Eiche bei St. Georgen

St. Georgen umgestürzte Eiche

Das Ende der Eiche 2009 | Alle Fotos: Wolfgang Bauer bzw. Archiv W. Bauer

Mein Besuch bei alten Bäumen (7)

Eine mächtige Eiche stand wohl mehr als 300 Jahre am Rande einer uralten Straßenverbindung, die von den antiken Siedlungen in Eching zu jenem Geländevorsprung führte, der von Salzach und Moosach gebildet wird und auf dem heute die Kirche St. Georgen steht.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Direkt neben der Straße stand der gewaltige Baum am Rande des Steilabhanges zur Moosach zwischen der Brücke der Ostermiethinger-Bahn über die Moosach und dem Museum  Siglhaus.

Die Stieleiche hatte 1990 einen Stammumfang von 4,15 m in ein Meter Höhe. Damals wurden einige Äste abgeschnitten, die über die Straße hingen. Eine neue Siedlung war nach und nach  in der Nähe der Eiche entstanden, neben der ein Christophorus Marterl stand, als ein Sturm 2009 die Eiche entwurzelte. Das Marterl, das heute noch dort steht, überstand den Fall des Baumriesen ebenso wie das danebenstehende Haus.

Auf diesem Geländesporn, auf dem die Kirche steht, sollen römische Spuren gefunden worden sein. Franz Michael Vierthaler schreibt in seinen „Reisen durch Salzburg“ 1799 von drei in der Kirchenmauer eingemauerten römischen Leichensteinen, die er auch abzeichnete. Sie wurden auf das dritte Jahrhundert n. Chr. datiert.

Auch der Schulleiter von St Georgen, Josef Schwarzbach, schreibt 1882 von drei Römersteinen, die aus der Kirchenmauer von St. Georgen stammen sollen. Zwei sollten im …

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