krieg nie wieder eingesetzt werden. Schon die Explosion von nur 100 Atombomben würde einen nuklearen Winter auslösen – mit weltweiten Hungersnöten in der Folge. Ein grosser Atomkrieg, etwa nach der Eskalation eines konventionellen Konfliktes, könnte das Ende des menschlichen Lebens auf der Erde bedeuten. In den letzten 70 Jahren wurde ein Atomkrieg mehrere Male im letzten Moment verhindert, nicht nur bei der Kubakrise im Oktober 1962.

    Schweiz: Investitionen in Atomwaffen

    Von der Schweiz wurden zwischen Januar 2021 und August 2023 4,023 Milliarden US-Dollar in Firmen investiert die Atombomben herstellen, laut ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Bericht «Untenable investments». Unhaltbare Investitionen) Laut dem Kriegsmaterialgesetz wären zwar direkte und indirekte Investitionen in verbotene Waffen, und das sind in der Schweiz auch Atomwaffen, verboten.

    Friedrich Merz und Keir Starmer wollen Atomwaffen gemeinsam einsetzen

    Der nukleare Irrsinn geht weiter. Kürzlich haben der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der britische Premierminister Keir Starmer sich bei ihrem Treffen in London sich darauf geeinigt, dass sie im Ernstfall die Atomwaffen beider Länder gemeinsam einsetzen könnten.

    Grossbritannien verfügt über 170 einsatzbereite atomare Sprengköpfe, 105 weitere sind in Reserve. In Deutschland lagern im Rahmen der nuklearen Teilhabe in Büchel 10 bis 20 Atombomben, die mit Bundeswehr-Jets abgeworfen werden könnten. Diese Bomben sind um ein Vielfaches stärker als jene, die Hiroshima zerstörten. Sollen diese Waffen tatsächlich einmal gemeinsam von Grossbritannien und Deutschland eingesetzt werden?

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