Eva Reichl: Mühlviertler Todesstoß

Eva Reichl

Eva Reichl | Foto: Gmeiner/ © NeCh-Fotografie (Neubauer Christoph)

Eva Reichl / Mühlviertler Todesstoß

Autorin: Eva Reichl
Titel:
Mühlviertler Todesstoß
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-0895-3
Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH
Erschienen: 08.10.2025

Klappentext:

Ein Mord ohne klare Spur, eine Familie voller Geheimnisse, ein Unternehmer mit mächtigen Feinden. Als Jakob Grünwald auf Schloss Weinberg erstochen wird, beginnt für Chefinspektor Oskar Stern die mühsame Suche nach dem Täter. Viele profitieren von Grünwalds Tod.

Seine Familie kämpft um die Nachfolge seines Unternehmens, während Konkurrenten auf eine Gelegenheit gewartet haben, ihn aus dem Weg zu räumen. Zudem war er in zweiter Ehe mit einer Frau verheiratet, die so alt ist wie seine Kinder und die ihnen ein Dorn im Auge ist.

Oskar Stern folgt den Spuren eines eiskalt geplanten Verbrechens, doch der Täter ist ihm immer einen Schritt voraus.

Anna Lemberger

Rezension von Anna Lemberger

Eine Gestalt bewegt sich auf das Schloss Weinberg in Kefermarkt zu, den Berg hinauf. Sie möchte jedoch nicht den Adventmarkt besuchen, sondern sucht nach ihrer Zielperson Jakob Grünwald – der kurz darauf erstochen aufgefunden wird.

Chefinspektor Oskar Stern und seine Kollegin Mara Grünbrecht ermitteln rund um das Schloss Weinberg im Mühlviertel. Sie stoßen dabei auf eine Unternehmerfamilie, bei der die äußere Harmonie trügt und es im Inneren heftig brodelt.

Bei der zermürbenden Ermittlungsarbeit müssen immer wieder private Bedürfnisse zurückgestellt werden, und dennoch tritt das Ermittlerteam lange Zeit auf der Stelle. Erst das Foto eines Adventmarktbesuchers enthält ein entscheidendes Detail, das zunächst übersehen wurde …

Der Protagonist ist ein engagierter, hilfsbereiter, aber auch verbissener Polizeibeamter, der seine Arbeit an erste Stelle stellt – mit einer Ausnahme: seinem Enkel Tobias. Dessen Klasse besucht er, um den Kindern von seinem Beruf zu erzählen.

Die Autorin zeigt anhand von Oskar Stern und seinem Enkel, welche positive und präventive Wirkung gute Aufklärungsarbeit schon bei Kindern haben kann. Dabei greift sie ein hochaktuelles, brisantes und zugleich schambehaftetes Thema auf. Reichl lässt in ihrem Krimi fiktive Elemente mit realen, sorgfältig recherchierten Fakten verschmelzen.

Das Buchcover ist stimmig und authentisch gewählt – es zeigt Teile eines Mühlviertler Bauernhauses und stimmt die Lesenden perfekt auf den Handlungsort ein. Die Einleitung wirkt mystisch und sorgt sofort für Gänsehaut. Im Hauptteil wechselt der Krimi mehrmals die Richtung: Mehrere Verdächtige geraten ins Visier, werden aber rasch wieder entlastet. Erst auf den letzten Seiten nimmt die Geschichte eine völlig überraschende Wendung – sowohl hinsichtlich des Täters als auch seines Motivs.

Ein großartiger, leicht zu lesender regionaler Kriminalroman aus dem Mühlviertel, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Leser*innen sollten Zeit mitbringen – denn dieses Buch legt man nur ungern aus der Hand: Es fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.


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