Die Franz-Josef-Straße wird modernisiert
Salzburgs schönster Boulevard wird zeitgemäß umgebaut. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Radwege werden verbreitert, einzelne kranke Bäume gefällt, andere weichen dem Fortschritt. Alles soll am Ende natürlich schöner und besser sein.

Von Karl Traintinger
Zwischen Rainerstraße und Faberstraße pulsiert längst das Leben: Cafés, Schanigärten, ein Theater und sogar ein Würstelstand sorgen dafür, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss. Hier liegt die große Sehnsucht vieler: eine Fußgängerzone, in der Gespräche lauter sind als Motorengeräusche und das kleine Bier nicht nach Abgas schmeckt.
Doch noch regiert die Realität. Autos rollen, als hätten sie das letzte Wort. Die Fußgänger dürfen sich derweil mit schmalen Gehsteigen und einem Schulterklopfen fürs Durchhalten begnügen.
Salzburg bleibt vorsichtig. Während andere Städte mutig ihre Innenstädte neu erfinden, tastet man sich hier von Baustelle zu Baustelle. Aber immerhin: Mit jedem Bauzaun wächst auch die Hoffnung, dass irgendwann die Menschen das Tempo bestimmen dürfen.


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