Das Paschinger Schlössl und die Kunst des politischen Zauderns
Eine halbe Million Euro Minus beim Stadtfest? Kein Problem. Passiert halt. Gute 12 Millionen für das Paschinger Schlössl, die Stefan-Zweig-Villa? Plötzlich tut Salzburg so, als müsste man dafür das Rathaus versilbern.
Genau darin liegt die Peinlichkeit: Für ein paar Tage Spektakel darf Geld verbrannt werden, bei einem Ort von bleibender kultureller Bedeutung beginnt das große Zittern. Bernhard Jenny hat recht: Die Frage ist nicht, ob sich Salzburg den Kauf leisten kann, sondern ob sich diese Stadt leisten kann, ihn nicht zu tätigen.
Salzburg redet gern von Kultur, Welterbe und großer Geschichte. Wenn es aber ernst wird, bleibt davon oft nur die Pose. Dann wird gezögert, geprüft und vertagt – also das Übliche. Am Ende bleibt der Eindruck: Für Events ist Geld da, für Erbe nicht.
Oder noch kürzer: Salzburg liebt Kultur. Solange sie nichts kostet.
Siehe auch:
Kulturerbe endet nicht beim Kaufpreis >

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